Der ehemalige Content Creator Roman Bruckner erzählt warum überraschend seine Social Media Kanäle löschte und was seine Katze Catslina damit zu tun hatte. Außerdem sprechen wir über das Aufwachsen mit (zwischenzeitlich) 13 Katzen, mentale Gesundheit, Selbstakzeptanz und Musik als Zufluchtsort.
In dieser Folge zu Gast ist Roman Bruckner – vielen bekannt als Content Creator Bruman Rockner. Roman erzählt, warum er seinen TikTok-Account plötzlich gelöscht hat (und was seine Katze Catslina damit zu tun hat), wie er mit (zwischenzeitlich) über zehn Katzen aufgewachsen ist und was Haustiere mit mentaler Gesundheit zu tun haben. Außerdem sprechen wir über Musik als Zufluchtsort, Selbstakzeptanz – und darüber, warum orange Kater auf eine liebevolle Art weird sind (Grüße gehen raus an Esmeraldo & Gulasch).
✨Cat People ist ein Podcast von Sandra Herbsthofer und Teil des Podcast-Netzwerks Missing Link. Idee, Recherche & Moderation: Sandra Herbsthofer. Verpackung: Alexander Weller. Grafikdesign: Paul Jochum.
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Host: Sandra Herbsthofer https://www.instagram.com/sandra.herbsthofer/
Gast: Roman Bruckner: https://www.instagram.com/nichtbrumanrockner/
Romans Podcast “Zwischen Intro & Outro”: https://open.spotify.com/show/7qgLYZIl2wQS8j0ayNgPHE
🎧Kapitelmarken:
[00:00] Intro
[03:42] Catslina & Esmeraldo: Namen, Herkunft & Aussehen
[06:00] Animal Hope: Wie die zwei aus Rumänien nach Wien kamen
[12:38] 13 Jahre Katzen – Commitment und der Gedanke ans Abschiednehmen
[16:39] Aufgewachsen mit 13 Katzen: Romans Kindheit
[20:41] Katzen im Bett & auf der Anrichte: Eine Grundsatzfrage
[21:28] Katzenhaare als unsichtbares Band zwischen Menschen
[28:22] Warum Roman seinen TikTok-Account gelöscht hat
[32:38] Account gelöscht – und dann? Mental wieder ankommen
[34:57] Depressionen, Umzug & die neue Wohnung als Safe Space
[38:18] Musik als Leidenschaft: Der Podcast „Zwischen Intro und Outro"
[39:45] Pubertät, Body Image & Selbstakzeptanz mit 38
[44:29] Schnelle Runde: Lieblingskatze aus der Popkultur
[45:30] Nächstes Leben als Kater?
[46:39] Katzennamenbörse
[47:47] Outro & Verabschiedung
Sandra Herbsthofer: Willkommen zu einer neuen Folge von [00:00:20] Cat People, dem Podcast mit Menschen, die ihr kennen könntet und ihren Katzen. In dieser Folge zu Gast ist Roman Bruckner, den einige von euch vielleicht als Bruman Rockner kennen oder kannten. Unter diesem Namen war Roman einer der bekanntesten Content Creators in Österreich, doch plötzlich löschte er überraschend seinen Account.
Sandra Herbsthofer: [00:00:40] Und das hat auch mit einer seiner Katzen zu tun. Was? Das hört ihr gleich. Außerdem haben wir über sein Aufwachsen mit zwischenzeitlich mehr als zehn Katzen gesprochen, über mentale Gesundheit und über Musik. Mir hat das Gespräch mit Roman wahnsinnig viel Spaß gemacht und ich hoffe, euch gefällt die Folge auch.
Sandra Herbsthofer: Und jetzt geht's los. [00:01:00] Viel Spaß beim Hören. Willkommen zurück zum vielleicht flauschigsten Podcast der Welt. Oh, da wird schon mehr out im Hintergrund Jetzt
Roman Bruckner: ist er schüchtern.
Sandra Herbsthofer: Ja, das ist immer so, wenn dann das Spotlight auf einen gerichtet wird, aber vielleicht melden sich die Katzen die heute hier sind, nochmal von der Seite.
Sandra Herbsthofer: Wir sind auch schon direkt im [00:01:20] Thema. Mein Name ist Sandra und heute bin ich bei Roman Bruckner zu Gast. Hallo.
Roman Bruckner: Hallo. Hallo Sandra, schön, dass du da bist.
Sandra Herbsthofer: Erzähl jetzt mal kurz. Man hat vielleicht auf der Tonspur schon, ja. Jetzt geht es wieder los. Schon das eine oder andere Miauen gehört. Wo kommt das her?
Roman Bruckner: Ja das kommt von meinem Kater. Er ist ein sehr gesprächiges, felines Tier, wie man gerade hört. [00:01:40] Ja, es wird jetzt wahrscheinlich die ganze Zeit so gehen. Genau. Ja, er ist halt hier, glaube ich, hier der Star, wenn es ums Sprechen geht, weil er wird sich immer wieder melden. Und sie ist jetzt gerade irgendwie, glaube ich, kacken gegangen.
Sandra Herbsthofer: Unter Tisch sitzt sie, die zweite Maus
Roman Bruckner: Gut, dann kackt sie nicht.
Sandra Herbsthofer: Roman, ich habe vor kurzem also in dieser Woche, [00:02:00] deinen Kollegen und Freund Jacob getroffen Ja,
Roman Bruckner: er hat es mir erzählt.
Sandra Herbsthofer: Und ich habe ihm von diesem Podcast erzählt und er hat sofort zu mir gesagt, kennst du den Roman, du musst ihn einladen So
Roman Bruckner: funny.
Sandra Herbsthofer: Warum glaubst du, hat er das mit so einer Vehemenz gesagt und wie viele Katzenbilder schickst du ihm pro Tag?
Roman Bruckner: Ich glaube, er hat gesagt, weil er ein großer Fan [00:02:20] von mir ist natürlich. Außerdem kriege ich ja monatlich mein Geld von ihm, weil ich arbeite ja, also. Und, für alle, die nicht wissen, ist mein Chef in der Agentur in Worst Agency.
Roman Bruckner: Und ich glaube halt einfach, dass er auch weiß, also bin ich mir ziemlich sicher, dass ich auch einen Podcast habe. Und er wollte vielleicht auch so ein bisschen vernetzen was ich super cute [00:02:40] finde. Und deswegen freue ich mich sehr darüber, dass er das gemanschend hat. Tatsächlich weiß ich gar nicht wie er da auf meine Katzen kommt.
Roman Bruckner: Weil er weiß, glaube ich schon, dass ich Katzen habe, aber ich glaube, er hat noch nie ein Katzenbild von mir erhalten oder gesehen. Ich glaube, er ist da nicht so interessiert in Katzen. Das Universum.
Sandra Herbsthofer: [00:03:00] Ist das eigentlich bei dir so, du arbeitest ja auch hybrid, gell, also auch teilweise von daheim. Ja
Roman Bruckner: genau.
Sandra Herbsthofer: Ist das, wenn die Kamera dann angeht für eine Konferenz oder so, bei dir auch so, dass da direkt mal die Star-Lüren greifen von den beiden Katzen?
Roman Bruckner: Es gibt kein Zoom-Meeting oder Google-Meeting, ohne dass die Katze [00:03:20] mitten in den Screen reinhüpft. Aber das Gute ist es. Alle Leute das immer toll finden. Also die sind immer so, na und wie heißt sie und wie alt ist sie?
Roman Bruckner: Und die dritte Frage ist meistens wie schwer ist sie, weil sie halt sehr massiv ausschaut. Aber das sind immer Fans, wenn sie dabei sind.
Sandra Herbsthofer: Aber diese Fragen stelle ich dir jetzt auch mal. Wie heißen sie
Roman Bruckner: und
Sandra Herbsthofer: wie alt sind sie, deine [00:03:40] Katzen mit denen du hier wohnst?
Roman Bruckner: Okay, pass auf. Also sie heißen also es gibt ein Mädchen und einen Bub und das Mädchen heißt Ketzlina.
Roman Bruckner: Und die hat früher natürlich einen anderen Namen bekommen. Gehabt, wie ich sie bekommen habe. Das war bei so einer Pflegefamilie in Rumänien. Und da hat sie Azuga geheißen Und das hat mir einfach nicht gefallen. Und [00:04:00] irgendwann, man kennt das eh, jeder Katzenbesitzer und jede Katzenbesitzerin weiß, dass irgendwann entwickelt sich dann irgendwie so ein Kosename.
Roman Bruckner: Und bei mir war es halt nicht Mausi Bupi oder was auch immer, sondern es war irgendwie Ketzlina. Warum auch immer. Und der Bub heißt offiziell Esmeraldo. Ich wollte immer eine Esmeralda haben, [00:04:20] aber jetzt ist er halt ein Männchen, deswegen als Esmeraldo. Und seitdem ich hier wohne, das ist jetzt seit sechs Monaten, heißt er ab und zu einfach nur noch Andere, weil es ist halt sehr präsent also sie ist sehr präsent wenn ich da bin, und er ist meistens unterm Bett, das ist so sein Revier, und deswegen ist er meistens einfach der [00:04:40] Andere.
Roman Bruckner: Deswegen hat sich so ein bisschen eingebürgert, andere.
Sandra Herbsthofer: Und wie schauen die zwei aus? Das ist ja ein Audio-Podcast, vielleicht kannst du die noch beschreiben Das
Roman Bruckner: stimmt natürlich, das ist schwierig, ja. Also er ist so rot-weiß und relativ... Und huge. Ich
Sandra Herbsthofer: finde eine tolle Größe. finde Katzen also Kater müssen so groß sein.
Sandra Herbsthofer: Ich will das [00:05:00] spüren wenn man am Sofa sitzt und der landet neben dir. Dann will ich das spüren. Ja
Roman Bruckner: voll. Ich möchte auch, wenn er auf mir landet, dass ich kurz so Atem noch bekomme. Sehr wichtig. Genau, also rot-weiß und so ein bisschen Tiger-mäßig. Und ich habe eh schon vorher gesagt, ich glaube, dass da ein bisschen mehr ein Kuhn drinnen ist.
Roman Bruckner: Das erklärt auch die Größe. [00:05:20] Jetzt redet er wieder nicht. Genau, und sie ist dreifärbig tatsächlich, aber ich finde sie ist nicht so typisch dreifärbig, weil sie nicht schwarz ist, sondern es ist so braun-beigig.
Sandra Herbsthofer: Ja, sie hat so, sie schaut ein bisschen entsättigt aus, finde ich voll edel ich auch
Roman Bruckner: sagen Ich finde wenn man in Photoshop die Sättigung oder die Lebendigkeit [00:05:40] runternimmt dann habe ich meine Katze ja.
Sandra Herbsthofer: Also beide wunderschöne Katzen. Wer mag kann jetzt kurz zu Instagram wechseln und sie sich dort wahrscheinlich anschauen zu diesem Zeitpunkt, wenn der Podcast erscheint. Roman, du hast gerade angeschnitten, die kommen eigentlich aus Rumänien.
Roman Bruckner: Wie
Sandra Herbsthofer: sind die zu dir [00:06:00] gekommen?
Roman Bruckner: Ich glaube, die Organisation heißt Animal Hope und die haben hauptsächlich Tiere.
Roman Bruckner: Ich glaube hauptsächlich Katzen und Hunde, aus Rumänien, die sie von der Straße mehr oder weniger retten und dann zu Pflegefamilien geben, zwischenzeitlich und in weiterer Folge dann vermitteln. Und da wollte ich zuerst eigentlich, glaube [00:06:20] ich, nur ihn, also den Esmeraldo, a.k.a andere. Und dann hieß es so, naja.
Roman Bruckner: Und er ist halt jetzt gerade mit einer zweiten Kätzin zusammen und die verstehen sich ganz gut. Und ob ich nicht zwei nehmen will und für mich war sofort klar, ja, okay, ich finde eh zwei besser als eine. Und so hat sich das dann ergeben und dann wurden [00:06:40] sie hierher verfrachtet. Das ist mittlerweile schon 13 Jahre her.
Sandra Herbsthofer: Oh, wow.
Roman Bruckner: Ja, also zwölf Jahre, glaube ich, ist es her.
Sandra Herbsthofer: Sie
Roman Bruckner: sind jetzt 13.
Sandra Herbsthofer: Sie schauen so jung aus, gerade sie.
Roman Bruckner: Findest?
Sandra Herbsthofer: Ja ich finde schon.
Roman Bruckner: Also ich meine, ich sehe sie halt jeden Tag. Ich sehe halt, glaube ich, jetzt immer mehr, dass sie ein bisschen älter werden, weil sie, ich weiß nicht ob du das kennst, aber wenn Katzen [00:07:00] aufgeweckt werden und sie schlafen, dann sind sie im jungen Alter relativ klar.
Sandra Herbsthofer: Dann
Roman Bruckner: sind sie so, ah, okay, hallo, jetzt geht's los. Sie braucht dann mal eine Minute, bis sie mal überhaupt die Augen aufkriegt gescheit. Also bei ihr merke ich jetzt schon langsam, dass sie ein bisschen alt wird. Aber jetzt auch nicht so, dass man sagt, oh Gott,
Sandra Herbsthofer: es
Roman Bruckner: geht dem Ende zu, sondern sie ist halt... Nicht mehr so agil wie früher.[00:07:20]
Sandra Herbsthofer: Aber okay, zwölf oder 13 Jahre, das heißt, die zwei haben wahrscheinlich auch schon den einen oder anderen Umzug mit dir mitgemacht?
Roman Bruckner: Einen genau. Und das war jetzt auch eigentlich so das einschneidendste Erlebnis glaube ich für die beiden, weil ich habe ja mit ihnen bis Juni in einer anderen Wohnung gewohnt, wo sie auch einen [00:07:40] Balkon hatten, wo sie raus durften Der war dann so katzensicher gemacht und ich bin auch mit ihnen gemeinsam in den Garten rausgegangen, wo sie ein bisschen Gras fressen durften und herum.
Roman Bruckner: Ja, Stravanzen halt. Und jetzt mit dem Umzug bin ich in eine bisschen kleinere Wohnung gezogen natürlich ohne Freigang. Und da habe mir am Anfang echt ein bisschen Sorgen gemacht, dass ihnen das abgeht. Aber ich muss sagen, mit [00:08:00] den Fenstern und mit den belebten Straßen unten ist es, glaube ich, ein super Ausgleich weil sie schaut wahnsinnig gern Menschen zu, den Gräben zu, wenn sie drüben auf den Dächern herumspazieren.
Roman Bruckner: Und deswegen hat sich diese Sorge eigentlich gar nicht bewahrheitet Ich bin sehr froh dass sie sich gut eingelebt haben vor einem halben Jahr.
Sandra Herbsthofer: Fein. [00:08:20] Für die Tonspur erzähle ich das kurz mit. Katzlina ist gerade auf deinen Arm gehüpft
Roman Bruckner: und
Sandra Herbsthofer: schmiegt sich jetzt schon seit geraumer Zeit. Liegt bei dir echt so wie ein Baby im Arm Ja,
Roman Bruckner: sie wird auch immer mein Baby bleiben.
Roman Bruckner: Ich glaube, jeder checkt. Katzen werden immer Babys sein. Und lustigerweise, ich weiß nicht, ob das auch so ein Ding ist, aber sie möchte das nur auf der [00:08:40] linken Seite meines Körpers.
Sandra Herbsthofer: Ich
Roman Bruckner: glaube weil das Herz... Ja, siehst du. Rechts geht gar nicht da geht sie sofort wieder runter.
Sandra Herbsthofer: Das verstehe ich. Esmeraldo meldet sich wieder zu Wort.
Sandra Herbsthofer: Ich hoffe ja, ihr hört das, weil das ist ja auch so ein bisschen der Sinn dieses Podcasts, dass wir ein bisschen mitkriegen wie das Katzenleben hier [00:09:00] funktioniert. Hast du eine Anekdote parat wo du sagst das ist so typisch Esmeraldo, das ist so typisch Katslina?
Roman Bruckner: Ja, also das, was er jetzt gerade macht, was man wahrscheinlich hoffentlich hört, das ist so ganz typisch für ihn.
Roman Bruckner: Also er redet ganz viel mit einem und er ist super, super super unsicher. Also, [00:09:20] ich glaube, Kater sind generell ein bisschen unsicherer als Kätzinnen, da bin ich jetzt aber auch nicht der Experte dafür, aber er braucht wahnsinnig viel Zeit, um sich an neue Situationen zu gewöhnen, deswegen hat er auch glaube ich lange unterm Bett gelebt, literally, und seit zwei Monaten ist er wirklich sehr präsent und ein [00:09:40] neuer Meilenstein in seiner Karriere, er geht jetzt auch aufs Sofa, da er sich auch ganz lange nicht drauf traut.
Roman Bruckner: Ich glaube es hat... Vier, fünf Tagen?
Sandra Herbsthofer: Gratuliere dir dazu, Esmeraldo. So ein ganz neues Level freigeschaltet.
Roman Bruckner: Ja wirklich. Einfach ein neues Level freigeschaltet, stimmt. Und sie, [00:10:00] typisch für sie, ihr USP sozusagen, ist, dass sie mich jeden Tag aufweckt. Und sie ist mein Schatten, sie ist mein Baby. Und ich weiß, man sagt es nicht gerne, aber es ist jetzt auch nicht so, dass ich sie bevorzuge.
Roman Bruckner: Aber du siehst, sie
Sandra Herbsthofer: ist
Roman Bruckner: halt jetzt gerade die ganze Zeit auf mir und sie ist auch im Bett bei mir, sie ist am Sofa bei mir, sie [00:10:20] ist die ganze Zeit bei mir. Deswegen habe ich natürlich eine viel tiefere Verbindung zu ihr als zu ihm. Es hört sich jetzt furchtbar schrecklich an, aber ich sage jetzt hier einfach mal die Wahrheit.
Roman Bruckner: Ich werde hier eine Lanze brechen Das
Sandra Herbsthofer: ist doch gut. Ich glaube, dass das viele kennen tatsächlich. Es haben auch schon einige Leute, die hier zu Gast waren, im Podcast erzählt, also gerade in Haushalten wo [00:10:40] zwei Personen leben und es zwei Katzen gibt, ist das meistens auch so, dass ja eine Person zu der einen Katze, also dass es da Referenzen gibt oder Dementsprechend.
Sandra Herbsthofer: Okay, zwölf Jahre mit Katzen. Ich hatte als Jugendliche, also meine zweite [00:11:00] Katze die ich hatte, die war, glaube ich, 15 oder 16 Jahre in meinem Leben, was ich absurd finde, also so quasi mit mir alt geworden.
Roman Bruckner: Aber
Sandra Herbsthofer: ich finde das immer so interessant, weil es ist ja die heutige Zeit nicht unbedingt dafür bekannt, dass sich Menschen committen können, oder?
Sandra Herbsthofer: Oh
Roman Bruckner: mein Gott, öffnet dieses Fass nicht. Aber ja, [00:11:20] voll.
Sandra Herbsthofer: Und wie ist das für dich War das eine Entscheidung, die dir jetzt erst so bewusst wird? Okay, die hängen da jetzt wahrscheinlich wirklich mit mir 20 Jahre insgesamt ab, vielleicht sogar länger, also hoffentlich Ich glaube, auf den Tisch vor mir. Oder war das von Anfang an Commitment überhaupt kein Problem?
Roman Bruckner: [00:11:40] Da muss ich sagen, ich bin halt generell was Commitment betrifft glaube ich, sehr… Also ich bin mit Katzen aufgewachsen, ich bin mit Hunden aufgewachsen, wir hatten teilweise 13 Katzen bei meiner Mama.
Sandra Herbsthofer: Und
Roman Bruckner: da war mir schon als kleines Kind bewusst, dass Katzen halt auch mal 20 Jahre alt werden können. Und ich hätte es mir gar [00:12:00] nicht vorstellen können, wie ich dann mal auszogen bin, dass ich kein Haustier habe.
Roman Bruckner: Also ich habe zuerst einen Hund gehabt und dann jetzt die Katzen. Und mir war das von Anfang an klar, dass die für mich halt einfach dann 20 Jahre da sind. Man muss aber auch dazu sagen, mit zwei Katzen ist es wesentlich einfacher einfach einmal irgendwo einen Tag wegzufahren, weil die sich [00:12:20] halt dann auch gegenseitig einfach haben, also einen Ansprechpartner oder eine Ansprechpartnerin.
Roman Bruckner: Und deswegen finde ich es halt mit Katzen ein bisschen einfacher als mit einem Hund. Aber ich hoffe, dass die noch 20 Jahre, also nicht noch 20 Jahre, weil das wäre ein bisschen arg, aber dass sie die 20 Jahre erreichen in ihrem Leben. Und ich will mich aber gar nicht [00:12:40] so viel damit befassen, weil ich ganz oft an so einen Rabbit Hole reinfalle, dass ich mir denke, oh mein Gott, was ist, wenn die Katzen sterben was ist, wenn ich heimkomme und die Katze liegt tot am Boden oder so.
Roman Bruckner: Das wäre das Schlimmste für mich. In den seltensten Fällen ist es dann eh so, aber es ist jetzt schon der Zeitpunkt langsam, wo ich mich jeden Tag... So ein bisschen auch daran erinnere dass es halt irgendwann [00:13:00] einmal der Tag kommt, wo es eben vielleicht zu Ende sein kann oder dem Ende zugeht. Und ich glaube, das ist ganz wichtig, weil wenn es ganz plötzlich passiert, dass Haustiere sterben dann ist es viel dramatischer, als wenn man sich schon ein bisschen darauf vorbereitet.
Roman Bruckner: Warum reden wir gerade über den Tod meiner Katzen? Aber ja, ist auch wichtig, einfach, das gehört dazu.
Sandra Herbsthofer: Ja, das ist [00:13:20] ja das Schöne bei dem Podcast, dass man so ein bisschen abbiegen kann. Und es geht ja da nicht nur unbedingt darum, um die Tiere, sondern ja auch ein bisschen um einen selber oder wo man... Wo sein Herz halt einfach ist.
Sandra Herbsthofer: Ich habe gerade an dieses Meme denken müssen. Ich weiß nicht, ob du das kennst, dieses Panic Level When I Can't Find. Und dann gibt es so eine Auswahl so Schlüssel, kein [00:13:40] Problem, keine Ahnung, Handy, kein Problem und bei Katze war es so 3000.
Roman Bruckner: Ja. Da habe ich eine lustige Geschichte, wenn du die ganz kurz hören möchtest Ich habe in der alten Wohnung ja einen Balkon gehabt oder eine Terrasse wie auch immer.
Roman Bruckner: Und ich habe so eine Katzenklappe gehabt und die habe ich immer zugemacht weil ich nicht wollte, dass sie in der Nacht rausgehen, dass sie mir irgendwelche ekelhaften [00:14:00] Viecher reintragen. Und ich habe diese Klappe zugemacht, war eigentlich in dem Mindset, okay, beide Katzen sind da und es ist auch nicht so unüblich wenn ich mich ins Bett lege und schlafen gehe, dass dann nur eine Katze da ist.
Roman Bruckner: Es war Winter, ich bin in der Früh aufgewacht und keine der Katzen war plötzlich da und ich denke mir so, okay, wo sind beide Katzen, keiner weckt mich auf. Dann habe ich irgendwann Kitzlina [00:14:20] gesehen, sie war da und dann habe ich den Kater gesucht, überall, im Kasten, in jeder Ecke, in jedem Versteck was sie haben und ich habe ihn nicht gefunden und dann irgendwann sehe ich so einen.
Roman Bruckner: Ein kleines zusammengekauertes Kätzchen draußen am Balkon sitzen beim Minusgraden Und dann habe ich ihn rein gelassen und ich habe mir gedacht, mein Gott, der arme Kater ist bei [00:14:40] Minusgraden draußen die ganze Nacht gewesen. Im Sommer ist es ja kein Problem, das liebt er wahrscheinlich, aber ich habe ihn dann rein gelassen und ich habe ihn angegriffen und es war wirklich, wie wenn du so trocken Eis angreifst es war so richtig kalt.
Roman Bruckner: Dann hat er halt ein bisschen niesen müssen, so ein paar Tage hat sich ein bisschen verkühlt Das ist ihm dann auf jeden Fall nie wieder passiert. Es war ihm sehr, sehr wichtig dann, dass bevor diese [00:15:00] Tür geschlossen wird, dass er herinnen ist.
Sandra Herbsthofer: Oh nein, wie arm. Aber es ist bei mir interessanterweise, ich habe auch schon oft meine Katzen gesucht aber auch immer nur den Kater und bei mir ist das so ähnlich.
Sandra Herbsthofer: Ich habe so einen ganz großen, auch orange-weißen Kater
Roman Bruckner: und
Sandra Herbsthofer: seine Schwester ist kleiner und die ist auch so, also keine Glückskatze aber schwarz-weiß.
Roman Bruckner: [00:15:20] Und...
Sandra Herbsthofer: Er ist jetzt wirklich kein elegantes Tier, also der geht durch den Raum und die dielen Knarren und man hört den eigentlich, wenn er da ist und trotzdem ist mir das jetzt schon zwei, dreimal passiert, wenn der Angst hat oder so, der schafft das, man sagt ja so Ketzer Liquid, oder?
Roman Bruckner: Ja. [00:15:40] Also
Sandra Herbsthofer: der schafft das in irgendeiner Ecke von irgendeinem Kastl wenn man das ausmisst. Dann checkt man, es ist kein Platz für dieses Tier, aber irgendwie schafft er es. Es
Roman Bruckner: ist anatomisch trotzdem immer möglich.
Sandra Herbsthofer: Das ist Wahnsinn. Also einmal hatte ich glaube ich, den Rauchfangkehrer da und wie der wieder gegangen ist, habe ich stundenlang diesen Kater nicht gefunden und habe mir gedacht, oh Gott, der ist jetzt mit dem raus.
Roman Bruckner: [00:16:00] Das ist auch meine größte Angst
Sandra Herbsthofer: Der geht jetzt auf Rauchfangkehrer-Tour mit dem Rauchfangkehrer und kommt wahrscheinlich kohlrahm-schwarz dann irgendwann wieder zurück. Und da ist er. Ich weiß auch nicht, der muss sich selber so ein Kassel aufgemacht haben, also mit der Pfote,
Roman Bruckner: und
Sandra Herbsthofer: ist dann reingekrochen.
Sandra Herbsthofer: Und ich weiß noch, wie ich das aufgemacht habe, und es war kein Licht an, und ganz hinten in Ecke [00:16:20] haben die Augen so geleuchtet.
Roman Bruckner: Ja
Sandra Herbsthofer: das werde ich auch nie vergessen. Aber das ist lustigerweise auch noch bei meinem Kater passiert. Ihr habt es, glaube ich ja, ein Talent. Ja Mäusen Aber vielleicht ist das auch orange Katzen.
Roman Bruckner: Ja, die sind ja generell bekannt dafür, dass sie ein bisschen weird sind.
Sandra Herbsthofer: Das
Roman Bruckner: passt dann schon.
Sandra Herbsthofer: Lass mich nochmal zurückgehen. Du hast gerade gesagt, [00:16:40] in einem Haushalt mit richtig vielen Tieren aufgewachsen Ja. Wie war das?
Roman Bruckner: Naja, ich habe jetzt keinen Vergleich, weil ich kenne es nur so. Für mich war es natürlich toll.
Roman Bruckner: Also ich war eigentlich, wenn man mich gefragt hätte, bist du ja Katzen oder Hundemensch, habe ich es nicht sagen können, weil ich habe beides gleichzeitig immer gehabt. [00:17:00] Das ist auch
Sandra Herbsthofer: eine blöde Kategorie irgendwie, oder? Also ich
Roman Bruckner: ärgere
Sandra Herbsthofer: das immer so ein bisschen. Okay, dieser Podcast heißt Cat People, aber...
Sandra Herbsthofer: Ja,
Roman Bruckner: aber alle Haustiere sind super. Ja genau. Voll. Nein, aber wir haben halt auch dann noch Ratten gehabt und wir haben Vogelspinnen gehabt. Also wir waren ein sehr großer Haustierhaushalt.
Sandra Herbsthofer: Aber das heißt, deine [00:17:20] Eltern waren auch voll auf dieser Haustierschiene und mit Tieren und so.
Roman Bruckner: Ja. Und wie gesagt, die erste Katze glaube ich, ich mitbekommen habe, die wir bekommen haben, da war ich noch im Kindergarten.
Roman Bruckner: Und die ist auch super alt geworden. Und dann ist es halt, meine Mama war dann so eine kleine Katzenretterin und
Sandra Herbsthofer: hat
Roman Bruckner: halt immer wieder neue Katzen aufgenommen und aufgepäppelt und [00:17:40] natürlich dann bei ihr geblieben. Immer zu heißen, der bleibt nicht lang oder die bleibt nicht lang. Das ist nur vorübergehend bis wir einen anderen Platz gefunden haben.
Roman Bruckner: Ja, und irgendwann waren es dann 13. Und für mich war das schön, weil ich habe das natürlich genossen immer wieder eine Katze und es waren dann immer unterschiedliche, die dann halt bei dir war und auch mit dem Hund spazieren gehen. Es war einfach schön, weil... Ja, ich war halt jetzt schon eher so ein [00:18:00] Kind, was sich daheim verkrochen hat und da war es halt dann schön, auch mal rauszugehen
Sandra Herbsthofer: und
Roman Bruckner: mit dem Hund dann spazieren zu gehen.
Roman Bruckner: Was
Sandra Herbsthofer: war so deine Kindheitskatze wenn du dich jetzt so zurückerinnerst die mit der so ganz speziellen Beziehung vielleicht?
Roman Bruckner: Ich glaube, das war Nina, das war eben die erste Katze die wir [00:18:20] bekommen haben. Und ich weiß noch, da bin ich nach Hause gekommen und meine Eltern haben gesagt, ja, komm mal mit, wir haben da eine Überraschung.
Roman Bruckner: Und dann gehe ich halt zu diesem. Ein Foteu,
Sandra Herbsthofer: wie
Roman Bruckner: auch immer das auf Hochdeutsch heißt. Und da liegt diese Katze und mir war am Anfang nicht bewusst, ob das eine echte ist oder ein Stofftier. Und dann bin ich so ganz langsam hingegangen habe es berührt und dann hat sich die bewegt und ich war so, oh mein [00:18:40] Gott das ist eine echte Katze.
Roman Bruckner: Wir haben eine echte Katze. Das war halt die zweite Katze. Die andere war aber sehr viel draußen, so ein Freigänger. Er hat auch Boomer geheißen das heißt ja auch Streuner. Ja, aber diese Nina-Katze, die war einfach so auch, wie jetzt diese Kätzlina, die war [00:19:00] immer bei mir, sehr viel schmusen ganz brav. Also ich finde auch, die Katzen die ich jetzt habe, sind wahnsinnig brav.
Roman Bruckner: Ich glaube, das kann auch nicht jeder Katzenbesitzer oder jede Katzenbesitzerin von sich behaupten aber die machen halt gar nichts hin.
Sandra Herbsthofer: Die
Roman Bruckner: sind super brav, die gehen brav aufs Kistl auch nach dem Umziehen, das war nie ein Problem. Ja, bin ich sehr [00:19:20] glücklich und rest in peace, Nina, sie ist leider verstorben
Sandra Herbsthofer: aber
Roman Bruckner: gut, ich meine, Katzen sterben irgendwann.
Roman Bruckner: So
Sandra Herbsthofer: ist das.
Roman Bruckner: Genau.
Sandra Herbsthofer: Ich sage das vielleicht auch für die Tonspur, also so Esmeraldo hockt neben mir am Boden und jedes Mal, wenn ich aufhöre zu graulen, mautzt er mich an, deswegen, ich bin gerade mit so einem Auge. [00:19:40] Ich sehe
Roman Bruckner: schon, wohin die Aufmerksamkeit geht. Es ist ja mal nicht ich.
Sandra Herbsthofer: Aber war das dann bei euch zu Hause Ich habe gerade irgendwie so ein Bild, so ein Bauernhof oder so ein riesiger Hof, wo dann irgendwie man geht so raus und alle haben Gummistiefel in denselben Farben.
Roman Bruckner: Das ist ein sehr romantisches [00:20:00] Bild, das du da hast. Nein, also ich bin in ganz normalen Häusern aufgewachsen. Also wir haben einen Garten gehabt und so und die meisten Katzen durften noch raus. Bis uns dann leider einige Katzen zusammengeführt haben und dann haben wir gesagt, keine Katzen mehr raus, weil die Straße, da lassen sich die Leute einfach mit dem Auto sehr schnell runter und [00:20:20] dann haben wir gesagt, keine Katzen mehr raus.
Roman Bruckner: Und es war aber trotzdem, wir haben teilweise drei Stockwerke gehabt, wo die Katzen sich, also sie durften überall hin. Also es gibt für mich auch jetzt hier keinen Ort, wo die Katzen nicht hin dürfen. Sie dürften rein theoretisch auch aufs Klo, aber ich mag deswegen für den Schuh nicht, dass die Klotür offen ist.
Roman Bruckner: Das ist der einzige Grund. Aber sonst, die dürfen überall [00:20:40] hin, die schlafen bei mir im Bett. Und ich finde, jeder, der sagt, die Katzen im Bett und die Katzen auf der Anrichte dann geh wieder. Also ganz ehrlich, du musst jetzt nichts von mir essen, was ich koche.
Sandra Herbsthofer: Du
Roman Bruckner: musst nicht in meinem Bett liegen. Das ist ja meine Entscheidung und ich finde das aber auch.
Roman Bruckner: Und das kann man ihnen jetzt auch nicht mehr abgewöhnen.
Sandra Herbsthofer: Voll.
Roman Bruckner: Und
Sandra Herbsthofer: ich finde, es ist ja auch nicht so, [00:21:00] manchmal habe ich so das Gefühl, wenn das jemand sagt, also ich habe diese Art von Kritik in meinem Leben Gott sei Dank nicht, aber es ist ja nicht so, als würde man mit Sushi-Stäbchen aus den Mäulern da Kassel das Essen rausessen, weißt du, was ich meine?
Sandra Herbsthofer: Ja Das ist ja, ja, und Hauskatzen also alles, was die berühren, berührt man ja auch irgendwie. Das heißt dann dürfte man ja selber wahrscheinlich auch nicht mehr im Bett [00:21:20] schlafen.
Roman Bruckner: Voll. Und es ist ja sowieso alles schon benetzt mit Katzenhaaren Katzenspeichel Also du kriegst das halt nicht mehr raus.
Sandra Herbsthofer: Ja, ich musste immer so ein bisschen lachen.
Sandra Herbsthofer: Ich schaue beim Einkaufen zum Beispiel immer sehr aufmerksam wer da... So neben mir steht an der Kasse und so und manchmal fällt mir das auf, dass da so Katzenhaare dran sind, [00:21:40] zum Beispiel an so einer dunklen Jacke oder so und dann fühle ich mich immer, das ist gleich wie so ein unsichtbares Band.
Roman Bruckner: Ja
Sandra Herbsthofer: ich finde
Roman Bruckner: auch das ist ein kurzer Bonding-Moment wo ich mir denke, ich kenne dich nicht, aber ich checke.
Sandra Herbsthofer: Ja, außerdem, also... Als Kind war mir das, glaube ich mehr wurscht weil da hat man diese Art von Repräsentation glaube ich draußen noch nicht. [00:22:00] Und alle sind sowieso immer matschig, wenn man am Land aufwächst und haben zerrissene Jeans an und so. Aber jetzt, als erwachsene Person, seit ich Katzen habe, ist auch irgendwie so jede dunkle Farbe so ein bisschen aus meinem Kleiderschrank.
Sandra Herbsthofer: So mit jedem Jahr habe ich weniger
Roman Bruckner: dunkle
Sandra Herbsthofer: Sachen im Kleiderschrank.
Roman Bruckner: Ja. Verstehe ich. Also ich liebe [00:22:20] schwarze Kleidung einfach, aber ich ziehe das, also ich nehme das aus dem Kasten raus und ziehe es dann wirklich erst irgendwo aus wo die Gefahr gebannt ist, dass irgendwie Katzenhaare draufkommen. Und natürlich, the weapon for every cat owner ist halt dieser Abroller.
Sandra Herbsthofer: Ja, die
Roman Bruckner: stehen
Sandra Herbsthofer: auch in jedem Raum bei uns daheim. Ja, wichtig Also ich habe so, manche Leute haben das glaube ich mit... [00:22:40] Ich habe da schon öfter Geschichten gehört mit so irgendeinem Deo oder so. Das hat man dann immer irgendwo stehen, weil man das öfter braucht. Und bei mir ist das der Fusselroller Es gibt in jedem Raum einen Fusselroller.
Sandra Herbsthofer: Das
Roman Bruckner: macht voll Sinn.
Sandra Herbsthofer: Ja, du bist auch ganz wichtig.
Roman Bruckner: Ja, und du hast auch ganz stark. Also sie verliert sehr wenig Haare muss ich sagen. Aber [00:23:00] bei ihm wenn du einmal so streichelst, hast eine zweite Katze in der Hand.
Sandra Herbsthofer: Ja, aber das ist doch schön.
Roman Bruckner: Ja ich finde das auch nicht schlimm.
Sandra Herbsthofer: Was hast du in den... 12, 13 Jahren mit deinen Katzen über dich und übers Leben gelernt.
Roman Bruckner: Wow, das ist jetzt deep. Was habe ich gelernt? [00:23:20] Ich glaube schon, dass mir halt jetzt auch jetzt in der Zeit gerade irgendwie nicht ein Partner fehlt. Also ich meine, er fehlt natürlich, weil ich habe ihn nicht. Aber ich finde schon, dass Haustiere und Katzen einem da wahnsinnig viel zurückgeben können. Und ich kann es mir ja Ich kann mir nicht vorstellen, nach Hause zu kommen und da ist [00:23:40] niemand.
Roman Bruckner: Und ich glaube, das ist etwas, was ich für mich gelernt habe, dass ich das sehr wertschätze, dass wenn jemand auf dich wartet irgendwie, und die Katzen warten natürlich auf einen, das ist ja ganz klar, das, glaube ich, ist das größte Learning, dass vor allem das auch Katzen und vor allem sie, die warten halt wirklich auf dich und du bist das Highlight, wenn du nach Hause [00:24:00] kommst bist du das Highlight der Katzen und das wird einem, glaube ich, erst mit der Zeit bewusst.
Roman Bruckner: Weil ich habe immer gedacht die sind eu happy wenn ich weg bin und die haben sich hier die kleine party am start und weiß ich nicht machen irgendwelche randale oder so ich hatte früher eine cats cats käme cat cam und ich habe beobachtet und die machen nichts [00:24:20] anderes außer schlafen also schlafen gehen aufs häusle gehen was fressen und das war's und wenn man heimkommt dann bist du die nummer one und das finde ich irgendwie so Das finde ich irgendwie schön bei Katzen Hunde natürlich auch, aber ich glaube, dieses Gerücht, dass Katzen sich freuen, dass du weg bist und so immer nur ihr eigenes Ding [00:24:40] machen, ich glaube, das stimmt nur zum Teil.
Sandra Herbsthofer: Oder
Roman Bruckner: vielleicht auch sehr individuell, aber meine sind schon sehr anhänglich und sehr verschmust und das wird mir, glaube ich, am allermeisten abgehen,
Sandra Herbsthofer: dass
Roman Bruckner: mir dann vielleicht keine Katze mehr ihren Körper auf mein Gesicht drückt, wenn ich mich hinlege.
Sandra Herbsthofer: Wenn du jetzt [00:25:00] erzählst, dass du eigentlich dein ganzes Leben Katzen hattest ist das überhaupt denkbar für dich, dass du irgendwann nichts Flauschiges mehr um dich herum hast?
Roman Bruckner: Ich kann es mir gar nicht vorstellen, aber was ich auch immer habe, diesen Gedanken, wenn ich mir jetzt direkt danach wieder neue Tiere nehme und es werden dann wahrscheinlich schon mal wieder Katzen sein. Ich habe ein bisschen [00:25:20] Angst, dass ich es dann vergleiche mit den Katzen die ich hatte, also mit den beiden Mäusen da, dass ich mir immer denke, du bist eh wohl süß aber die Kitzlina war schon süßer vor dem habe ich ein bisschen Angst, aber ich glaube, das ist auch eine irrationale Angst, weil ich glaube, das wird nicht sein.
Roman Bruckner: Ich brauche dann schon mal ein bisschen eine [00:25:40] Pause, weil Katzen sind auch eine große Verantwortung. Das darf man auch nicht vergessen. Du musst halt schauen, dass jemand da ist. Und ich glaube, ich werde mal am Anfang wirklich das ausnutzen wenn die Katzen nicht mehr da sind Bitte hört es nicht zu.
Sandra Herbsthofer: Aber
Roman Bruckner: eine Weltrasse
Sandra Herbsthofer: machen.
Roman Bruckner: Ja tatsächlich ja. Ich würde wirklich sehr viel reisen, weil das natürlich schon einschränkt dass du halt immer jemanden da haben musst, der dann auf die [00:26:00] Katzen schaut, einen Tag, also einmal am Tag. Und da würde ich es auf jeden Fall ausnutzen dass ich einmal... Eine Zeit lang weg bin. Aber diese Zeit wird wahrscheinlich nicht lange sein.
Sandra Herbsthofer: Ich
Roman Bruckner: glaube, ich kann das ohne... Ohne Katzen nicht überleben.
Sandra Herbsthofer: Es ist jetzt für die Hörer blöd weil ich habe das schon mal im Podcast erzählt, aber ich finde auch, dass Reisen früher [00:26:20] mehr Spaß gemacht hat, wo man auch keine Tiere gehabt hat. Ich merke das jetzt so spätestens an Tag 4, denke ich mir so, ach, eigentlich ist das schon sehr leer das Bett.
Roman Bruckner: Ja, einerseits das, aber du hast natürlich auch immer im Hinterkopf Was machen die Katzen Geht es ihnen gut? Ich fordere dann auch immer [00:26:40] an, dass ich Bilder bekomme wenn irgendjemand aufpasst. Was man dann zum Leidwesen hat, dass ich natürlich mir denke, irgendwie schauen sie gar nicht gut aus, sie haben sicher Urhunger ihnen schmeckt das Essen nicht, weil ich es ihnen nicht gebe.
Roman Bruckner: Ist das Katzenkistel gescheit gemacht? Können sie gescheit Kacke machen? Also man ist schon immer ein bisschen wie mit einem [00:27:00] Kind, was zurücklässt. Immer mit einer Synapse im Hirn trotzdem immer nur bei den Katzen. Also ich verstehe das voll, wenn man halt keine Tiere hat, dass man frei erreisen kann.
Sandra Herbsthofer: Ja, nämlich eben auch, wie du sagst wenn man sie eigentlich auch in guten Händen weiß.
Sandra Herbsthofer: Und ich habe zum Beispiel, jetzt muss ich für mich klopfen, ich habe so eine Katzensitterin [00:27:20] gefunden, der ich mein Leben anvertrauen würde.
Roman Bruckner: Wow.
Also
Sandra Herbsthofer: die... Ja, da fahre ich wirklich mit sehr, sehr gutem Gewissen weg und die macht wirklich alles total ordentlich und super. Und ich finde man merkt das einfach, wenn dann jemand zu dir in die Wohnung kommt zum Kennenlernen zum Beispiel und die schütteln dir zwar die Hand, aber die schauen schon, [00:27:40] wo sind die Tiere, schauen schon, eigentlich sind die gar nicht bei dir.
Roman Bruckner: Ja.
Sandra Herbsthofer: Genau das wollte ich das finde ich so gut. Das
Roman Bruckner: ist voll wichtig.
Sandra Herbsthofer: Ja. Ich
Roman Bruckner: habe das tatsächlich bei meiner Reinigungskraft,
Sandra Herbsthofer: da
Roman Bruckner: denke ich mir auch immer so, du redest gar nichts mit mir, du kommst rein und es... Es geht direkt zu den Katzen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob sie so viel putzt. Sie ist sehr viel beschäftigt wahrscheinlich mit den Katzen, aber es ist auch in [00:28:00] Ordnung.
Sandra Herbsthofer: Es
Roman Bruckner: passt schon.
Sandra Herbsthofer: Roman, dich haben ja viele Menschen als Brumann-Rockner kennengelernt Bevor du dann relativ überraschend unter Anführungszeichen für die Leute, die dir folgen deinen Account gelöscht hast auf TikTok.
Roman Bruckner: Was
Sandra Herbsthofer: ist da passiert?
Roman Bruckner: [00:28:20] Ich kann es dir ganz einfach beantworten es ist mir furchtbar auf die Nerven gegangen.
Roman Bruckner: Also es war nicht mehr dieses Gefühl von, na cool, jetzt mache ich ein Video, sondern es war nur noch so, okay, warte mal, ich kann das im Video vielleicht nicht machen, ich kann das im Video nicht sagen, weil dann wird es wieder Leute geben, die sich darauf aufhängen. Und ich glaube, der Schlüsselmoment war ein Video mit meiner [00:28:40] Katze.
Roman Bruckner: Das ist ziemlich viral gegangen, das hat mehrere Millionen Aufrufe gehabt auf Instagram und da habe ich. Dieser schönen Kätzliner Katze hier, ein Lied vorgesungen übrigens
Sandra Herbsthofer: immer noch auf deinem Schoß sitzt und dir keinen Zentimeter von der Seite weicht. Sie
Roman Bruckner: beschützt mich. Genau, da habe ich ein Video gepostet mit ihr, wo ich ihr ein [00:29:00] Lied vorsinge.
Roman Bruckner: Und da halte ich halt so ein bisschen ihren Kopf und singe halt ins Ohr. Es ist jetzt nicht exorbitant laut, aber jeder... Katzenbesitzer und jede Katzenbesitzerin weiß, dass es irgendwann einmal so weit ist, dass dieses Lied kommt. Ja, und es ist jetzt auch nicht so, dass sie, also sie hätte jederzeit die Möglichkeit gehabt wegzulaufen.
Roman Bruckner: Die Leute [00:29:20] haben mir Tierquälerei vorgeworfen Sie haben geschrieben, Man sollte mir die Katze wegnehmen, weil die wird einen Hörschaden bekommen. Dann haben sie geschrieben, man sieht der Katze an, dass sie unglücklich ist. Und dann frage ich mich wirklich so, für was mache ich diese Videos eigentlich?
Roman Bruckner: Natürlich, es kommen schon auch nette Kommentare, die haben auch überwogen, aber aufhängen du dich auf den Negativen? Und das [00:29:40] ist mir leider irgendwann aus dem Hals einfach rausgehängt und ich weiß auch von anderen CreatorInnen dass es sehr, sehr überhand genommen hat, dieses zu allem eine Meinung haben und vor allem auch so ungefiltert die negative Meinung rein zu pfeffern in die Kommentarspalte und dem wollte ich ein bisschen...
Roman Bruckner: Und Anfang wollte ich eine [00:30:00] Pause machen, dann habe ich gemerkt, es geht mir urgut ohne die Videos, dann habe ich wieder angefangen und es hat wieder angefangen, da habe ich gefühlt ich hätte nicht, ich hätte atmen können und die Leute hätten mir gesagt, du atmest anderen Menschen die Luft weg, also die hätten immer irgendwas gefunden und dann habe ich gesagt, aus, basta, ich will nicht mehr, ich fühle mich auch schon langsam ein bisschen zu alt und [00:30:20] es geht mir halt auch zu sehr auf die Psyche.
Roman Bruckner: Und ich bin Schütze. Ich bin kein Mensch. Echt? Ja. Oha. Welcher Tag?
Sandra Herbsthofer: November.
Roman Bruckner: Ah, okay, du bist ein November-Schütze.
Sandra Herbsthofer: Ja,
Roman Bruckner: it's not the
Sandra Herbsthofer: same.
Roman Bruckner: Ja, habe es schon gemerkt. Ich bin der 60. Dezember. We're not the same. Nein, aber ich bin so 0 oder 100 [00:30:40] und ich kann nicht irgendwie dann so sagen, okay, ich mache jetzt einfach mal Pause und dann schauen wir mal, ich bin dann so radikal ich mache dann einfach gleich direkt alles weg.
Roman Bruckner: Und das war die beste Entscheidung in dieser Causa, weil es geht mir 0 ab, muss ich sagen. Ja, ich
Sandra Herbsthofer: finde, also ich kann das natürlich nicht nachvollziehen weil ich diese [00:31:00] Art von Reichweite in meinem Leben nicht habe und ehrlich gesagt auch ein bisschen dankbar dafür bin. Aber ich war selber mal im Social-Media-Bereich für eine größere Marke verantwortlich und ich kann mich noch erinnern dass das wirklich die furchtbarste Zeit meines Lebens war.
Sandra Herbsthofer: Also wenn ich jetzt so drüber nachdenke wie es mir mental ging, weil ja irgendwie, wenn man gewohnt ist, also wenn man an [00:31:20] Arbeit denkt, dann denkt man ja irgendwie daran, okay, das fängt an irgendeinem… Zeitpunkt an einem Tag an und dann geht um 18 Uhr sozusagen das Licht aus, du machst die Tür hinter dir zu und das Büro ist das Büro und die Arbeit ist die Arbeit und sicher denkt man vielleicht, gibt es Abende wo man irgendwie mit dem Kopf noch bei der Arbeit ist, aber wenn man im Internet arbeitet, dann [00:31:40] ist das einfach ein anderes Gefühl, weil das Internet hat keine Öffnungszeiten,
Roman Bruckner: du
Sandra Herbsthofer: kannst nicht einfach die Tür bei Instagram hinter dir zumachen und selbst wenn du sagst, du schaust in diesen Account nicht rein oder stellst den stumm, Weißt du das ist ja passiert in Zwischenzeit und ich stelle mir das wahnsinnig [00:32:00] Es
Roman Bruckner: ist extrem exhausting und du bist halt dann natürlich auch, wenn du halt das teils beruflich machst, dann auch irgendwie fühlst du dich verpflichtet dann auf Kommentare auch zu antworten auch wenn es positive sind.
Roman Bruckner: Und das ist halt dann auch der Punkt, wo ich dann gesagt habe, ich möchte nicht die Kommentare nur deaktivieren, weil dann [00:32:20] gebe ich den Menschen, die was Nettes ja sagen wollen. Nehme ich denen ja die Chance, das zu machen. Das wäre dann auch für mich halt keine Möglichkeit gewesen. Aber wie du sagst es ist einfach 24-7, du bist halt die ganze Zeit Dem ausgeliefert, ob du es willst oder nicht.
Roman Bruckner: Natürlich kannst du das Handy weglegen, aber wie du eben schon gesagt hast, du hast es immer im Hinterkopf.
Sandra Herbsthofer: War das für dich dann auch so, [00:32:40] du hast quasi diesen Account beerdigt und direkt mental wieder zu dir gefunden oder war das eine Journey?
Roman Bruckner: Naja, ich habe ja noch einige Projekte dann weitergemacht also den Podcast mit der Resi Soko Solo, habe ich ja dann weitergemacht.
Roman Bruckner: Das heißt, ich war dann schon noch so ein bisschen im Game. Und ich habe aber dann eine Zeit lang einen [00:33:00] inkognito nur privat für mich, einfach Instagram-Account gehabt, einfach damit ich halt von meinen FreundInnen was mitkriege. Also die Welt spielt sich ja trotzdem immer noch auf Social Media ab. Das habe ich mittlerweile auch geöffnet aber ich merke einfach so, es kommen halt jetzt, weil ich halt auch nichts poste was jetzt irgendwie relevant wäre für, weiß ich nicht, virale Videos oder [00:33:20] so, es kommen halt wirklich dann nur Leute auch zu mir.
Roman Bruckner: Okay, der Kato sitzt jetzt am Grazbaum hinter dir.
Sandra Herbsthofer: Genau, hinter mir und wir auch ins Mikrofon. Lieben wir.
Roman Bruckner: Er möchte dringend gestreichelt werden. Ja, das verstehe
Sandra Herbsthofer: ich.
Roman Bruckner: Jetzt weiß ich nicht mehr, wo ich war, aber... Das
Sandra Herbsthofer: ist in diesem Podcast, [00:33:40] ich muss mal buchführen, wie viele Fragen nicht beantwortet werden, aber auch, weil ich es vergesse, weil ich dann mit dem Auge bei einer Katze bin, die sich hier bewegt.
Sandra Herbsthofer: Aber vielleicht noch eine Geschichte zu diesem Thema. Also ich habe in der Zeit, in der ich Social Media damals beruflich gemacht habe, [00:34:00] eine Burnout-Präventionstherapie gemacht, weil ich gemerkt habe,
Roman Bruckner: dass...
Sandra Herbsthofer: Geht sich für mich irgendwie nicht mehr
Roman Bruckner: am
Sandra Herbsthofer: Ende des Tages nicht mehr gut aus. Und eine von meinen Erkenntnissen aus dieser Präventionstherapie war, dass ich gemerkt habe, wie wichtig mir mein Zuhause [00:34:20] ist und eben auch meine Katzen.
Sandra Herbsthofer: Also weil eben dieses, gerade in Zeiten, wo es einem mental nicht so gut geht, ist dieser Safe Space daheim nochmal anders wichtig.
Roman Bruckner: Ja.
Sandra Herbsthofer: Und... Wenn ich mich da zurückerinnere, war das immer für mich so ein bisschen der Anker, dass ich gewusst habe, ich habe [00:34:40] daheim quasi Familie, also in meinen vier Wänden und da ist alles sicher und da sind meine Tiere und da ist halt heile Welt.
Sandra Herbsthofer: Ist das etwas, was du nachvollziehen kannst?
Roman Bruckner: Ja, total witzig dass du das ansprichst weil das hatte ich eine Zeit lang dann nämlich nicht mehr.
Sandra Herbsthofer: Deswegen
Roman Bruckner: auch der Umzug Also ich habe mich dann at some point in my life einfach [00:35:00] nicht mehr in meiner Wohnung wohl gefühlt und dann hatte ich auch nicht mehr dieses Gefühl, das ist mein safe space.
Roman Bruckner: Und ich bin zwar natürlich gern nach Hause gekommen, einfach weil ich froh war, dass ich von der Arbeit fertig bin und so, man kennt das eh. Aber es war dann nicht mehr so, dass ich mir denke, jetzt zu Hause sein, sondern es war eher so, es [00:35:20] ist alles so dunkel, also die Wohnung war sehr dunkel. Ich habe halt dann auch irgendwann aufgegeben.
Roman Bruckner: Also ich habe einfach aufgegeben in der ganzen wohnung ich habe dann nicht mehr so oft geputzt ich habe dann auf sehr viele sachen einfach geschissen die einfach wichtig war natürlich um für haushaltsführung und so und da habe ich dann merkte vielleicht liegt auch Zum [00:35:40] Teil dass es mir auch nicht so gut geht an dieser Wohnung.
Roman Bruckner: Ich habe da auch natürlich in der Wohnung die Zeit erlebt, wo ich auch Depressionen gehabt habe. Und ich glaube, das spielt so ein bisschen mit, dass ich das so ein bisschen verbinde. Also ich bin nicht gerne ins Bett gegangen, weil für mich war das Bett der Ort, wo ich viel geweint habe.
[00:36:00] Und
Roman Bruckner: dann war das irgendwie so.
Roman Bruckner: Mein Weinraum und nicht mehr mein Schlafzimmer. Und deswegen habe ich dann auch gesagt, ich muss unbedingt aus dieser Wohnung raus, weil es geht mir einfach nicht gut. Und ich glaube auch, dass die Katzen das schon auch gemerkt haben, dass es mir jetzt viel, viel besser geht, weil keine Ahnung, also sein Umzug ist für Katzen, glaube ich nicht witzig Und die waren aber von [00:36:20] Anfang an irgendwie, haben die gemerkt, okay, es geht mir gut.
Roman Bruckner: Wir fühlen uns hier auch wohl. Natürlich eher, bis sie braucht, das war mir eh klar. Aber sie war gleich so, okay, ich wohne hier, ich lebe hier, let's go. Und das war schon eigentlich sehr, sehr gut für mich dass ich da auch abschließen konnte, weil jetzt ist es wieder eine Wohnung, wo ich gerne zurückkomme.
Roman Bruckner: Und ich manchmal, manchmal, [00:36:40] ich finde ja, es ist ein sehr großer Sprung weil ich habe vorher in einem Außenbezirk, in einem Randbezirk gewohnt und jetzt wohne ich für mich mitten in der Stadt.
Sandra Herbsthofer: Stadt, ja, das kann man so sagen.
Roman Bruckner: Und dann stehe ich manchmal da und denke mir... Alter, ich wohne da.
Sandra Herbsthofer: Das
Roman Bruckner: realisiere ich nach sechs Monaten manchmal immer noch nicht dass ich einfach mitten in der Stadt
Sandra Herbsthofer: wohne.
Sandra Herbsthofer: Voll schön, dass es euch jetzt so gut geht,
Roman Bruckner: zu
Sandra Herbsthofer: [00:37:00] dritt in dieser Wohnung. Gibt es trotzdem irgendwas, was du aus dieser Zeit vermisst?
Roman Bruckner: Ja den Garten vermisse ich. Natürlich auch das Rausgehen mit den Katzen. Wenn ich jetzt so rechne ich... Ich habe einen befristeten Vertrag hier für fünf Jahre. Das kann man auch gerne im Podcast lassen, das ist nichts datenschutzrechtlich Relevantes.
Roman Bruckner: Aber dann [00:37:20] sind die Katzen halt so 18 und da weiß ich nicht, ob ich dann in fünf Jahren nochmal umziehen würde, ob ich ihnen das nochmal antue. Das möchte ich glaube ich, nicht. Und ich fühle mich eigentlich hier sehr wohl. Das Einzige was ich eben so vermisse, ist eine Freifläche Aber ich denke mal jetzt für die restlichen Jahre von diesen SeniorInnen-Katzen.
Roman Bruckner: Ist es dann auch schon wurscht ob sie rausgehen können oder nicht. Und wie gesagt, dieses [00:37:40] Fenster du siehst es vielleicht, das sind so leichte, jetzt sieht man es gerade nicht, so leichte Tapser von der Nase, weil sie sitzt dann immer da und dann schaut sie raus. Also es ist schon sehr spannend auch
Sandra Herbsthofer: für
Roman Bruckner: sie.
Sandra Herbsthofer: Du hast vorher schon erzählt, dass du durchaus Podcast-Erfahrung hast.
Roman Bruckner: Du
Sandra Herbsthofer: hast von dem Podcast Soko Solo erzählt, den du mit der Teresa Ziegler, liebe [00:38:00] Grüße, hattest Und du hast mittlerweile dein eigenes Podcast-Projekt, das heißt zwischen Intro und Outro. Und da redest du über die Pop-Alben deiner und meiner Jugend.
Sandra Herbsthofer: Wow she's
Roman Bruckner: prepared. Oha.
Sandra Herbsthofer: Aus den Nullerjahren. Warum Musik-Podcast?
Roman Bruckner: Also. Also neben Katzen [00:38:20] ist Musik meine Leidenschaft tatsächlich. Also ich mache selber keine Musik oder so, aber ich liebe einfach Musik, weil das auch so ein Zufluchtsort, glaube ich ist, wo man sich so einfach mal, wo man alles abschalten kann um sich.
Roman Bruckner: Und ich könnte ohne Musik und ohne Katzen nicht überleben. Und das ist einfach so, ich glaube, ich habe teilweise halt einfach Wissen [00:38:40] Über Dinge in meinem Hirn drinnen stecken, die die Welt wissen muss. Und deswegen habe ich mir gedacht, ich muss es irgendwie auch nutzen, dass ich die ganzen CDs von früher aufgehoben habe, weil jeder beim Umzug hat immer gesagt, jetzt hau den Schas endlich weg, das brauchst nicht, das ist zu schwarz zum Zahn.
Roman Bruckner: Und ich so, nein, irgendwann mal wird das was wert sein. Und es ist jetzt nichts [00:39:00] wert im Sinne von Geld, aber es ist für mich viel wert, weil ich schaue mir halt diese CDs dann an und denke mir so, wow, okay, da war ich 14, da war ich 17, keine Ahnung, ich kann das sofort wieder rekonstruieren, dieses Gefühl, wie es damals war.
Roman Bruckner: Und das ist einfach das Spannende an Musik, weil ich glaube, ich bin schon ein sehr... [00:39:20] Audio-Typ wie sagt man da?
Sandra Herbsthofer: Audio-affin.
Roman Bruckner: Audio-affin okay, danke. Und ich glaube, so einen Tag ohne Musik, das wäre nicht möglich. Also ich höre jeden Tag irgendwie Musik. Und gerade die Zeit wo ich halt in der Pubertät war, glaube ich, war der prägendste Zeitpunkt Wo ich die Musik einfach [00:39:40] aufgesaugt habe, wie so ein Schwamm.
Sandra Herbsthofer: Wie war so der pubertierende Roman?
Roman Bruckner: Er war wahnsinnig dick. Ja, das ist mal das Erste, was ich mich immer erinnere, weil auch so Body Issues wird mich mein Leben einfach immer begleiten. Aber das ist jetzt ein Thema, das würde ich jetzt zu weit ausholen. Aber ich war ein sehr [00:40:00] unsicherer Mensch. Ich war eben auch aufgrund meiner Körpergröße, also ich war immer der Größte.
Roman Bruckner: Und auch der dickste, was natürlich einerseits Angriffsfläche geboten hat für alle. Und ich habe... Sehr, sehr lange mit meinem Selbstbewusstsein hadern müssen. Und ich würde sogar sagen, dass mein Selbstbewusstsein [00:40:20] mittlerweile an dem Hoch, an dem Höhepunkt einfach ist. Obwohl ich immer in meinem Kopf habe oder gehabt habe, du musst dünner sein.
Roman Bruckner: Dieses, dieses, ähm... Das Bild, was einem vorgelebt wird, ist ja immer, okay, du musst dünn sein oder du musst muskulös sein, aber du darfst auf keinen Fall zu viel sein,
Sandra Herbsthofer: [00:40:40] also
Roman Bruckner: zu dick sein oder was auch immer. Und das ist jetzt, glaube ich seit einem Jahr wirklich so, dass es mir völlig wurscht ist und ich schaue mich in den Spiegel und ich denke mir, das ist okay.
Roman Bruckner: Und wenn ich mich jetzt mit dem Mindset von vor zehn Jahren vor den Spiegel gestellt hätte, würde ich wahrscheinlich sagen, Ekelhaft, nimm ab, du schaust nicht gut aus. [00:41:00] Weil ich mich zu dem damaligen Zeitpunkt so wie ich jetzt ausschaue, wahrscheinlich viel zu massiv finden würde. Und jetzt ist es so weit, mit 38, dass ich in den Spiegel schaue und ich finde es voll gut.
Sandra Herbsthofer: Und
Roman Bruckner: ich finde, das ist auch etwas, wo mich glaube ich auch die Musik teilweise sehr viel dahin geprägt hat, einfach wie es jetzt [00:41:20] ist.
Sandra Herbsthofer: Ich habe so viele Assoziationen zu den Sachen, die du jetzt gerade gesagt hast. Das, was mir jetzt direkt in den Kopf kommt, ist, ich bin jetzt 32,
Roman Bruckner: ich
Sandra Herbsthofer: liebe die 30er. Es ist echt irgendwie so, ich… Wenn ich mich zurückerinnere, weil ja oft irgendwie so gerade die Studienzeit so glorifiziert wird, oder?
Sandra Herbsthofer: [00:41:40] Und die Zwanziger und keine Ahnung, das ist echt was, wenn ich mich jetzt so zurückerinnere. Ich war zu keinem Zeitpunkt meines Lebens mehr lost als Anfang, Mitte Zwanzig. Und ich kann das total unterstreichen. Also gerade so die Selbstliebe glaube ich, wächst bei mir mit jedem Jahr.
Roman Bruckner: Ja, das ist aber, glaube ich auch was jeder einem [00:42:00] sagt.
Roman Bruckner: Wenn man nicht selber drinnen steckt, checkt man es nicht. Man denkt sich so, ja, ja, lass ihn oder sie reden. Aber wenn man selber drinnen steckt, dann checkt man erst, wie wichtig das ist und dass es wirklich ein Thema ist. Ich bin immer nur so mit dem Begriff Selbstliebe da habe ich ein Problem, das habe ich nämlich im Soko-Solo-Podcast ein paar Mal schon [00:42:20] gesagt.
Roman Bruckner: Nein, ich habe das Wort nicht so gerne, weil für mich ist das ein bisschen esoterisch. Also das ist einfach nur so mein Ding. Ich sage immer so Selbstakzeptanz
Sandra Herbsthofer: Voll es reicht ja auch.
Roman Bruckner: Also
Sandra Herbsthofer: man muss ja auch nicht so narzissmäßig sich in den Spiegel schauen und vor Begeisterung umfallen.
Roman Bruckner: Voll.
Sandra Herbsthofer: Sondern also ich sage immer, ich [00:42:40] habe, glaube ich, ein zumindest freundschaftliches
Roman Bruckner: Verhältnis
Sandra Herbsthofer: zu meinem Körper und manchmal auch ein bisschen mehr als freundschaftlich.
Sandra Herbsthofer: Es gibt
Roman Bruckner: halt Tage und es gibt Tage, finde ich Ja voll.
Sandra Herbsthofer: Deswegen
Roman Bruckner: checke ich voll, ja.
Sandra Herbsthofer: Wenn wir nochmal zurück zur Musik gehen, was war so... Ich
Roman Bruckner: kann schon immer sitzen, diese schwere Katze. [00:43:00]
Sandra Herbsthofer: Was ist das eine Album deiner Jugend, wenn du dich festlegen müsstest?
Roman Bruckner: Boah das ist jetzt... Puh, da hast du mich jetzt erwischt.
Roman Bruckner: Also ich glaube... Es ist entweder etwas von Anastasia, weil das war, glaube ich, so mein Musikmoment überhaupt, wo ich dann vom Fernseher gesessen bin und dann kommt diese Frau mit dieser Stimme. [00:43:20] Ich glaube, es wäre eben Not That Kind, das Album. Und ich glaube, dann in späterer Folge war es Stripped von Christina Aguilera, weil das war auch so ein bisschen mein Sexual Awakening, muss ich sagen.
Roman Bruckner: Und die zwei Alben glaube ich, sind so die ärgsten die ärgsten besten Alben
Sandra Herbsthofer: für
Roman Bruckner: meine Jugend.
Sandra Herbsthofer: Ich habe mich in der Recherche und in der [00:43:40] Vorbereitung jetzt für unser Gespräch habe ich mich das auch gefragt, ich glaube, ich könnte mich nicht darauf festlegen, was so das eine Album vielleicht war als Jugendliche, aber ich weiß noch was mein erstes Album war und das war Laundry Service von Shakira.
Sandra Herbsthofer: Das
Roman Bruckner: habe ich auch bearbeitet in meinem Podcast.
Sandra Herbsthofer: Also an das kann ich mich noch ganz genau [00:44:00] erinnern weil mir das Cover noch so... Im Detail war, weil das hat so eine interessante Schriftart, finde ich.
Roman Bruckner: Ja ja
Sandra Herbsthofer: ja voll. Genau, also so. Cool. Ich würde dir gerne noch ein paar kurze Fragen oder schnelle Fragen stellen.
Okay,
Roman Bruckner: muss
Sandra Herbsthofer: ich schnell antworten Nein ich sage das eigentlich immer und dann plaudert mal eben noch dahin Also [00:44:20] ich merke dann auch immer, wie das Stresslevel meiner Gäste kurz steigt. Und die fragen dann so, muss das Wordrap sein? Okay, nein, wir plaudern einfach noch über ein paar Fragen. Hast du Roman, eine Lieblingskatze aus der Popkultur?
Roman Bruckner: Nyan Cat. Spricht man die so aus?
Sandra Herbsthofer: Ah, [00:44:40] ja, ja Ja, mit dem
Roman Bruckner: Regenbogen
Sandra Herbsthofer: hinten dran. Ja lustig. Okay. Ja, aber das ist witzig Und du bist auch einer der Ersten der so direkt eine Antwort hat. Viele überlegen dann und dann kommt oft Garfield.
Roman Bruckner: Ah, ja
Sandra Herbsthofer: okay. Ja. Weiß ich nicht, in meiner Kindheit war der nicht so präsent muss ich sagen Ja, in meiner auch nicht.
Sandra Herbsthofer: Ich glaube, wir sind vielleicht beide [00:45:00] ein bisschen zu jung für den Gafeltag Magisch aber
lieb.
Roman Bruckner: Ja, das nehme ich, wir sind zu jung.
Sandra Herbsthofer: Ich glaube, wenn ich mich festlegen müsste, ich habe dem Podcast nämlich noch nie was dazu gesagt, ist es so ein bisschen mauzi. Von Pokémon?
Roman Bruckner: Ah ja, da bin ich ganz raus, weil da bin ich definitiv zu alt für Pokémon.
Sandra Herbsthofer: Mit dem wäre ich glaube ich nicht gern [00:45:20] befreundet weil der ist so ein bisschen gemein.
Roman Bruckner: Aber
Sandra Herbsthofer: irgendwie finde ich das auf eine Art cool, dass es so ein Pokémon ist, das so voll den starken Charakter hat. Das fand ich immer ganz nice.
Roman Bruckner: Slay.
Sandra Herbsthofer: Kannst du mit dem Satz im nächsten Leben werde ich Katerfuss anfangen?
Roman Bruckner: Boah tatsächlich ein bisschen schon, weil manchmal denke ich mir das irgendwie, ob es nicht cool [00:45:40] wäre, wenn man, also ich glaube schon so, dass man halt irgendwann nochmal geboren wird. Muss eh jeder für sich entscheiden, was man da glaubt Ich glaube schon, dass man irgendwie neu geboren wird. Aber das muss halt dann schon ein Kater sein, der in einem guten Haushalt lebt Oder am besten noch mit zusätzlich [00:46:00] Freigang.
Roman Bruckner: Ich glaube, das wäre das Optimum. Aber stell dir vor, du bist jetzt so irgendwo... Alleine
Sandra Herbsthofer: und dann
Roman Bruckner: findest du niemanden musst jeden Tag aufs Neue ums Überleben kämpfen. Ich meine, das gibt es ja nicht nur bei Katzen, das es ja leider Gottes bei Menschen auch. Also das ist ein bisschen schwierig zu sagen, ja oder nein.
Sandra Herbsthofer: Ja, das verstehe ich. Ich [00:46:20] glaube, was mir sehr gut gefallen würde, wäre in so... Einer tollen Stadt wie Istanbul als Katze auf die Welt kommen und überall wird man gestreichelt und irgendwie respektieren einen alle und ich darf mich in den Auslagen der Shops irgendwie ausstrecken und so. Das
Roman Bruckner: wäre geil, ja.
Sandra Herbsthofer: Und zum Schluss noch, also der letzte [00:46:40] Teil dieses Podcasts ist eine Katzennamenbörse. Ich bitte immer meine Gäste, einen Katzennamen zu verschenken an jemanden der gerade zuhört und einen Namen braucht für seine Katze. Du hast das parat. Hast du eine Notiz? Ich
Roman Bruckner: habe eine Notiz in der Notizen-App mit tollen Namen, die ich tatsächlich eigentlich für Menschen [00:47:00] verwenden würde, aber ich bin seit kurzem draufgekommen, dass ich Menschennamen...
Roman Bruckner: Für Katzen unheimlich witzig finde. Und da habe ich eine Liste. Dann schaue ich jetzt kurz. Für Kater oder für Katze?
Sandra Herbsthofer: Das darfst du aussuchen.
Roman Bruckner: Okay. Dann würde ich tatsächlich, glaube ich, Konrad nehmen.
Sandra Herbsthofer: Ja, sehr schön. Ich
Roman Bruckner: mag nämlich Namen aus dem Alphabet, [00:47:20] tatsächlich. Und für ein Mädchen... Marilotte. Auch
Sandra Herbsthofer: gut.
Roman Bruckner: Ja?
Sandra Herbsthofer: Ja. Ich finde ja auch ein bisschen, Kätzlina könnte eine Marilotte sein, wenn ich sie mir so anschaue Ja,
Roman Bruckner: das stimmt ein bisschen. Marilotte. Man kann ja lustigerweise zu Katzen eh alles sagen, sie kommen eh immer.
Sandra Herbsthofer: Das stimmt. Ich
Roman Bruckner: kann auch Staubsauger sagen und sie kommen [00:47:40] eh immer das wurscht
Ja,
Sandra Herbsthofer: oder sie hören sowieso Nicht auf dich, egal was du sagst.
Sandra Herbsthofer: Das kenne ich auch.
Roman Bruckner: Das kenne ich auch sehr gut von ihr, ja.
Sandra Herbsthofer: Roman, danke, dass du da warst. Danke
Roman Bruckner: dass du da warst
Sandra Herbsthofer: Danke für die Einladung.
Roman Bruckner: Das
Sandra Herbsthofer: Gespräch war sehr schön mit dir. Für alle, die jetzt zuhören direkt auf Spotify oder wo ihr hört bleiben und zu [00:48:00] Romans Podcast rüber wechseln und da mal ein bisschen reinhören in die Popalben der Nullerjahre.
Roman Bruckner: Bitte.
Sandra Herbsthofer: Und wir hören uns vielleicht bald wieder.
Roman Bruckner: Ja, machen wir das. Das
Sandra Herbsthofer: war Cat People, der Podcast mit Miau Faktor. Alle Infos [00:48:20] zur Folge findet ihr in den Shownotes. Ich freue mich, wenn ihr diese Folge mit euren katzenbegeisterten Freundinnen und Freunden teilt und den Podcast mit 5 Sternen bewertet.
Sandra Herbsthofer: Wenn ihr Cat People finanziell unterstützen wollt, dann könnt ihr das über den Link zu Patreon in den Shownotes. Anregungen, Katzenfotos oder Gästevorschläge könnt ihr mir gerne per [00:48:40] Mail zukommen lassen und zwar unter hallo-at-catpeople-podcast.com oder auf Instagram unter catpeople-podcast.