Cat People – Der Podcast mit Miau-Faktor

Rotraut Schöberl & Balu

Episode Summary

Rotraut Schöberl – Buchexpertin, Krimiautorin und leidenschaftliche Katzenfan – ist zu Gast bei Cat People. Sie erzählt, wie das schwarze Katzenbaby Balu nach dem Tod ihrer beiden Katzen Ginger und Chili wider Willen in ihr Leben trat, und warum Katzen und Bücher für sie untrennbar zusammengehören. Außerdem verrät sie, warum man Urlaubslektüre immer passend zum Reiseziel wählen sollte – und was die Bibel mit Krimis gemeinsam hat.

Episode Notes

In dieser Spezialausgabe zum Weltkatzentag (8. August) spreche ich mit Rotraut Schöberl – Österreichs Buchexpertin aus dem Frühstücksfernsehen, Krimiautorin und bekennender Katzenfan. Gemeinsam tauchen wir ein in eine Welt voller Bücher, Urlaubslektüre, Katzenliebe und Lebensgeschichten. Frau Schöberl erzählt, wie sie nach dem Verlust ihrer geliebten Katzen Ginger und Chili schwor, nie wieder eine Katze aufzunehmen – und wie das rabenschwarze Katzenbaby Balu sie eines Besseren belehrte. Außerdem sprechen wir über ihre jahrzehntelange Karriere im Buchhandel (52 Jahre!), ihr Schreiben – von den Kanarischen Inseln-Krimis bis zum neuen Meidling-Krimi (inklusive Katze Chili am Cover!) – und darüber, warum man Urlaubslektüre immer passend zum Reiseziel auswählen sollte. Ein Gespräch über das Auserwähltwerden: von Büchern, von Orten – und von Katzen.

✨Cat People ist ein Podcast von Sandra Herbsthofer und Teil des Podcast-Netzwerks Missing Link. Idee, Recherche & Moderation: Sandra Herbsthofer. Verpackung: Alexander Weller. Grafikdesign: Paul Jochum.

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Bücher, über die wir gesprochen haben:
📚 "Mord auf leisen Pfoten" (Anthologie) herausgegeben von Rotraut Schöberl
📚 "Die Katze lässt das Morden nicht" (Anthologie) erscheint im Herbst 2026
📚 "Meer Morde" (Anthologie) herausgegeben von Rotraut Schöberl
📚 die Kanaren-Krimis von Rotraut Schöberl und Erwin Riedesser alias Flores & Santana
📚 die Meidling-Krimis von Rotraut Schöberl
📚 "Die Frauen von Andros" von Ionna Charistiani
📚 "Das siebte Kätzchen" Kinderbuch von Meindert de Jong
📚 "Unten am Wasser"/ "Watership Down" von Richard Adams

Host: Sandra Herbsthofer https://www.instagram.com/sandra.herbsthofer/
Gästin: Rotraut Schöberl https://www.instagram.com/frauschoeberl/
Balu auf Facebook: https://www.facebook.com/people/Balu-Frau-Sch%C3%B6berls-Kater/61591705395748/

🎧Kapitelmarken:
[00:00] Intro
[01:02] Willkommen & Vorstellung der Gästin
[02:07] Rotraut Schöberl im Frühstücksfernsehen – Leidenschaft überträgt sich
[04:36] 52 Jahre Buchhandel: Das Leporello und der Abschied
[11:28] Schreiben als neues Herzensprojekt
[13:30] Meermorde & Urlaub mit passender Lektüre
[18:21] Urlaubslesen: Katzen auf Kreta & Inseln-Literatur
[30:42] Katzenbücher & neue Anthologie: „Die Katze lässt das Morden nicht"
[33:27] Katzen in Frau Schöberls eigenen Krimis – der Meidling-Krimi mit Chili
[46:18] Kindheitserinnerung
[55:21] Balu – wie er kam, obwohl Rotraut Schöberl keine Katze mehr wollte
[01:31:21] Was Katzen uns lehren: Grenzen, Sonnenplätze & Schnurren
[01:38:27] Das Schreiben zu zweit – Kanarenkrimis mit Erwin Riedeser
[01:44:05] Warum Krimis? Von Diogenes-Heftchen bis Henning Mankell
[01:58:38] Buchverfilmungen & der Film im Kopf
[02:01:43] Tierliteratur & ein Katzenname-Tipp
[02:56:55] Die liebste Jobabsage des Lebens
[03:10:05] Verabschiedung & Outro

Episode Transcription

Herzlich willkommen zu dieser Spezialausgabe von Cat People, dem Podcast über Menschen, die ihr kennen könntet und ihre Katzen. Diese Folge erscheint am 8. August, dem Weltkatzentag, und meine Gästin in dieser Folge ist Rotraut Schöberl, unsere Buchexpertin der Nation, Krimiautorin und Katzenfan. Wir haben uns bei mir zu Hause getroffen und über Bücher und ihre ganz frischen Erfahrungen mit Katzenbaby Balu gesprochen, der seit wenigen Wochen bei ihr eingezogen ist.

Wie und warum Balu in ihr Leben gekommen ist, das hört ihr jetzt. Happy Weltkatzentag und viel Spaß beim Hören.

Liebe Frau Schöberl, schön, dass Sie da sind.

Ich freue mich auch.

Mein vierzehnjähriges Ich würde mich heute sehr bewundern, weil die ist mit Ihnen aufgewachsen und ich kann mich noch erinnern, ich hab vor der Schule immer Frühstücksfernsehen gesehen und Sie waren für mich da wirklich eine Lichtgestalt, weil ich das so toll fand.

Ähm, finde ich bis heute toll, wenn Menschen mit so einer Leidenschaft irgendwie über Dinge erzählen können, äh, wie Sie über Bücher reden können.

Danke, danke für die Blumen, danke für den Tee. Äh, das war jetzt total lieb und ich muss gestehen, ich freue mich. Ich hör das relativ oft. Oft auch noch von: "Ah, ich war ja erst sechs und das war immer, immer bevor ich in die Schule ging" und so.

So ist das, wenn man länger was macht, so systematisch. Aber es freut mich natürlich, wenn's, äh, es bin ja nicht ich aufgefallen als ich, sondern ich bin aufgefallen, weil ich die Bücher liebe und dann ist es schon okay.

Ich finde, dass Sie schon so 'n bisschen als Sie auch aufgefallen sind, weil Sie so eine Wärme irgendwie haben und dann, also sympathisch und so sind, dass sich das über die Lei, über den Bildschirm irgendwie überträgt.

Na, ich würd sagen, es ist einfach, äh, entweder man hat Leidenschaft oder man hat's nicht. Also. Also wenn man mich interviewen würde, zum Beispiel zu Automarken, das wär, glaub ich, jetzt nicht wahnsinnig fesselnd.

Da, Gott sei Dank ist das nicht unser Thema heute. Aber ich glaube, wir reden über eine andere Leidenschaft heute, die Sie betrifft.

Äh, weil Sie sagen, Sie sind schon sozusagen so lang dabei. Ich hab das nachgeschaut, weil ich's selber nicht wusste. Seit 2006 sind Sie fast durchgehend.

Genau, zweiter Januar 2006.

In Puls vier zu sehen. Ähm, aber nicht nur. Sie waren ganz, ganz lange, ähm, im Leporello.

Genau.

In der Buchhandlung. Fast dreißig Jahre.

Ja, ja. Das war, das war auch ein absolutes Herzensprojekt. Und jetzt ist eben das Schreiben eigentlich ein Herzensprojekt.

War das schwierig, weil Sie haben ja, ähm, ich glaub 2021 oder so gesagt, das war's.

Ja, es war. Ja, ja und dann kam Corona. Ja, ja, danke. Ja, mei, die Umstände kann man sich oft nicht so wirklich aussuchen.

Jetzt hab ich gedacht, ich spür 'ne Katze, aber das war schon-

Eine

Phantomkatze. Ja, ja. Ach, da ist noch eine dritte. So, so. Ähm, ja, das war aber eigentlich, also ich war insgesamt- Boah, jetzt müsste ich nachrechnen. 52 oder 53 Jahre im Buchhandel. Und ich war der Meinung, es langt. Also jetzt sollen die anderen mal ran, ja.

Das. Und es kommt natürlich auch dazu, wenn du einen eigenen Betrieb hast, also die, die eine eigene Firma haben, die wissen das. Du stellst dann halt schon viele Sachen hintan, äh, weil sich das nicht ausgeht, ja. Ich hab im Dezember Geburtstag und hab immer geträumt davon: Ich möcht einmal im Dezember ein richtiges Geburtstagsfest machen, die Nacht durch, ja.

Das kannst net machen, wennst im Weihnachtsgeschäft stehst. Genauso wie das, wie das, wie das Wegfahren et cetera, ja. Du, du, du ordnest immer alles unter. Und nach 50 Jahren haben wir einfach gedacht: Ja, und jetzt bitte. Ähm, außerdem hat man ja dann auch so ein Gefühl der Endlichkeit. Also die Zeit ist nicht, entschuldige, mit 30 oder 40 hab ich das Gefühl gehabt, ich, pff Was kostet die Welt?

Ja, es ist, ich hab ja eh alle Zeit der Welt und dann denkst du irgendwann: Na ja, aber die, die meine, meine, meine Liste, was ich alles noch gern machen würde, ist schon relativ lang und ist ja mit jedem Jahr ist noch irgendwas dazugekommen. Ich muss irgendwann anfangen, das abzuarbeiten.

Mhm.

Na ja, und da bin ich jetzt dran.

Mhm. Aber da ist Ihnen offenbar wirklich was gelungen. Ich hab über Ihre Verabschiedung gelesen, solche Zitate wie Sie haben dem Leporello 30 Jahre eine Seele gegeben.

Mhm.

Also das, ähm, wahrscheinlich nicht jeder, der in Pension geht unter Anführungszeichen oder sich verabschiedet, das einem Unternehmen.

Ah nein, aber da trau ich mich sagen, jede Buchhändlerin, jeder Buchhändler gibt seiner Buchhandlung eine Seele. Also das ist, äh, Buchhandlungen sind ja überhaupt, jetzt reden wir statt über Katzen über Buchhandlungen. Äh, Buchhandlungen sind ja überhaupt was ganz, ganz Besonderes, was sich für mich nach wie vor nicht vergleichen lässt mit irgendeinem anderen Handelsbetrieb.

Und ich sag ja auch gerne seit Jahren oder Jahrzehnten, die Buchhändlerin, der Buchhändler, das ist so eine Vertrauensperson wie der Hausarzt, die Apothekerin, ähm, dein Therapeut, deine Therapeutin.

Mhm.

Es ist so. Die, die sind, die sind empathisch, die fühlen sich hinein und was man oft mit Büchern helfen kann und erreichen kann.

Und da, ob sie's jetzt zugeben oder nicht, würd ich behaupten, jede Buchhändlerin, jeder Buchhändler hat dieses Gen in sich.

Mhm. Jetzt machen Sie was anderes. Jetzt schreiben Sie, Sie haben's vorher grad gesagt, konzentrieren sich total auf Ihr eigenes, ähm, schrei, äh, schriftstellerisches Schaffen, sag ich jetzt mal.

Ich ha-hab ein bisschen geschaut, ich hab einiges daheim, unter anderem die Meermorde-

Hm.

Die ich fast jedes Jahr im Sommer im Urlaub dabei hab. Weil wissen Sie, auf was ich draufgekommen bin oder wa-warum mir das Buch so am Herzen liegt? Ich hab das, übrigens die Kratzgeräusche sind meine Katze, die sich da grad genüsslich am Kratzbaum labt, was ihr vielleicht hört zum Hintergrund.

Ja,

aber schon in der obersten Etage.

Ja, ganz oben. Sie schaut auf uns hinab. Ich hab dieses Buch im ersten Urlaub, in dem ich war mit Captain auf Sardinien und hab zufällig eine Geschichte aufgeschlagen und hab genau, genau und hab genau die Sardiniengeschichte erwischt und hab gemerkt, wie schön das ist, wenn man an dem Ort, an dem man Urlaub macht, eine Lektüre dabei hat, die dort spielt.

Mhm. Und in diesen, in dieser Anthologie gibt's ja ganz viele Möglichkeiten, weil da ist man ja dauernd an irgendeinem anderen, an einer anderen Küste. Und das nutze ich total aus. Und immer wenn sich das ergibt, wenn ich weiß, ich bin da irgendwo an einem Schauplatz, äh, von den Büchern, nehme ich mir das dann wieder mit.

Ist das was, was Sie nachvollziehen können? Planen

Sie Ihren Urlaub so? Sehr, sehr nachvollziehen. Also das mache ich, glaube ich, schon seit meiner Lehrzeit und ist ja wirklich schon a Zeitl her, äh, dass ich mir, wenn ich irgendwo hinreise, nicht nur vorher mich über die Geschichte informier. Reiseführer, no na, ähm, vollkommen klar bei der Buchhändlerin, ne.

Ähm, aber auch eben so a bissl mehr die Geschichte, w-wenn's Mythologie et cetera. Und dann natürlich bitte Autoren von dort, die möglichst auch über das Land, über die Gegend, über den Landstrich oder was auch immer schreiben. Das, das macht einfach wahnsinnig viel Vergnügen und du liest es natürlich ganz anders, wenn du auf Sardinien liegst und du siehst die Felsen, du siehst es da alles, ja.

Du brauchst nur auf'm Strand den Blick heben und schaust da hinauf, ja. Ähm, das ist natürlich auch bei griechischen Inseln oder so was einfach ganz toll. Und ich hab dadurch auch schon ganz viele Autoren kennengelernt, die ich sonst wahrscheinlich gar nicht in die Hand genommen hätte. Aber ich hab vor, weiß ich nicht, 20 Jahren oder so mir eingebildet, ich brauch jetzt außer Sappho bitte, aber ich brauch jetzt Literatur zu Lesbos.

Das muss jetzt irgendwie sein. Na ja, und dann schürfst du und schürfst du und dann, dann findest du was. Mein Lebtag lang nicht gehört. Na ja, aber gut, okay, was spielt auf Lesbos. Es ist zwar schon 100 Jahre alt, aber ich lese es jetzt. Und dann sag ich: Boah. Und dann kriegst du aus dem Roman mehr mit, als wenn ich jetzt eine amtliche Geschichte Lesbos gelesen hätte oder so.

Also das, das empfehle ich auch immer allen Leuten. Nehmt euch das bissl Zeit, bevor ihr auf Urlaub fahrts. Es ist, es ist was Besonderes, wenn ihr Texte, die entweder genau dort entstanden sind oder in der, in dem Sprachraum, in der Gegend entstanden sind, da kommt was anderes rüber. Das kannst, du kannst das Gleiche da daheim auf'm Balkon auch lesen, aber es ist nicht dasselbe.

Jetzt weiß ich das, bevor wir zu den Katzen kommen. Ähm, jetzt weiß ich, wir waren zufälligerweise mehr oder weniger zufällig. Ähm, wahrscheinlich, weil ich glaub, bei Ihnen, Sie sind öfter auf Kreta als ich. Ja. Aber wir waren ja beide auf Kreta. Was haben Sie an kretanischer Literatur gelesen? Oder haben Sie ein Buch dabei gehabt, was dort spielt?

Äh, also diesmal waren's ja nur die Geburtstagsfeier meines Sohnes auf Kreta und dann war mit drei Tagen nicht so wahnsinnig viel zu lesen und da hab ich keinen, keinen Griechen mitgehabt. Aber ansonsten hab ich auf Kreta natürlich außer Katzen Sakis, den eh quasi jeder kennt. Aber da würd ich auch sagen, da sind, da gibt's einfach ganz tolle Sachen von den Inseln und es gibt über die Kykladen, die Charistiani zum Beispiel mit den Frauen von Andros und so.

Darfst du auch auf Kreta lesen, obwohl Andros eine Kykladeninsel ist. Also ich würde sagen, da gibt's, da gibt's schon ganz viel.

Mhm.

Und Gegenwart. Gegenwart wird zwar leider, leider sehr wenig übersetzt. Das war, äh, eine Frage der Finanzierung auch. Aber es gibt's immer wieder und es gibt, äh, Gott sei Dank immer wieder dann von irgendwelchen Kulturvereinen gesponsorte, aber ganz tolle griechische Über-, äh, Erzählungen, Übersetzungen, ähm, in, in deutscher Sprache und da kann man ganz tolle junge Griechen und Griechinnen entdecken.

Ansonsten, was in der-- Hä, es ist auch ganz schlecht mit mir anfangen, über Griechenland reden. Ich mein, wir können über griechische Katzen auch reden. Da hab ich übrigens auch ganz viele Fotos. Aber die haben sich übrigens gewandelt, die, die Kreter Katzen. Ah

ja?

Also vor, ich sag jetzt mal 20 Jahren, waren die alle unterernährt.

Die haben alle ausgeschaut, wie wenn sie seit acht Wochen nix zu fressen gekriegt hätten und du bist also wie-- Und, und räudig meistens und du hast gedacht: „Na, du musst sie sofort unter den Arm klemmen und hoffen, zum Tierarzt gehen." Und jetzt, das ist mir jetzt erst so richtig aufgefallen, vielleicht weil's so viele waren in Ira Petra, die waren alle so was von wohlgenährt, so was von wohlgepflegt, so was von unaufgeregt und gemütlich.

Und du merkst ja bei 'ner Katze, ich, ich mach immer sehr hektische Handbewegungen, weil ich die Hände brauch zum Reden. Und wenn eine Katze schon Böses erlebt hat, dann erschreckt sie sehr schnell bei so was. Und da, das ist auch so ein Unterschied. Ich kann dort sitzen und herumfuchteln und die reibt sich trotzdem noch an meinem Bein.

Sie ist ihr wurscht. Also das heißt, sie müssen eine relativ, äh, gute Kindheit gehabt haben. Und sie werden, also ich spreche jetzt ganz speziell von Ira Petra, sie werden dort auch wirklich versorgt von den Leuten. Du siehst fast bei jedem Geschäft gibt's so den, das Wasserbe-den Wasserbecher sowieso, aber irgend'n Napf mit Trockenfutter und so

was.

Also mir war dann nach zwei Tagen bereits klar, warum's da keine Katze gibt, die ausschaut, wie wenn sie auf Twiggy oder so machen würde.

Ja, das hab ich mir auch gedacht. Ich hab auch das ein oder andere Katzenfoto als Souvenir mitgenommen aus dem Kreta Urlaub. Und ich hab mir jetzt vorgenommen, ich hab das hier schon mal erzählt im Podcast, aber ich möcht das jetzt anfangen.

Ich möcht mir jetzt so T-Shirts selber drucken aus'm Urlaub mit den Kätzchen, die ich dort kennenlerne. Ich hab mir gedacht, ab jetzt fang ich an mit meinem Kreta Urlaub und nächstes Jahr gibt's dann die Rom Katzen und übernächstes Jahr- Ach

Rom, da, da gibt's aber sehr viel. In Rom hab ich ganz besonders viele rote Katzen gesehen.

Da hab ich überlegt, ob das irgendwas mit'm Vatikan zu tun hat.

Aber Katzen ist gleich ein gutes Thema. Äh, Sie haben unter anderem auch zu Katzen geschrieben, verschiedenstes.

Ja, das ist mir jetzt gleich ganz peinlich, weil ich wollte unbedingt den ersten Band, äh, Mord auf Fleisenpfoten mitbringen, aber in meiner, in meinem Heck-- Den hat sie, den hat sie.

Oh Gott, ja. Das war eigentlich der allererste von diesen Anthologien und das hat, das hat auch den Leuten, glaube ich, Spaß gemacht.

Sind auch wirklich entzückende,

also

falls man das sagen darf überhaupt über Krimis.

Ach doch. Also ich, ich, ja. Nein, ich bin ja auch eine Anhängerin eher der entzückenden Krimis und nicht der, der Hard Boiled und, und Thriller.

Und mit Katzen, ja, und es kommt, ähm, des Erfolges wegen kommt jetzt im Herbst ein zweiter Katzenband. Äh, die Katze lässt das Morden nicht.

Ja.

Und das sind jetzt ganz, ganz neue Katzengeschichten. Und da sind ein paar ziemlich brutale Katzengeschichten drin. Aber sage ich gleich dazu: Der Katzenfreundin wird in dem Fall die Brutalität gefallen.

Aha. Okay, da sind wir sehr gespannt drauf. Sie schreiben ja auch in Ihren eigenen Krimis, die Sie schreiben, kommen ja hin und wieder Katzen vor, oder?

Muss sein.

Okay.

Muss sein. Klar, das geht, das geht irgendwie gar nicht anders. Aber Katzen müssen immer vorkommen, ich meine, entschuldige, äh, ein Leben ohne Katzen?

Mhm.

Was wäre das für ein Leben? Also das ist ja ziemlich unecht dann, ne.

Aber Sie haben zum Beispiel in dem ersten Teil Mörderfleiß und Pfoten ist keine Geschichte von Ihnen

drin. Nein, es ist auch in der neuen keine Geschichte von mir.

Ah ja.

Ich lass die Katzen aus. Obwohl, i-ich hab's zwar begonnen, aber dann war's so stressig und dann waren schon so viele Geschichten.

Ähm, weil ich frag die Leute immer an und denk mir: Okay, also du fragst 25 an, ungefähr sieben bis acht werden keine Zeit haben oder mögen. Also ich such schon Leute, aus die a Beziehung zu Katzen haben oder so bei den Gartenkrimis zum Garten haben oder so irgendwas, ne. Aber diesmal hab ich das Gefühl gehabt, die haben alle mitgemacht.

Und dann hab ich gedacht: Na ja, muss ja nicht sein. Vor allem, weil ich ja auch wusste, äh, dass im Herbst quasi fast gleichzeitig mein Meidling-Krimi erscheint und da spielt meine Chili eine ganz große Rolle, weil die war beim Schreiben quasi, äh, immer da und durchaus beteiligt. Und drum musste sie, sie ist auch am Cover und die Grafikerin hat die Chili wirklich wahnsinnig gut getroffen.

Also genauso war sie mit dem kleinen Hängebauch und so. Also das stimmt einfach alles. Und die, in dem Fall spielt die Chili aber wirklich, also die Katze wirklich eine, eine größere Rolle, weil die Protagonistin, die Josie Czerny, eine pensionierte Buchhändlerin, die nach Meidling gezogen ist, äh, und sich mit der Meidlinger Geschichte beschäftigt und da den Schani Breitwieser zum Beispiel entdeckt.

Interessante Sache. Der Robin Hood von Wien war ja aus Meidling. Ähm, die hat ziemlich viel Parallelen, könnt man jetzt gleich feststellen mit mir. Die gibt übrigens auch im Café Puls, äh, Bucht

Ist ein bemerk-, ein bemerkenswerter Zufall.

Ja, ja, ja, ja, ja. Aber was kein Zufall ist, ist eben, dass die Chili da viel vorkommt und halt das Leben mit der, mit der Josie teilt.

Mhm. Jetzt haben Sie die Chili schon angesprochen. Ich geh davon aus, wir werden immer wieder auf die Bücher und das Schreiben zurückkommen in dem Gespräch. Ein kleiner Exkurs: Vielleicht wollen Sie die flauschigen Mitbewohner, die Sie haben, mal vorstellen. Mit wem leben Sie?

Na ja, das ist eigentlich eine traurige Geschichte, weil die Chili ist mit knappen achtzehn, äh, vor einem Dreivierteljahr verstorben.

Oh

nein.

Oh ja. Und den, äh, die z-, ich hatt, hatte zwei Schwestern aus dem Südburgenland von meiner Freundin Miriam, äh, die Ginger und die Chili. Die sind da aus der Gegend, aus der Oberwarter Gegend gewesen und sind ebenso fast achtzehn geworden. Siebzehn, achtzehn. Und die Ginger war eine Glückskatze, und zwar wirklich.

Also nicht nur aussehenmäßig, sondern die hat einfach, die hat irgendwie so die totale Ruhe gehabt und gleichzeitig war sie sehr bestimmend. Ähm, hat in einem Garten, der nicht mehr hat als fünfzig Quadratmeter pro Jahr zwischen sechs bis zehn Mäuse gefangen und der Dosenöffnerin auf die nackten Beine gelegt, wenn's irgendwie ging.

Ja.

Ja, das muss man aushalten, ne. Während die, die Chili, ihre Schwester, ein, eine fast Schneeweiße mit so 'nem Cappuccino-Fleck am Rücken, die war das totale schüchterne Gegenteil. Also ich hatte Freunde, die nur hier und da kamen. Die haben nach Jahren gesagt: „Hast du nicht gesagt, du hast eine zweite Katze auch?"

Weil sie, weil sie einfach nicht gekommen ist. Ja, und das, das, das gibt's halt. Und sie war so, wenn einer, also nicht ich, ich durfte machen, was ich wollte, aber wenn einer hektische Bewegungen gemacht hat, war sie weg. Wenn die Stimme laut war, war sie weg. Wenn die Stimme hoch war, war sie weg. Wenn sie das Gefühl gehabt hat, sie kennt sich nicht aus, war sie weg.

Ja. Vorsichtshalber, weil jemand irgendwo nicht einmal bei mir, sondern irgendwo geläutet hat, war sie weg. Ein Gewitter zog auf und es hat in fünfundzwanzig Kilometer entfernt gedonnert. Ich hab's nicht einmal wahrgenommen. Die Chili war unterm Bett. Also sie war wirklich die furchtsamste Katze, die ich je erlebt hab.

Während die Ginger eher gesagt hat: „So, was ist da? Was ist das da? Kann ich das? Kann ich, kann ich da was?" Ja, also die war eher der neugierige Typ. Aber ich mein, ich könnte jetzt alle meine Katzen aufzählen, das, aber ich glaub, dann werd ich traurig. Obwohl, das Herr Katz war auch so ein ganz eigenes. Aber von meinem ersten, von meinem allen.

Also ich bin ja, äh, quasi von Geburt an geprägt für Katzen. Bin in Reichenau an der Rax auf die Welt gekommen und bei meiner Mutter, meinen Großeltern, große Wohnung im Schloss Reichenau und da gehört ein großer Garten dazu. Und dann gab's natürlich auch eine Katze. Das war der Pucky. Und der Pucky war ein sehr großer, stämmiger, wilder, getigerter Kater, der bei Nachbarn schon hieß „Der Schrecken vom Schwarzatal".

Ich glaub, der Pucky hat mit allen- Das wär ein

guter Krimititel.

Hm? Das wär ein guter

Krimititel.

Ja, eigentlich schon. „Der Schrecken vom Schwarzatal". Das muss ich mir merken für irgendeine Katzengeschichte mal, ha. Na, irgendwann muss ich den Pucky eh noch verewigen, weil da gibt's ja so viel Geschichten.

Also wie der der Oma die Vanillekipferl gestohlen hat und so. Also da gibt's wirklich ganz, ganz viele Geschichten. Aber der Witz war eben, dass er ein sehr wilder Kater war, dass er zum Fressen durchaus immer wieder, ähm, gekommen ist. Also er war täglich in der Wohnung, aber ansonsten wirklich ein absoluter Freigänger und war eben von, vom Bayerbach bis Hirschwang locker unterwegs, ja.

Also das, das war alles sein Revier. Es gibt auch Leute, die gesagt haben, wir haben ihn am Friedhof oben gesehen und was weiß ich. Jetzt denk ich mir, großer getigerter Kater, kann man bald mal sagen. Das andere ist, wenn du ihn näher gesehen hast, war er unverwechselbar. Er hatte nur mehr einen halben Schwanz.

Er hinkte. Er hatte nur mehr ein Auge, er hatte ein zerfetztes Ohr und er war narbenübersät.

Sie könnten auch gerade einen Piratenkönig beschreiben.

Also absolut. Und zwar wirklich einen altgetinten. Also wie ich auf die Welt kam, war er schon so. Ähm, und ich glaub, so ab meinem ersten Lebensjahr oder so war das mein Kater, weil er irgendwie auch beschlossen hat, dieses komische Menschlein da, da muss man sich mal kümmern drum, dass aus der was wird und hat sich dann in den nächsten Jahren von mir alles gefallen lassen, was er sich von niemandem sonst gefallen hätte lassen.

Und für mich war das dann ganz normal. Eine Katze ist so, bis i, ich hab dann erst so mit sieben, acht, neun gelernt, nicht jede Katze ist so und schon gar nicht lässt sich jede Katze alles von dir gefallen.

Aber ist das nicht das beste Gefühl auf der Welt, wenn man so auserwählt wird von einer Katze? Ja, wenn

du's begreifst, dass du auserwählt bist.

Weil vorher nimmst du's ja einfach für selbstverständlich. Ich mein, den Kater im Puppengewand gesteckt, im Kind in, im Puppenwagen spazieren geführt und so, ja. Meine Großmutter hat die Hände zusammengeklappt. Das gibt's irgendwie nicht, ja. Es war alles möglich. Und ich denk mir, da muss irgendwas passiert sein bei meiner Geburt.

Da war dann einfach eine gewisse Verbindung mit dem Pucky immer schon da. Und dann war's halt so mit den Katzen. Dann hatte ich lange Zeit selber keine. Ich hab einen Sohn, der eine ganz schwere Katzenhaarallergie hat, aber halt auf Distanz. Was heißt das? Wir wissen, dass wenn du auf Urlaub hinfährst, hast du natürlich die, die Leckerlies irgendwo mit, kümmerst dich um irgendwas, schaust, wo das nächste, äh, Tierschutzunternehmen ist, das du unterstützen kannst und solche Sachen.

Äh, ansonsten, wenn du irgendwo unterwegs bist, schaust natürlich auch, machst die Augen auf oder dort, wo ich wohne und so wie, so wie es ja jetzt auch war, wo, ähm, Chili verstarb und ich gesagt hab: „Nie wieder nehm ich ... Also ich, ich will nie wieder eine Katze. Ich werde sicher nie wieder eine Katze nehmen.

Ich, ich halt das einfach nicht aus und es bricht mir das Herz und bla, bla, bla."

Und nein, nein, nein.

Dann kam der Nachbarskater Bruno. Bruno ist der Nachbarskater und seither ist er täglich da. Dann kam ein weiter entfernter Kater, den ich nicht bei Namen kenne, aber der eine gewisse Ähnlichkeit mit Garfield hat, wenn man sich jetzt so ein oranges Ungeheuer vorstellt, der einfach ziemlich trotz seiner, mhm, seines voluminösen, stämmigen Körperbaus locker eine anderthalb Meter hohe Mauer überwindet, äh, also der die Mauer einfach locker überwinden kann, der kommt und besucht dann.

Und dann hab ich gedacht: „Na, siehst du, das ist ja auch eine Möglichkeit." Es genügt ja, diese Nachbarskatzen. Wenn ich unterwegs war zur U-Bahn gehe, ich mein, da triffst ja, also bei mir da, da draußen am Lauen in Meidling, ja, also in Altmannsdorf überhaupt, weil da musst aufpassen, dass die Igel net niederrennst.

Es, es, es hoppelt irgendwas nicht näher Sichtbares herum. Du triffst auf dem Weg zur U-Bahn mindestens drei verschiedene Katzen, äh, die meistens auch jetzt eine Ansprache wollen, aus welchen Gründen auch immer. Sie schauen nicht aus, wie wenn sie, ähm, ja, wenn sie ausgesetzt wären oder so. Sondern sie wirken, wie wenn sie vom satten Frühstücks, äh, Frühstück kommen würden, aber sie brauchen irgendwie so Anspr, äh, Zusprache oder was.

Das andere ist, dass ich immer schon sehr gerne Urlaubsdienste bei Katzen gemacht hab und hab mir gedacht, das geht sich gut aus. Da kommt der Bruno und da kommt der Nachbarskater und dann haben wir den Sherry, den ich, äh, im Urlaub versorgen darf und der ein total Süßer ist. Das ist doch herzig und so weiter und so weiter.

Na ja, und dann ist mir das mit Balu passiert.

Ist eine gute Überleitung. Äh, Sie sind nämlich grad nicht katzenfrei.

Nein.

Nein. Ganz frisch. Ich bin, also es ist ja wirklich, ich freue mich seit Wochen auf dieses Gespräch und jetzt erst in den letzten Wochen so richtig, seitdem ich weiß, dass Sie ein neues Kätzchen in Ihrem Leben haben.

Ja.

Wer ist Balu?

Ja, Balu. Wer ist Balu? Ha! Der entzückendste Teufelsbraten der Welt. Ähm, nein, es ist so, also da müsste ich jetzt ein bissl ausholen. Wie viel Zeit haben wir eigentlich?

Fühlen Sie sich ganz frei.

Okay. Also es ist so: Meine liebe Freundin Irmi-

Die Strick-Irmi, die hat einen Töpferkurs belegt im Südburgenland. Krimileser reimen sich jetzt schon was zusammen. Ähm, und das war auch ganz, ganz toll von der Marianne Seitz und, äh, Gegend und die waren, glaub ich, vier Tage und die Irmi hat Fotos geschickt von dem Garten, in dem sie gearbeitet haben und von den Sachen, die sie gemacht haben.

Und ich war quasi laufend informiert und schwer begeistert und dacht mir: „Soll ich auf meine alten Tage vielleicht noch mal 'n Töpferkurs machen?" Aber Töpferkurs, sind wir uns ehrlich, hab ich vor 50 Jahren gemacht, ja. Will ich wirklich noch mal einen? Ich glaub, ich hab noch einen Aschenbecher, den ich gemacht hab.

Na wurscht. Äh, aber es war irrsinnig schön, das mitzuerleben und mitzuerleben, wie schön, ähm, wie schön das dort, wie die Gegend schön ist, wie der Kurs toll ist. Na ja, und dann gibt's dort im Südburgenland, äh, Frauen, die kümmern sich um Streunerkatzen. Ganz lobenswert. Also das find ich absolut toll. Ja, Streunerkatzen.

Und ja, da haben sie jetzt grad ein paar Junge und du, äh, Rotraut, ka-ka-kannst du jetzt mal irgendwie schauen, dass du Leute findest, die Katzen nehmen? Ja, ma-mach ich gern. Schick mir Fotos oder so. Ähm, ich schau mal, was ich, was ich machen kann. Aber dann kam er gleich: „Du, und da ist einer, da hab ich mir gedacht, das wär was für dich."

Sag ich: „Du, Irmi, ich, du weißt genau, ich will keine Katze mehr. Nicht in diesem Leben. Nein, ich will keine mehr. Und, äh, ich kümmer mich gern drum oder setz mich dafür ein, dass die gute Plätze kriegen, aber..." Sagt sie: „Na ja und weißt du und die, die, die, die Frau, die kennt dich." Hab ich gedacht so: „Na, die schaut fern."

„Nein, die war Buchhändlerin und, ähm, ist einfach ein paar Jahre erst hinuntergezogen und die kümmern sich dort. Na, weißt was? Ich, ich schick dir die Telefonnummer und ich, ähm, rede mit ihr mal zusammen oder auf WhatsApp oder was." „Du, Irmi. Ja, gut, also ich unterstütz das." Mhm. Ich kürz jetzt die Sache doch ab, weil das ging so ein bisschen hin und her und dann hab ich Bilder gekriegt von den Kätzchens und so weiter und so fort.

Und hab ich gesagt: „Na ja, ich setz mich schon." Sagt sie: „Na, aber was ist erst?" Dann ruft die Irmi an und sagt: „Du, ich bin noch bis morgen da. Ich könnt die Katze gleich mitbringen." Die ist ja immerhin schon zwölf Wochen. Ah, ja, das kommt überhaupt nicht infrage. Also es geht

gar net,

ja. Gut, die Irmi kommt wieder aus dem Süd-Südburgenland, gibt aber keine Ruh.

Und die Bettina da unten schickt mir die Fotos und beschreibt und sagt: „Ma, du, mit dem, mit dem Bringen nach Wien wär jetzt kein Problem. Meine Schwester fährt“, weil ich bin Autobus, „meine, meine Schwester fährt am Sonntag, die könnt ihn mitbringen und so. Der Balu, das ist der Fünfte und der spielt nicht mit den Geschwistern und das ist ein, das ist ein Stoiker oder Phlegmatiker oder so.

Also der ist so was von, von ruhig.“ Und ich sag: „Na, also, na, sagt, na, ja, aber, aber, w-wi-willst länger warten? Aber weißt eh, für die Kleinen ist schon gut, wenn die gleich.“ „

Nein, ich will einfach nicht.

Ich will keinen.“ Also na ja, gut. Äh, so. Ähm, mein Freund und Schreibpartner, der Erwin Riedese, ist zurzeit mit seiner Tochter auf Urlaub in Kreta.

Und wir telefonieren jetzt wieder mal und, also stell dir mal vor, sie Irmi und die lässt mir keine Ruhe und weißt du, da im Südburgenland und das ist in der Nähe von da, wo Ginger und Chili herkommen. Und, ähm, da gibt's eine Katze und, und, äh, also die nennen die Balu und das sind Dings und ich tue es herunter.

Erwin sagt: „Ja, und bringst du's dann gleich mit?" Ich sag: „Natürlich nicht. Du weißt doch genau, ich will einfach nicht." Sagt er: „Dann schick mir mal ein paar Fotos." Schicken wir ein paar Fotos mit. Sagt er: „Na, und wie, ruft, ruft er wieder an und wie, wie willst du das jetzt organisieren, dass die zu dir kommt?"

Gar net. Aber das Gar net kam schon nicht mehr überzeugend. Und der Witz war, dass eigentlich, dann hab ich überlegt, hab ich gedacht: „Na, Rothart, jetzt lass dich nicht von all diesen begeisterten Leuten und diese ...“ Natürlich ist so ein, entschuldige, so ein schwarzes Wollknäuel mit, mit, mit, mit zwölf Wochen, natürlich schaut das entzückend aus und natürlich frisst sich das ins Herz.

Aber jetzt bleib mal logisch, überleg alles. Nein, keine Katze. Dann ruft die Irmi an und sagt: „Du weißt eh, in einer Woche bin ich auf Urlaub. Aber weißt du was? Ich würde mir einen Tag vorher freinehmen und miete ein Auto und fahr mit dir ins Südburgenland und wir holen ihn." Ich sag: „Lass mir wenigstens eine halbe Stunde zum Nachdenken."

Das Ende vom Lied, ja wir kennen es. An diesem Freitag fuhren wir ins Südburgenland und haben diesen stoischen Phlegmatiker, der inzwischen meine Wohnung zerlegt, ähm, aus dem Burgenland geholt. Und ich bin der Meinung, es, er ist wahrscheinlich ein Großcousin von der Ginger. Also i-ich bin überzeugt, die sind in Wirklichkeit verwandt.

Und er ist so ein entzückender Ausbund an Lebendigkeit, an Neugierde, so was von unerschrocken, so was von

Was kostet die Welt? Ich kauf sie mir, ja. Ein Kletterfritze. Auf der anderen Seite kann er sitzen wie ein Wiesel. Und ich hab, ich hab gemerkt nach dem ersten Tag, dass ich, ähm, ein bisschen viele Fotos mache und hab dann auf meiner Fotoseite eher Scherze, weil ich mir gedacht hab: Was? Ich laber jetzt die, die wollen was über Bücher wissen oder Garten oder so und ich laber die jetzt zu mit fünfmal am Tag ein Katzenfoto, ne.

Und dann hab ich gesagt: „Na ja, das könnt überhand nehmen. Haha, ich werd einen eigenen Account für Balu aufmachen." Dann kamen die erst mal da: „Ja, bitte, ich abonniere sofort. Ja, ja, ja." Hab ich mir gedacht: „Na gut, wenn ihr das wollt, ist das eine gute Lösung, weil, äh, die, die eben keine Katzen, also nicht so viele Katzenfotos pro Tag wollen, ja, das ist ja fein.

Mach für den Balu gleich einen Account auf. Balu, Frau Schöberls Kater. Na, was soll ich sagen? Nach sieben Tagen siebenhundert Follower.

Schau, schau.

Das ist so unglaublich. Und, ähm, dann waren da die-- Ich versuche natürlich auch hier nicht jetzt zu viel, weil mit den kleinen Kätzchen, du weißt ja eigentlich, alle halben Stunden müsstest du ja irgendjemanden informieren, was jetzt schon wieder Tolles passiert ist, ja.

Und wie großartig und, und was sich ergeben hat und wie und so. Mach ich nicht. Ich mach das höchstens dreimal am Tag oder viermal. Aber natürlich ist das, ist das Erleben so alles auch das erste Mal. Und, ähm, a-Balou ist ein Entdecker. Der hat, also zuerst hat er ja nur einen begrenzten Raum gehabt und dann erst nach einer Woche durfte er in den nächsten Raum.

Aber wie er dann die Bibliothek entdeckt hat und wie er dir sagt, was du umräumen musst, was nicht so geht. Die Anthologien zum Beispiel, die standen bei mir auf einem Regal, über das Balou der Meinung war, wenn die nicht hier stehen, dann kann man eine Abkürzung auf die Treppe nehmen. Und hat die zweimal hinuntergeworfen.

Dann hab ich's kapiert. Ich bin ein bisschen schwer vom Begriff. Dann hab ich's verstanden. Jetzt ist der Weg frei und die haben einen anderen Platz. Und so lerne ich jetzt jeden Tag dazu, was ich umräumen muss.

Das Erste, was mir zu der Geschichte einfällt, ist, dass Sie sehr gute Freunde haben um Sie rum.

Ja.

Die offenbar Dinge über Sie wissen, bevor Sie sie wissen.

Ja, die mich einfach schon länger kennen. Ja. Na, na, und das, das, das ist jetzt auch. Und was mich übrigens auch freut, der, der Bruno- Dann der, der Nachbarinnen Kater, der jeden Tag kommt und der in der Früh schon durch die Scheibe guten Tag sagt.

Und Balu darf natürlich auch in den Garten noch nicht hinaus. Aber die, die verständigen sich schon durch die Scheibe. Also die dürften sich dann sehr, sehr gut verstehen und ich freue mich schon, wenn die miteinander dann im Garten unterwegs sind und das unsicher machen.

Genießt es Balu, dass der jetzt sozusagen vom vielleicht aus'm Schatten seiner Brüder und Schwesterchen

Also irgendwie, irgendwas stimmt an der Geschichte nicht, ja. Entweder war dem Balu das wirklich einfach zu viel und der hat sich gesagt: „Ich zieh mich zurück." Äh, weil ich hab ja auch Fotos gekriegt, wo ein Knäuel Katzen spielt herum und einer sitzt so an der Seite hinten irgendwo so hingedrängt und jetzt bitte.

Und er ist überhaupt nicht furchtsam. Also es waren ja auch schon Leute Balu schauen hier. Und er, er kommt eigentlich relativ, relativ rasch, ja. Und er ist natürlich in dem Alter sind sie alle spielebegeistert. Also es ist ... Und womit man alles spielen kann. Also manche Sachen, wo ich versuche, das wär's jetzt nicht.

Wir haben ja ungefähr fünfzig bis hundertfünfzig verschiedene Spielzeuge und da könnt man ja jetzt bitte meine Fühlfeder zum Beispiel liegen lassen oder so, ja. Na okay, aber wie gesagt, ich bin lernbereit.

Und Balu ist auch noch mal für die Tonspur, weil man ja jetzt kein Balu-Foto dazu sieht, ein rabenschwarzes Kätzchen, wirklich von der Nasenspitze bis zum Pfötchen.

Genau. Also die schwarze Nase und die schwarzen Pfoten sind natürlich sch- Das

Highlight, ja.

Er hat aber, er hat irgendwie ein,

ein graues Unterfell.

Mhm.

Also es dürfte auch irgendwo ein Gen von irgendeiner Langhaarkatze oder so was da dabei sein, weil er hat sowohl das glänzende Kurzhaarfell, oder er schaut, als ein Ganzer schaut er schwarz aus.

Ja.

Aber wenn er herumhupft und so, dann merkst du, dass dazwischen immer längere Haare sind, die dann auch so, so, so a bissl hochstehen.

Und ganz witzig ist, dass er nicht auf der, nicht, ja, ja, auf der Brust, also net, net, net beim Hals oben, sondern wirklich auf der Brust, ist bei einem bestimmten Lichteinfall so was wie ein Grauton zu sehen. Aber ansonsten ist er schwarz bis in die Schwanzspitze, ja.

Falls es den Zuhörerinnen und Zuhörern bis jetzt nicht aufgefallen ist, Sie haben eine große Faszination für diese Tiere.

Ähm, ganz offenbar. Was macht diese Faszination für Sie aus? Also was gefällt Ihnen speziell an Katzen?

Dass sie so unabhängig sind, dass sie ihr eigenes Leben leben, dass sie Dass sie so zu sich stehen, dass sie sich nicht verbiegen lassen. Boah, da könnt jetzt viel auf sein, aber unabhängig ist, ist, ist eigentlich eh schon alles.

Also mir, mir imponiert das einfach und ich mag das.

Was ich mir immer denk, wenn ich mit meinen Katzen Zeit verbringe, ist, mir gefällt das, dass die so deutliche Grenzen kennen und die auch artikulieren und auch von einer, dem Menschen ihrer, ihrer, ähm, Person sozusagen, ihrem Menschen, die auch klar setzen, auch wenn das die Hand ist, die sie füttert.

Ja.

Da denk ich mir immer, ah, da würde ich mir immer wünschen, dass ich mir das ein bisschen was abschneiden könnte als selbstständige Person.

Ja. Nein, ich, ich, ich denk mir oft, ähm, von den Katzen können wir sehr viel lernen. Also grad, äh, ich würd ja sowieso Tiere im, im, in den Heilungsprozessen viel mehr einsetzen.

Und ich bin der Meinung, dass in, in Kinderheimen, in Jugendheimen soll's einfach viel mehr Katzen geben, weil Die Kleineren und die etwas größeren Kleineren und die Jungen, die könnten sehr viel lernen davon.

Unter anderem, was eine, also eine Qualität von meinen Katzen ist, wo ich mir immer denke, das möchte ich auch in mein Leben übernehmen: sich die Sonnenplätze suchen im Leben.

Das

ist eine Sache, wo ich

immer denke. Und so, so, so ge-genießen, ne? Das einfach dann alles wegstrecken und in der Sekunde in den Tiefschlaf fallen. Das kann Balu, aber bitte, er ist ja wirklich noch ein ganz Kleiner. Heute tobt er über den Tisch. Natürlich hat er auf'm Esstisch nichts zu suchen, aber ich arbeite auch mit dem Computer dort.

Also ist das ein bisschen ... Da, er tobt herum und auf einmal macht er wirklich so flatsch daneben, was er hier und da macht, um dann wieder aufzuhupfen oder so. Und in dem Fall bleibt er liegen und ich mache: „Hä, was hat die Katze?" Und auf einmal, der, er ist einfach viel zu viel herumgehupft und hat sich fallen lassen und ist eingeschlafen.

Ich hab dann gleich a Foto gemacht. Das sagt natürlich nichts, weil du siehst eine schlafende Katze, ja. Aber dass es von einer Sekunde auf

die

andere geht.

Ja.

Und da, das, das finde ich zum Beispiel auch toll. Außerdem, äh, geb ich zu, wenn sie sich dann einbilden, dass sie kuscheln müssen, das hat halt schon auch noch mal einen Mehrwert, den wir uns ja so gar nicht vorstellen können.

Ich hab immer den Eindruck, das senkt den Blutdruck, das ersetzt hier und da eine Therapiestunde und einfach nur, wenn das da so auf dir kugelt und schnurrt und dein ganzer Körper schnurrt quasi mit und du atmest ruhiger.

Ja, und ich finde, das ist so eine, auch wieder so ein Gefühl von auserwählt sein, wenn da so ein, ein Tierchen, das vielleicht nicht dauernd an deinem Rockzipfel hängt, dann trotzdem auf deinem Schoß einschlafen mag.

Das

ist schon- Ja, und das einfach dazwischen zeigt, du, du bist wichtig, oder. Du bist jetzt für mich wichtig und wenn's nur die Schlafunterlage ist, aber das bist du, ja. Na ja, durchaus.

Sie haben vorher den Erwin Riedeser schon angesprochen, der ja ganz lang Ihr

Leporello-Partner

war. Und jetzt schreiben Sie zusammen.

Wie ist das?

Na ja, wir, wir, wir machen, wir machen ein bisschen a Rolling Stones. Ähm, wir hatten die Buchhandlung miteinander und haben dann, das war ja a witzige Geschichte, dann sind die Kanaan-Krimis, ähm, entstanden und die haben wir eben, äh, gemeinsam geschrieben. Jetzt haben wir drei. Und jetzt haben wir gerade diese Phase eben, wo jeder von uns ein eigenes Ding noch macht.

Nämlich ich meine, meine Josie mit dem Mit, ähm, a, M-M-Madlen Krimi und dann Erwin Riedeser hat sich wieder ein Pseudonym gegeben. Wir haben die, die Kanaan Krimi auch unter Pseudonym Flores und Santana gemacht und der Erwin hat jetzt auch 'n Pseudonym und hat einen Kreta Krimi geschrieben Vergiftete Oliven.

Mhm.

Kommt als Konkurrenzprodukt auch Anfang Oktober. Genauso genauso wie meine alle. Äh, bei ihm kommt allerdings keine Katze vor, sondern ein Hund.

Das ist ja noch mehr Konkurrenz. Einfach-

Ja, na ja, find ich

net. Dann können sich die Menschen zumindest entscheiden, wo sie sich mehr hingezogen fühlen.

Also, s-seh ich jetzt nicht so.

Mei, mei, mei. Es ist auch noch der Unterschied, also das, d-das, was ich schreib, kann, das kann nie was anderes sein als Cosy Crime oder so. Also irgendwas, wo du dich ein bisschen lachen musst und wo, wo, wo Spaß macht oder so. Während beim Erwin ist das jetzt schon, äh-

Recht blutig.

Ja, das wird er jetzt nicht hören wollen, aber, mhm, durchaus auch.

Aber wie kann man sich das vorstellen, dass man zu zweit einen Krimi schreibt?

Das haben wir uns jetzt drei Bände lang gefragt und erarbeitet. Wir wissen's noch immer nicht genau.

Hat man da lange Diskussionen: Was kann die, wer kann der Mörder, die Mörderin sein? Na,

Plot. Na, das Plot entwickeln ist ja das Witzigste zu zweit, ja.

Also da-damit haben wir, glaub ich, irrsinnig viel Zeit verbracht. Weil du schläfst einmal drüber, dann hast du noch drei bessere Ideen. Also du glaubst, du hast bessere Ideen. Äh, andere halt oder weitere Ideen oder wie auch immer. Und das war schon sehr lustig. Das waren ja viele, viele Wochen, wo wir wirklich den Plot entwickelt haben.

Na ja, und wenn, weißt du jetzt, was, w-was muss drinnen sein? Also drinnen sein muss unbedingt, auch wenn das Land so rot ist, dann muss Sesamanrique drinnen sein. Und, ähm, dann kommt bei mir dazu, es muss immer was mit Essen zu tun haben, Essen und Trinken. Und, ähm, natürlich kommt da zum Beispiel durchaus immer wieder mal eine Katze vor.

Und das, d-das, ja, dann strickt man sozusagen an dem Fall und schaut, was, was nimmt man jetzt rein. Bei den Kanaren kam dann auch noch dazu, dass wir gesagt haben: „Na ja, den Ort müssen wir irgendwie einbauen. Oder denk mal, das, ah, das Haus, das war doch jetzt, äh, der Omar Sharif und so weiter. Und das müssen wir doch auch irgendwie mit dem Pokerspiel.

Und dann: „Nein, aber irgendwie müssten wir auch da runter, weißt eh, wo der grüne See war und das tolle Lokal und so. Du kannst, du kannst die Kanaren-Krimis als Reiseführer und Restaurantführer nehmen.

Aber das heißt, Sie sind, waren beide mit den Kanaren schon sehr vertraut.

Ja.

Okay.

Ja, das hat, das hat, äh, begonnen, weil ich vor, puh, fünfundzwanzig, sechsundzwanzig Jahren, neunundneunzig oder so, äh, im Winter gleich nach Weihnachten gesagt hab: „Ich halt jetzt die Kälte, das Graue nicht mehr.

Also meine Bandscheiben haben mir auch wehgetan. Ähm- Und irgendwas wollt, wo man jetzt nicht wahnsinnig weit hin-- Also Dom Rep oder so was ist nicht meins. Das ist alles viel zu weit weg, ja. Aber in vier Stunden bist du auf den Kanaren. Vier Stunden Flug, das ist so die äußerste Grenze, die ich auch noch, äh, aushalt.

Und dann war da eigentlich, dann war das so was wie Liebe auf den ersten Blick. Du kommst halt im Januar, was weiß ich, auf La Palma an und bist in 'nem grünen Palmengarten, bist in 'nem, nein, 'nem grünen Paradies, nicht Palmengarten, weil Palmen ist das eine, aber du hast ja diese voreiszeitlichen Regenwälder und du hast einfach so was von Pflanzen und das Ganze ist vom Meer umgeben und dazwischen hast du den Vulkan und du hast Wanderwege und die ganze Insel ist so klein und es gibt, äh, ähm, eigentlich die Touristen, die dort sind, die wollen entweder dasselbe wie du oder sie sind, äh, astronomieinteressiert, weil auf La Palma gibt's 13 Spiegelobservatorien oben, Spiegelteleskope.

Und du hast Nächte, wie du sie sonst nur hast, wenn du am Schiff auf der Ägäis weit entfernt von irgendwelchen Inseln bist, ja. Nämlich wirklich mit Tausenden von Sternen. Du siehst die Milchstraße mit freiem Aug et cetera, ja. Das sind, äh, das sind alles ganz, ganz tolle Erlebnisse. Und wenn du da kommst von dem grauen, dunklen, nassen, kalten Beton Wien und dann bist du dort plötzlich und übrigens auch ganz viele Katzen, die man dann einfach mit versorgen muss.

Muss man ja, ist ja ganz vollkommen klar, die verlassen sich ja drauf, ne. Und so weiter und so weiter. Und ich hab das relativ schnell ganz ausgiebig durchgezogen und dann haben wir's eigentlich hier und dort zu zweit gemacht und dann hast du dort, äh, dann ham, hab ich, ähm, ja, zuerst einmal glaub ich mit Sohn und Freundin, dann Freundin.

Und dann war's so, dass ich eh sowieso jedes Jahr meinen Haupturlaub nur mehr Januar, Februar gemacht hab und war Juli, August einfach hier. Und meistens sehr lang dann, also sehr schnell vier Wochen.

Und dann kamen immer Freunde und Freundinnen auch zu besuchen. Sie sind halt eine Woche geblieben. Also ich hab mir ein Häuschen gemietet oder ein größeres Apartment, ähm, an einem Ort, der mir gefällt. Und dann waren wir eigentlich immer zu dritt oder zu viert unterwegs. Und das hat schon auch sehr viel Spaß gemacht und ich glaub, ich hab etliche Leute auch infiziert mit den Kanaren.

Und dass es dann die Kanarkrimi geworden sind, das ist eigentlich aus genau dem entstanden, dass ich gesagt hab: „Ich versteh die, die, die Welt net", weil wenn du jetzt nicht begeisterte Skifahrerin bist, ich bin noch nie in meinem Leben auf Ski gestanden und war nicht die einzige Österreicherin, dem das passiert ist.

Ähm, na hab auch keine Lust. Äh, wie willst du sonst jetzt noch zu blauem Himmel und, äh, Sonnenschein kommen? Und dort, das kommt ja noch dazu auf den Kanaren, die heißen ja nicht von ungefähr die Inseln des Frühlings, sondern es hat, hat sich leider jetzt auch schon, ähm, durch den, durch die Klimakatastrophe in, ein bisschen gewandelt.

Aber an sich hast du da das ganze Jahr über zwischen 23 und 25 Grad. Inzwischen wird's auch schon wärmer und es gibt schon öfter Tage mit 30 Grad oder so was. Aber das ist, das ist wirklich, äh, die Klimakatastrophe und, äh, bis vor ein paar Jahren war's einfach nur Frühlingswetter, nur Frühlingswetter. Und das ist die, genau dieses Wetter, das ich heiß liebe, wenn es nicht über 25 Grad geht.

Viele von uns, glaub ich, ja. Zum, zum Wandern gehen einfach toll.

Ja, wo man sich wirklich bewegen kann und nicht direkt das Gefühl hat, man muss wieder duschen gehen. Man

schwitzt, wo du denkst so: „Bitte, wo ist jetzt

eine

kühle Kirche

oder so?" Ja, ja, absolut. Dieses Kanaren-Thema ist mir jetzt einigermaßen klar.

Was für mich noch so 'ne Frage ist, ist, warum Sie das Krimi-Genre so begeistert.

Ja, das, das, das bin ich schon oft gefragt. Am Anfang war, dass ich als ... Also ich bin von klein auf, muss man sagen, eine Vielleserin. Ich bin von, von Kindesbeinen an eine absolute Viel-, eine Bücherfresserin. Äh, hab mit acht Jahren meinen ersten Büchereiausweis gekriegt und hab mir dann einfach pro Woche, glaub ich, zwischen fünf und acht Bücher geholt.

Für mich war das Lesen-

Ein Tor, ein, ein Tor, ein Fenster, ein Fenster und ein Tor, äh, zu einer anderen Welt. Für mich war das einfach wahnsinnig wichtig und ich hab es geliebt, dass es eben neben dem, was ich kannte, eine andere Welt gibt und die hab ich in den Büchern entdeckt. Deshalb bin ich ja nicht zufällig Buchhändlerin dann geworden, glaub ich.

Das hat wahrscheinlich damit zu tun, dass ich nichts, nichts entdeckt hab, das so vielfältig, so stärkend, so bestärkend ist wie Lesen. Und was war jetzt eigentlich die Frage?

Warum Krimis?

Ach so, ja

genau, das war der Ursprung.

Ja, äh, na, ich hab eben sehr, sehr viel gelesen und sehr, sehr früh auch sehr, sehr viel.

Und jetzt muss ich auch gleich gestehen, ich hab im zarten Alter von acht, ähm, weil das ein Verwandter herumliegen hatte, jede Woche Kommissar Wild und Sherry Cotton Heftchen gelesen. Zur Micky Maus und zum Fix und Foxi und zu meinen Bibliotheksbüchern. Also wirklich alles gefressen, wo Buchstaben drinnen waren.

Und wie ich dann Buchhandel begonnen hab und das war immerhin 1968, da hat natürlich schon noch die ganze Welt die Nase gerümpft über so was wie Krimis, ja. Und die sahen ja auch, äh, aus zum Teil, also die Diogenes, die heute so schön in dem Weiß sind mit einem, äh, wunderbaren Bild vorne drauf. Also die waren kohlrabenschwarz mit einem knallgelben, wie wenn's also vom billigsten Supermarkt eine, eine Werbeschrift wär.

So haben die ungefähr ausgeschaut. Ich find die ganz toll, ja, schwarz-gelb. Und, ähm, da hab ich dann wirklich tolle Autoren wie Chandler und Hemingway und so was kennengelernt. Aber gleichzeitig zur Kenntnis nehmen müssen, dass in meiner Branche, auf die ich ja eigentlich so stolz war, dass ich da jetzt hineinwachse, jeder die Nase gerümpft hat über Krimis.

Und es is, is halt, es war dann schon auch ein bisschen seltsam, weil auf der einer Seite hörst du die Auflagen, die diese Bücher haben, aber du kennst niemanden-

Ja, das kann sich nicht ausgehen.

Der, der so gibt. Das liest,

ja.

Das es liest. Und mir, mir haben's dann gesagt: „Du solltest das net so erzählen", weißt du?

Wieso? Mir hat der einfach wahnsinnig gut gefallen. Ja, und das ist a Krimi. Und dann bin ich irgendwie-- Ah ja, und dann mit 14 hab ich noch et-- Also ich hab alles mögliche gelesen und mit 14, ich wollt nämlich eigentlich, bevor ich Buchhändlerin, äh, wurde, wollte ich Diakonissin werden und hab mal schon als Vorbereitung, ähm, die Bibel gelesen, und zwar zweimal von vorn nach hinten.

Das ist übrigens ein ganz tolles Urlaubsbuch, weil da hast du so 1.000, 2.000 Seiten, glaub ich. Kommt drauf an. Kommt, kommt drauf an, welche Ausgabe. Ich hab natürlich die Martin-Luther-Übersetzung, ähm, gelesen, aber d-da hast du was und das ist schon sehr spannend und vielfältig, weil du hast von der wunderbarsten Lyrik bis zu den schaudrigsten Dystopien hast du alles drinnen, ja.

Und es hat mich sehr beeindruckt und ich hab sehr viel davon im Kopf behalten, wie dann die Leute angefangt haben, auf mich einzureden: „Na du, du musst-- Net lesen, net so viel Krimis und das ist ganz schön. Wieso ist das schlecht? Na, bla, bla, bla." Ich, ich versteh nicht, die, die Bibel. Ich mein, ich hab dann zitiert: „Schau mal, was da passiert."

Ich mein, ich hab in der Bibel mehr Morde gelesen als in, in, in, in allen Krimis beieinander. Und da sind ganz grausige Sachen dabei, also wie sich die Leute da verhalten. Das ist ja unglaublich. Dann später hab ich, dann war ich natürlich im, im, also im Verein, wir verteidigen die Krimis und wir, wir lassen sie hochleben.

Bin aber dann auch sehr schnell drauf gekommen, dass ich die, die wirklichen Hardcore-Krimis. Also w-worum geht's mir bei den Krimis? Was liebe ich an den Krimis? Ist vielleicht einfacher zu sagen. Ich liebe es, dass sich die Dinge aufklären, dass das Gute siegt, das Böse bestraft wird, dass da quasi so eine Ordnung einkehrt.

Ich mag das.

Das ist bei den Hardcore-Krimi net immer so, vielleicht auch, aber ich mag keine Brutalität. Ich mag kein, ich mag keine, keine Täter, die irgendjemanden zerlegen, zerfetzen, die ... Ich mag Rache

Also berechtigte, na Rache ist immer irgendwie berechtigt, berechtigte Rache. Ähm, aber dann, man muss das mit, mit Esprit, mit, mit, mit Witz, mit Geist, ja. Und wenn der dann umkommt, ähm, also es gibt ja auch Katzen, die morden.

Ja.

Ja, aber sag's ja noch mal.

Ja.

Dann versteht man das irgendwann. Na ja.

Mhm.

Ist halt so passiert.

Aber ich mag jetzt nicht, dass die extra lang leiden oder so irgendwas.

Ja, ich versteh das, ja. Also mein Opa war, ähm, ganz großer, ein ga-ganz großer Leser auch. Der hat mir immer ganz viele Bücher auch weiterempfohlen und ich war damals viel zu jung, aber der hat ganz viel so Henning Mankell und so-

Ah,

liebe ich.

gelesen. Und ich glaub, also wenn ich jetzt, glaub ich, noch mal anfangen würd, ähm, mich da durchzulesen, äh, würd mir das, glaub ich, auch mehr liegen. Aber ich glaub, das erste Buch hat er mir mit elf oder mit zwölf, glaub ich, in die Hand

gedrückt. Das ist viel zu früh. Vor allem auch über, über die Sozialkritik und, also das, das geht dir so ans Herz.

Und der Mankell schreibt einfach auch so, dass er dich, ähm, im, im Herzen mitnimmt und das ist eigentlich sehr verletzend. Aber der ist für mich kein Hardcore-Krimi, sondern der ist einfach ein, ein großer, äh, Realist, äh, der auch die Welt aufzeigt, wie sie ist. Und bei Mankell hab ich zum ersten Mal auch das mitgekriegt, wa, was die Chinesen eigentlich in Afrika begonnen haben und das ist jetzt schon 20 Jahre her, ja.

Da bis zu dem Zeitpunkt hab ich nirgendswo gelesen gehabt, dass sich die da einkaufen und was die da alles machen. Inzwischen kannst du's eh überall, äh, nachvollziehen, aber er war der Erste. Also über Krimis wird auch oft, äh, einiges transportiert, das ganz gut ist und was mir auch einfällt. Also das, äh, ein, ein wirk-wirklich grausliches

Oh ja, hab ich schon, hab ich natürlich auch immer wieder gelesen. Nesbø.

Mhm. Wollt ich auch grad sagen. Der, ja, das, äh, also wär auch in dieser Kategorie viel zu früh das erste Mal in der Hand gehabt, glaub ich, als Teenager und

gedacht- Also das ist auch komisch. Je, je älter werd, desto weniger mag ich so was.

Also ich les Nesbø nicht mehr. Wobei Nesbø hat natürlich auch sehr witzige Sachen gemacht, aber die Harry Hole-Dinger sind . Ja, oder dann die, die, ah, was war das? Der viel zu früh verstorbene, nicht Magnussen? Ähm, mit der Salander, mit der Hackerin.

Stieg Larsson. Stieg

Larsson. Stieg

Larsson,

ja. Aber da gefällt mir natürlich, da hat mir das Rachemotiv nie so gut gefallen.

Kann ich mich noch ganz genau an die Filme erinnern. Die haben sich total eingebrannt in

meine,

ähm,

ja. Also Verfilmungen mag ich nicht sehen. Also es gibt- Das war

total explizit auch nicht.

Äh, ja, ne, das eine ist, dass ich dann denk, die Bilder kriege ich dann kaum aus'm

Kopf.

Und das andere ist, dass ja beim Lesen sowieso ein Film in meinem Kopf abläuft und ich mag das dann nicht, wenn der Regisseur das anders gesehen hat als ich.

Was ja immer der Fall ist. Also ich hab mir noch nie gedacht, nachdem ich eine Buchverfilmung gesehen hab, das ist ja genauso, wie ich's mir vorgestellt hab.

Ja genau, das funktioniert nicht. Nein, drum, drum lieber, drum lieber keine.

Mhm. Sind Sie in Ihrer, äh, in den vielen Jahren im Leporello mal gefragt worden explizit nach, nach Tierkrimis?

Es ist ja mittlerweile so ein eigenes Genre. Es gibt auch ganz viel so Katzenkrimi-Literatur zum Beispiel.

Also ich würd sagen, es gibt keine, keine Frage, die mir in diesen Jahren nicht gestellt worden ist. Aber bei den, bei den Tierkrimis ist eh vollkommen klar, weil die Rita Mae Brown, äh, also die hat ja auch schon 20 Jahre, glaub ich, Erfolg oder so.

Und Also Tierkrimi ist, ist jetzt noch mal was anderes. Aber was es ja immer schon gab, war einfach tolle Geschichten mit Tieren. Und da gab's immer wieder Bestseller, die heute kein, kein Mensch kennt. Oder eben an, bei den Kinderbüchern.

Mhm.

Da gibt's ja so süße Katzenbücher. Mein Gott, was hab ich geweint bei dem, beim siebten Kätzchen.

Das kenn ich gar nicht. Das muss ich mir mal zu Gemüte führen.

Ja, nein, ich glaub, Ihre Generation sicher, weil das hab ich als Kind gelesen. Aber ich hab unlängst, glaub ich, mal gesehen in irgendeiner Bibliothek, dass es da, äh, dass es in der, was weiß ich, 58. Auflage so noch da ist, ja. Wobei die Tiere spielen ja bei der Pippi Langstrumpf eine Rolle und so.

Aber, äh, der oder der Downhill, ähm, wie heißt es, unten am Wasser. Die, die Hasengeschichte, ja. Wo du ganz, ganz, ganz viel wirklich auch von den, von den Hasen eben mitkriegst. Oder wenn wir, wenn wir jetzt schon bei dem sind, ist es aber, glaub ich, ein, ein Katzen-, ähm, äh, Podcast. Aber wahnsinnig beeindruckt hat mich und das hab ich jetzt auch bei Café Puls am Sonntag hab ich ihr meine, meine sieben oder acht Minuten ge-gewidmet, die McCullough mit, ähm, ach, ich hätt euch das, ich hätt das mitbringen sollen, gell.

Mit, ähm, wie heißt der mittlere Band? Die hat drei Bände geschrieben. Alle haben mit Natur zu tun, alle haben mit Umweltschutz zu tun. Aber der Band drei, nein, Wölfe heißt er. Intelligente Frau. Warum? Weil es mit Wölfen zu tun hat. Und da hab ich über Wölfe mehr gelernt als über jede Universum-Doku. Und das musst du mir zusammenbringen.

Einen spannenden Roman schreiben, der eigentlich von der Spannung und vom Lesen her ein Krimi ist und dir dann noch Wissen vermittelt, das du dir so mühsam aus Fachbüchern zusammensuchen müsstest, weil's die Wikipedia nicht so viel drin hast. Mhm.

Während wir hier sprechen, zeigt sich auch meine zweite Katze.

Der liegt mittlerweile in unserem Sichtfeld, äh, und schaut uns zu, während wir sprechen. Ich

wollt grad sagen, aber die Augen sind offen. Er macht wie wenn er schlafen würde. Er

tut so, ja. Er

sperrt aber die Augen auf, um zu beobachten und vorsichtshalber.

Mhm.

Und vorsichtshalber, nein, ich steh nicht auf, ich bleib sitzen.

Wir sind alle ganz entspannt. Wir sind ganz entspannt.

Die heißen Tage werden meistens auf am kühlen Boden verbracht, zu Recht. Ähm, so wie bei den Menschen. Balou

hat jetzt den, das Waschbecken auserkoren.

Auch gut.

Gell?

Mhm.

Liegt er immer. Ich hab Fotos mitgebracht.

Haben Sie, äh, weil wir jetzt gerade bei Tierliteratur sind, ein Lieblingstier? Außer

Katzen?

Aus der, also ein Lieblingstier aus der Literatur. Ein Lieblingstier aus der Literatur?

Mann, ich glaub, ich tu mir immer schwer mit Lieblings. Ich hab keinen Lieblingsroman, keinen Lieblings-, äh, Krimi, kein Lieblingsbuch.

Ich hab kein Lieblingstier.

Ich schau aber immer nur für den Tag. Ich glaub manchmal, dass man das offenhalten, dass man das irgendwie ändern darf.

Ja.

Morgen.

Ja, min- spätestens morgen. Ja. Nein, ich hab jetzt grad überlegt, ob's irgendeine gute Geschichte mit einer Fledermaus gibt oder so. Aber interessant, ne.

Also ich, ich, ich würd mich nicht ... Bin grad das Dschungelbuch rauf und runter gegangen. Nein, ich will mich nicht festlegen. Nein.

Das versteh ich. Das ist auch eine gute Antwort. Ähm, ich hab zum Schluss noch ein paar kurze Fragen. Sind schon am Ende dieses Podcasts. Wenn dieser, dieser Satz „Im nächsten Leben werd ich Kater oder Katze" ist, ist das was, womit Sie was anfangen können?

Wo sehen Sie sich da?

Äh, da würd ich gern Katze bei Livia Klingl werden.

Die ja auch schreibt in-

Die in den, im ersten Band ist eine Geschichte von ihr drinnen. Da sind aber auch die Illustrationen von ihr.

Ah ja. Ah ja, spannend.

Aber bei den Katzen, also ich glaub, das ist der Himmel, der, der Katzenhimmel auf Erden.

Sie haben vorher schon angesetzt bei dem Satz: „Ein Leben ohne Katze ist ...“, und dann haben Sie

den Kopf geschüttelt.

Hm, haben Sie, der letzte Teil dieses Podcasts ist immer eine Katzennamenbörse. Wenn jetzt Menschen zuhören, die grade ein Kätzchen, wie Sie vor ein paar Wochen, in ihrem, äh, Leben sozusagen, in, in ihr Leben aufnehmen und nach einem Namen suchen, haben Sie einen guten Namen parat, den Sie verschenken könnten?

Also ich, ich würd alle verschenken. Aber Na, da tue ich mir jetzt schwer, weil ich denke mir immer oder bei mir war es immer der Plan. Balu ist jetzt die genaue, das genaue Gegenteil, ah, dass ich mir denke, aus dem Charakter ergibt sich das dann. Zum Beispiel mein Sir Katz. Ich weiß gar nicht mehr, wie der eigentlich hieß, aber er war ein Sir.

Und ich habe zur Abkürzung, weil ich keinen Namen hatte für ihn, habe ich ihn immer Katz am Anfang gerufen. Wie wenn eine Katze kommen wird, wenn du sie rufst. Ja, aber bitte. Äh, und dann war es einfach so, dass, dass er immer so majestätisch war und auf den, dass ich das Gefühl gehabt, der weiß auch. Also da hat man ja noch mit dem Fotoapparat fotografiert und den Fotoapparat genommen.

Habe ich das Gefühl gehabt, er strafft den Körper, setzt sich, setzt sich in, in Positur und schaut in Richtung Kamera. Also immer so. Und dann habe ich ihn immer Sir Katz genannt und ich glaube, dass es eigentlich viel mehr Spaß macht, wenn du sagst: „Okay, du bist vielleicht jetzt noch namenlos oder du kriegst jetzt so einen Übergangsnamen."

Aber das, was wirklich dein Name ist, das weiß ich, wenn ich ein paar Wochen mit dir zusammengelebt habe. Und ich finde es sehr schön, wenn das dann etwas ist, das mit dem Charakter des Tieres auch zu tun hat. Ich mein, Balu hat den Namen mitgebracht, er ist das Gegenteil von Balu im, im Dschungelbuch. Wohl ein gemütlicher, also er kann auch fünf Minuten total gemütlich sein, aber bei mir heißt er jetzt immer Balu, der Teufelsbraten.

Also sozusagen mit Nachnamen hinten dran noch. Ähm, ganz zum Schluss möchte ich Ihnen noch eine kurze Anekdote erzählen. Sie wissen das nicht, aber ich habe mich mal bei Ihnen beworben. Es ist, glaube ich, schon fast fünfzehn Jahre her, so mit achtzehn. Achtzehn, neunzehn oder so. Und ohne eine fachspezifische Ausbildung oder so, da bin ich damals, da habe ich mal irgendwie so drei Jahre, habe ich gesagt, ich möchte jetzt im Buchhandel arbeiten.

Und dann bin ich mit meinem ausgedruckten Lebenslauf, bin ich in der Wiener Innenstadt in alle möglichen Buchläden und habe meinen Lebenslauf verteilt. Und Ihnen habe ich eine E-Mail geschrieben ins Leporello und ich habe von Ihnen, glaube ich, die liebste Jobabsage meines Lebens bekommen.

Wirklich? Na, das freut

mich.

Eine ganz persönliche und ganz lieb und mit ganz viel Zuspruch für die Zukunft und ich kann mich da immer noch fünfzehn Jahre später dran erinnern.

Also, jetzt bin ich total gerührt. Vor allem, weil, äh, na, das mit dem Absagen. Ich meine, wir haben als Buchhandlung, ich würde sagen, pro Woche drei Bewerbungen anliegt.

Das heißt, du musst dauernd absagen. Ja. Weil du hast einen Lehrling, ja, also bei den, bei den Lehrlingen überhaupt. Und den hast du dann aber zwei, drei Jahre, ja. Ja. Huft herum. Und, äh, da dann, ähm, das ist immer schwierig, weil ich denk mir, äh, also ich kann mir das so irrsinnig gut vorstellen, wenn ich mich bewerbe, welche Erwartungen da dran hängen und welche Hoffnungen et cetera.

Und dann kommt da der Schrieb und dann sagt die: "Danke, Sie werden nicht benötigt." Ne?

Nein, also ich wüsste jetzt, ich habe versucht, vorher noch, ähm, die E-Mail zu finden, weil mich der genaue Wortlaut interessiert hat. Aber das, da, da war so viel, ähm, so ganz positiv und, äh, so ganz, ganz die besten Wünsche für die Zukunft und so weiter.

Und das war wirklich, also es- Freut

mich sehr.

Ich erinnere mich dran.

Danke. Danke.

Ich sage danke, dass Sie da waren. Es war wunderschön, mit Ihnen über Bücher und über Katzen und übers Leben zu sprechen. Äh, und ich wünsche mir, dass wir uns nächstes Jahr noch mal hören mit nach einem Jahr Balu.

Oh ja, gerne.

Dann brauchen wir dann natürlich die dreifache Zeit. Ja. Weil wenn ich denke, was, was ich jetzt alles nicht erzählt habe und es waren erst vierzehn Tage, ja.

Ja, am besten, Sie bringen Ihre Aufzeichnungen mit und wir gehen das einfach Tag

für Tag

durch.

Wir hacken

es ab. Danke schön, Frau Schöberl.

Ich danke herzlich.

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