Cat People – Der Podcast mit Miau-Faktor

Robert Steiner & Frederik

Episode Summary

Robert Steiner, bekannt aus Konfetti Tivi und Oki Doki, öffnet für Cat People seine Wohnung – und die seines Katers Frederik, eines norwegischen Waldkaters mit großem Auftreten. Robert erzählt von Frederiks Abenteuer mit einer Krähe auf der Terrasse, von seiner 40-jähriger Karriere als Family Entertainer und von der schwierigen Entscheidung, seinen Vorgänger-Kater Tigger gehen zu lassen. Eine Folge über Verlust, Neubeginn und die lebensbejahende Kraft einer Katze.

Episode Notes

In dieser Folge von Cat People zu Gast ist Robert Steiner – eine Legende des österreichischen Kinderfernsehens – in seiner Wiener Wohnung, die er sich mit seinem norwegischen Waldkater Frederik teilt. Wir sprechen über Frederiks Abenteuerlust, Roberts fast 40-jährige Karriere als Family Entertainer, seine Arbeit für den ORF und die tiefe Bindung, die zwischen Mensch und Tier entsteht.

✨Cat People ist ein Podcast von Sandra Herbsthofer und Teil des Podcast-Netzwerks Missing Link. Idee, Recherche & Moderation: Sandra Herbsthofer. Verpackung: Alexander Weller. Grafikdesign: Paul Jochum.

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Host: Sandra Herbsthofer https://www.instagram.com/sandra.herbsthofer/
Gast: Robert Steiner: https://www.instagram.com/robertsteiner.at
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🎧Kapitelmarken:
[00:00] Begrüßung & Frederiks erster Auftritt
[01:28] Vorstellung: Frederik, der norwegische Waldkater
[05:15] Wie Frederik Robert ausgewählt hat
[09:45] Roberts Family-Entertainment-Karriere
[15:55] Rolf Rüdiger, Konfetti TV & die Geschichte mit Ö3
[23:00] Wie man Formate für Kinder entwickelt
[26:00] Die Gartenpiraten & Roberts Bucket List
[28:00] Roberts Tagesablauf mit Frederik
[34:00] Abschied vom Tiger – Verlust & Trauer
[38:00] Tiertrauer und gesellschaftliche Anerkennung
[40:00] Katzen-Comedy-Timing
[41:00] Schnelle Fragen zum Abschluss
[43:20] Katzennamen-Tauschbörse
[45:33] Verabschiedung

Episode Transcription

Sandra: Willkommen bei Cat People, dem [00:00:20] Podcast mit Menschen, die ihr kennt und ihren Katzen. In dieser Folge besuche ich eine echte Legende des österreichischen Kinderfernsehens, Robert Steiner. Robert hat mich zu sich und seinem norwegischen Waldkater Frederik nach Hause eingeladen. In dieser Folge hört ihr, wie sich Frederik Robert ausgesucht hat.

Sandra: Und ja, so rum stimmt's [00:00:40] tatsächlich. Über Verlust, Kindheitserinnerungen und Robert gibt spannende Einblicke in seinen Alltag als Family Entertainer. Was er damit genau meint, das hört ihr jetzt. Viel Spaß. Es ist ein Dienstagnachmittag. Wir treffen uns bei meinem heutigen Gast in seiner Wohnung. Hallo Robert Steiner, danke für die [00:01:00] Einladung.

Sandra: Hallo

Robert: Sandra, danke dir.

Sandra: Äh, es ist für mich immer ganz toll, wenn ich zu meinen Gästen heimkommen darf, weil ich einerseits Sie kennenlerne, persönlich und andererseits auch die Katzen. Und ich bin schon mega abgelenkt bei dem heutigen Gespräch, weil dein Kater Frederik so eine wahnsinnige Erscheinung ist.

Sandra: Er rollt sich gerade neben dir auf dem [00:01:20] Sideboard, Bücherregal neben dir zusammen. Kannst du direkt deinen Kater vorstellen?

Robert: Ja, gerne. Das ist Frederik, ein norwegischer Waldkater. Und er ist eigentlich immer da, wo ich bin. Also er ist wirklich ein ganz besonderes Tier. Wer einen Norweger kennt, weiß, dass sie sehr besonders sind.

Robert: Die sind ja nicht gezüchtet, die kommen ja in der Natur so [00:01:40] vor und daher sind sie sehr robust, sehr eigenwillig, ein bissel mehr hundemäßig als katzenmäßig. Das heißt, wenn's läutet, ist er der Erste bei der Tür. Das ist unglaublich für Katzen, oder? Wo andere immer verschwinden, ist das für ihn ganz anders.

Robert: Ein

Sandra: Willkommenskomitee sozusagen hast du zu Hause.

Robert: Richtig, ja. Und für alle, die ihn nicht [00:02:00] sehen, er ist schwarz-weiß. Sehr interessantes Muster, ein bissel kuhmäßig.

Sandra: Ich finde ihn wahnsinnig schön und vor allem, er erinnert mich, er schaut aus wie der große norwegische Cousin meiner Katze, äh, Langos. Die hat nämlich auch so eine ganz interessante, mir gefällt das so gut, die ist auch schwarz-weiß.

Sandra: Ja. Sie hat auch so eine schwarze Nase und so eine ganz, ähm, [00:02:20] besondere Musterung im Gesicht. Ja. Und die schauen sich total ähnlich. Ich hab zu meinem Freund in der Vorbereitung gesagt: "Schau her, das ist die Langos in riesig."

Robert: Stimmt, und riesig trifft's auch. Er ist wirklich groß mittlerweile. Er hat jetzt vor Kurzem seinen dritten Geburtstag gehabt.

Sandra: Ah ja. Und ihr seid auch seit diesen drei Jahren zusammen.

Robert: Ja. Du hast ihn

Sandra: als Baby bekommen.

Robert: Ich habe ihn nicht, ich habe ihn relativ lang [00:02:40] bei der Mama gelassen. Ich habe ihn dort besucht. Ähm, die ganze Geschichte kann ich dir nachher erzählen, wie, wie es dazu überhaupt kam, äh, weil Wie immer bei meinen Katzen suchen sich die Katzen mich aus und nicht umgekehrt.

Robert: Das heißt, ich wurde sozusagen dorthin gebracht, wo er gezüchtet wurde und das war ein [00:03:00] ziemlicher Haufen an vielen Katzenbabys. Und dann hat mich die Züchterin eben, äh, dann doch angerufen und gesagt, sie hat nur noch einen. Und ich habe gesagt: „Einen? Aber okay, ich schaue ihn mir an." Und dann bin ich hingekommen und als Erstes hat mich die Mutter begrüßt, die Katzenmutter.

Robert: Und das war entzückend. Die hat mich so richtig [00:03:20] abgecheckt und dann ist er daher gehoppelt und alle seine Geschwister. Und dann hab ich mir gedacht: „Nein, das tut mir so leid. Ich mag ihn gar nicht rausnehmen aus der Familie", und bin wieder gegangen. Und dann hab ich noch wirklich, ich glaube, wir haben Monate gewartet, bis die Züchterin gesagt hat: „Na ja, jetzt geht's schon.

Robert: Also jetzt können Sie ihn schon abholen." Also es war ein, ein [00:03:40] eher längerer Familienaufenthalt für ihn.

Sandra: Und jetzt muss ich fragen, aber du, was war dann der ausschlaggebende Punkt, dass ihr dann doch zusammengekommen seid? Weil das klingt ja so ein bissl wie, ein bissl unsicher. Ja, Frederik, du möchtest was sagen.

Musik: Das ist,

Sandra: das ist das Schöne auch an dem Podcast. Die Katzen [00:04:00] dürfen sich selber zu Wort melden, mitsprechen.

Robert: Ja, prinzipiell bin ich, äh, jemand, der sagt, man muss nicht unbedingt Katzen züchten. Es gibt genug auch in den Tierheimen unserer Stadt oder auch am Land, ja. Aber bei mir war's eben so: Ich hab meine allererste [00:04:20] Katze nur ganz kurz gehabt.

Robert: Die hat nämlich mein Vater von irgendwo nach Hause gebracht und meine Mama hat gesagt: „Oh Gott, das geht gar nicht in unserer Wohnung, wenn man halt eine kleine Familie in einer kleinen Wohnung ..." Boah, du wirst, boah, begrüßt. Er wird hier

Sandra: abgeschmust. Ja, süß.

Robert: Äh, und, und das war dann wirklich nur so ein Tag und, und dann [00:04:40] mussten wir die Katze wieder weggeben.

Robert: Das war so meine, mein Kindheitstrauma.

Sandra: Oje, das ist, ich stell mir das für ein Kind total arg vor.

Robert: Ja, ich verstehe im Nachhinein auch meine Mutter, weil sie hat eh schon zwei Kinder gehabt und, äh, sozusagen die Familie und wollte halt sich nicht auch noch das Tier antun. Ich hab dann übrigens danach einen Wellensittich bekommen.

Robert: Das war natürlich [00:05:00] überhaupt kein Ersatz. Schwacher

Musik: Trost.

Robert: Aber auch okay. Ich mag Tiere zum Glück. Und dann, äh, ist die zweite Katze in mein Leben gekommen in einer zehnjährigen Beziehung, über die Beziehung sozusagen. Und diese war bei mir geblieben, die Katze. Und das war eine norwegische Waldkatze. Das war [00:05:20] der Tiger.

Robert: Und der war ein Traum. Also den hatte ich wirklich fast achtzehn Jahre. Also der ist wirklich, wirklich alt geworden und das war ein, ein, ein sensationelles Tier. Ein bissl ähnlich, aber doch dann anders als Frederik. Wie der, wie der gestorben ist, hab ich gesagt: „Nein, also ich kann [00:05:40] keine Katze mehr nehmen."

Robert: Äh, das war emotional so schwer. Und übrigens, das ist die Urne vom Ich hab sogar die Urne hier bei mir stehen, weil ich eben, äh, diesen Weg auch machen wollte. Mhm. Und dann, und dann nach zwei Jahren hat's mich doch wieder irgendwie gejuckt und dann hab ich die Züchterin, von der der Frederik war, [00:06:00] über Zufall gefunden, weil mich ein Freund angesprochen hat und gesagt hat: „Du, die Züchterin vom Tiger züchtet wieder."

Robert: Und ich sag: „Was? Wieso weißt du das? Und wieso weißt du das überhaupt, dass der Tiger von der Züchterin ist?" „Ja, das hat sich so herumgesprochen." Und dann hab ich, hab ich die angerufen und gesagt: „Äh, sind Sie wirklich die Züchterin [00:06:20] von meiner ersten Katze, die ja einen anderen Namen hat?" Du weißt, die haben ja immer einen, einen Züchternamen.

Robert: Und dann sagt sie: „Ja, ja, aber jetzt hab ich keine." Und war total und hat aufgelegt. Und dann hat sie mich eine Woche danach angerufen und gesagt: „Ja, da gibt's eine Familie, die hat den einen nicht wollen und wenn sie wollen, können sie ihn jetzt haben." Und das war das Zeichen. [00:06:40] Mhm. Das war wieder so, der hat auf mich gewartet.

Robert: Mhm. Also ich glaube einfach so an so schöne Geschichten und dann bin ich hin. Und wie gesagt, dann hab ich mal beschlossen, ich lass ihn mal bei seiner Familie, weil auch das immer so ein schwieriger Moment ist. Ähm, ja, aber nachdem da sehr, sehr viele Katzen waren und ich [00:07:00] dann gemerkt hab, puh, jetzt werden die schon ziemlich groß.

Robert: Das geht ja dann relativ schnell, hab ich ihn dann doch mit nach Hause genommen . Und seitdem ist er rund um die Uhr bei mir.

Sandra: Das war 2023?

Robert: Äh, ja, genau.

Sandra: Fein. Also das heißt, ihr seid jetzt seit drei Jahren, seid ihr zusammen. Richtig. Kannst du eine [00:07:20] Anekdote erzählen, anhand der der Charakter von Frederik deutlich wird?

Sandra: Was ist der für eine Katze?

Robert: Ähm, ja, also eine Anekdote in dem Sinne. Hm. Ich überlege grad. Ja, oh ja, ich kann eine erzählen. Ich glaube, er hält sich für eine [00:07:40] ziemlich große, starke Wildkatze in Wirklichkeit. Weil du siehst hier, ich hab hier eine wunderbare Terrasse mit Blick auf die Votivkirche. Das

Sandra: ist echt einigermaßen herrlich, ja.

Robert: Genau, und ich geh, ich geh sehr gerne, wenn Sommer ist, mache ich die Türen auf und gehe mit ihm raus und dann darf er natürlich auch raus, aber ich bleib bei ihm, weil du weißt ja nie. [00:08:00] Und genau das ist passiert. Ich hab eben auf der Terrasse Gartenarbeit gemacht, hab ein bisschen, äh, in den Töpfen herumgepflanzt und plötzlich landet eine Krähe oben auf der Balustrade.

Robert: Na, so schnell hab ich gar nicht schauen können. nimmt der Frederik Anlauf und entschuldige, aber die Krähe war größer als er damals, ja. [00:08:20] Und springt auf diese Krähe zu. Die hat nicht gewusst, wie ihr geschieht. Die hat den angeschaut. Im letzten Moment ist die fünf Meter weit auf die Nachbarsterrasse gehüpft.

Robert: Frederik hinterher, Robert hinter Frederik her. Wir sind da alle drei die Balustrade entlanggelaufen. Das war wirklich ein Zirkuskunststück. Und ich bin [00:08:40] dann drüben bei meiner dritten Nachbarin angekommen und da hat sich der Frederik dann vor lauter Schreck auf die Terrasse Gott sei Dank gerettet. Da sind sehr viele Pflanzen.

Robert: Und ich bin dann einfach frecherweise auf diese Terrasse und habe ihn geschnappt und dann schaut die Nachbarin da aus dem Fenster raus. Es war so peinlich. [00:09:00] Aber das ist so typisch Frederik. Er hat sich völlig überschätzt, weil in Wirklichkeit, die Krähe hätte ihm wahrscheinlich was antun können.

Sandra: Ja, das ist also-- und das ist ja hier, also ohne zu viel zu verraten, aber unten ist auch, also wir sind erst einmal in sehr hoher Höhe.

Sandra: Ja. Unten ist eine sehr viel befahrene Straße. Also das ist ja, da gibt's ja verschiedene Komponenten, die das total delikat [00:09:20] und, und, und gefährlich machen. Okay. Aber ich, ich passe auch viel auf. Also

Robert: ich, ich, ich schaue auch, dass er nicht hochhüpft und so. Also das, das geht schon gut. Und was man hier nicht sieht, ist, es, es ist ja, es ist eine unglaublich breite Terra, es ist fast eineinhalb Meter, bis es wirklich runtergeht.

Robert: Also Gott sei Dank ist das sicher genug.

Sandra: Mhm. Also, ähm, er ist durchaus eine Katze, [00:09:40] eine abenteuerlustige Katze. Ja. Jemand, der, ähm, eine Katze, die, die sich durchaus was traut. Ja, voll.

Robert: Der ist hüpfelmutig.

Sandra: Okay. Robert, das ist gar nicht so leicht, dich vorzustellen, finde ich, wenn man auf deine Biografie blickt.

Robert: Wirklich?

Sandra: Ja, ich find, also man könnte-- ich bin ja mit dir mehr oder weniger [00:10:00] aufgewachsen.

Robert: Das höre ich oft.

Sandra: Ich bin tatsächlich noch so ein Konfetti-TV-Kind. Also ich bin Anfang der Neunziger geboren und das hat sich ja dann, also als Oki Doki dann kam, ähm, war ich schon ganz erwachsen mit elf oder so und, und, und, und, ähm, das war dann alles natürlich, da war ich schon viel zu alt für, für, äh, Sendungen für kleine Kinder.[00:10:20]

Sandra: Ähm, aber du bist natürlich ein Gesicht, mit dem ich irgendwie aufgewachsen bin und ich wusste so viel nicht trotzdem, was du gemacht hast. Ich hab so viele interessante Sachen über dich jetzt gelesen in der Recherche, dass es mir schwerfällt, einen Titel für das zu finden, was du machst. Ist Entertainer das, was am nähesten kommt an dem, wie du dich selbst beschreibst?

Robert: Das ist ja eine lustige Frage. [00:10:40] Ich hab das selbst für mich kreiert, weil ich hab mir auch lange gedacht: "Was bin ich eigentlich? Wie kann man das fassen?" Und das war schon am Anfang so, weil ich bin ja eigentlich sehr, sehr breit aufgestellt und daher habe ich den Titel erfunden. Ich bin Family Entertainer und so heißt auch meine Firma, Family Entertainment.[00:11:00]

Robert: Weil ich fand, es gab nichts in diese Richtung. Ich kann mich noch erinnern, wie ich begonnen hab beim Kinderprogramm, da gab's ja noch Andantes, ja. Und da hießen die armen Kolleginnen noch Tanten. Furchtbar.

Sandra: Ja, ja. Furchtbar.

Robert: Und auch die hatten damals schon, äh, auch Männer, nicht sehr viele, aber doch. Und dann waren das die Onkels und das [00:11:20] war furchtbar.

Robert: Also insofern hab ich dann diesen Titel, äh, kreiert, Family Entertainer. Kommt aber auch daher, dass ich sehr lang bei der Disney gearbeitet hab und das bisschen von dort mitgenommen hab. Ist ein

Sandra: bisschen frischer als, äh, andere Begriffe. Ja, es ist zwar

Robert: leider Denglisch oder überhaupt Englisch, aber ja, ich find's ein bisschen moderner.

Sandra: Also nur um das vielleicht noch mal irgendwie zu [00:11:40] erklären, falls, ähm, das nicht allen bewusst ist, aber du moderierst, du spielst, du singst, äh, du bist Unternehmer.

Musik: Ja.

Sandra: Du warst Zauberer. Stimmt das? Ja, aber das war wirklich ganz am Anfang. Okay. Ich, ich hätt mich schon-- Ich wollt dich nämlich fragen, ob du für mich so hinter Fredericks Ohr so ein Schmecki hervorzaubern kannst.[00:12:00]

Sandra: Nein, du, das

Robert: Zaubern war, war so ein Hobby in der Kindheit und ein Einstieg in diese Branche. Und Moderieren ist eigentlich das, was ich am meisten und am liebsten mach, also im Radio, im Fernsehen, eh auch Podcasts. Ich bin ja auch ein Kollege von dir, was das betrifft. Ähm, das mach ich eigentlich am liebsten.

Robert: Ähm, [00:12:20] moderier da mit, der Frederik. Genau. Und, ähm, Unternehmer ist natürlich wichtig, weil in Wirklichkeit sitz ich drei Viertel des Tages im Büro. Ja, er

Sandra: beschwert sich drüber, oder? Ja, weil das

Robert: ist ja jetzt viel besser, weil ich einen interessanten [00:12:40] Tagesablauf habe. Also ich steh in der Früh auf und das ist schon lustig, weil ich freu mich immer, wenn ich aufwach und, und ihn dann rufe und er kommt.

Robert: Entweder liegt er eh bei mir oder ich ruf ihn und er kommt sofort und redet mich sofort an. Und dann haben wir unsere Routine. Dann geht's da durch die Wohnung und, und, äh, ins Bad und wieder in die Küche und wieder [00:13:00] ins Bad und er muss immer hinterherlaufen. Und dann haben wir so ein Ritual. Also ich mach als Erstes sein Kistel, dann kriegt er sein Futter, dann kriegt er meistens frisches Wasser und dann kriegt er, du kennst das wahrscheinlich auch, diese Katzenstangen zum Knabbern.

Robert: Und wenn, wenn ich ohne dem außer Haus gehe, dann- Da wird er rabiat. Also das kann ich nicht [00:13:20] machen. Und dann fahre ich ins Büro, bin am Vormittag im Büro, mittags fahre ich dann in, in den, in den Sender, in den Radiosender, m-moderiere die zwei um zwei auf Radio Wien und dann komme ich wieder hierher in die Wohnung und den Rest des Tages mache ich meistens hier.

Robert: Das heißt, ich bin eh auch den ganzen Nachmittag zu Hause. Viel daheim, ja. Und, und, und da, da schaut er dann immer, wenn ich [00:13:40] da vor dem Laptop sitze und tippe.

Sandra: Ja, das glaube ich. Das ist auch wahrscheinlich besonders spannend. Hast du auch, ähm, in deinem Tagesablauf so was wie Videokonferenzen oder Calls, wo er sich dann meldet und-

Robert: Ja.

Robert: Ja, und er tut dann immer so, als würde er mitmachen. Und er glaubt immer, dass der Laptop ein Spiegel ist. Das heißt, ich bin auf einer Seite und er ist auf der anderen. Und [00:14:00] manchmal tappt die Hand auf die andere Seite. Ah, das gefällt mir

Sandra: ja ur gut. Das ist super. Ma-- Sag, habe ich das eigentlich richtig recherchiert, dass du 2028 dein vierzigjähriges Moderationsjubiläum hast?

Sandra: Kann das, kann sich das ausgehen?

Robert: Boah, ja. Oh ja. Weil 1988 habe ich maturiert und zu [00:14:20] moderieren begonnen. Das stimmt, ja.

Sandra: Das ist so arg. Also das ist, ich finde, das zeigt ja auch nur wieder, wie lang oder wie-- Das sind ja irgendwie so zwei Generationen, drei Generationen an Kindern. Fast

Robert: mehr, oder? Es sind mehr.

Robert: Ich fürchte, es sind mehr. Wenn ich das sage, dann stimmt das wahrscheinlich auch. Äh, ja, ich bin sehr lange, äh, schon hier und, und mache das schon sehr [00:14:40] lange. Ich glaube, das Geheimnis ist, dass ich nie so die ganz großen, auffälligen Dinge gemacht habe und dann hält man sich ein bisschen länger. Und ich muss auch eines gleich dazu sagen, weil wir haben ja im Moment ein bisschen ein Imageproblem im ORF.

Robert: Äh, ich bin nicht angestellt, sondern der ORF muss sich jedes Mal wieder für mich entscheiden und ich freue mich, [00:15:00] dass das jedes Mal wieder klappt. Also ich werde wirklich pro Sendung beauftragt, also natürlich mit Jahresverträgen oder ähnlichem oder jetzt sendungsspezifischen Verträgen, aber das funktioniert recht gut, ja.

Sandra: War das auch eine Überlegung damals, weil du vorher selber gerade gesagt hast, du bist sehr breit aufgestellt, also du kannst viel, du hast ein großes, einen großen Werkzeugkasten, aus dem du dich bedienen [00:15:20] kannst als Investition sozusagen für die Zukunft, um da auch flexibel zu sein. War dir das damals schon bewusst oder hast du einfach gesagt: "Ich mache das jetzt alles, weil ich gerade auf alles Bock habe"?

Robert: Ja, ich glaube, das war wirklich diese Neugier. Und ich wollte immer, äh, einen, einen Job haben, wo ich jeden Tag was anderes machen kann, weil das ist für mich so was Kreatives. Das gefällt mir einfach viel besser. [00:15:40] Ähm, ich weiß, dass viele sehr gerne einfach nur angestellt gewesen wären oder ähnliches, aber mi-- für mich war das nie wichtig.

Robert: Ich habe mir immer gedacht, ich mache die Sachen, die mir Spaß machen, dann mache ich sie auch gut und dann bin ich auch im Rennen.

Sandra: Mhm. Voll schön. Ich bin ja da, um mit dir über deine [00:16:00] Katze zu sprechen. Ich schwe-- werd, werd sicher hin und wieder abschweifen, weil ich alles andere auch so spannend find. Aber bei dir gibt's ja auch in deiner Biografie ganz viele Anknüpfungspunkte zum Thema Tiere.

Sandra: Du unter, also du moderierst ja unter anderem mit Tierfiguren. Ja, viel. Unter Anführungszeichen. Unglaublich viel. Sehr viele. Das ist

Robert: entsetzlich.

Sandra: Unter anderem mit Rolf Rüdiger, den ja auch ganz, ganz viele [00:16:20] kennen. Und ich wusste das zum Beispiel nicht, weil ich schon ganz lang in mei, dem Kinderfernsehen sozusagen immer so, so intensiv folge.

Sandra: Aber es gibt bei euch auch eine Katze.

Robert: Ja, es gab den Kater Kurt. Ah ja. Mhm. Das ist jetzt grad vorbei, aber es gab ihn fünfzehn Jahre lang. Das war eben Oki Doki. Das hast du nicht mehr mitbekommen wahrscheinlich. Aber Kater Kurt war auch sehr lang dabei, richtig. Ja, und jetzt haben wir einen Fuchs, den Fuchsi.

Robert: Ah [00:16:40] ja. Auf OF Kids. Der ist auch entzückend. Den hab, den durfte ich kreieren. Aber es stimmt, ich bin von Tieren verfolgt. Bei Disney waren's die Mäuse. Jetzt, äh, eben die Ratte, den Rolf Rüdiger sowieso. Der ist auch ein sehr eigener Eigenständiger.

Sandra: Ja, wie ist das mit, äh, mit Tierfiguren oder mit Tieren zu moderieren, zu [00:17:00] co-moderieren?

Robert: Ja, großartig. Du hast einfach die Aufmerksamkeit aller Kinder und, und, äh, diese Figuren dürfen immer alles sagen, im Gegensatz zu Moderatoren oder so. Ja, also ich bin eben ein bissl immer die, die erwachsene Seite und er ist die kindlichere Seite und das macht Spaß.

Sandra: Und oft auch die derbere Seite und die direktere Seite.

Sandra: Ja. Und so, mir gefällt [00:17:20] das schon noch sehr gut, muss ich sagen. Ja, aber

Robert: das passt halt auch zu einer Ratte sehr gut. Ja, ja,

Sandra: total.

Robert: Die Wiener Kanalratte.

Sandra: Ja, ich habe so eine, ähm, Rolf Rüdiger Fantasse zu Hause. Echt? Ich bin tatsächlich, ich mochte den auch immer viel mehr als Konfetti zum Beispiel. Ähm, also ich bin tatsächlich Fan von Rolf Rüdiger.

Sandra: Das hör ich oft, ja,

Robert: dass, dass der Konfetti da gar nicht so beliebt war und der Rolf Rüdiger der [00:17:40] Knaller.

Sandra: Ja, und der ist, glaub ich, auch ein bissl sü-- also süßer will ich nicht sagen, aber halt doch irgendwie kleiner und so ein bissl, ja.

Robert: Stimmt. Stimmt.

Sandra: Wie bist du zu der Arbeit mit Kindern gekommen?

Robert: Ähm, ha-haben wir eigentlich schon lustigerweise heut schon erwähnt über die Zauberei.

Robert: Ah [00:18:00] ja. Ich habe ja während der Kindheit Schon begonnen zu zaubern oder eigentlich während der Jugend. Das war so ein Hobby für mich, in das ich mich so reinvertieft habe und das ist auch ganz lustig gekommen. Ich bin, äh, mit meiner Familie auf einen Campingurlaub gefahren und das ist gar nicht meins. Ich war nicht begeistert.

Sandra: Ich wollte gerade [00:18:20] reingrätschen und fragen, ob das nicht der Traum aller Kinder ist, einen Campingurlaub zu machen. Ja,

Robert: vielleicht eh, aber nicht mit der eigenen Familie. Das war ein bisschen der Haken. In Wirklichkeit war's so: Ich wusste, wir fahren da nach Griechenland mit diesem Campingmobil und es dauert Stunden.

Robert: Und dann habe ich mir tatsächlich einfach ein Buch geschnappt und [00:18:40] gekauft und das war zufällig ein Zauberbuch. Ähm, ein Buch mit unglaublich vielen Seiten und dann bin ich da reingekippt. Das hat mich aufgefressen, das Buch. Und dann haben die da drinnen wirklich Zaubertricks auch erklärt. Nicht nur die ganze Geschichte der Zauberei, die ja wahnsinnig spannend ist, von Houdini bis David [00:19:00] Copperfield und, und Co.

Robert: Sondern auch eben Tricks und wie man da wirklich fleißig üben muss und wie man sich präsentiert. Und irgendwie war das der Einstieg in diese Branche. Ich hab das dann sozusagen immer vor dem Spiegel geübt und hab das gemacht. Und dann hat mich, haben mich meine Eltern mitgenommen auf irgendwelche Firmenfeiern und ich durfte da zaubern.

Robert: Das war natürlich 'ne [00:19:20] Sensation. Wenn du dreizehn, vierzehn bist, bist du der Superstar. Und so bin ich in diese Branche gekommen und hab, äh, das erste Mal begonnen, vor Publikum zu sprechen. Das heißt,

Sandra: du warst aber dann oft in diesem Griechenlandurlaub noch nicht der Kinder-Entertainer, der dann direkt, ähm- Erst als ich zurückkam.

Sandra: Okay.

Robert: Im [00:19:40] Griechenlandurlaub bin ich tatsächlich, glaub ich, relativ blass geblieben, weil ich immer in diesem Buch gelesen hab.

Sandra: Oh, wie toll. Hast du ein, ein Zaubervorbild damals gehabt, eine Idol oder ein, ähm, Entertainment-Vorbild?

Robert: Ja, also ich bin eigentlich ziemlich allen Zauberern hinterhergereist und hab sie mir angeschaut.

Robert: Damals gab's, äh, große Shows in der [00:20:00] Wiener Stadthalle mit den Pam Dragons. Das sind Amerikaner gewesen. Zu denen bin ich sogar hin und auch Backstage, äh, rangekommen und hab Fotos mit denen gemacht und sie interviewt für die Schülerzeitung und diese Dinge. Und ganz begeistert war ich natürlich auch von unserem österreichischen dreifachen Weltmeister, vom Magic Christian.

Robert: Mit dem hab ich heute noch Kontakt. [00:20:20] Ähm, natürlich auch mit Tony Rey und, und ähnlichen. Also da gibt's ja genug, die man in, bei uns auch kennt. Ähm, ich überlege grad und natürlich sensationell fand ich immer David Copperfield mit seinen großen Fernsehshows. Ja.

Sandra: Ich kann mich noch erinnern als [00:20:40] Kind, da gab's diese, auch diese Shows in Deutschland, The Next Uri Geller und diese Dinge.

Sandra: Das fand ich ganz arg. Das, äh, war für mich auch diese, diese sogenannten Illusionen, wo der Reihe nach irgendwie diese Löffel verbogen worden sind zu Hause vor den Fernsehern. Das, ähm, ja und das war in so einer Zeit, da gab's auch Charmed und so und ich [00:21:00] hab das natürlich alles geglaubt, das war Realität.

Sandra: Also dass das alles, dass das wirklich alles so funktioniert. Ja, ja.

Robert: Ja, Mentalmagie.

Sandra: Ja, mhm.

Robert: Gibt's jetzt auch Tommy Ten und Amelie van Pass, die das ja sehr gut machen.

Sandra: Ich wollt mit dir, ich wollt noch mal kurz auf Rolf Rüdiger zurückkommen. Stimmt diese Anekdote, dass du wegen Rolf Rüdiger bei Ö3 [00:21:20] rausgeschmissen wurdest?

Sandra: Ja. Hast gut recherchiert.

Robert: Du hast gut recherchiert. Das stimmt tatsächlich. Ich war, ich war relativ frisch, äh, also frisch möcht ich jetzt nicht sagen, aber, äh, relativ jung damals bei Ö3 und, und hab dort, ähm, einige Jahre moderieren dürfen und war dann auch als Reporter unterwegs und hab [00:21:40] Konfetti auf Tour im Burgenland im, in Mörbisch besucht und musste die beiden interviewen, Konfetti und Rolf Rüdiger.

Robert: Da waren die noch recht frisch. So war's nämlich. Und dann hab ich die interviewt und bei dem Interview am Schluss hab ich gesagt: "Wie gefällt euch eigentlich Ö3?" Und das war, glaub ich, der Fehler, weil der Konfetti hat gesagt: "Also ich mag die [00:22:00] Musik nicht." Und der Rolf Rüdiger hat gesagt: "Und mir taugen die Moderatoren nicht."

Robert: Und ich hab das natürlich drinnen gelassen, weil ich fand's lustig. Meine Chefin damals nicht. Die hat gesagt: "Okay, das war's jetzt. Pfiat di." Aber das Gute war, Ö3 hat mich rausgeschmissen und Konfetti TV hat mich aufgenommen.

Sandra: Lustig. Aber das ist witzig, da [00:22:20] würde ja heute niemand mehr- Nein. -äh, blinzeln, oder bei, bei so was.

Sandra: Muss man jetzt aber auch

Robert: anders sehen. Das war zu der Zeit, wo die Privatradios kamen und Ö3 war irrsinnig angespannt. Also ich glaub, das war einfach dem geschuldet und die Chefin gibt's auch nicht mehr, die mich damals, äh, da ein bissl abgesägt hat. Ehrlicherweise, ich nehm's ihr gar nicht übel. Ich hab einfach mehrere [00:22:40] Stationen, äh, durchlaufen dürfen und war eigentlich ganz froh, ähm, von Ö3, wo ich einer von dreißig, fünfzig Moderatoren war, zu Konfetti TV zu kommen, wo wir eine Handvoll Moderatoren waren.

Robert: Also es hat, es hat auch Spaß gemacht, zum Fernsehen zu wechseln.

Sandra: Mhm. Bevor ich dich weiter zu Frédéric befrage, ich hab [00:23:00] noch ganz, ähm, viele Fragen, die mir auf der Zunge brennen. Du machst ja mit deiner Firma nicht, also teilweise Events, äh, aber auch ganze Formate, die ihr im, im, im Kinderbereich macht für den ORF vor allem, oder?

Robert: Genau, für ORF Kids jetzt, ja.

Sandra: Wie entwickelt man Formate für Kinder? [00:23:20]

Robert: Ja, prinzipiell ist es immer, ähm, eine große Diskussion mit dem Auftraggeber. Das ist der Sender, das ist in dem Fall das ORF-Kinderprogramm. Äh, da gibt es Verantwortliche, die wünschen sich Themen. Also ich sage jetzt zum Beispiel eine Tiersendung oder- Lesen oder so.

Robert: Genau, oder eine Pflanzensendung oder eine Quizsendung. Du [00:23:40] kriegst also schon vorgelegt, was du sozusagen produzieren sollst und dann gehst du in einen kreativen, ähm, ähm, Kurs. Das heißt, du setzt dich mit deinem eigenen Team zusammen. Ich habe im Büro zehn Leute, mit denen ich mich sozusagen, äh, austausche.

Robert: Wir stecken die Köpfe zusammen und überlegen uns [00:24:00] schräge Geschichten. Und manche Dinge schlummern auch in mir und ich kämpfe so lange, bis es der ORF nimmt, wie zum Beispiel meine, meine neueste Sendung, die Gartenpiraten. Ich wollte unbedingt schon mal eine, eine Pflanzensendung für Kinder machen und da haben immer alle die Nase gerümpft und gesagt: „Ja, ist doch nicht wichtig."

Robert: Oder ist-- Also in jedem Fall war es [00:24:20] so, dass ich immer den Menschen erklärt habe, die Kinder kennen eigentlich alles. Sie kennen alle Tiere, sie kennen alle Marken, sie kennen eigentlich sehr viel. Aber wenn du jetzt mit ihnen in den Wald oder auf die Wiese gehst und sagst: „Was ist das?" Wissen sie es nicht.

Robert: Und auch die Erwachsenen nicht, ja. Und deshalb habe ich gesagt, ich würde gerne eine Pflanzensendung machen. [00:24:40] Oh, toll. Geredet mit. Ja. Und das war, hat wirklich, ich glaube fünfzehn Jahre gedauert- -bis ich, bis meine Chefin gesagt hat: „Na ja, und hättest du ein gutes Konzept?" Und dann habe ich gesagt: „Ja." Und zwar ich bin ja vegan seit vielen Jahren und ich hole mir eine fleischfressende Pflanze, [00:25:00] eine sprechende Puppe als fleischfressende Pflanze, die lila grasgrün, und mit der moderiere ich eine Pflanzensendung.

Robert: Und das fanden sie dann so lustig, dass sie gesagt hat: „Na, mach mal." Toll. Und dann geht die Arbeit aber erst los, weil du sitzt dann und dann legst du, was weiß ich, sie sagt dann: „Mach zehn Sendungen", ja. Dann nimmst du zehn Themen her. [00:25:20] Also was weiß ich jetzt, keine Ahnung. Tomaten, Erdbeeren. Was gefällt Kindern?

Robert: Was interessiert Kinder? Kräuter, Bäume hin und her. Und dann suchst du zu den Themen, äh, spannende Geschichten, weil du musst bei Kindern immer Geschichten erzählen. Mhm. Und, und dann recherchierst du und dann trägst du Sachen zusammen, [00:25:40] lädst du Gäste ein, suchst Drehorte. Ja, und dann geht die Arbeit erst richtig los, weil meistens will der ORF dann ein wirklich gut ausformuliertes Drehbuch und für zehn Minuten, das sind ja zehn bis zwanzig Seiten und das gibst du dann ab.

Robert: Dann schicken sie es dir zurück und bessern unheimlich viel aus und sagen: „Nein, das nicht und das schon." Und so geht das hin und [00:26:00] her, bis du endlich drehen kannst.

Musik: Mhm.

Robert: Und dann nehmen sie es auch noch ab. Dann musst du es manchmal auch noch umschneiden, umändern, dann gefällt etwas nicht oder es muss etwas deutlicher werden.

Robert: Also es ist, es ist wirklich, das glauben die meisten nicht. Es ist Arbeit. Mhm. Es steckt Arbeit dahinter.

Sandra: Ja, also, ähm, ich fühl das total. Ich [00:26:20] mache ja hauptberuflich Podcast und, und arbeite vor allem für Produktionsfirmen. Und für mich ist es immer so: Ich liebe den kreativen Prozess, ich liebe, mir das auszudenken oder an Ideen zu arbeiten oder im Sparring oder zu schreiben für irgendwas.

Sandra: Und eigentlich ist immer der Moment, wo man dann ins Studio geht oder aufnimmt, bin ich immer ein bisschen traurig, weil erst, also weil davor alles so, das ist so 'ne, so 'ne [00:26:40] Welt, viel Fantasie, da kann man sich so viel überlegen und so weiter. Und wenn das dann wirklich losgeht, ähm, dann ist irgendwie so ein Kapitel zu Ende.

Sandra: Stimmt. Das ist immer mein, mein Lieblingsteil fangt, ist eigentlich zu Ende, bevor es losgeht überhaupt. Stimmt.

Robert: Ja, ich kann das nachvollziehen. Und manchmal, wenn eine Produktion dann ganz fertig ist und man sagt: „Ja, man hat jetzt schon so und so viel [00:27:00] Folgen, das wird wahrscheinlich nicht mehr gedreht werden", dann fällst du ein bisschen auch in ein Loch.

Robert: Ja. Weil, weil's einfach schade ist und du denkst dir: „Oh, ist jetzt dein Baby", aber auf der anderen Seite kommt halt Neues.

Sandra: Mhm. Okay, du hast jetzt fünfzehn Jahre auf deine Pflanzensendung gewartet, sozusagen. Was hast du noch auf deiner Bucket List, was dich interessieren wird?

Robert: Ach, [00:27:20] da gibt's einiges. Wo soll ich anfangen?

Robert: Also allein in diesem Bereich, wo ich eh sehr intensiv unterwegs bin: Wir haben jetzt eine wöchentliche neue aktuelle Sendung, den Kids Club mit dem Fuchsi, eben einem Fuchs. Und da habe ich auch so was Süßes eingebaut, weil ich eben Tiere so mag. Der Fuchsi hat als Lieblingsspeise Palatschinken mit, mit [00:27:40] Waldbeeren und als Stofftier einen Hasen.

Robert: Was natürlich sehr lustig ist, wenn der Fuchs einen, auf einen Hasen aufpasst. Mhm. Also das ist auch wieder so eine kleine Geschichte von mir. Und jetzt bastle ich gerade an einer, an einer Lesesendung, an einer Büchersendung für Kinder. Die, die kommt aber erst. Also, was das betrifft, gibt's noch genug. Ich werd nicht [00:28:00] jede dieser Sendungen moderieren.

Robert: Also das mache ich ja eh schon jetzt, äh, viel seltener. Aber produzieren und gestalten macht Spaß. Aber wie gesagt, ich, mich, ich hab so viele Interessen. Ich bin ja eigentlich vom Salzkammergut, vom Attersee und da mache ich auch meinen Salzkammergut-Podcast. Mit dem habe ich auch noch viel [00:28:20] vor, gemeinsam mit meinem besten Kumpel, dem Peter.

Robert: Ähm, also ich hab so viel Pläne und Ideen noch. Ich glaube, langweilig wird mir nicht.

Sandra: Das glaube ich auch nicht. Ich hab das gelesen, dass du am Attersee groß geworden bist und war direkt neidisch. Ich stelle mir das wahnsinnig schön vor. Du hast erzählt, ihr hattet eine Katze für einen Tag und dann einen Wellensittich.

Robert: Genau, [00:28:40] das war aber in Wien. Okay. Da war ich, da war ich, äh, schon in Wien. Ich hab, äh, nur die ersten Jahre am Attersee verbracht nach meiner Geburt und dann ist meine Mutter mit uns nach Wien gezogen. Die Tiere hatte ich schon in Wien. Am Attersee kann ich mich gut erinnern und ich war auch dann später immer wieder auf Urlaub am Bauernhof und war bei, bei [00:29:00] Geburt von Kälbern dabei.

Robert: Und auch am Bauernhof habe ich gelernt, wie man Hühner hypnotisiert und all diese Dinge. Also Tiere haben mich immer schon fasziniert. Wie

Sandra: hypnotisiert man Hühner?

Robert: Äh, ich glaub, man, man dreht sie um. Ah ja. Und dann streicht man sozusagen vom Kopf bis über die Brust und dann sind sie ganz [00:29:20] ruhig und liegen da und sind hypnotisiert.

Robert: Und erst wenn man klatscht, springen sie wieder auf und wachen wieder auf.

Sandra: Das ist sehr interessant. Jetzt bitte nicht zu Hause nachmachen.

Robert: Wer hat Hühner zu Hause?

Sandra: Ich glaube, das ist jetzt so ein Hipster-Ding. Mein, mein Freund sagt mir das einmal in der Woche, dass er gern Hühner hätte und wir wohnen natürlich, wir haben nicht mal eine Außenfläche.

Sandra: Also keine Ahnung, wie er sich [00:29:40] das vorstellt.

Robert: Aber ich kann's nachvollziehen. Ich find Hühner auch super. Ich würde auch gern Hühner haben, aber ich wüsste nicht, was ich mit den Eiern mache, weil ich ess ja keine.

Sandra: Stimmt, ja. Bei dir, ich mein, die sind aber, es gibt ja welche, die auch total hübsch zum Anschauen sind, ähm, und die auch ganz- Seidenhühner.

Sandra: Genau, so ganz- Entzückend,

Musik: ja.

Sandra: Frederikes, während wir hier sprechen, ganz [00:30:00] tonlos auf so einen Kratzbaum gehüpft. Ich hab das gar nicht mitbekommen. Eine sehr elegante Katze auf jeden Fall.

Robert: Ja, das liebt er. Das ist sein Lieblingsteil. Da sieht er dann raus auf die Stadt.

Sandra: Robert, du hast vorher erzählt, du hattest schon mal eine norwegische Waldkatze, die achtzehn Jahre wurde oder du achtzehn Jahre hattest.

Sandra: Das [00:30:20] weiß ich grad nicht. Sie wurde achtzehn. Oder beides. Okay, mhm. Wie ist das, mit einem Tier so lange durchs Leben zu gehen?

Robert: Ja, also um ganz ehrlich zu sein, das Tier kennt man dann schon sehr gut und, aber auch umgekehrt. Also das ist wirklich eine, eine, eine unglaubliche Beziehung. Umso schwerer ist es dann, [00:30:40] wenn man mitkriegt, dass das zu Ende geht.

Robert: Ich hatte- Ähm, ich hatte nie, nie wirklich grobe Probleme mit dem Tiger, auch mit dem Frederik nicht. Also die Geschichten, die ich gehört habe, ja, der kratzt dir alles kaputt oder so, das gibt's Gott sei Dank bei den Norwegern kaum. Also die sind da sehr friedlich und zerbeißen auch nix und so. [00:31:00] Und es ist einfach, du lernst die Katze von Jahr zu Jahr zu Jahr besser kennen und er dich.

Robert: Mhm. Und es ist, es ist, also ich, ich kann mir das ohne Tier eigentlich nicht vorstellen. Ich find's fast langweilig. Mhm. Da geht einem irgendwie was ab.

Sandra: Mhm. Ja, ich versteh das und ich versteh aber [00:31:20] auch, dass du erst mal überlegt hast nach dem Verlust- Ja. -von deiner Katze, ob sich das überhaupt wieder ausgehen kann.

Sandra: Also meine, die Jasmin Eder, Moderatorin bei Krone Hit, die, äh, vor zwei Wochen hier zu Gast war, äh, hat mir erzählt, sie weiß zum Beispiel nicht, die hat sich mit neunzehn Katzen geholt und, äh, hat die jetzt immer noch, also die sind auch schon sehr, sehr [00:31:40] lang bei ihr- Mhm. -ob sich das danach für sie überhaupt noch ausgeht- Mhm.

Sandra: -ähm, Tiere zu haben, weil das so ihre Seelen, Seelentiere sind. Ja, das stimmt. Ähm, genau, aber ich, äh, glaub auch, dass wenn man das so gewohnt ist, diese Sehnsucht dann so groß ist. Wie kannst du uns in diesem Prozess noch so 'n bisschen mitnehmen, wie das damals bei dir war?

Robert: [00:32:00] Ähm, meinst du die Verabschiedung oder den neuen Chat?

Sandra: Ja, vielleicht so diese Übergangsphase.

Robert: Also die Verabschiedung war wirklich ganz, ganz schwer, wobei ich glaube, dass mir der Tiger das leichter machen wollte, weil ich hab einfach schon gemerkt, der hat gesundliche, äh, gesundheitliche Probleme gehabt. Er hat dann nur noch getrunken, nix mehr gefressen- Mhm.

Robert: -und hat [00:32:20] sich ein bissl schwergetan und ist dann wirklich nur noch auf, auf, auf seinem Lieblingsplatz auf einer Stelle gesessen und ich war sehr viel bei ihm und hab, ähm, hab dann drehen müssen im Stift Klosterneuburg und hab dann einen von den Priestern dort gefragt, wie man denn entscheiden soll, [00:32:40] ein Tier gehen zu lassen.

Robert: Und ich k-- bin wirklich froh, dass ich damals in Klosterneuburg war, weil der hat mir das ein bissl abgenommen, weil ich hätt das, glaub ich, nicht entscheiden können. Ich war so im Wirbel, soll ich ihn jetzt leiden lassen? Und ich hab halt gesehen, dass er leidet körperlich. Oder [00:33:00] soll ich ihn erlösen durch diese Spritze, die so furchtbar ist?

Robert: Und das war ein spannender Moment. Der Priester hat zu mir gesagt: „Eigentlich tust du ihm mehr weh, wenn du ihn leiden lässt. Mhm. Denk dran, das ist eher so was, du kannst nicht Abschied nehmen, wo er vielleicht schon merkt, dass es vorbei ist. [00:33:20] Mhm. Und, und das war dann der Moment, wo ich zum Tierarzt gegangen bin und hab mir das also ärztlich auch bestätigen lassen.

Robert: Und der Tierarzt hat gesagt, pa, Nierenversagen, das ist echt ein, ein, ein, ein Riesenproblem und er würde wirklich sofortiges Einschläfern empfehlen und der hat das dann sehr liebevoll gemacht. Mhm. Und dann so einen, so einen [00:33:40] Trauerraum gekriegt und, und er hat dann zuerst gibt's ja diese Narkosespritze, wo, wo, wo der Kater dann einschläft und dann kommt erst, ähm, die, die erlösende Spritze.

Robert: War trotzdem hart. Wirklich eine, eine, eine, eine fürchterliche Zeit. Und dann ist einmal so ein Loch, da fällst mal in ein Loch und denkst dann: Na bitte, das war [00:34:00] jetzt ... Und dann kommst du nach Hause und er geht dir halt ab, ja, wo, wo, wo all seine Sachen herumliegen und so. Und dann war ich aber sehr gut begleitet von meiner entzückenden Nachbarin, die immer für uns da ist, die auch immer auf, auf, auf meine Katzen aufpasst und sich-- Die hat also wirklich schon sehr viel erlebt in, [00:34:20] in Katzensachen.

Robert: Ich glaub, die hat sieben oder acht Katzen schon in ihrem Leben gehabt. Die ist immer meine Ratgeberin. Und die hat dann gesagt: „Komm, Robert, jetzt machen wir das so, jetzt gehen wir zur, zum Tierkrematorium." Dann durfte ich das kennenlernen da in, in Wien und das ist ja wirklich auch eine ganz, eine ganz, ein liebes Team.

Sandra: Sehr toll, ja. Im Podcast haben wir schon mal drüber [00:34:40] gesprochen. Die sind porträtiert worden, gerade in einem Buch, um das es hier ging, gemeinsam auch mit dem Tierfriedhof hier in Wien. Ja, kann

Robert: ich nur empfehlen. Also ist wirklich toll. Und, und dort bin ich dann hin, hab also vom Tierarzt dann, ähm, den Tiger abgeholt und das war unglaublich.

Robert: Der, der hat überhaupt nicht leidend ausgeschaut, weil das Fell und alles bleibt ja so schön. [00:35:00] Und, und dann bringst du das ins Krematorium und, und kannst auch bei der, beim Kremieren zuschauen und dann bekommst, suchst du dir so eine Urne aus und ich wollt sie einfach auch da haben. Das habe ich meiner Nachbarin, muss ich jetzt ehrlich sagen, nachgemacht, weil die hat schon einige Urn, Katzenurnen bei sich stehen und ich, ich fand das irgendwie ganz nett, dass er weiterhin da ist.[00:35:20]

Robert: Ja, und dann dauert's eine Zeit lang. Dann hab ich's schon mal genossen, sage ich jetzt ganz frech und ehrlich, nach Monaten oder so, dass ich auch wieder reisen konnte. Ja, das glaube ich. Und diese Sachen, weißt eh, das ist halt immer das, der Nachteil bei den Katzengeschichten. Das habe ich dann auch brav und intensiv gemacht und, und dann kennst du [00:35:40] eh schon die andere Geschichte.

Robert: Irgendwann hat's mich nach zwei Jahren immer gedacht: „Nein, ich kann das nicht." Es war auch wieder ein bisschen egoistisch. Ich hatte Geburtstag, hab ich gesagt: „Was wünsche ich mir?" Und dann hab ich wieder an eine Katze gedacht.

Sandra: Ja, aber ich verstehe es so gut. Ja. Hattest du oder hast du immer noch das Gefühl, dass man so Tiertrauer klären muss im Umfeld?

Sandra: Oder [00:36:00] ist das bei dir anerkannt in deinem Freundes- und Familienkreis?

Robert: Nein, es ist, ich glaube, es ist anerkannt, weil die Menschen sehen, wie eng du bist und es freut sich eigentlich jeder. Also jetzt auch, wenn, wenn ich Besuch bekomme, sind alle immer begeistert vom Frederik und, und es ist ein bisschen wie ein Familienmitglied.[00:36:20]

Robert: Ich glaub, da hat, da haben die Menschen schon Verständnis. Ähm, ich glaub, Menschen, die kein Haustier haben, die wundern sich vielleicht ein bisschen, ja. Aber alle, die ein Haustier haben, hast du auf deiner Seite.

Sandra: Ja. Du hast vorher erzählt, es ist lustiger. Wenn man eine Katze zu Hause hat. [00:36:40] Was, worüber hast du das letzt zuletzt gelacht, äh, mit Frederik?

Robert: Ja, also da gibt's ja unglaublich viele Geschichten. Was weiß ich. Du, du, du machst dein Abendessen und die Menschen setzen sich da auf den Tisch. Und wer setzt sich mitten auf den Tisch? Die Katze. Ich meine, das ist ja so was von lustig. Gehört sich [00:37:00] überhaupt nicht. Zeigt, dass er wirklich nicht gut erzogen ist.

Robert: Aber das macht er dann halt extra. Oder ich weiß nicht. Keine Ahnung. Also du darfst auch nicht aufs Klo gehen und die Klotür offen lassen, weil da setzt er sich gegenüber und schaut dir zu. Das ist wirklich, sind so die, die Klassiker eigentlich. Ja. Und, äh, und auch manchmal mitten in der Nacht hörst du plötzlich die Katze [00:37:20] spielen mit irgendeinem Spielzeug und denkst, das kann jetzt nicht wahr sein.

Robert: Äh, ja, also das macht einfach das Leben ein bisschen lustiger.

Sandra: Mhm. Also ich hab erst, bevor ich hergekommen bin, zu dir lachen müssen, weil fünf Minuten bevor ich los musste, hat eine meiner Katzen, äh, auf den Teppich gekotzt und ich da hab mir nur so gedacht: "Natürlich, natürlich jetzt." Ich war eh [00:37:40] schon so angezogen, bin in der Tür gestanden und hab mir gedacht, ich kann dann, man kann dann, man flucht vielleicht kurz, aber ich muss dann immer so lachen, weil ich mir immer denk, ihr habt's einfach.

Sandra: Katzen haben so ein Timing, also so ein, ein Comedy Timing, das nicht viele andere Tiere haben, find ich.

Robert: Absolut. Da gibt's auch Bücher drüber, oder? Das ist doch großartig. Ja, stimmt. Siehst du, [00:38:00] das hat der Frederik kaum. Diese Katzenhaare auskotzen, das macht er witzigerweise kaum.

Sandra: Das ist, das ehrt dich sehr, Frederik.

Sandra: Das ist sehr angenehm, glaub ich, für alle Beteiligten. Ah, wie schön. Ich hab noch Robert ein paar schnelle Fragen zum Abschluss. [00:38:20] Hast du eine Lieblingskatze aus der Popkultur?

Robert: Na ja, Popkultur. Also es gibt ja einige, wenn man sich so anschaut. Taylor Swift mit ihrer Katze, das ist ja schon großartig. Äh, aber fast eher, ist jetzt nicht Popkultur, sondern eher Mode.

Robert: Äh, die Katze, die von Karl [00:38:40] Lagerfeld alles geerbt hat, find ich großartig.

Sandra: Ja, die ist hier auch sehr oft Thema in diesem Podcast. Die ist irgendwie so unsere, unsere, unsere, unser Vorstandsmitglied. Äh, die kommt immer vor.

Robert: Aber auch Ed Sheeran hat zum Beispiel Katzen und liebt sie. Also das, da gibt's ja einige.

Sandra: Ja. Bist du mit so Garfield oder so, [00:39:00] macht der was mit dir als Figur?

Robert: Garfield hab ich geliebt, weil er einfach so contra ist, weil er so der Faule ist und, und Lasagne und, und viel futtern und so. Das ist ein bisschen so der Rolf Rüdiger. Ähm, na, tatsächlich bin ich da mehr A-Hörnchen B-Hörnchen gewesen.

Robert: Die hab ich geliebt als Kind. Also ich habe immer am [00:39:20] Donnerstag das Heftel gekriegt und da habe ich sofort immer A Hörnchen, B Hörnchen gelesen. Ähm, das Extraduck war das, glaube ich. Das kommt immer Donnerstuck raus, wenn ich mich nicht täusche. Ähm, Tom und Jerry voll. Also da finde ich sie eigentlich schade, weil da ist ja ein bisschen der Jerry der [00:39:40] Klügere

Sandra: und

Robert: der Tom der Doofe.

Robert: Aber ich habe sie geliebt. Katze und Maus. Machte

Sandra: ich auch gern, ja. Kannst du mit dem Satz im nächsten Leben werde ich Kater was anfangen? Das sage

Robert: ich ständig. Ich sage ständig, aber ich sage auch ständig dazu, aber bitte bei mir. Weil du weißt ja auch, du weißt, es gibt sehr viele arme Katzen. [00:40:00] Also wir dürfen das ja nicht außer Acht lassen.

Robert: Wir sind ja sehr privilegiert hier, äh, wie es dem Frederik geht. Ähm, auch wenn er jetzt sozusagen alleine mit einem Menschen lebt, aber ich glaube, dass, äh, damit hat er sich gut abgefunden und gut arrangiert. Äh, viel Platz und, äh, wir, wir pendeln ja recht oft auch am Mattersee, da hat er ja noch mehr Platz und [00:40:20] so.

Sandra: Ah ja, da reist ihr dann zusammen rum. Ja, wir reisen zusammen. Toll. Immer, ja.

Robert: Er kommt immer mit und ich feier meistens eh für mehrere Tage oder eine Woche oder so und, und das Haus gefällt ihm extrem gut.

Sandra: Ah ja, ich muss, ich muss jetzt fragen, wie das für den ist. Ähm, checkt er das, dass der zwei Wohnsitze hat?

Sandra: Ja. Und, und okay. Ja, ich hab

Robert: das [00:40:40] nämlich clevererweise, weil ich das eben vom Tiger, ich hab das beim Tiger viel zu spät gemacht und dann hab ich mir gedacht, siehst du, beim Frederik, diese Dinge, ein paar Dinge bringe ich ihm vom Anfang an bei, weil du machst die ersten Fehler nur bei der ersten Katze. Zum Beispiel in die, in, in, ins Maul schauen, die Zähne anschauen.

Robert: Das habe ich bei ihm, seitdem er klein ist, [00:41:00] immer wieder gemacht beim Frederik, weil ich wusste, das ist furchtbar, wenn du beim Zahnarzt die Zähne herzeigen musst und die Katze will das nicht. Und bei ihm geht das ohne Probleme, weil er ist das von mir so gewohnt. Ich schaue einmal am Tag schaue ich in die Zähne und genauso ist es mit dem Autofahren.

Robert: Ich habe ihn in so einem Transport, äh, Rucksack, ist ja [00:41:20] urpeinlich, als kleinen Kater in so einem Instagrammer-Rucksack mit-- Ich habe so was auch. Ja, hast du auch? Habe ich ihn abgeholt, damit er möglichst viel sieht.

Musik: Toll, ja.

Robert: Und, und, äh, und habe ihn sozusagen nach Hause transportiert und jetzt ist er ja schon viel zu groß.

Robert: Jetzt hat er so eine riesen Tasche und in der sitzt er dann. Und dann fährt er mit [00:41:40] und, äh, der hat das voll drauf. Der weiß genau, wenn ich ins Auto steige, in dieser Tasche schläft er meistens die ganze Autofahrt. Und witzigerweise bei der Abfahrt von Schörfling am Attersee wird er komplett wach und weiß, jetzt sind wir gleich da.

Robert: Und dann kennt er genau die zwei Kurven noch und wir sind im Haus.

Sandra: Mhm. Und hat er dann [00:42:00] dort auch Auslauf? Also, ähm, so, ich würd sa-- Also, was ich fragen will ist, hat er dann so unterschiedliche Lebensbereiche, jetzt Stadtkatze, Landkatze? Nein, nein,

Robert: das darf ich, glaub ich, nicht machen. Also er ist, er ist in jedem Fall immer Innenkatze, weil er ist hier in der Wohnung.

Robert: Ich hab zwei Stockwerke, ich hab zwei Terrassen, die kann er benützen. Im Haus hat er drei [00:42:20] Stockwerke. Aber ich, wenn er in den Garten geht, dann mit mir. Also er ist nicht so ein Freigänger, weil dort ganz viele Katzenfreigänger unterwegs sind. Also das wäre, glaub ich, viel zu verlockend für ihn.

Sandra: Mhm. Versteh ich.

Sandra: Ja, und bestimmt auch, ähm, andere Tiere, wo's nachts ein bissl gefährlich wird, äh, für Freilaufer, [00:42:40] Freiläuferkatzen. Ich hab das ja auch schon so oft erzählt, aber das ist wirklich so ein Trauma, glaub ich, meiner Kindheit, dass so alle Katzen bei uns gestorben sind am Land. Echt? Also entweder eben so zamgeführt worden, was ja eh, ähm, ja, Autos einfach viel zu schnell unterwegs sind überall.

Sandra: Oder eben von Mardern, äh, Kämpfe [00:43:00] mit Mardern nicht überlebt oder Katzengift ge-- oder Rattengift gestreut, was die gefressen haben. Also ich m-muss sagen, ich verstehe jeden Katzenbesitzer, auch wenn die Möglichkeit sozusagen da ist, das Tier irgendwie rauszulassen, dass man dann sich doch dafür entscheidet, dass man sagt, na, aus diesen und jenen Gründen.

Robert: Ich glaub, würd ich nur in Oberösterreich leben, würd ich ihn auch [00:43:20] rauslassen, aber dadurch, dass ich ihn ja doch sehr oft hier nach Wien mitnehme und er ja dann nicht raus kann, fang, fang ich das gar nicht an. Aber du, du hast recht, das Leben ist lebensgefährlich. Es ist unglaublich, auch für Katzen.

Sandra: Mhm.

Sandra: Und als letzte Frage: Du hast einen Kater, der Frederik heißt. Damit hast du bewiesen, dass du [00:43:40] tolle Katzennamen parat hast. Hast du einen Namen, den du gerne vergeben wollen würdest? Am Ende dieses Podcasts gibt's nämlich immer eine Katzennamentauschbörse.

Musik: Mhm.

Sandra: Und ich frag immer nach Katzennamen und wenn j-jetzt jemand zuhört, der sagt, er hat grad eine Katze und sucht einen Namen, dann, äh, gibst du jetzt vielleicht die, die erleuchtende, [00:44:00] äh, Antwort.

Robert: Na ja, prinzipiell, glaub ich, kommt's immer drauf an, was hast du für eine Katze? Bei mir war's eben der Frederik, weil er ein norwegischer Waldkater ist. Und ich wollte unbedingt irgend so einen nordischen Namen von einem Prinzen oder so was, weil ich- Ich

Sandra: wollt grad fragen, bist du dann so eine Dynastie durchgegangen?

Robert: Genau. Und dann fand ich den Frederik [00:44:20] am besten. Muss ich auch wieder sagen, hab ich mit meiner besten Freundin, äh, damals, äh, drüber geschwätzt und sind wir drauf gekommen. Ähm, ich sag jetzt ganz, ganz lustige Sachen. Ich hab mir auch schon mal überlegt, weil er hat ja sehr viel Fell, also der ist ja sehr buschig, ja.

Robert: Und ich hab mir wirklich ernsthaft schon mal überlegt, ich nenn ihn Swiffer und ruf ihn dann nur [00:44:40] Swiffer.

Sandra: Sehr

Robert: toll. Und dann fetzt er mit seinem Fell durch die Wohnung. Also, oder, oder so was wie Elvis. Find ich auch voll lustig, wenn du deinen Kat-Kater Elvis nennst oder so. Äh, also ich glaub, bei Katzennamen darf man ruhig kreativ werden.

Sandra: Weiß der Frederik, dass er Frederik heißt? Ja. Okay.

Robert: Ja, [00:45:00] ich glaub schon. Also er hört auch auf den Namen. Er antwortet auch manchmal. "Frederik."

Sandra: Träumeland, glaub ich. Ja, voll. Das glaub ich auch. "

Robert: Frederik, schläfst du? Hey." Keine Antwort. Er schläft wirklich.

Sandra: Aber das ist doch, ähm, eine gute, ähm, ein guter Moment, um unseren [00:45:20] Podcast abzuschließen.

Sandra: Stimmt. Frederik darf schlafen. Wir gehen jetzt auch schlafen. Wir gehen jetzt auch schlafen. Danke, Robert. Das hat wirklich sehr, sehr viel Spaß gemacht, mit dir über Frederik und übers Leben zu quatschen. Danke dir. Und vielleicht bis ganz bald.

Robert: Ja, hoffentlich. Danke. Mach's gut. Hoppa.

Sandra: [00:45:40] Das war Cat People, der Podcast mit Miau-Faktor. Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann teilt sie direkt mit euren katzenbegeisterten Freunden und bewertet sie in eurer Podcast-App. Alle Infos zu dieser Folge findet ihr in den Show Notes. Wenn ihr Cat People unterstützen wollt, dann könnt ihr das auf Patreon.[00:46:00]

Sandra: Katzenfotos oder Gästevorschläge könnt ihr mir gerne zukommen lassen unter hallo@catpeople-podcast.com oder auf Instagram unter Cat People Podcast.