Cat People – Der Podcast mit Miau-Faktor

Janina Lebiszczak („Miezen im Mezzanin“) und Flauschi

Episode Notes

In dieser Folge von „Cat People“ ist die Reisejournalistin und Autorin (“Miezen im Mezzanin”) Janina Lebiszczak zu Gast. Wir treffen uns bei ihr Zuhause: bei Kaffee und Frühlingssonne – während Katze Flauschi am liebsten exakt in Streichelreichweite, aber bloß nicht auf dem Schoß, residiert. Janina erzählt von ihren früheren Katzen (Wagner, Franzi, Dusty) und von ihrem Buch „Miezen im Mezzanin“ (März 2026): 23 Katzen aus 23 Wiener Gemeindebezirken, nach dem „Bodega Cats“-Prinzip – also dort, wo man ihnen wirklich begegnen kann, von Friseur und Gasthaus über Schwimmbad, Kirche, Zoo und Gemeindebau bis zu Hospizen, Tierkrematorium, Tierfriedhof und Streunerkatzenprojekt.

Zwischen Schmäh, Stadtliebe und Katzenphilosophie geht’s auch um Abschied und Therapiekatzen. Außerdem verrät sie, welche Katze aus der Popkultur sie am meisten inspiriert und am Schluss gibt es in der Katzennamen-Börse wie immer einen tollen Katzennamen zu verschenken.

✨Cat People ist ein Podcast von Sandra Herbsthofer und Teil des Podcast-Netzwerks Missing Link. Idee, Recherche & Moderation: Sandra Herbsthofer. Verpackung: Alexander Weller. Grafikdesign: Paul Jochum.

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Tipps von Janina:
🎬 Constantine (2005)
🎬 Kedi – Von Katzen und Menschen (2016)

🎧Kapitelmarken:
[00:00] Intro
[00:08] Jingle & Begrüßung
[00:17] Vorstellung Janina Lebiszczak
[01:09] Interview beginnt – Flauschi & die Katzen
[02:47] Das Buch "Miezen im Mezzanin"
[03:50] Janinas Katzenleben – Wagner, Franzi, Dusty
[07:45] Die 23 Katzen aus 23 Bezirken
[17:38] Wie entstand das Buchprojekt?
[33:02] Hinweis: Podcast-Ton & Kinderhospiz Lichtblickhof
[34:06] Katzen & Menschlichkeit
[41:51] Über den Tod sprechen – Krematorium & Hospiz
[57:12] Katzennamen-Börse & Verabschiedung

Episode Transcription

Willkommen zu einer neuen Folge von Cat People, dem Podcast mit Menschen, die ihr kennen könntet und ihren Katzen. In dieser Folge zu Gast ist Janina Lebischak. Sie ist seit vielen Jahren Journalistin und vor allem im Bereich Reisejournalismus tätig Diese Frau liebt Katzen. Im März 2026 ist ihr Buch Miezen im Mezzanin erschienen.

In dem hat sie 23 Katzen aus 23 Wiener Gemeindebezirken porträtiert. Und zwar nach dem Prinzip der Bodega Cats, das sie auch in dieser Folge erklärt. Wir haben sehr ausführlich über das Buch geplaudert und sind dabei auch bei sehr tiefen Themen wie den Tod von geliebten Haustieren gelandet. Dranbleiben lohnt sich also, auch wenn die Folge zugegeben etwas länger ausfällt als normal. Jetzt habe ich genug gequatscht. Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören und es geht los.

Sandra: Es ist ein herrlicher Frühlingstag. Wir sitzen hier bei einer Tasse Kaffee Es ist strahlender Sonnenschein und meine heutige Gästin hat quasi schon ihre Katze am Schoß. Hi Janina.

Janina: Hallo, also ich habe sie nicht ganz am Schoß, aber fast jetzt.

Sie ist keine Schoßsitzerin übrigens, aber das liegt daran, sie möchte vor allem hier hinten Man sieht das jetzt natürlich nicht und beim Popo hier so aufgekaut werden. Und das geht am besten wenn sie so eine Armlänge von mir entfernt am Sofa sitzt. Die

Sandra: Katze, über die wir gerade sprechen, ist deine Katze Flauschi

Janina: Ja, das ist korrekt.

Sandra: Eine Langhaarkatze?

Janina: Eine Langhaarkatze auch. Wie viele Katzen trägt sie viele Namen. Aber Frau Flauschi oder Flauschi ist es eigentlich. Der Name ist komisch Nicht von mir der ist von meinem Freund und der ist quasi der Großvater der Flauschi, weil er [00:02:00] Die Resi, ihre Mutter, nicht auf die Welt, aber zu sich geholt hat.

Flauschi war die einzige Langhaarkatze in ihrem Wurf. Da gibt es auch ein ganz entzückendes Foto, falls man das später einblenden möchte.

Sandra: Das wird verlinkt auf jeden Fall.

Janina: Und dann, wie gesagt, Freunde und ich in verschiedene Himmelsrichtungen und so quasi Scheidungskindermäßig Und es sind zwei Katzen zu ihm und die Flausche zu mir, weil ich meinte, sie ist eine Lady und sie möchte vielleicht mit mir nach Hitzing.

Und hier sind wir nun seit vielen, vielen Jahren zusammen. Die Genossen sind leider schon im Katzenhimmel aber die hatten auch ein sehr, sehr wunderschönes Leben. Soviel zur Flasche. Wir

Sandra: sprechen gleich nochmal ausführlicher über Sie. Warum wir uns heute eigentlich treffen, ist ein sensationelles Buch, das du geschrieben hast und das mittlerweile erschienen ist, wenn dieser Podcast rauskommt, nämlich »Miezen im Mezzanin«.

Du präsentierst darin 23 Katzen aus 23 [00:03:00] Wiener Gemeindebezirken und erzählst so ganz nebenbei Geschichten, die teils berührend informativ und komisch sind, die mit Wien zu tun haben, in Wien spielen. Ich habe ein bisschen reinlesen dürfen. Für mich ist es so… Der beste Stadtführer, den ich glaube ich, jemals hatte.

Janina: Ja, danke schön. Danke, danke, danke, danke. Soll ich das aufnehmen oder kommt noch eine Frage? Ich würde diesen Faden liebend gern aufnehmen, weil lobend.

Sandra: Lass uns gleich darauf zurückkommen

Janina: Ich

Sandra: muss dich direkt gleich am Anfang fragen, weil das das Erste ist, quasi wenn man das Buch aufschlägt findet man eine wirklich, Sehr, sehr warme Widmung drinnen.

Und da schreibst du, dieses Buch ist für Wagner, Dusty Franzi, Flash und natürlich für Flauschi. Und Flauschi haben wir schon mal kennengelernt. Und wer sind die anderen Katzen?

Janina: Ich gebe es express, weil natürlich jeder, der Katzen liebt, verliert sich in Geschichten über seine Katzen und könnte dann, weiß ich, drei Stunden mit Dünnur über das Thema [00:04:00] plaudern.

Also, ich bin eine Späteinsteigerin was Katzen betrifft Ich war immer der klassische Hundemensch, aber Die Hunde waren immer bei meinen Eltern und aus beruflichen Gründen, das geht nicht, das Vieh will raus, hätte ich ihm nicht bieten können. Und dann kam über Umwege zu mir und meinem damaligen Mann der Wagner.

Der Wagner hat so… Das

Sandra: bringt sensationelle

Janina: Es klingt nicht intellektuell und alle meine Freunde aus der Klassikbranche finden mich urcool, hat aber gar nichts mit Wagner, also Richard Wagner zu tun. Diese Bedeutung kam mir später dazu, als ich Richard Wagner lieben lernte. Der Wagner wurde nach Robert Wagner aus hart, aber herzlich benannt weil das lief da im Fernsehen.

Und wir fanden den Robert Wagner wahnsinnig cool. Und Wagner, und er wurde auch Wagner oder Wagni oder auch Wagner gerufen. Das war ein Findelkind aus einem Mistkübel, der einzig überlebende eines achtlos weggeworfenen Kittenbündels. [00:05:00] Dementsprechend geschissenes Immunsystem hat er gehabt und auch immer wieder.

Die ersten Sachen, obwohl er sonst riesig und robust war. Und hat dann Krebs bekommen im Gesicht, so einen Tumor Der Tierarzt hat mir gesagt, das ist ja schnell wachsend. Er hat noch zwei Wochen, warum ich lache, ist, weil ich natürlich in meiner unglaublichen Trauer dem Wagner dann nur noch sein Lieblingsfoto serviert habe, nämlich frisches Hühnerfleisch Und der hat halt keine Schmerzen gehabt, weil er ein gutes Schmerzmittel bekommen.

Und der hat halt geschmatzt und geschmatzt und geschmatzt Und der hat immer gelebt und gelebt und gelebt Und ist immer dicker geworden. Und ich habe dann schon vom feinsten Bio-Handel schon auf die Eskalation Clever, dass Huhnqual, Huhn zurückgreifen müssen, weil ich schon pleite war bei jedem Tag.

Kannst nicht aufhören damit? Kannst nicht auf einmal dem Todkranken wieder Wiesglas hinstellen? Also er lebte dann ein Dreivierteljahr noch und [00:06:00] kurz nach Halloween habe ich ihn einschläfern lassen, hier auf dem Tisch. An dem wir hier sitzen. Und da kam der Tierarzt nach Hause, weil es natürlich netter ist.

Dann dem Wagner damals, aber man sagte immer, eine Katze ist keine und er braucht einen Spielkameraden und so kam dann die Franzi daher. Franzi war ein charmantes, zierliches Tigerweiß-Mädchen mit einem

Sandra: unglaublichen Freiheitsdrang,

Janina: was diese Kurz mir Nerven gekostet hat, meiner Wagner natürlich auch, aber die Franzi die war einfach ein Rolling Stone, die hat nur ich schon mit schwachen Nieren auf die Welt gekommen und hat dann auch irgendwann das Zeitliche gesegnet.

Der Dusty war meine allererste Katze und es war ein Wahnsinn, dass ich eigentlich nicht schwer traumatisiert bin. Den haben sie mir angefüttert das habe ich noch woanders gewohnt. Ich habe in der Nähe des Friedhofs Südwest gewohnt und da ist ein Gang älterer Damen, die [00:07:00] eh lieb die Freigänger dort füttern.

Und du weißt, eine Freigängerkatze kann einfach irgendwann auch sagen, okay, mir taugt es hier besser.

Sandra: Vor

Janina: allem, wenn du gutes Futter hast und sie sich dort wohler fühlt Weil bei mir waren zu dem Zeitpunkt sehr, sehr viele Katzen und der Dusty war eigentlich so ein bisschen überfordert Naja gut, das war der Dusty.

Und dann ist natürlich hier noch die Flauschi. Last Girl Standing. Noch auf viele weitere Jahre, mit der sie mich mit Tatzenkraft in der Früh erweckt. Ja, genau, so steht

Sandra: es

Janina: in der Widmung Wie

Sandra: schön. Jetzt können wir super gerne wieder zurückkommen auf den Buchinhalt Ich wollte es nur direkt aufgreifen, weil ich das so toll fand.

Janina: Natürlich möchtest du wissen, wer die Katzen hinter der Frau sind.

Sandra: In deinem Buch lernt man aber zwar nicht diese Katzen kennen, über die wir jetzt gerade gesprochen haben, aber 23 andere Katzen, wo es zugegeben, hatte eine vollkommen falsche Erwartung von diesem Buch,

Janina: bevor

Sandra: ich es angeklickt habe. war deine Erwartung?

Naja, ich dachte, du bist in [00:08:00] Privatwohnungen gegangen.

Janina: Wie soll ich da Katzen machen? Die schönste, die doofste die schierste? Ich muss ja eine Klammer setzen. Ich muss aber auch sagen, bei den Casting-Aufrufen ich habe das immer ganz, ganz klar reingeschrieben, es geht um das Prinzip Bodega Cats, also das heißt öffentliche Katzen oder zumindest halbwegs öffentliche Katzen, aber ganz viele Privatleute haben sich natürlich gemeldet und

Sandra: Sicher jeder will ja seine Katze

Janina: herzeigen.

Und von so klassisch traditionellen Sehenswürdigkeiten und Gegenden die halt wirklich passpotato für Wien stehen. Genauso wie in halt migrationsstarken Bezirken wie in Meidling, wo der Bulut, der Installateurskatze, seine Gasserfeste im Griff hat. Bis hin zu [00:09:00] kleinen Geschäften, Friseuren, Schwimmbädern, Künstlerateliers Ich habe eine Kirche dabei, ich habe sogar zwei Hospize dabei, eines.

Ein Kinderhospiz der Lichtblickhof im 14., wo die haben eigentlich immer so eher Pferde und Hunde und alles andere gesetzt, aber haben jetzt große Erfolge mit den Therapiekatzen. Und auch das am Rennweg wo die Katzen natürlich für die bedagten Patienten auch da sind, aber eher für die Seelensorge der Pflegenden.

Genau,

Janina: die Care-Byte für die Care-Arbeiter quasi. Ich habe dann auch ein paar Ausnahmen gemacht, weil ich glaube, in die In die Küche meiner veganen Köchin aus der Brigittenau kommst du nur gegen Voranmeldung, aber mich hat es einfach fasziniert wie ist das so mit einer Veganerin und den Katzen.

Sandra: Also

Janina: eine lustige lehrreiche Geschichte.

Und dann haben wir auch natürlich den Aspekt dabei des Abschieds mit den Krematorien, wo ich mit der Leiterin des Tierkrematoriums ein Interview gemacht habe, die ihre [00:10:00] Katzen dort auch selber kremiert hat. Und da waren wir dann auch am Wiener Tierfriedhof, das war sehr rührend. Und ich mache nur so einen Bogen, jetzt komme ich eh schon zum letzten Punkt.

Und dann haben wir neben dem titelgebenden Mitzin im Mitzanin ist der Charlie aus der Josefstadt. Natürlich die Gasthauskatze Luke, das ist die Coverkatze also der Rote. Aber wir haben auch das Tierschutzhaus mit einem... Streunerkatzenprojekt und der Katzendetektivin Gerda Schleiß, die einen wahnsinnig wichtigen Job macht, nämlich die Streuner einfangen, inkastrieren lassen und wieder aussetzen.

Und die wirklich eine faszinierende Frau ist, die aus dem privaten Sicherheitsbereich kam, also die Frau mit Anregen brauchst du dich mit ihr immer noch nicht.

Sandra: Ja, es sind wahnsinnig tolle Persönlichkeiten in dem Buch drinnen, also sowohl die Katzen als auch die Menschen, die du dann immer dazu porträtierst.

Und was ich halt nochmal festhalten mag, weil ich das so toll finde, ist, die allermeisten von diesen Katzen kann man zu Gesicht bekommen, wenn man sich in der [00:11:00] Stadt aufhält.

Janina: Ja, also ich zähle es mal durch. Hofratsschule kannst du, wenn du eine Führung machst, kannst du rein, siehst du, ja, die drei. Die sind ja so hübsch, passen so gut in die Hofreitschule.

Ich glaube, die haben das schon ein bisschen gekastet obwohl sie sagen, dass sie vom Bauernhof kommen. Da kannst du die Bratterkatze besuchen jederzeit, vor allem wenn du ins Dreiten gehen möchtest. Dreiten, also Pferd oder Pony, sehr zu empfehlen. Im dritten Bezirk kannst du ihn so spitz, wenn du jemanden besuchst Oder dem Pflegenden ein Eis vorbeibringen möchtest, von dem sie, glaube ich, eh sehr viel bekommen.

Im vierten Bezirk kannst du mit Baby spazieren gehen, aber da solltest du die Jenny und ihren Freund vielleicht vorher kontaktieren, das ist die Spaziergekatze aus dem Gemeindebau. Im fünften Bezirk kannst du mit deiner Katze wenn sie ein Problem hat, auch zur Katzenambulanz und dort auch Die Belissa treffen.

Im sechsten Bezirk kannst du zum Friseur gehen, zum Herrgott den Haarschnitt verpassen lassen und Taube bewundern, der in der Auslage liegt und die Schopfhunde terrorisiert. Im achten Bezirk ist es am schwierigsten, denn der Charlie ist ein Freigänger, ein König [00:12:00] und wenn es ja nicht gerade zu Hause ist, was ja sehr selten ist, ist er in einem gewissen Areal, das ich im Buch beschreibe, und im Studentenheim Pfeilheimgasse wo ein eigenes Plakat auf seine Vorlieben und ein How-to hinweist Das

Sandra: war mir sehr

Janina: wichtig.

Mit Credits von den lieben Studenten in der Pfeilgasse. Und im neunten haben wir den Schubert aus der Schubertkirche Pfarrer Lichtental im zehnten Bezirk Eine besonders rührende Geschichte für mich, auch als Zuarbeiterin für die ÖBB, ein Unternehmen, das ich sehr schätze, einfach aufgrund ihrer Aufgeschlossenheit und der Klimafreundlichkeit und ich schreibe einfach gern für die Leute, wir haben das Herz am rechten Fleck, da gibt es einen größten Verschubbahnhof von Österreich, der ist in Kledering.

Und das ist ein bisschen so, als würdest du so in eine Mad-Max-Atmosphäre reinkommen, da ist wirklich so die harten Burschen Stahl, Loks, Dunkelpaar und das sind eigentlich auch nur [00:13:00] wirkliche ausgewachsene Männer, die dort arbeiten und Katze Katze hat keinen Namen, aber sie wird von diesem ÖBB-Team liebevollst verehrt und gepflegt.

Maik liebe Grüße falls du das hörst. Du wirst es hören, weil ich werde dir natürlich den Link schicken. Selten einen Mann, so einen großen Mann mit so einem butterweichen Herzen zu Gesicht bekommen. Gut, 11. Bezirk, wie schon skizziert, das Krematorium und der Katzenfriedhof, Tierfriedhof. 12. Bezirk Bulut. Von einem Installateur, der dort ist, Installateur Inan.

Bulut heißt Wolke auf Türkisch und Bulut ist aber ein ganzer Gewitterfront mittlerweile. Kein Wölkchen Diese ganze ist kein Wölkchen. 13er Bezirk, mein Bezirk und die erste Geschichte, die produziert habe, die Elefantenhaus, Mäuse... Jäger Frieda und Pablo aus dem Zoo [00:14:00] Schönbrunn. 14. Bezirk der sehr berührende Lichtblickhof mit den Therapiekatzen für totkranke Kinder.

Der 15. Bezirk, Kafferkatze Augustin. Der 16. Bezirk die Tennis. Manchmal, ja, tut mir leid es ist lustig. Und das Buch ist auch lustig Schon allein der Titel ist lustig Die Idee ist lustig Wie kommt man auf sowas? Jedenfalls liebe Grüße an dieser Stelle an die Lektorin Susanne Falk, die mit mir diese Idee entwickelt hat und der Offensichtlich genauso verrückt ist wie ich.

  1. Bezirk Augustin, 16. Bezirk Tennisplatz Sekuli, die dort beim WAD Otterkring einfach lebt und von einem pensionierten Tennisspieler-Ehepaar, ein richtig wienerisches Ehepaar betreut wird. Der 17. Bezirk, die beiden Adventure Cats, zwei Bengalen und ein Ehepaar, das mit ihnen wirklich schon nicht nur im Schwarzenbergbad war, also Instagram-Phänomen diese beiden Katzen, die auf der ganzen Welt gehen, die mittlerweile spazieren und sind wunderschön.

[00:15:00] Der 18. Bezirk auch eine sehr, sehr rührende Geschichte, Schafbergbad, dieser sehr trockene Bademeister, also Bademeister das würde ich niemals Bademeister nennen Beda Verwalter, also wenn du mit dem kommentierst ein ganz trockener, pragmatischer Mensch, aber die Geschichte dahinter ist ja schön. Also nicht nur, dass eine von den beiden Katzen eine Fundkatze im Schafbergbad war, der Barsik Und die ihn gerettet haben und er hat das beste Leben in dieser Wohnung, die im Schafbergbad ist, der wohnte im Schafbergbad, Paradies auf Erden.

Und dieser Name ist ukrainisch. Und warum ist er ukrainisch? Weil der Herr seine Lebenspartnerin oder Ehefrau sogar mit Sohn, die leben jetzt zusammen, die sind aus der Ukraine geflüchtet die Mutter und der Sohn Und mit ihnen kam dann später auch die alte Tina aus der Ukraine, wurde von der Großmutter nach Österreich gebracht und jetzt leben sie zusammen [00:16:00] in einer ukrainisch-österreichischen Beziehung im Schafbergbad.

19er Bezirk die wunderbare Designerin Niki Osel mit den schönsten Katzen der Welt. Sie macht so Blumenschmuck Haargrenze und eine isenige Ästhetin Zwanzigster Bezirk die veganen Katzen. Der einundzwanzigste Bezirk ist dann die Katzendetektiv in Gerderschleiß und das Tierquartier der zweiundzwanzigste Da ist die Catery von der Donauinsel.

Auch diesen Thema wollte ich mich annehmen, weil ich bin lange, lange lange, lange schon Journalistin und man muss immer alle Facetten zeigen. Und ganz wichtig, dass auch man nicht Zucht sofort ablehnt so aus einem Ding. Adopt-on-Shop, es gibt ein paar Leute, die haben sich wirklich so dieser Pflege von gewissen Charaktereigenschaften nicht nur vom Aussehen und von… Dem Behüten dieser Pracht auch verschrieben.

Und das ist die Angelika Wright von der Catery von der Donauinsel mit ihren [00:17:00] unglaublichen Exoten und was für eine Katzenfreundin. Und der 23. Bezirk wieder ein bisschen migrantisch, aber diesmal von der weiblichen Seite und von der blumigen Seite. Der Blumenladen Tattli. Auf der Speisinger Straße mit der wunderschönen Gülsen und dem sehr verehrten Kara Mustafa.

Ich glaube ich den siebten Bezirk mit dem Geschirrgeschäft Nissen, ein Traditionsgeschäft in Neubau, also mitten in Bobustan, ein altes Geschirrgeschäft wo der Ramses haust. Also Katzengeschichten stehen für sich wirklich einzeln und zusammen sind sie natürlich eine Wucht.

Sandra: Ich muss nochmal einen Schritt zurückgehen, weil du hast dir die Frage gerade selber gestellt, wie kommt es überhaupt zu einem Projekt.

Jetzt treffen wir uns hier bei dir in deiner Privatwohnung Ja. Während die Flauschi frisst und die Kirchenglocken läuten das ist wirklich sehr idyllisch.

Janina: Wenn

Sandra: man sich hier umschaut, dann sieht man vor allem Katzen. Bitte

Janina: mich jetzt aber [00:18:00] nicht sowieso eine crazy, also ich meine, ja, ich bin ja eine crazy Cat Lady, aber hier sind Kunst.

Ganz im Gegenteil Katzenkunstobjekte ausgewählt kuratierte. Es ist

Sandra: echt so man

Janina: weiß

Sandra: gar nicht, wo man hinschauen soll weil es so tolle Sachen in dieser

Janina: Zeit Wir können nachher gerne eine Fotorunde drehen.

Sandra: Aber man merkt schon deine Liebe zu den Tieren ganz offensichtlich wenn man reinkommt. Jetzt ist das aber kein Projekt, was nur deinem Kopf entsprungen ist, oder?

Janina: Nein, das ist wirklich der sehr verehrte Molden-Verlag Also eigentlich ist die Journalistin Heidi List, bekannt vom Falter und von anderen Publikationen auf mich zugekommen. Und sie hat mich angerufen und gesagt, ob ich ein Buch schreiben möchte über Wien in 23 Katzen. Ich muss erklären, ich kenne die Heidi, das ist nichts für die Heidi.

Aber es ist was für mich. Die Heidi hat einfach sofort gewusst instinktiv, wen sie anrufen muss. Ja Ich glaube, auch dem Molden Verlag ist mittlerweile klar, dass sie da auf die richtige Katze gesetzt haben. Und wir [00:19:00] haben es ist nicht schnell gefunkt. Die Mädels die dort arbeiten, sind alle einfach greifbar menschlich.

Also, jetzt ohne irgendjemanden nahezutreten zu wollen, ein Buch schreibst du nicht mehr wegen einem Geld. Das ist nicht mein Erstling, aber die anderen Bücher sind lange her und Sex als Thema, so sieht man mit Eltern, um von Sex zu katzen

Sandra: Vielleicht ist das über Thema Pussy.

Janina: Ja, absolut. Darf mal für die eine oder andere Presseaussendung vielleicht klauen?

Du errötest gleich, das gefällt mir. Noch ein

Sandra: bisschen Scham mit dem jungen Ding.

Janina: Ja jedenfalls Da habe ich mir gedacht, boah, das wird arg. Ich habe parallel natürlich, ich bin ja Gesundheit-Journalistin und Resi-Journalistin und andere, man schreibt auch Drehbücher immer für die Veranstaltungen von Gary Kessler und da war jetzt voriges Jahr in Salzburg die erste Amtvergala und ich schreibe das Drehbuch.

Und es war eine sehr intensive Zeit, [00:20:00] sowieso schon. Ich mag den Sommer eigentlich chillen ja, also gerade so Juli August. Ja, und dann, klar, dass ich produzieren muss, das Buch halt, zackig, ja, wir wollen, also, ja, Nina, ist Weihnachtsgeschäft möglich? Sag ich ja, genau, genau

Sandra: genau ich,

Janina: ja, ich zahl mich einfach in 36 Teile dann geht's ja schon.

Ich sag, nein, März Geht und du musst dich ja mal finden, besuchen koordinieren mit Fotografen, also der Leander Höfler, mein Lieblingsfotograf, mit dem ich auch im ÖBB Relax die Reise Reportagen immer mache. Das ist schon ein eingespieltes Team, zu ihm dann nachher noch eine lustige Geschichte. Da hat viel Koordinationskraft gebraucht und dann sitzt du auf diesen Interviews, die natürlich alle aufgenommen sind, das Sprachmemo.

Dann musst du das auch nochmal transkribieren. Wenn 36 Grad Tossen hat. Und an dieser Stelle danke einer lieben Freundin die ich nicht nennen darf, weil sie Angst vor Finanzamt hat, die [00:21:00] geholfen hat beim Transkribieren. Und diese Frau ist definitiv ein Hundemensch. Und meine beste Freundin seit langem.

Jetzt weiß es jeder, verdammt. Und jedenfalls es war Blutschweiß und Tränen aber Weißt du was, wie schön, also immer wieder, wenn ich dann fertig war mit der Geschichte, dann habe ich mich an diese Menschen erinnert und an ihre Geschichten und die Katzen. Du, ich hatte mit den Katzen jetzt nicht so viel Zeit, dass wir bonden konnten.

Also mit der einen oder anderen habe ich eine Beziehung aufbauen können, aber ich habe natürlich die Begeisterung Wie die Menschen ihre Katzengeschichten und ihre Beziehungen zu ihnen schildern und was da für Charaktere dahinter stecken. Natürlich geht es ein bisschen über die Klischees Natürlich ist die Familie aus der Josefstadt, sind das sicherlich Bildungsbürger, wenn man das jetzt immer so negativ konnotiert, wohnen in einer prachtvollen Wohnung, sind die herzlichsten und lustigsten Menschen ever.

Und natürlich hast du das Klischee mit den harten Kerlen und mit den weichen Herzen am Verschubbahnhof. Klischees haben immer ein Körnchen Wahrheit [00:22:00] drinnen und jede von diesen... Ja, wie gesagt, man sollte aber Menschen auch mögen wenn man das Buch kauft. Und ja, dass man Wien lebt das ist für mich als passionierte Wienerin eine Grundvoraussetzung weil alles andere wäre ja absoluter blanker Wahnsinn, wenn man diese Stadt nicht lieben würde.

Und wie du schon richtig gesagt hast... Es gibt halt auch immer Gräsel-Tipps und an manchen kannst du tatsächlich die Katzen treffen, vor allem die mobilen. Ja, und jetzt habe ich die ursprüngliche Frage eingevergessen.

Sandra: Das macht nichts. Das ist das Konzept auch ein bisschen dieses Podcasts Wir fangen bei Katzen an und dann sind wir irgendwo anders.

Ich glaube, wir bleiben schon bei Katzen aber

Janina: halt

Sandra: sehr weit außen

Janina: und unten. Ein Genau, das waren wir kurz bei Menschen. Ich

Sandra: fand das so schön. Ich kenne einige von diesen Katzen die du kennst. Da porträtiert es, also im Sinne von, ich weiß nicht, bei Tobi fahre ich fast jeden Tag mit dem Radl vorbei auf der Wienzeile und bleibe dann oft stehen und schaue ins Fenster, weil das ist so süß [00:23:00] so riesig einfach so eine riesige Katze da in dem Schaufenster Er

Janina: spricht der Regel Die Bettina hat sich reingeguckt und dann habe ich so ein Taubi-Hauto bekommen.

Keine plötzlichen Bewegungen. Taubi. Welche kennst du noch?

Sandra: Ich kannte auch die, also ich kenne natürlich auch die Coverkatze aus dem Augustil im 16. Oder

Janina: wie die Besitzerin sagt, Luke, aber es war mal Luke und Lea

Sandra: Also ich kenne ihn aus dem Café Ich habe ihn noch nie mich getraut anzufassen, weil ich finde der hat auch eine sehr große Präsenz.

Ja,

Janina: aber der ist ein gemütlicher. Also die Roten sind ja meistens so. Man

Sandra: weiß es nicht, finde ich

Janina: Man weiß es nicht, aber

Sandra: beim

Janina: Look ist es schon gut ich finde es gut, dass er diesen Respekt versprüht, weil sonst würde ihn jeder da knuddeln und hochnehmen. Er ist keine Katzenprostituierte. Ich meine, ich mag Katzencafés auch, die klassischen aber es hat immer so ein bisschen was von Bordello.

Und das passt schon. Also wenn er hochspringt oder wenn er sich [00:24:00] bei dir reibt dann ist eh klar, was er will. Meistens will er seine Ruhe und Essen.

Sandra: Ja, es ist ja auch ein großes Lokal und es ist auch in der Regel bunt

Janina: Es ist bunt voll. Was für ein tolles Lokal Hätte ich nicht entdeckt, ohne das Katzenbuch.

Und den Lou kennst du noch?

Sandra: Also ich wollte damit nur sagen, mein Blick ist ein bisschen geschärft für Katzen in der Stadt natürlich, als

Janina: Katzenfan.

Sandra: Schön

Janina: Blick geschärft ist. Für die Fortsetzung bist du im Team mit dabei. Es zum

Sandra: Beispiel auch diese Fensterkatze in Schmalzhofgasse. Ich weiß gar nicht, ob die im Buch auch irgendwie, weil manchmal kommen ja auch

Janina: Kapitel

Sandra: nochmal klein.

Janina: Ja, das Katzenschaufenster habe ich vergessen. Können wir jetzt noch promoten. Soweit ich das Konzept begriffen habe, Katzen die man adoptieren kann, werden dort gezeigt. Dass es wieder so ein bisschen ist wie Amsterdam. Piepshow. Wo wir wieder beim Sex sind.

Sandra: Ich kann

Janina: natürlich nicht komplett sein. In manchen Bezirken war es zum Beispiel wahnsinnig schwer, Katzen aufzustellen.

Das 20. war fast unmöglich. Das Gerücht ist, es gibt einen Bezirkvorsteher, der mag Autos lieber als Radeln. Und deswegen gibt es halt mehr Es weniger

Sandra: Katzen [00:25:00] oder keine Katzen? Ups.

Janina: Ups. Aber das könnte jetzt, hoffentlich werde ich das jetzt nicht verklagen. Also es ist nur ein Gerücht Wir schneiden

Sandra: das raus.

Janina: Und wir schneiden das raus. Nein, wir schneiden das nicht raus. Die Wahrheit muss raus. Im zweiten und im dritten Zirk habe ich mich kaum retten können. Also... Und natürlich kann ich, es ist, also es erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und ja.

Sandra: Aber ich fand es trotzdem einfach so toll, weil erst einmal habe ich mich gefragt, warum gibt es das nicht schon längst weil es lag für mich so auf der Hand, dass dieses Buch geben muss Und dann kommt einer

Janina: und macht es,

Sandra: heißt der

Janina: Spruch.

Sandra: Ja. Also ich dachte halt irgendwie Ich kenne das von mir aus dem Urlaub, immer wenn ich irgendwo anders hinfahre. Mein Freund, ich habe es hier im Podcast schon mal erzählt, der weiß, wir müssen als erstes in einen Supermarkt gehen und Schmeckis kaufen, dass man die immer in der Tasche hat, wenn man zufällig Katzen trifft in der Stadt.

Also ich kenne auch diese Art von... Mit Katzen andere Städte und Gegenden erkunden.

Janina: Ja, und wir kennen ja auch wahrscheinlich alle Kedi, den Film, wo man sieht, also Kedi heißt ja Katze [00:26:00] peinlicherweise dachte ich, das ist ein Teil von Istanbul, beim Interview mit... Das war die Gülsen, nicht die Leute vom türkischen Installateur.

Ich sagte, ja, und die kommt von der Nähe von Istanbul. Kedi, ich kenne den Film, das muss so toll sein in diesem Bezirk. Kedi heißt Katze und die sind überall in Istanbul. Aber ja, ich muss dir auch wirklich sagen, ich kann mir vorstellen, das auch in anderen Städten zu machen, in anderen Metropolen.

Sandra: Ich

Janina: habe sogar meiner Mutter schon davon erzählt, von dieser Idee.

Und immer, wenn ich meiner Mutter von einer Idee erzähle, weißt du, Und warum nicht, ja, Rom in, weiß ich was, 18 Katzen ich habe keine Ahnung, wie viele Bezirke die haben, mit ein bisschen Vorrecherche und einem zweimonatigen Aufenthalt dort geht das schon, ja, man kann auch Wien in 23 Hunden andenken, ja, da müsste man natürlich einen Twist machen, weil Hunde sind viel präsenter im Straßenleben, nur durch, dass Gassi gehen, ja, würde mir sicherlich auch einen Zugang erfolgen, wie gesagt, ich liebe Hunde auch sehr, aber Katzen die mag ich mehr.[00:27:00]

Also

Sandra: ich finde es jedenfalls auch ein tolles Geschenk für Leute, die nicht aus Wien sind, die vorhaben herzureisen und die sich für Katzen interessieren weil das so niederschwellig und barrierefrei ist und man eben wirklich viele treffen kann. Wie hast du die Katzen gefunden? Du hast vorher gesagt, es gab ein Casting

Janina: Ja, also es gab, also erst einmal gab es.

Ja also ich bin ganz gut vernetzt und ich habe auch ein paar Hints bekommen. Also begonnen, also Augustin das war einfach vom Verlag aus, die Susanne Falk geht dort offensichtlich gern frühstücken. Und dann geht es manches ist Google-Recherche, also manches ist ja jetzt, du musst einfach nur ein Glück haben, auf den richtigen Beitrag zu kommen und dann siehst du die Katze im Hintergrund und dann weißt du, das ist eine Katze.

Und dann natürlich ganz viel Aufrufe im Freundeskreis und natürlich unter den Katzenleuten Selbstweiterempfehlungen also über Hitzing über die Elefanten Ich kam zum Lichtblickhof und so weiter und so fort So wie es dann [00:28:00] weitergereicht quasi. Und dann, als ich sah, dass ich für das Thema, das Thema wollten wir dabei haben, weil Gemeindebau ist einfach was relativ Dienerisches, habe ich dezidiert noch eine Gemeindebau-Karte gesucht.

Und für den liebe Grüße an den Bezirksvorsteher, 20. Bezirk weil einfach nichts aufgestanden ist. Ich habe dann... Mit einer Therapeutin ein Interview gemacht, die früher mit Katzen gearbeitet hat, jetzt aber eine ganz verstörte, ängstliche Pflegeheimkatze hat. Dieses Interview ist so intim geworden und diese Frau hat sich so präsentiert und warum, also eine sehr lange ausufernde Geschichte, aber das wollte ich nicht veröffentlichen weil das wäre… Das wäre zu intim gewesen, obwohl die Geschichte eigentlich toll war und berührend aber das habe ich dann nicht gemacht und habe dann Gott sei Dank die vegane Katzenköchin gefunden.

Und ja, weil ich natürlich, und da komme ich auch gleich zum geliebten Lerner Höfler, auch optisch denke, die vegane Köchin ist knallrothaarig Natur. Ihre Tochter, kleines [00:29:00] Kindergartenkind, ist knallrothaarig. Und eine von den beiden Katzen auch. Und die andere ist die mit dem Stinkgebob. Weil wir haben vorher schon über die Hygienebedingungen von Hintern von Flauschi geredet Das ist halt so bei manchen Katzen Also über die langen Katzen eh klar, muss man regelmäßig zupfen und schneiden.

Und es gibt auch kurze Katzen die haben es mit der Analhygiene nicht so. Ja, ist halt so. Und wegen der Optik... Die Fotos sind wirklich wunderschön und es werden auch so Line-Extensions angedacht, also Karten und vielleicht auch einen Kalender. Müssen wir uns dann auf zwölf vereinigen, das wird hart. Wir können ein Voting machen über einen Podcast.

Sandra: Sehr gut, ja.

Janina: Also du kannst ja alles wahnsinnig aufgasen Und wie gesagt. Habe ich vorher auch schon angesprochen das Ganze entwickelt. Also du bist mein erstes Interview. Es werden noch sehr, sehr, sehr viele folgen. Ich bin baff und Einfach begeistert vom Interesse von [00:30:00] so gescheiten Kollegen aus der Medienbranche, ganz unterschiedlichen Medien, die Presse ja.

Sandra: Packst

Janina: du? Salzburger Nachrichten, aber dann auch Katzen-Podcasts und unter ORF und Privatsender und so. Natürlich, ja, viele kennen meinen Namen weil es mich schon lange gibt in der Medienbranche und denken sich, die Levis-Schack hat ein Buch über Katzen geschrieben, machen wir was, ja. Ich habe ihnen ja auch immer einen guten Zund gegeben.

Und natürlich ist aber das Thema Katze-Trend doch schon jetzt, Ein bisschen, einige Zeit schon, hört aber nicht auf und wird nie aufhören. Und das ist das tolle am Phänomen Katze. Die werden nicht irgendwann, wie jeder Trend, was die gerade auf Insta oder in den sozialen Medien ist, schnell mal weg. Katze bleibt, Katze ist für immer.

Und ja, und ich glaube, diese Mischung und natürlich auch Wien, und weil du gesagt hast, ja, Es ist ja eine [00:31:00] Art Reiseführer und deswegen wenden wir uns auch an die Reisepresse damit. Und ich hoffe, dass die das checken. Ja, und du kannst also Katzen lieben, Menschen lieben Wien lieben und Tipps bekommen, wo man Katzen trifft Oder auf den Spuren der Katzen Menschen essen gehen oder ins Museum oder etwas Lustiges erleben.

Das ist schon ein ganz, ganz ganz gutes Paket das offensichtlich, und weißt du was noch dazu kommt, und jetzt werde ich ein bisschen philosophisch, scheiße Welt momentan oder? Was für eine schöne Nachricht ist dieses Buch,

Sandra: was

Janina: für schöne Menschen stehen hinter diesen schönen Katzen. Jetzt habe ich gleich Tränen der Rührung in den Augen.

Was ist denn mit mir los? Also ich bin im Wechsel.

Sandra: Nein ich verstehe es total. Schau mal das ist auch so eine Motivation für mich gewesen Ja Flauschi, Flauschi Flauschi stimmt uns zu

Janina: Noch einmal noch.

Sandra: [00:32:00] Das war ja auch eine von meinen Motivationen diesen Podcast zu starten Den gibt es ja auch noch nicht so lange. Der ist erst Anfang des Jahres rausgekommen, weil ich auch irgendwie das Gefühl hatte, wir brauchen mehr...

Janina: Gute Nachrichten.

Sandra: Ja, und... Und

Janina: zeigen, dass die Welt auch schön ist.

Sandra: Süße Sachen und kleine Geschichten Erzählen und irgendwie mehr wieder vielleicht die

Janina: einen connecten weißt du mich dieses buch connected hat noch mal mit wenig war vorher schon begeisterte wienerin weißt du wie unendlich ich diese stadt jetzt lieber wo ich ihre leibenden menschen intensiv kennenlernen können kennt noch außer den katzen menschen aus dem buch aber leibende menschen hier aber ja ich glaube auch dass menschen die katzen so lieben wie diese menschen aus dem buch katzen lieben Da kann nichts an denen, kann nichts Böses sein.

Sandra: Auch

Janina: wenn sie vielleicht mal, ich weiß nicht was, schwarz parken oder das Kind anschreien und sich dann entschuldigen oder einfach Dinge tun, die Menschen halt so tun. Aber ich glaube, sie sind von Grund auf alle gute Menschen.[00:33:00]

Sandra: Ich möchte die Folge an dieser Stelle für einen kurzen Hinweis unterbrechen. Diese Woche, in der der Podcast erscheint, steht ganz im Zeichen des Podcast-Ton Eine Initiative, in der PodcasterInnen im gesamten deutschsprachigen Raum auf gemeinnützige Organisationen hinweisen. Ich bin da mit Cat People sehr gern dabei und will die Möglichkeit nutzen, um auf eine Institution hinzuweisen, die meine Gästin Janina in diesem Podcast bereits erwähnt hat, nämlich das Kinderhospiz Lichtblickhof.

Der Lichtblickhof, das ist ein Lebensort für Kinder mit schweren oder lebensverkürzenden Erkrankungen Behinderungen oder traumatischen Erfahrungen Das Team arbeitet dabei mit Therapietieren, also vor allem mit Therapiepferden, aber sie haben auch gute Erfahrungen mit ihren Therapiekatzen Fuchur und Jonathan gemacht, die die Kinder und deren Familien bei ihren schweren Schicksalen begleiten.

Es ist ein Projekt, das ich wahnsinnig unterstützenswert finde und

Janina: ihr vielleicht ja auch. [00:34:00] Mehr Infos zum Lichtblickhof findet ihr in den Shownotes. Und jetzt geht's weiter mit der Folge.

Sandra: Raffi Edelbauer hat das in diesem Podcast mal gesagt, dass keine Katze jemals Werbung für Rassismus machen würde.

Also Katzenhassen, Rassismus und Homophobie und alles, was dazugehört.

Katzenmenschen.

Janina: Ja, also ich glaube auch, ich habe vorher gerade mit dem Chefredakteur von Wiener geplaudert, mit dem Franz Sauer und gesagt, ich möchte in Wiener selber eine Geschichte schreiben anlässlich des Katzenbuches, nämlich darüber, dass ich glaube, dass Männer die Katzen mögen tendenziell Ich habe beobachtet, dass Männer die Katzen mehr lieben als Hunde, dieses Angebetet-Werden, sondern eher anbeten den Prinzip der Weiblichkeit zu In ihrem Ursprung, ja, also das, was, [00:35:00] ja, ich bin, ja, du weißt woraus ich hinaus will, ja, sie kommen mit, es ist ein schwerstes Klischee Katzen Frauen, Männer, Hunde, aber ich habe einfach...

Aber diese Männer beobachtet, wie sie mit diesen Viechern umgehen und dazu auch eine Geschichte aus dem Lichtblickhof, die haben ja so Einlegerwohnungen für die Familien der todkranken Kinder, gerade wenn jetzt mehrere Therapietage hintereinander sind oder es zum Ende zugeht und die können sich dort aufhalten.

Und so ein bisschen das Prinzip Ronald McDonalds Haus, ja. Und da hat sie gesagt, immer wieder beobachtet sie dann die Väter, die nach außen stark sind und hat auch von einem Achtung Klischee Klischee schon wieder, von einem Mannsohn-Typen gesprochen, einem Vater mit seiner Tochter und mit seiner Ehefrau dort eingezogen ist in diese Wohnung und der war ein ganz harter Kerl und nach außen wirklich, also keine Trainer, ja.

Aber Therapieplan checken Effizienz Effizienz Und dann hat sie den halt beobachtet wie der sich entspannt hat [00:36:00] am Abend. Weil die Katzen sind rübergegangen und haben sich auf seinen Schoß gelegt. Und da ist dieser harte Mann, ist ganz weich geworden, weil er auch mal... Sich hingeben konnte und nicht immer aufpassen muss und deswegen möchte ich gerne über dieses Thema schreiben.

Sandra: Das finde ich eine voll gute Beobachtung das würde ich auch so teilen wollen und ich glaube, einen wichtigen Skill haben insgesamt Menschen, die viel mit Katzen speziell zu tun haben, den vielleicht andere nicht haben, die Katzen sagen ja oft nein

Janina: zu

Sandra: einem und ich finde, das ist schon was, deswegen

Janina: lieben wir sie

Sandra: ja so, was man eben, also was natürlich Nicht für jeden was ist, weil manche Menschen können nicht damit umgehen, wenn ihnen Nein gesagt wird von einer

Janina: Kreatur.

Sandra: Zwei

Janina: oder Vierbeinig.

Sandra: Aber es hat ja auch viel mit Empathie und und und und.

Janina: Absolut. Weißt du oft ich den Satz XY Katze lässt Nähe zu, wenn er es will.

Sandra: Den

Janina: muss ich aus [00:37:00] 90 Prozent aller Geschichten rausstreichen. Logisch Und das ist ja das Faszinierende sie sind so zärtlich und so liebevoll, aber sie machen es nicht, damit sie da quasi in euch kriechen, sondern weil sie dich lieben,

Sandra: wenn

Janina: sie dich lieben können, ja, und wie trifft das jetzt zum Beispiel auf viele Beziehungen zu, ja?

Wo es einfach nur sehr ich schätze ich liebe dich aber jetzt gerade kann ich dich nicht so lieben wie du dir es dir wünscht weil ich gerade am häusle sitz oder ein telefonat habe oder arbeite oder mit meinen freundinnen ausgehen will weil das auch schön für mich ist ja und diesen diese mischung aus näheren distanz und vor allem auch aus anmut und absoluter komik und

Sandra: also

Janina: was kann man besser lachen als über katzen ja

Sandra: man

Janina: kann sich auch bewundern und Und die sind so putzig und trollig aber dann auch wieder so elegant und majestätisch und sie haben so viel, sie sind [00:38:00] Schamanen sie spüren Energie, aber sie sind dabei, immer bei sich und ich glaube, das fasziniert und sie ruhen in sich.

Mike Drop oder Drop Mike, ich weiß nicht wie es heißt.

Sandra: Ja, es ist lustig in diesem Podcast wird sehr viel Tierphilosophie ausgefragt. Aber auch zu Recht, es ist ja auch schon, finde ich, so interessant, dass jeder, der mit diesen Tieren zu tun hat, so Lebensfragen projiziert auf die. Ja.

Also irgendwas dürfte uns an Katzen inspirieren Ich

Janina: glaube, müsste ich mir mal anschauen, welches Tier, also Haustier quasi, die meisten Künstler inspiriert hat. Ich denke, dass die Katze da vorne liegt. Ich meine, die alten Ägypter haben damit angefangen. Und da ist einfach... Ich glaube, dass die Katze in der Kunst einfach nur mal in den Raum geworfen, ja, [00:39:00] bitte.

Schreiben Sie uns, falls ich mich geirrt habe, mehr als Hunde, ja. Hund ist der passive Jagdhund da bei diesen Königsbödern und der liegt unten, aber wenn eine Katze auf einem Bild vorkommt, dann ist sie meistens ja dominant, ja.

Sandra: Prominent.

Janina: Prominent ja.

Sandra: Ja, Nina, du hast Schon ein paar von den einzelnen Geschichten angeteast, die im Buch vorkommen.

Janina: Ich habe euch ein komplettes Inhaltsverzeichnis gegeben.

Sandra: Ja, ich müsste das Buch trotzdem kaufen.

Janina: Ja nur ein Inhaltsverzeichnis Die Geschichten müssen die Leute ja noch lesen.

Sandra: Und du hast es auch schon ein bisschen anklingen lassen. Aber welche von diesen Miezen im Mezzanin, die du porträtierst, hat es dir so besonders angetan aus dem Buch?

Janina: Nur die Katzen oder die Menschen?

Sandra: Oh du, gern

Janina: beides. Also ganz oben auf jeden Fall ist eben die Familie aus der Josefstadt mit dem Charlie. Am liebsten erinnert mich der Charlie an den Dusty vom Aussehen, das ist der, der angefüttert worden ist, war auch ein riesiger roter Puschleger. Was für ein... [00:40:00] Was für ein Freigänger, im wahrsten Sinne des Wortes, ja.

Und wie der supportet wird, auch in seinem Freigang von dieser Familie. Und tatsächlich habe ich eine Anfrage bekommen für eine Anthologie, also das heißt für eine Kurzgeschichtensammlung von der Rot-Rot-Schöberl. Warte, ich gehe mit... Die

Sandra: Schau, ich habe ein Mikro mit dem ich hier einfach, das ist ja auch mobil, ja,

Janina: gehen kann.

Klausche Ruhe. Also hier ist der erste Band, Mord auf leisen Pfoten hat der geheißen

Sandra: verschiedene

Janina: Autoren steuern bei und die Rotrot plant jetzt einen zweiten Teil und sagt, Nina, magst du nicht eine Kurzgeschichte schreiben? Sag ich, ja, mache ich

Sandra: und

Janina: war ganz klar, dass ich das mit dieser Familie gemeinsam gestalten werde, weil die sind kreativ Und werden mir viele Inputs geben können und der Charlie wird ganz definitiv macht in der Josefstadt ein Toter im Improvisationstheater.

Also irgendwas, es wird auf jeden Fall sehr Josefstädterisch. [00:41:00] Und Und katzentechnisch und menschentechnisch also jedenfalls hier eher menschentechnisch weil Katze vom Verschubbahnhof ist, die mag die Burschen aber alle anderen schaut es nicht an.

Sandra: Und

Janina: du solltest sie auch nicht hochheben als Fremder oder so.

Mad Max Katze, verstehst du Die Liebe

Sandra: muss man sich erst verdienen.

Janina: Ja, und Katze ist generell also das ist so, als würde es in einen Biker-Club kommen. Also es ist nicht so, dass du jetzt automatisch gleich, hi, ich bin Katze ich will schmusen. Ja, ähm Und also ja, die beiden Geschichten würde ich exemplarisch jetzt einfach mal aus dem Bauch heraus nennen, aber alle, alle, alle Katzen sind all cats are beautiful.

Sandra: Das ist auch ein Satz der oft fällt in diesem Podcast und der ist nach wie vor wahr.

Janina: Du

Sandra: hast in dem Buch geschrieben Nicht nur witzige Geschichten. Du bist einmal bei einem [00:42:00] Tierkrematorium, du bist am ersten Wiener Tierfriedhof, du bist in einem Kinderhospiz. Warum war es dir wichtig, auch über den Tod zu sprechen Zu erzählen in diesem Buch.

Janina: Also Tod ist als Wienerin immer im Hinterkopf Das ist einfach ein Thema, das sie interessiert. Und ich hatte eine Reportage am Zentralfriedhof gemacht für die ÖBB. Das kommt jetzt übrigens raus, das Heft demnächst. Liegt dann in allen Zügen. Und wer Wien liebt liebt den Zentralfriedhof. Das ist ein Biosphärenreservat.

So etwas gibt es nicht auf der ganzen Welt, dass du mit dem Rad, wo du durch einen Friedhof fahren kannst, wo mehr Natur ist als

Sandra: Rehe siehst und um die Uhr,

Janina: fette Hamster und ich wollte natürlich unbedingt Katze haben. Also, ich habe es versucht bei der BR-Abteilung und bei den Friedhofshabern, die ich dort kennengelernt habe.

Ja, vereinzelt aber keine fixe Katze, ja. Und dann habe ich mir gedacht, ich muss dorthin eigentlich, wo [00:43:00] auch ich schon Tiere verabschiedet habe, in dieses Krematorium, ja, und auch danach zum Friedhof, einfach weil das im Zusammenhang steht. Und ja, wie wir alle bereits sicherlich erfahren haben, Gehört der Tod zum Leben dazu und wenn eine Katze geht, ist das natürlich nicht leicht, das ist tatsächlich...

Und das geniere ich mich nicht, dass wir den Familienangehörigen gehen auf zwei Beinen. Warum sollte ich da auch einen Unterschied machen? Und ja, auch ich habe meine sehr eigene Art gefunden, mit dem Tod umzugehen. Also in den Katzen-Babuschka-Figuren die da draußen stehen, auch die Asche von der Franzi.

Und hier oben steht ein Bild mit der abstrakten Kunst aus Wagners Haaren. Und das heißt, ich habe sie mir hier behalten. Jeder muss da seinen Weg finden. Also cremieren ist eine teure Sache. [00:44:00] Was

Sandra: kostet das?

Janina: Hast du das

Sandra: im Kopf?

Janina: Boah nein, das müsste man nachschauen Das

Sandra: hat mich direkt auch interessiert ich habe das aber nicht nachgeschaut.

Janina: Es kommt ein bisschen darauf an, welche Urne du wählst. Also wenn du es nur unter Anführungszeichen im Sack nach Hause liefern lässt, ist es jetzt nicht so teuer. Du tendierst dazu, aber in der Trauer auf jedes mögliche Gedenkstück zu drücken Vom Pfotenabdruck bis zum Ding und deswegen habe ich da hinten auch...

Also ein paar Frustkräufe im wahrsten Sinne des Wortes. Und ja, das war mir auch wichtig. Und auch bei den Therapiekatzen habe ich eigentlich... Erst einmal das Thema Therapiekatze gesehen. Das gibt es ja nicht. Da gibt es auch jetzt ein eigenes Buch von denen, die sich diesem Thema widmet, weil das ist ein neues Phänomen in der Hospizgemeinschaft, dass Katzen eingesetzt werden und auch wirklich dementsprechend trainiert werden.

Du was diese Katzen können, das kannst du dir nicht vorstellen. Aber die reden mit dir. Und trotzdem sagen sie den Kindern ganz klar, Wann sie bereit sind, sich auf den Schoß zu legen und wann nicht.

Sandra: Es

Janina: gibt schon ein Zeichen, [00:45:00] da wird eine Decke auf dem Schoß von einem Kind platziert und dann ist das das Zeichen für den Jonathan und für den Fuhur, dass sie kommen können.

Heißt aber nicht dass sie sofort kommen, meistens machen sie es ja natürlich, sind ausgesprochen liebe Tiere und erst während dem Interview bin ich drauf gekommen, wo ich eigentlich bin. Ja, also da waren jetzt gerade keine Kinder um mich herum oder so, die schauen da sehr auf Diskretion und alles, aber natürlich sind dann einige Tränen geflossen, als mir bewusst geworden ist, dass ich am ärgsten Ort der Welt bin, ja, also Tod ist Tod, aber wenn ein Kind stirbt, das ist dann, das ist nicht mehr, der Tod ist ein Teil des Lebens, das ist einfach nur unfair und scheiße, ja.

Aber… Ey, Schmerz und Liebe, Tod und Leben, ich kann nicht nur, es gehört alles zusammen. Wahnsinn, wirklich kratzend tiefen psychologisch heute, gefällt mir. Beide mit leichten Tränen in den Augen übrigens, sie sehen das jetzt nicht, aber ja,

Sandra: wir

Janina: ergriffen sind von so viel Schönheit und Schmerz. Ja, aber gehört auf jeden Fall dazu.

Also der Abschied von der [00:46:00] Katze und der Abschied von Menschen gehört auch ins Buch.

Sandra: Auch

Janina: in den lustigen Geschichten.

Sandra: Ja, ich fand es auf jeden Fall eine interessante Entscheidung, dass du dem ganzen Thema auch so viel Raum gibst im Buch, weil ich finde, es könnte schon ein Buch sein, das... Pur eskapismusfördernd ist.

Janina: Warte du hast ja echt Gedanken gemacht.

Sandra: Vielleicht sage ich jetzt auch mal an der Stelle, dass ich kein Geld von dem Verlag bekomme weil ich

Janina: so ein guter Punkt zu erwähnen bin Ich übrigens auch kaum. Nein, Spaß, Susanne, ich weiß, aber für den Nachfolger reden wir da nochmal einzeln wegen dem Preis, gell?

Sandra: Ich finde es hätte viel oberflächlicher dieses Thema Und bearbeiten können mit Katzen und sichtbaren Katzen in der Stadt und Verknüpfung mit Stadtgeschichte und mit

Janina: Grenzen-Stories. Ja machen ja kein Tausend Things. Ich mag digitale Medien und ich mag die Schnelligkeit, mit der wir Informationen präsentiert bekommen, aber Literatur passiert nach wie vor im Buch.

Und auch gute Fotografie ist besser, wenn man sie [00:47:00] angreifen kann. Und die Fotos und jetzt auch eine lustige Geschichte zum Leander. Warum fotografiert der Leander, mit dem ich ja eigentlich Reisereportagen mache, dieses Katzenbirgel? Na äußern. Wir waren auf Gut Eiderbichl und haben eine Reportage produziert.

Da war Eiderbichl noch geschlossen und ich durfte da zwei Tage quasi hinter die Kulissen blicken mit einem immer sehr frühen Tagesbeginn mitten im Winter, bei minus 10 Grad ist es arg. Also wirklich, ja. Und da gibt es dann so eine große Halle da ist die Gastro drinnen, da war jetzt natürlich noch nichts offen und quasi so wie so eine Bühne, also ganz toll dort.

Und da haben wir halt einen Kaffee getrunken in der Mittagspause und da lernt dann definitiv ein Hundemensch. Hat auch einen eigenen Hund und so.

Sandra: Das wird auch thematisiert im Buch, was ich sehr lustig

Janina: finde. Ja da haben die natürlich dort auch quasi freigehende Gastro-Katzen dort auch, weil die sind überall Katzen aber welche sind im Katzenhaus, die dürfen unter Anführungszeichen auch nicht raus, weil es ist zu ihrem Schutz, die [00:48:00] werden ja auch vermittelt und dann gibt es welche, die können einfach zum Guteiter picken und die dürfen überall hin.

Gehen die Tschüss alle zum Leander, nicht zu mir. Und wirklich, die Katze auf und er so, am Anfang leicht befremdet aber dann natürlich kann niemand widerstehen, wenn die Katze dich aussagt. Das ist einfach so ein Gefühl, ich weiß nicht, so eine Mischung beim Völkerball. Als erster gewählt worden bist und der Crush irgendwie beim Schulball sagt, willst du mit mir tanzen?

Die Katze schmiegt bei mir, ja. Und da war mir klar, dass er der ideale, ganz ein ruhiger Mensch, ja, im Gegensatz zu mir, weil auch wenn der Fotograf so viel reden würde. Und mit dieser ruhigen Ausstrahlung hat er sich einfach mal auf den Boden gesetzt im Schneidersitz und die Katzen sind gekommen. Bis auf den Charlie einmal.

Und danke noch einmal, Charlie, dass wir um 6.30 Uhr aufstehen durften, damit wir um 7.30 Uhr bei der Wohnung sind in der Josefstadt, einen wunderbaren Espresso bekommen haben. Aber du bist einfach nicht auftaucht.

Sandra: Ja, aber [00:49:00] das ist vielleicht auch so ein bisschen der Charme an diesen T&D, wenn man die ruft. Also ich habe mich jetzt gewundert weil du hast jetzt ein paar Mal Flauschi angesprochen, sie hat immer geantwortet. Ja

Janina: das ist ein Vorführeffekt, das macht sie jetzt nicht. Also da möchte sie schon gefallen. Wir stecken ja unter einer Decke bei dieser Promotion

Sandra: Sie ist auch übrigens ein Teil natürlich von dem Pressematerial, das es gibt.

Sie ist ja auch auf den Pressefotos teilweise zu sehen.

Janina: Ja.

Sandra: Und das weise ich jetzt gerade nicht auswendig kommt sie im Buch aber auch vor? Sieht man sie im Buch?

Janina: Ich weiß jetzt nicht, welches sie als Fotograf, ich glaube sie haben das mit dem blauen Kleid mit der Katze auf der Schoß dann fürs Buch genommen und nicht das mit dem Kiss-Puss-T-Shirt.

Da war die Flauschi. Also komischerweise die Flausche ist mit dem Leander jetzt nicht so das Ding. Der Leander kommt hier dann natürlich mit seinen Fotoschirmen und mit seinen Gerätschaften und das mag die Flausche nicht. Das erinnert sie halt an unliebsame Dinge wie Staubsauger Ja mag sie gar nicht.

Und da war sie an dem Tag nicht begeistert Und dieses Buch, also wenn [00:50:00] man dieses Foto anschaut von mir draußen im Garten mit dem Kurzen Sommerkleidchen und die Katze am Schoß und die Flausche hängt so da und hasst das Leben. Und ich habe sie auch eine Millisekunde später dann loslassen, weil sie immer so macht so Blubbergeräusche wenn sie sich aufregt Ist so weggegangen.

Okay, machen wir dann noch eine Session und da sind dann diese hocherotischen Bilder entstanden von mir im Stiegenhaus und mit der Flausche da an diesem Ich

Sandra: komme regelmäßig an meine Grenzen, was die Promo für diesen Podcast angeht weil ich gerne Reels mit meinen Katzen produzieren möchte für Insta und so weiter.

Und Mal, die merken richtig, wenn jetzt geht die Kamera an jetzt gar keinen Bock mehr. Wenn

Janina: du random einfach so nebenbei so ein Foto machen möchtest ja kein Problem, aber wenn es darauf ankommt, ja. Ja, ist so, ist so. Das

Sandra: ist ein Problem, aber es ist, was es ist.

Janina: Komm, Flaschika, komm rein. Flaschika, wir haben so positiv über dich [00:51:00] geredet gerade

Sandra: Die Tonspur-Flausche steht im offenen Fenster raus in den Garten und sieht wirklich sehr herrlich aus, beleuchtet Das

Janina: ist ihr Lieblingsplatz, weil du hast die Wärme vom Wohnzimmer, du hast die kühle frische Luft von draußen, du kannst rein und raus gehen, es ist der absolute und sie liebt das auch, dass der Frühling jetzt da ist und das Fenster wieder offen ist.

Sandra: Sie hat auch so eine ganz entzückende kleine Tür, so eine Katzenklappe, die keine Katzenklappe ist. Das ist wirklich eine Tür, oder?

Janina: Ja, da wurde einfach... Ich werde hier einfach eh nie wieder ausziehen Aus der Holste rausgefräst. Nicht nur ein Katzenoval, ein halbes Katzenoval sondern eine Katzenform. Ja, also die gehen quasi durch eine Katzenform.

Und früher hatte das auch, aber… Der ist schon abgerissen, so einen roten Vorhang, dass sie so wie auf eine Kabarettbühne dann hier reinkommen, aber ich werde daran arbeiten und das dann in einer nächtlichen Nähsession, die es niemals geben wird, [00:52:00] wieder so Vorhänge machen. Ich

Sandra: finde es voll toll, es hat mich direkt erinnert das ist jetzt sehr spitz und nerdig Bitte bleibt es trotzdem dran bei diesem Podcast.

Aber es gibt bei Alice im Wunderland diese Szene wo sie diese zwei Getränke trinkt und eins macht sie ganz groß und eins macht sie ganz klein. Und als sie ganz klein wird, muss sie durch so eine kleine Tür gehen. Und

Janina: das hat ihr gefallen.

Sandra: Also die schaut auch ganz ähnlich aus wie diese Tür, die Flausche.

Janina: Ja, ich muss sagen, auch Alice im Wunderland begleitet mich schon seit vielen, vielen Jahren. Weil ich das, also erstens... Wir wissen alle, um was es wirklich geht. Und das ist auch die Zeit gewesen, in der das entstanden ist. Und das ist auch ein Thema, das mich immer interessiert hat, die Bewusstseinserweiterung quasi.

Und wenn es geht zu Techno-Musik, wenn du verstehst was ich meine. Und das hat mich immer fasziniert dieses Großsein-Kleinwerden. Also nicht im Drogenzusammenhang dass du das nur halluzinierst sondern einfach... Und [00:53:00] natürlich, das war Eskapismus, wie es nicht alle, die wollte halt verheiratet werden und hat sich dann in eine Fantasiewelt gerettet.

Andere Interpretation ist, der Otto war bumm zu auf LSD und hat einfach den leibernsten Film geschoben ever. Beides wird wahr sein. Aber ich liebe das auch und ich liebe natürlich auch, früher habe ich Angst gehabt vor der unsichtbaren Kitzelkatze. Als Kind war das unheimlich Das Ding ist aufgetaucht, erst mal nur das Grinsen und die war auch saturnisch und du hast nicht über den Weg trauen können.

Sandra: Das bringt mich aber gleich zu meiner... Nächsten Frage. Boah

Janina: dass das dich zu deiner nächsten Frage bringt. Bin ich gespannt auf deine nächste Frage. Wir

Sandra: sind jetzt schon relativ am Ende dieses Podcasts Und ich frage immer meine Gäste, was deren Lieblingskatze aus der Popkultur ist. Und die Grinsekatze war schon mal die Antwort.

Aber es ist offenbar bei dir nicht die Grinsekatze Wenn die wenn ich dir ein bisschen ja

Janina: ja ich überlege das erste was mir einfällt ist das was mich am meisten verbindet von erfahrungen und erinnerungen her aber ich lasse mich noch einmal kurz überprüfen was mich die [00:54:00] karte ist die mich am meisten berührt zweite antwort schiebe ich kurz auf meine erste antwort ist ich bin 75er baugang und ich bin hellokitik sozialisiert worden Das war damals noch nicht so ein super Mega-Hype.

In den 90ern wurde das dann halt auch für Erwachsenen-T-Shirts promotet und hat dann alles ein bisschen seinen Reiz verloren und ist ein bisschen overdone gewesen. Aber natürlich hat die Hello Kitty mich schon vom Radiergummi in der Volksschule dann weiter... Diese japanische Ästhetik hat mich einfach auch fasziniert und ich fand das ganz putzig.

Und ansonsten ja, die Katze... Die mich popkulturell am meisten inspiriert, ist die Katze aus Konstantin. Kennst Konstantin? Ich, ich mache ein ganz kurzes Zusammenhang. Okay, Konstantin ist eine Comic-Verfilmung. Konstantin geht es im Prinzip um einen Privatdetektiv, gespielt von Keanu Reeves, [00:55:00] der in beiden Seiten suchen kann.

Also das heißt im Jenseits und im Diesseits und das Jenseits meine Liebe. Ist ein ziemlich harter Brocken, ja. Und er kann in diese Welt wechseln in diese dämonische andere Welt. Kennen wir auch als Stranger Things. Schaut so ähnlich aus, nur mehr mit Terminator gemischt. Der hat eine absolute Apokalypse und dort ist auch wirklich tatsächlich der Teufel und dem wird er auch dann begegnen im Finale, dem Erzengel Gabriel.

Und er kann mit der Hand seiner Katze Und das war lange vor John Wick und dem Hund. Ja, weil Canary's riecht ja seinen Hund in 34 Teilen 600 Millionen Toten. Kann der mit seiner Katze, das glaube ich eine graue Katze gewesen, kann der, also du stellst, versucht das zu Hause mal, Kinder. Ich habe es noch nicht versucht.

Macht das vielleicht zu Halloween. Also ihr stellt eure Füße in einem Druck voller Wasser.

Sandra: Und

Janina: dann nimmt euch [00:56:00] die Katze auf den Schoß. Und schaut sie in die Augen. Also das heißt, die müsste es so halten, wie so ein bisschen wie ein Baby. Und dann geht es lutsch und ich sitze da in der Hölle. Und die

Sandra: Katze ist dabei?

Nein,

Janina: die Katze ist nur der Transporter.

Sandra: Und

Janina: darüber habe ich auch geredet mit den Leuten aus dem Hospiz am Rennweg und natürlich auch im Hospiz-Lichtweghof, das ist für die Kinder. Und ja... Die Katzen am Rennweg gehen zu den Leuten die sterben rein. Und dann sind die bald tot. Und im Hospiz am Lichtblickhof...

Ein Mädchen einen Gehirntumor gehabt. Dank diesem jungen Mädchen ist die Katzentherapie auch groß geworden, wenn man die Folge gesehen hat. Und den siehst du ja nicht. Und die Katzen sind immer als erstes hingegangen und haben einen Nose-Bomb genau auf der Stelle gegeben. Und wenn du solche Sachen hörst denkst du halt, paduff.

Und deswegen ist die Konstantin-Katze, die namenlos ist, bin ich ganz überzeugt, auf einen kurzen aber sehr prägnanten Auftritt Tritt hat, meine [00:57:00] Lieblingskatze weil wie du vielleicht schon rausgehört hast, habe ich so ein bisschen mit diesen Themen und deswegen kommen auch diese Themen im Buch vor, aber nicht im Sinne einer negativen Konnotierung, sondern als Teil dieser Welt.

Sandra: Es gibt am Schluss dieses Podcasts immer eine Katzennamenbörse, wo meine Gäste Katzennamen verschenken an Menschen, die jetzt gerade sich Katzen anschaffen und einen Namen für die suchen. Welchen Namen, Janina, möchtest du verschenken?

Janina: Renate Nämlich aus dem Grund, dass meine Freundin Sophie sich gerade zwei Katzen genommen hat.

Sie hatte noch nie eigene, sie ist gerade mit ihrem Freund zusammengezogen. Und ihm hat sie gesagt, wenn ich mir Katzen nehme, dann gebe ich dir den Menschennamen sowas wie Michael und Renate. Und ich so, Renate wie geil ist Renate für eine Katze. Naja, und jetzt heißen sie Kitty und Rudi. Ja, und die Kitty ist, wie wir kurz wissen, ein...

Ein Kittler. Ja, also es ist kein Mädchen.

Sandra: Also Renate ist deine [00:58:00] Antwort. Ja, Renate ist meine Antwort. Wenn zuhörst und eine Katze hast, die du gerne Renate taufen sage ich immer, weil ich das so lustig finde, willst, dann sag gerne Bescheid und schick ein Foto und ich leite das an Janina weiter.

Janina: Gut, also es war mir ein Vergnügen.

Wir könnten noch ewig braunen natürlich, aber wie gesagt.

Sandra: Ich

Janina: glaube auch.

Sandra: Janina danke, dass du

Janina: da warst. Miau miau. Das war sehr schön.

Sandra: Das war Cat People, der Podcast mit Miau-Faktor. Alle Buchempfehlungen und alle Infos zu Janina findet ihr in den Shownotes. Ich freue mich, wenn ihr diese Folge mit euren katzenbegeisterten Freunden teilt und den Podcast mit 5 Sternen bewertet.

Wenn ihr Cat People finanziell unterstützen wollt, dann könnt ihr das über den Link zu Patreon in den Shownotes Anregungen, Katzenfotos oder Gästevorschläge könnt ihr mir gerne per Mail zukommen lassen. Und zwar unter hallo at catpeople-podcast.com oder [00:59:00] auf Instagram unter catpeoplepodcast.