Cat People – Der Podcast mit Miau-Faktor

Fabian Navarro, Tinte & Pixel

Episode Notes

In dieser Folge von "Cat People" spreche ich mit dem Autor, Slam-Poeten und Moderator Fabian Navarro. Im Herbst 2025 erschien der dritte Band seiner Katzen-Krimi-Reihe “Miez Marple”. 

Fabian hat mich in seine Wiener Altbauwohnung eingeladen, wo er mit seiner Partnerin und den beiden Katzen Tinte und Pixel lebt. Er erzählt von den Herausforderungen des Zusammenlebens mit Katzen, von Umzügen, Streitphasen und tierpsychologischer Beratung. Er nimmt uns mit auf die Spuren seiner Katzen-Krimi-Reihe “Miez Marple” und taucht mit uns in deren Entstehung, in die Figuren und die literarische Welt ein. Wie Tinte und Pixel bei “Miez Marple” ihre Pfoten im Spiel hatten, erzählt er in dieser Folge. 

Zum Abschluss gibt es persönliche Anekdoten und einen kleinen Einblick in Fabians zukünftige Projekte. 

✨Cat People ist ein Podcast von Sandra Herbsthofer und Teil des Podcast-Netzwerks Missing Link. Idee, Recherche & Moderation: Sandra Herbsthofer. Verpackung: Alexander Weller. Grafikdesign: Paul Jochum.

 

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Host: Sandra Herbsthofer https://www.instagram.com/sandra.herbsthofer/

Gast: Fabian Navarro https://www.instagram.com/fabs_navarro/

 

📚Alle Buchtipps im Überblick:

📖Fabian Navarro: Miez Marple-Reihe

📖Fabian Navarro: Vienna Falling

📖Katzenkrimi-Serie "Ein Fall für Mrs. Murphy" von Rita Mae Brown

📖Bernhard Aichner: Man sieht nur mit der Schnauze gut

 

🎧Kapitelmarken: 

[00:17] Begrüßung und Vorstellung von Fabian Navarro

[01:10] Fabians Katzen Tinte und Pixel

[02:28] Wie die Katzen zu Fabian kamen

[04:09] Streitphase nach dem Umzug

[06:24] Die Lösung: Medikation für Pixel

[08:25] Optische Beschreibung der Katzen

[09:19] Fabians Weg zu Katzen

[11:47] Trennungsschmerz und “Phantom-Katzen”

[14:10] Die Katzenkrimi-Reihe “Miez Marple”

[16:40] Inspiration durch Tinte und Pixel

[18:07] Die Welt von Miez Marple

[21:12] Kriminelle Energie und Spürnasen

[24:19] Zukunft der “Miez Marple”-Serie

[26:52] Fabian bekommt Katzenbilder bei Lesungen

[29:52] YouTube-Videos mit Katerchen

[31:57] Arbeitsweise und Feedback

[36:37] Anekdote: Tinte auf dem Dach

[38:33] Im nächsten Leben Kater werden?

[39:22] Schnelle Fragen zum Schluss

[41:36] Verabschiedung und Outro

Episode Transcription

[00:00:00] Cat People Intro [...] Cat People. Der Podcast mit Miaufaktor.

Herzlich willkommen bei Cat People, dem Podcast mit Miaufaktor und die neue Podcast-Heimat für alle, die Katzen lieben. Ich bin Sandra, Anfang 30, immer voll mit Katzenhaaren und Host dieses Podcasts In dieser Folge treffe ich Fabian Navarro. Fabian ist Autor Moderator und Slam-Poet. Von seiner Katzen-Gremiereihe Meets Marple sind mittlerweile drei Bände erschienen.

Im Sommer 2025 erschien außerdem sein Roman Vienna Falling, der ausnahmsweise nichts mit Katzen zu tun hat. Ich habe Fabian in seiner Wohnung in Wien besucht und dort auch seine beiden Katzen Pixel und Tinte kennengelernt die ihr in dieser Folge hören werdet. Ein kleiner Disclaimer, was ihr jetzt hört, ist keine [00:01:00] Studioaufnahme, sondern intime Einblicke in Fabians Zuhause.

Und jetzt geht's los mit der Folge. Ich wünsche euch viel Spaß beim Hören.

Hi lieber Fabian Hallo, hi, ich freue mich sehr da zu sein. Wir sind heute bei dir in deiner Wohnung, haben uns hier getroffen Du lebst hier nicht alleine, sondern unter anderem mit deinen beiden Katzen Einer davon springt gerade auf den Tisch. Ja, Tinte ist sehr aufgeregt was hier passiert. Ich habe ihr versprochen sie wird interviewt und sie ist auf jeden Fall auch, hat Star-Qualität Sie checkt das Skript gerade nochmal gegen.

Ich stelle dich mal ganz kurz vor. Du bist Autor Moderator und Slam-Poet Du hast die Katzenkrimi-Reihe Meets Marple geschrieben, über die wir später noch sprechen werden und im Sommer 2025 ist dein Roman Vienna Falling erschienen, in dem es aber nicht um Katzen geht, oder? Das ist mein erster Menschenroman.

Ich glaube, das irritiert viele Leute, weil ich mich tatsächlich rechtfertigen muss, dass das nichts mit Katzen zu tun hat und ich glaube, [00:02:00] das ist Ja, in der Literatur ja häufig so, dass man, wenn man eine Sache schreibt, dann wird man auch... Lange Zeit dort verortet. Aber ich möchte eigentlich die Sachen schreiben, die mir Spaß machen.

Und ich habe mit den Katzen angefangen und jetzt bin ich aber immer der Katzen-Krimi-Autor auch. Es gibt schlimmere Stempel vielleicht. Ich denke auch, ja. Bei uns auch hier in dieser Runde sind deine beiden Katzen Tinte und Pixel. Willst du die beiden mal vorstellen? Ja, ich kann ganz viel zu denen erzählen.

Dafür sind wir auch hier. Die beiden, wir haben die jetzt seit... Bisschen über drei Jahren wohnen die, die haben einen Umzug jetzt auch schon mitgemacht, also inklusive denen, als wir sie abgeholt haben. Wir haben versucht, aus dem Tierschutz was zu holen haben relativ lange immer hin und her und das war sehr, sehr sehr, sehr sehr mühsam.

Ich glaube, mehr Formulare ausfüllen müssen als für eine Wohnung und was ja auch gut ist, einerseits, andererseits war es dann so, Dass sich Leute dann ewig nicht mehr gemeldet haben. Dann waren die Katzen dann doch wieder vergeben. Und es war [00:03:00] etwas, ich hatte nicht das Gefühl, dass da irgendwie große Absicht besteht, dass wir das bekommen.

Und dann haben wir tatsächlich über einen Zufall gefunden, dass eine Person, die jetzt keine Züchterin ist, aber die halt Katzen hat und wo halt immer wieder halt mal Katzen geboren werden, die dann halt die Katzen halt irgendwie abgibt. Und dann sind wir da hingefahren und haben uns Pixel und Tinte Tinte haben wir uns ausgesucht und Pixel ist in meinen Schuh geklettert und dann in die Box.

Also sie wollte sowieso mit und diesen Schwestern. Und ja, also haben wir jetzt schon sehr viel miterlebt eben sind mit uns umgezogen hatten jetzt auch in diesem Jahr eine heftige Streitphase, die wir wieder gelöst haben. Das war, also und seitdem ja, begleiten die uns hier. Das ist schon sehr schön. Tinte und Pixel sind tolle Namen.

Wie kam es zu denen? Ah das ist eine gute Frage. Also meine Freundin ist auch teils digital affin so wie ich. Und wir sind auch beide, haben beide [00:04:00] Literatur studiert und irgendwie sind das so zwei Welten, in denen wir uns die ganze Zeit immer bewegen. Also irgendwie zwischen dem Digitalen und irgendwie Schreiben Literatur und so weiter.

Und das... Wir haben lange hin und her überlegt, aber das ist das, was wir uns ausgedacht haben. Jetzt streiten sie natürlich wieder, weil sie jetzt eifersüchtig sind. Kannst du aufhören, die Schwester zu hauen? Du bist eh auch toll. Ja, aber das war dieses Jahr, das kann ich dann am Anfang direkt erzählen. Also die haben sich dieses Jahr zwischenzeitlich so gefetzt.

Ich glaube, das war verzögert nach dem Umzug. Wir sind Ende letzten Jahres hier diese Wohnung gezogen und jetzt hört mal auf. Jetzt hört mal auf, Maus. Sie streiten jetzt gerade wieder, weil sie sich so ein bisschen eifersüchtig machen. Das Problem war, dass Wir vorher in einer Wohnung gewohnt haben, die ein bisschen, die hatte mehrere Ebenen und so weiter und aufgrund von ja, erhöhter Miete, aufgrund von diversen baulichen Mängeln und so weiter, Leute, die Substanzen im Stiegenhaus genommen haben, haben wir gedacht, wir wechseln doch vielleicht die Wohnung und die Katzen haben sich erst [00:05:00] besser eingelebt als wir, also hier stand noch alles voll Kartons das fanden die natürlich total aufregend und jetzt nachdem nach ein paar Monaten dann der Alltag hier eingetreten ist, haben die sich angefangen so zu fetzen, dass wir sie

in zwei verschiedenen Räume auch sperren mussten ... ... und wussten lange Zeit nicht, was wir machen sollten. Also so, ich habe eine Katzenpsychologin, ... ... also eine Frau, die sich mit Katzenpsychologie beschäftigt ... eine Katze, die Psychologin ist, ... ... habe ich konsultiert und das war ein Zoom-Call

und die hat uns so ein bisschen über Katzenverhalten erzählt. Ist auch das, was ich immer raten würde, was man machen sollte, ... wenn sowas mal auftritt, weil das ist nicht so selten ... bei Wohnungskatzen dass das passiert. Und dann gibt es so Phänomene die heißen so umgeleitete Aggression, zum Beispiel wenn denen irgendwas nicht passt, dass sie Diese Aggression dann an der anderen Katze auslassen, auch wenn sie eigentlich nichts damit zu tun hat.

Das kann aber auch Ressourcenstreitigkeiten in der Wohnung sein. Ich habe sehr viel gelernt, was ich auch alles noch im Katzenkrimi verwenden kann. Und das hat wirklich mehrere Monate gedauert Das war natürlich extrem stressig hier [00:06:00] auch, weil wir dann … Ehe schon Umzug und dann noch … Ja. Und das hieß auch, sie sind gewohnt bei uns im Bett zu schlafen.

Die sind gewohnt ... viel Zeit mit denen auch verbringen und dann ist ... ... eine auf einmal ausgesperrt und die, die ausgesperrt ist, ... macht natürlich Radau und miaut die ganze Zeit ... ... oder kratzt an der Tür oder ... ... ist halt, das ist natürlich irgendwie nicht so schön. Und ... Dann war die Lösung Drogen.

Also das war wirklich etwas, was jetzt ganz gut funktioniert hat. Also natürlich gibt es hin und wieder, so wie jetzt gerade, dass sie sich hin und wieder mal Distanz einfordern. Die Verhaltenspsychologin hat auch gesagt, dass Tinte eine distanzlose Katze ist oder eine, die halt nicht so gut, und das ist auch, wenn sie Kuscheln einfordert nochmal deutlich, also dass sie halt so...

Weniger Distanz, also eine interessante Distanzregulierung hat. Entweder mich voll oder gar nicht, so wie man das von Katzen auch als Klischee halt häufig hat. Und Pixel ist so sehr kuschelig aber wenn sie gerade keine Lust hat zu kuscheln und Tinte das einfordert dann so wie [00:07:00] gerade zum Beispiel, dann, ich weiß nicht, das war, glaube ich einfach so ein bisschen Eifersuchtsgehaue gerade, so weil sie eigentlich im Mittelpunkt stehen wollte.

Aber dann gibt Torch das nochmal auf, aber jetzt mittlerweile, sie können ... ... im gleichen Raum sein, sie putzen sich wieder gegenseitig was ja ein gutes Zeichen ist und so und da gibt es halt ein Medikament was ... Die, was die Pixel jetzt gerade bekommen, das ist Pregabalin, ich weiß nicht, ob für Medikamente, das ist, glaube ich ein, das Patent ist eh ausgelaufen, glaube ich dafür, deswegen ist es nämlich billig und was auch neben, ein guter Nebeneffekt war, aber es ist ein Medikament was bei Menschen, auch bei Teenagern mit Angststörungen eingesetzt wird, also das ist, also voll gut, also ich wusste nicht, auch wie mir der Tierarzt das erzählt hat, war so, ja, also ich gebe das Ihnen jetzt, letztens war ein, Psychologe hier bei mir, der hatte seinen Kater dabei und der hat das Pregabalin auch zu Hause und meinte ja, das brauchte ich ihm gar nicht verschreiben und das ist in der Verhaltenspsychologie wohl auch ein Gamechanger, weil es gar nicht [00:08:00] sediert oder so, sondern einfach ein bisschen Stress runternimmt und das hat gereicht, also sie kriegt zweimal ein Viertel Tablette pro Tag und damit hat sich das innerhalb von drei Tagen völlig gelegt dieses Gestreite und Demnächst müssen wir es ausschleichen lassen, weil es ein Spiegelmedikament ist, aber man lernt so viel mit Katzen zusammenzuleben und halt jetzt auch über Medikation.

Vielleicht nochmal einen Schritt zurück. Es ist ja ein Audio-Podcast. Kannst du die beiden nochmal optisch beschreiben? Ach stimmt, ja voll. Man sieht das gar nicht. Es sind britisch Kurzhaarkatzen und Tinte und Pixel, das hat natürlich auch damit zu tun, wie sie eben ausschauen. Also Tinte ist komplett dunkel Blau-Grau würde ich sagen oder Grau und Pixel hat so kleine hellere Flecken überall drin und das war auch mit natürlich die Namensentscheidung wer da wie heißt und sind sehr flauschig im Winter immer ein bisschen dickeres Fell.

[00:09:00] Sehr, sehr weich kann ich bestätigen jetzt vom ersten Kraul-Eindruck. Ja, also wirklich sehr viele Haare. Auch der Grund hier zum Beispiel einen neuen Staubsauger zuzulegen, war jetzt in der neuen Wohnung auch nochmal notwendig. Wie ist das bei dir? Bist du jemand, der… Bei denen Katzen sowieso immer im Leben eine große Rolle gespielt haben.

Bist du mit Katzen aufgewachsen oder ist das so dass sie sich die vielleicht mit deiner Partnerin in dein Leben gekommen sind? Oder wie hast du Katzen zusammengefunden? Ja, das ist ganz lustig Also ich habe als Kind meine, also bei meinen Eltern ist es so, mein Vater mag keine Hunde, meine Mutter mag keine Katzen Das heißt, wir hatten Goldfische.

Und wir wollten immer andere Tiere. Das Höchste, was wir immer hatten, waren dann so Kaninchen im Garten. Um die haben wir uns als Kinder dann aber auch am Anfang gekümmert und dann mussten meine Eltern das machen. Also ich habe noch zwei Brüder und wir haben uns nicht darüber, also nicht ausreichend glaube ich kümmern können als Kinder, weil wir, glaube ich einfach, das war zu viel.

Also dann sind die auch irgendwann wieder abgegeben worden. [00:10:00] Und, äh Fische waren, ja, halt da, aber es war ein bisschen langweilig natürlich. Und sobald ich dann ausgezogen war, ich hatte dann irgendwann eine Freundin, mit der ich auch nach Wien damals gezogen bin, also meine Ex-Freundin, und die ist mit Katzen aufgewachsen und die hat quasi gesagt, hey, hast du Lust, dir eine Katze zu holen Und ich war...

Also am Anfang so skeptisch weil ich weiß, okay, wenn wir das machen, dann müssen wir da sehr viel Verantwortung für haben, müssen wir irgendwie uns richtig gut kümmern informieren und alles und ich habe keine Ahnung. Und dann hat sie gesagt, nee, komm, wir machen das, ich kenne mich schon aus und wir lernen das auch noch gemeinsam und dann haben wir uns eine Katze die Willow geholt, die lebt jetzt bei ihr und es war auch, Von Anfang an auch eben halt, weil dieses Vertrautheitsverhältnis zu Katzen bei ihr war auch am Anfang auch eh immer so ein bisschen eher ihre Katze Es gibt ja, wenn man zusammenlebt immer so eine Katze die gehört zu der einen Person und die andere Katze gehört zur anderen Person.

Und da war das halt so. Und in der Zeit habe ich auch [00:11:00] so ein bisschen das Zusammenleben mit Katzen gelernt. Und das waren dann auch die ersten... Inspirationen für den ersten Katzenkrimi so ein bisschen, also da spielte sehr viel mit rein, warum ich den geschrieben habe, aber das war genau die Zeit und dann habe ich noch mal zwei Jahre, wir haben dann noch einen Kater adoptiert eine kurze Zeit, so ein Kater, der kein Zuhause hatte, wo der Freund von meiner damaligen Freundin der hatte

ja musste umziehen und die konnten den Kater nicht halten, das heißt der ist ein paar Jahre zu uns gegangen. Dann haben meine Ex-Freundin und ich uns aber getrennt und ich habe den Kater genommen, sie hat die Katze genommen. Und ich habe dann ja gut nochmal so zwei Jahre mit dem Kater gelebt. Und dann ist er aber zurück zu seinem Besitzer gegangen und das war wirklich, das war Heartbreaking so ein bisschen, das war wirklich ganz schlimm.

Ich hab wirklich voll geweint, weil den hab ich wirklich gern gehabt, Katerchen. Und ja, ich hoffe immer, ihm geht's gut. Er war schon ein bisschen älter und auch ganz, auch irgendwann sehr krank und so [00:12:00] weiter. Und ja, und dann, als wir dann umgezogen sind nochmal, ich bin sehr viel umgezogen die letzten Jahre, das war auch ganz schlimm.

Und dann haben wir uns aber Pixel und Tinte geholt und seitdem, das ist sehr schön, ja. Ich habe ja auch zwei Katzen und das sind Trennungskatzen also die leben jetzt mit mir bei meinem neuen Partner, die habe ich mir aber ursprünglich angeschafft mit meinem Ex-Freund und als wir uns getrennt haben, waren die dazwischen ein Jahr bei ihm, bevor, weil ich in Deutschland gearbeitet habe und das war irgendwie alles schwierig und ich habe die dann zurückbekommen nach einem Jahr und ich denke da und das ist gar nicht irgendwie bequem Respektlos oder böse gemeint aber dieses Thema Trennungsschmerz war für mich bei den Katzen viel schlimmer als in dieser Beziehung.

Ich verstehe voll, weil das ist ja in der Zeit, wenn man sich trennt zum Beispiel, dann denkt man ja sehr viel einfach über die menschliche Beziehung nach und macht schon sehr viel Processing was das angeht und denkt noch gar nicht dran, oh Gott, das schließt die Katzen ja mit ein. Und [00:13:00] deswegen setzt man sich danach ja erst damit auseinander So richtig.

Ja, das hittet dann schon. Und ich hatte auch so das Gefühl irgendwie, weil du vorher auch gemeint hast, man hat diese Verantwortung und man ist sich dem ja bewusst, wenn man die holt und dann kann man der ja gar nicht nachkommen und hat dieses Gefühl, versagt zu haben. Zum Beispiel war bei mir ganz stark ausgeprägt in der Zeit.

Ja muss mir auch immer sagen Nee, die sind ja in guten Händen So, die sind ja in guten Händen. Die sind ja auch bei Menschen, die sich sehr gut kümmern. Ja aber Es ist dann, also hattest du das auch, also als die Katzen dann eine Zeit lang weg waren, dass ich dann auch so Geisterkatzen oder Geräusche im Haus gesehen habe, wo dann zwischendurch ich dachte, oh nein, es kann sich nichts bewegt haben, hier ist niemand.

Ja, also ich finde man merkt das auch beim Heimkommen und so, ich mache dann auch die Tür noch gleich auf, nämlich so, dass ja keine Katze entwischen kann, wenn man die Wohnungstür aufmacht, obwohl ja gar keine da ist oder dass man beim Staubsaugen so das Gefühl hat, ah shit, jetzt [00:14:00] wird es gleich laut, aber es ist ja jedem egal, weil hier sind keine Tiere, die das vielleicht nervt Also ja, das sind so eine Art Phantomschmerz glaube ich, der sich dann noch durchzieht.

Ja, und ich glaube, ich habe das auch in anderen Wohnungen, also ich mache andere Wohnungstüren auch so zu oder auf, dass keine Katze rauskommen kann, weil ich das immer, oder Ich bin auch immer irritiert wenn Leute dann irgendwie, wenn man sich verabschiedet oder so, dann die Tür sperrangelweit auflassen und so sagen, ja komm, was machen wir nächste Woche?

Und ich denke so, was? Ach so, ihr habt keine Katzen Du hast gerade schon deine Katzenkrimi-Reihe angeteasert Lass uns darüber sprechen. Die heißt Mitz Marple. Mitz Marple ist eine Katzendetektivin und im Oktober ist der letzte Band dieser Reihe erschienen. Es gibt mittlerweile. Drei Bücher. In dem aktuellen Buch ermittelt Mietz-Mapel in einem Tierhotel.

Ich mochte das Buch total. Ich habe beim Lesen sehr oft sehr laut gelacht. [00:15:00] Und du hast auch schon mal in einem Interview erzählt, dass Tinte und Pixel dich sehr inspiriert haben. Inwiefern? Also sie kommen im zweiten Teil, glaube ich vor. Also den ersten Teil, da gab es Pixel und Tinte noch nicht. Also literally, sie waren noch nicht geboren.

Aber... Im zweiten Teil gibt es ein Detektiv-Trio, also ich hab aus zwei Katzen mehrere gemacht, aber so die Energy, die Kitten haben, ist so ein bisschen gechannelt worden im zweiten Teil, weil junge Katzen dann doch noch mal ganz ganz anders sind als irgendwie Katzen die ein, zwei Jahre schon älter sind.

Das ist ein Riesenunterschied. Also dieses ganze Toben das ganze Entdecken, das ganze Rumspielen, herumspringen wo man nicht rumspringen sollte, Sachen zerfetzen und das ist ja auch immer eine wilde Zeit wenn man ganz, ganz junge Katzen hat und da gibt's halt eben ein Detektiv-Trio, wo Ein Detektiv-Trio mit Schnurstus Jonas, Peter Poe und Bobcat Andrews was quasi mit [00:16:00] Meets Marvel ermittelt.

Was auch interessant war das heißt, das sind die drei Pfoten, das sind die vier Pfoten und mein Lieblings-Fact war so, wir haben lange Zeit überlegt, okay, wie kriegen wir das, also ist das rechtlich so, kriegen wir das eigentlich durch? Ich dann tatsächlich mit Mit dem Anwalt vom Verlag so ein bisschen reden müssen und ich mochte, dass dann jemand das Job war herauszufinden, ist das okay?

Also das war extrem gut. Aber ja, es ist halt glaube ich so künstlerisch verfremdet also es sind Katzen und sie heißen auch irgendwann nicht mehr die drei Pfoten weil sie noch eine vierte dazu, also ja, aber das war so eine Inspiration und auch so... Also Katzen haben ja, das werden Leute ja auch bestätigen die Katzen haben immer sehr, sehr eigene Persönlichkeiten.

Und durch Pixel und Tinte sind nochmal zwei dazugekommen die ja irgendwie nochmal ganz eigen sind, als die Katzen ich bisher kannte. Und das gibt mir auch immer Ideen nochmal für Charaktere zum Beispiel. Auch dieses ganze Streitthema was jetzt ja noch verhältnismäßig neu war, das wird noch etwas sein, was ich glaube im vierten Teil [00:17:00] kommt Gerne nochmal ausweiten wollen würde, ja.

Kannst du vielleicht ein bisschen erklären, wie du die Welt von Meets Marple angelegt hast? Also sind wir da, sind die Katzen in der menschlichen Welt verankert oder sind die vermenschlicht in einer … Tierwelt oder wie kann sich das vorstellen also viele katzen krimis oder tier krimis sind ja häufig dass es so ist dass es eigentlich menschen krimis sind die aber nur in anführungszeichen aus der perspektive einer katze oder eines hundes oder des papageis oder eines schafs erzählt werden und das wollte ich nicht so machen vor allem als ich katzen krimi gehört aber nicht das war so eine lesebühne aufgabe eigentlich ursprünglich mal so ein text zu schreiben Habe ich mich gar nicht so sehr damit auseinandergesetzt und habe gedacht, na Katzenkriminell, da muss es ja sein, dass die Katzen in ihrer eigenen Welt ermitteln.

Das war so für mich völlig logisch. Und so habe ich die Welt dann auch angelegt und in dieser Welt leben Katzen in einer, ich würde sagen, Parallelgesellschaft zu den Menschen. Und die Menschen werden so behandelt wie Tiere sonst in [00:18:00] Menschenromanen behandelt werden. Nämlich so, die sind schon auch irgendwie wichtig, aber so eigentlich Beiwerk und um die geht es nicht.

In dieser Welt gibt es halt wirklich Institutionen großes Thema ist die Katzenpolizei all cats are beautiful, es gibt ganz viele Vögel, die zum Beispiel die Kurzmeldung rauszwitschern, es gibt die Weltzeitung die von Hunden gemacht wird, es gibt ja verschiedene Künstler Künstlerinnen, die… ... sehr namentlich dann immer sehr angelegt sind natürlich an, an menschliche Vorbilder

ähm, es sind sehr viele Wortspiele drin und ... ... so ist die Welt angelegt und ... ... was mir auch ganz wichtig ist, ist halt ... ... mit diesem Genre Katzenkrimi zu spielen, also es ist halt ... ... etwas, wenn man das jemandem erzählt, dann muss ich mich immer rechtfertigen warum schreibt man das? Und das ist natürlich ein albernes Genre also so, warum, warum sollte man das tun und

mein, meine Ambition an dieses ... Spiel mit den Genres ist, einerseits dieses ganze [00:19:00] Albern das ganze, wie sagt man, Whimsical, daran auch quasi wirklich ernst zu nehmen, genauso aber den Krimi-Part ernst zu nehmen. Also genau so zu sagen, ich möchte dann trotzdem, dass es nicht nur darum geht, dass es irgendwie lustige Katzenbautspiel sind, dass die Geschichte, die dann Innerhalb dieser Welt erzählt wird, auch eben sich selbst ernst nimmt und nicht halt nur eine Parodie von Krimis in dem Fall ist.

Und ich glaube, das ist fast das Härteste jetzt beim Schreiben von den Büchern quasi, dass man sich in der Albernheit ernst nimmt. Ja, Es gibt ja noch einen deutschsprachigen Autor, der auch sehr bekannt ist für das Thema Katzenkrimis der aber mittlerweile verurteilt ist wegen … Ich glaube Volksverhetzung.

Volksverhetzung Ich bin mir nicht … aber mehrere vergehen auf jeden Fall, ja. Hast du das Gefühl, dass der Druck, weitere tolle Katzenkrimis zu schreiben, jetzt nur noch auf deinen Schultern lastet dass du da ernst performst Es gibt ja Gott … ja, also den Katzenkrimi antifaschistisch zu besetzen, ist natürlich auch [00:20:00] eine Ambition dieses Projekts Ich glaube, das ist auf jeden Fall auch ein wichtiges Ding, weil am Anfang, als ich das geschrieben habe, immer der Name von diesem Autor aufgetaucht ist und mich das natürlich voll geärgert hat und also das ist jetzt irgendwo die politische Dimension des Buchs einfach zu sagen, wenn man das Wort Katzenkrimi hört, dass man nicht immer nur … Aber es gibt ja auch englischsprachige total tolle Autorinnen.

Es gibt die Rita May Brown, die ja auch eine extrem wichtige Figur in der amerikanischen Frauenbewegung war, die ja auch Science-Fiction-Bücher schreibt, aber eben auch eine voll gute Katzenkrimi-Serie. Es gibt auch hier und da, mein Verlagskollege, der Bernd Eichner, hat ja jetzt auch einen Hundekrimi geschrieben und sie haben es im gleichen Programm rausgebracht.

Schauen wir mal, das fand ich auch extrem witzig. Ja, und... Das ist ja vielleicht eine Dimension davon, auf jeden Fall auch, doch. Tinte und Pixel, wenn du sagst die haben dich inspiriert, wer ist von den beiden [00:21:00] die größere Spürnase, wenn man es so will? Und vielleicht, um in derselben Kategorie zu bleiben, also im Krimi-Jargon, haben die beiden nicht nur mittler Potenzial sondern vielleicht auch so ein bisschen kriminelle Energie.

Ja, voll. Sie sind beide höchst manipulativ, also absolut, absolut manipulativ und also ich würde sagen, Tinte ist ein bisschen cleverer bei einigen Sachen, also so, wir machen ja auch, versuchen ja viel Engagement mit denen auch zu machen und so High-Five und Gipfötchen und so weiter das kann sie voll gut und hat das ganz, ganz schnell gelernt und Pixel tut sich immer noch ein bisschen schwer mit solchen Sachen, vielleicht hat sie auch einfach einen eigenen Willen vielleicht ist es gar nicht Intelligenz sondern vielleicht ist es einfach so kein Bock da drauf.

Sie ist aber auch schneller ängstlich als die andere, also so was jetzt Ermittlungen angeht Dinge rausfinden, ich glaube da tut sich auch Tinte so ein bisschen leichter weil sie kommt leichter in so Kästen rein, das ist wirklich deutlich leichter also wenn es darum geht irgendwo [00:22:00] ein- oder auszubrechen, da ist glaube ich die Tinte sehr gut.

Vielleicht die bessere Spionin. Die bessere Spionin, ich glaube Pixel ist aber eher so, was so Social Skills angeht sie ist mehr… Sie wird sich auf eine Dinnerparty schleichen und einfach einerseits zwar der Mittelpunkt sein, aber gleichzeitig ganz viel über die Leute erfahren, die mit ihr interagieren Sie ist sehr gut darin sich hinzusetzen und von allen geliebt zu werden, sofort.

Aber beide eigentlich, das sind beide. Kannst dich an einen Krimi-Fall erinnern Also... Ist logischerweise kein Mord, der sich hier bei euch ereignet hat, also sind Schmeckis verschwunden oder sowas in die Richtung? Ja, regelmäßig Meine Freundin macht Analogfotografie und immer wieder findet man an Stellen in der Wohnung, wo das nicht sein sollte, Negative, die da … Auf mysteriöse Art und Weise hingekommen sind.

Und unsere Spurensuche hat ergeben, dass da mehrere Zahnspuren drauf sind. Das passiert Pinsel. Pixel klaut sehr viel [00:23:00] Pinsel. Also das ist auch, ich weiß nicht, ob es eine Namensverwandtschaft ist, aber sie klaut sehr gerne Pinsel. Das ist halt das größte Verbrechen was hier passiert, das Pinselklau. Das macht Pixel sehr viel, ja.

Mietz-Mapel ist ja so ein bisschen Detektivin wie der Willen oder? Weil eigentlich ist die ja schon in Rente und möchte nur noch schreiben. Sie schreibt Gedichte. Ja. Und dann landet sie aber irgendwie durch Zufall immer wieder in neuen Fällen. Ist das was was du fühlst Man will nur noch eigentlich schreiben, aber es geht nicht?

Ja, absolut. Das ist absolute Projektion auf die Katze natürlich. Also so in der idealen Welt. Also ich schaue jetzt gerade sehr neidisch nach Irland wo es ein Grundeinkommen für KünstlerInnen zum Beispiel gibt. Da würde ich nur das machen. Also wenn es keine wirtschaftlichen Zwänge gäbe, dann würde ich hier sitzen.

Ich würde Sachen schreiben. Ich glaube, es wird mir auch deutlich leichter fallen, Sachen zu schreiben, weil mittlerweile, also seit 15 Jahren lebe ich mal so, mal so vom Schreiben. Also das funktioniert eigentlich. Diese Geldthematik nicht wäre, [00:24:00] dann würde ich hier sitzen und es gäbe sicher schon ein bis zwei Teile Meets Marple mehr, weil ich, oder vielleicht auch weniger, aber dann halt vielleicht auch noch ausführlicher oder vielleicht noch mit mehr Details, weil es halt immer damit zu tun hat, dass man ja auch irgendwie von Dingen leben muss und ja

Ja, schon. Also eine Katze sein, die einfach nur schreibt, das wäre eigentlich der Idealzustand. Aber es ist ein gutes Stichwort. Wie geht es weiter mit Meets Marple? Was ist da geplant? Also ich habe Ideen noch für mindestens drei oder zwei bis drei weitere Fälle so oder Motive zumindest, die ich irgendwie verwenden möchte.

Und was die Serie für mich auch ganz spannend macht, ist dass sie auch ein wahnsinnig gutes Handwerkstool ist. Also ich lerne ganz viel übers... Langstrecken schreiben, da ich aus dem Poetry-Slam komme, ist das etwas, was ich immer noch das Gefühl habe, mehr lernen muss. Auch bei Vienna Falling war das hilfreich, vorher schon zumindest [00:25:00] auch Katzenkrimis geschrieben zu haben, einfach weil das Halten von Spannung, das Einhalten von konsistenten Charakteren und so weiter lernt man dadurch.

Und Krimi ist halt dankbar weil es ja auch Formen gibt, die man bedienen kann. Enge Genre-Konventionen Zum Beispiel das erste Buch ist eher ein Thriller, würde ich fast sagen, weil man auch die Perspektive der Antagonistin immer mal wieder sieht. Der zweite spielt eher so im Horror-Genre fast schon herum und der dritte ist jetzt sehr cozy, Crime, Closed-Circle-Mystery.

Im Krimi dann nochmal so Subgenres und die nach und nach durchzugehen zum Beispiel, ist für mich halt jetzt ein Plan. Also Ich spiele die ganze Zeit mit der Idee, einen Heist noch zu machen, also dass man jetzt mal ein Team zusammenstellen muss, um irgendwo reinzukommen oder so. fände ich sehr toll. Also das finde ich auch immer noch gut.

Ich möchte auch, dann gibt es noch Dinge, ich möchte irgendwas auf einem Schiff spielen lassen. [00:26:00] Das Thema Zoo kam noch gar nicht vor. Katzen im Weltraum sind auch immer ein Motiv da weiß ich nicht ob das dann zu weit geht. Also es gibt noch extrem viele Denkrichtungen, in die man gehen kann und es ist… Also, Katzenkrimi zu schreiben ist ja auch so ein bisschen Spiel, also man limitiert sich einerseits darauf, dass das immer in dieser Tierwelt spielen muss und ich finde aber auch immer gut wenn man sich so limitiert, weil dann kann man kreativere Ideen haben, habe ich hoffentlich das Ding, wenn ich von einer ganz blanken Seite stehe, ist es immer schwieriger als wenn ich zumindest so ein bisschen was habe, in dem ich mich bewegen muss und ja, beim Katzenkrimi...

Ja, da gibt es noch einige Sachen, die zu erzählen sind. Und so der Heist ist etwas, was schon länger ... Ich scherze mal doch damit, dass ich einen Nebencharakter aus dem ersten Teil nehmen möchte und so kleines Spin-off schreiben möchte. Ein Hummer-Thriller zum Beispiel, glaube ich, ist auch etwas, was noch nicht gemacht worden ist.

Und jetzt diskutiere ich die ganze Zeit mit mir selbst, ob das gemacht werden sollte. Du hast mal in [00:27:00] einem Presseinterview gesagt, bei Lesungen wollen Leute mit mir jetzt immer über ihre Katzen reden. Das ist ja auch ein bisschen das Konzept dieses Podcasts. Ist das was womit du gerne lebst mittlerweile oder darfst beruflich gern wieder weniger Katzen sein?

Nein, also ich finde es super, dass das so ist und ich genieße das auch voll. Ich muss nur so ein bisschen eine Strategie finden, wie ich andere Projekte machen kann, die nichts mit Katzen zu tun haben, ohne dass ich mich halt immer dafür rechtfertigen muss. Und ich habe jetzt auch Ideen noch für Romane, in denen Katzen wirklich sehr wenig Rolle haben.

Und ich glaube aber, diese Meets Marple Serie, die möchte ich so lange gerne weitermachen, wie es irgendwie möglich ist, weil ich da auch wirklich große Freude dran habe. Und ich glaube, da ist noch eben halt viel zu erzählen, die es für mich noch nicht auserzählt. Und gleichzeitig denke ich aber auch, dass Mir die Serie so ein bisschen auch Selbstvertrauen gegeben hat, jetzt den Schritt zu machen, auch mal über Menschen zu schreiben, weil irgendwie scheint es da auch was zu erzählen zu geben.

Aber ja, ich [00:28:00] glaube, das Einzige womit ich eher immer so hadere, ist dann, dass Katzenkrimis in ihrer Wahrnehmung natürlich halt für viele Leute in Anführungszeichen nicht richtige Literatur sind und das Gleiche gilt aber auch schon für Poetry Slam und auch für die Experimente wo ich mit digitaler Literatur so Anfang so 2017, 18 rumgespielt habe.

Irgendwie schaffe ich es immer Genres oder Dinge zu bedienen die Leute als in Anführungszeichen nicht richtige Literatur halt ansehen und ich glaube von dem Label halt versuchen so das herauszufordern dass es eher so eine Etwas, was mir, glaube ich, große Freude auch macht, halt zu schauen. Leute sind immer sehr überrascht.

Ich glaube, die Steffi Jaksch die den neuen Katzenkrimi lektoriert hat, hatte ein schönes Feedback, die hat nämlich gesagt, ich hätte nicht gedacht, dass es in der Katzenwelt so komplex zugeht. Sehr schön. Und das fand ich ein extrem liebes Feedback. Und auch, ich habe gerade eine Lovely Books Leserunde, die auch extrem...

Ernsthaft über diese... ... [00:29:00] über die Handlung halt dann auch spricht. Und auch irgendwie über, wie die Welt gemacht ist. Und auch philosophiert und so weiter. Über, wie es bei Katzenbohm ist. Und was das mit dieser Wahrnehmung macht. Dass wir aus der Tierperspektive reden. Und das macht mir große Freude. Und ich habe, ja...

Ich weiß nicht, ich liebe, dass Leute mit Katzenbildern ankommen bei Lesungen und nicht über Figurenmotivation reden wollen oder über Metaphorik oder über literarische Anspielungen im Text, aber finde auch gut dass das bei anderen Büchern halt ein bisschen anders läuft. Ich hätte gerne alles davon, ich möchte mich nicht einfach reduzieren lassen darauf.

Ich glaube, das ist alles, was mir da so ein bisschen Kopfzerbrechen bereitet, wie man das gut löst. Du bist aber nicht nur als Autor unterwegs, sondern du machst zum Beispiel auch YouTube-Videos oder zumindest früher. Ich habe mich da ein bisschen durchgeklickt. Es gibt einige Videos, die du mit deinem Kater gemeinsam gemacht hast.

Das war ein schwarz-weißer Kater. Das war Katerchen, genau. Katerchen ich wollte gerade fragen. In einem baust du einen Katzenroboter mit [00:30:00] Laseraugen und in einem anderen schreibst du mit deinem Kater gemeinsam ein Gedicht. Ja. Eine Beobachtung die ich sehr schön gefunden habe bei den Videos ist, dass sie so kooperativ sind, also dass man immer das Gefühl hat, dass du Die Katze so einbeziehst in deine Arbeitsprozesse, ist das was was du in anderen Arbeitsbereichen auch so machst, zum Beispiel beim Schreiben von Mietz Marpel?

Beim Schreiben von Mietz Marpel ist es recht getrennt Also so die Inspiration und das ganze Interagieren mit den Katzen passiert hier in der Wohnung. Ich muss aber sagen, In den letzten Jahren hat es sich bei mir entwickelt, dass ich zu Hause ganz schwer schreiben kann. Also ich kann eher, also ich bin dann tatsächlich eher mit anderen AutorInnen, so mit dem Elias Hirschler habe ich das häufig gemacht, gehen wir ins Café und setzen uns irgendwie hin und schreiben irgendwie, weil das rauskommen, quasi wie ins Büro fahren und dort zu arbeiten, den Lebensraum und den Arbeitsraum so ein bisschen trennen.

Oder in der Bibliothek in der Uni habe ich auch häufig irgendwie noch [00:31:00] was gemacht. Das hat, also das ist so ein bisschen getrennt oder es ist schwer, die Katzen irgendwie einzubeziehen, wenn man halt nicht zu Hause ist. Ja, aber tatsächlich beim Katzenkrimi mache ich auch aktiv halt das Beobachten der Katzen da sind sie so ein bisschen eingebunden.

Ich kann sie leider nicht fragen, das wäre natürlich super, weil ich denen so ein bisschen … ... sagen, fragen könnte, was hältst du von der Stelle, ist das akkurat dargestellt, so findest du, dass ich hier aus einer Tierperspektive sinnvoll schreiben kann. In anderen Fällen beim Menschenroman kann man das ja machen, also wenn ich jetzt irgendwie sage, ich habe jetzt eine Perspektive, die nicht meine eigene ist, dann kann ich zumindest zu Menschen gehen, die diese Perspektive vielleicht haben und nochmal nachforschen.

Hey, meinst du, das ist akkurat gibt es irgendwie Sachen, die ich nicht bedacht habe und so, das ist bei Katzen halt schwierig. Wie ist denn deine Arbeitsweise, wenn du sagst du triffst dich zum Beispiel mit Elias Hirschl im Café, seid ihr dann auch Sparringpartner füreinander? Ja, also ich bin ja mit Poetry Slam quasi an der Anfangszeichen aufgewachsen mit dem Schreiben und da ist es so, ich schreibe den Text, ich kriege abends Feedback auf den Text und...

Dann weiß ich [00:32:00] ungefähr, ob der gut funktioniert oder nicht. Für mich zumindest oder in dem Bühnensetting zumindest funktioniert. Und das brauche ich auch so ein bisschen. Also ich brauche schon, mein Dopamin hier ist da schon so, ich brauche sofort Feedback. Selbst wenn ich erst nur ein Kapitel geschrieben habe brauche ich Feedback.

Und ich habe da auch noch eine Chatgruppe eben mit einer weiteren Autorin, ... der Selina Seemann, die da auch mit drin ist, oder Milias, ... wo wir halt gegenseitig halt unsere Nachrichten halt hin und her schicken ... und neue Textentwürfe mal uns anschauen. Und das ist halt sehr gut ... gut zwischendurch immer mal wieder ein Kapitel hier zu lesen Kapitel da zu lesen und sich Feedback zu holen auf die eigenen Sachen, weil Schreiben sonst sehr einsam ist einfach.

Also gerade bei Büchern, die zwei, dreihundert Seiten irgendwie lang sind und ich kann Menschen schwer verstehen oder also für mich ist es einfach nichts halt dann die paar Jahre die man an dem Buch schreibt, das ... Zurückzuhalten dann mit niemandem während der zeit darüber zu sprechen und dann auf einmal halt das irgendwie in die welt zu lassen ich stelle mir den druck dadurch entsteht viel größer vor [00:33:00] als auf die art und weise wie ich das mache nämlich in so kleinen häppchen mit leuten auch teilen in einem sozialen prozess weil wenn ich dann ich stelle mir vor ich würde jahrelang an einem projekt arbeiten das niemandem zeigen und dann gehe ich erst damit zu leuten dann denke ich mir ich hätte in der zeit Den Prozess ja, warum lasse den nicht begleiten?

Also ich verstehe es ehrlich gesagt wirklich ganz schwer, weil man macht das Ding ja viel größer als es ist. Und ich habe immer das Gefühl, je größer ich eine Sache mache ... Desto schwieriger fällt es mir, daran zu arbeiten. Ich merke jetzt schon, die Bücher laufen gerade ganz gut ... ... und ich kriege auch total liebes Feedback, mich jetzt davon zu befreien,

dass das Nächste was ich mache, mindestens genauso gut sein muss ... ... und dass es mindestens genauso, wenn nicht gar besser sein muss, ... ... sich davon zu befreien, wenn was gut gelaufen ist. Das finde ich ganz ganz schwer und das wird ja nur erhöht ... ich jetzt alleine arbeite die ganze Zeit für mich.

Und ich finde auch immer, Schreiben ist ja auch Kommunikation Ich kommuniziere ja. Über den Text mit Menschen, die das [00:34:00] lesen warum soll ich nicht währenddessen auch mit Menschen kommunizieren? Ich glaube, es gibt so, Stephen King ist, glaube ich, zum Beispiel ein Gegenbeispiel, wo der in seinem Schreibratgeber genau das Gegenteil sagt.

Er spricht irgendwie davon, der Text erkältet sich, wenn man, ich weiß nicht ob das gesagt hat, aber glaube, da kam das vor, der Text erkältet sich, wenn man ihn zu früh Leuten zeigt, weil er sich dann anreichert mit, ... Perspektiven von anderen Leuten, die nicht man selbst ist, aber das passt. paar Zillen sozusagen.

Ja aber das finde ich Quatsch das finde ich Quatsch das macht es ja sowieso, nur weil ich alleine in meinem Zimmer habe ich ja trotzdem, dann funktioniert es halt indirekt über mich, weil dann habe ich halt von wem anders was gehört und dieses ganze Geniedenken, das kommt jetzt aus mir nie, keine Idee kommt wirklich hundertprozentig immer aus mir, sondern sie ist formuliert aus ganz, ganz vielen Einzelerfahrungen, die ich gemacht habe, die ich

dann irgendwie neu zusammenpuzzle und da finde ich Quatsch halt andere Leute auszusperren. Ganz im Gegenteil, ich habe dann häufig das Gefühl, man wird auch Weltfremder, wenn man so schreibt. [00:35:00] Ja, Weltfremder. Willst du was anderes sagen? Was sagst du? Was möchtest du sagen? Okay na gut. Nur mal rückmelden, dass sie noch da ist.

Ja, ja. Wie viel Uhr haben wir? Ach so, ja gut, es geht langsam auf die 12 zu, weil das ist das das wird hier gespielt, ja. Ich muss sagen, ich kenne das total gut. Ich bin jetzt im ersten Jahr selbstständig und das war meine größte Erkenntnis dass ich dringend wieder mehr Sparringpartner brauche weil das so von einem Moment auf den anderen So rausgenommen aus einer Redaktion oder aus einem Team definitiv eine ganz andere Form des Arbeitens ist.

Ich schreibe jetzt keine Romane aber ich schreibe Podcast-Skripte zum Beispiel und ich merke bei meiner Arbeit, dass ich mir auch oft leider erst im Verhandeln mit anderen oder in einem Pitch-Moment überhaupt die richtigen Fragen stelle zu der Geschichte oder ganz schnell auf Leerstellen draufkomme in dem Moment, wo ich mit anderen Personen Drüber spreche.

Tinte mag das Skript offenbar sehr. Sie wälzt sich über dem [00:36:00] Skript. Das ist ein herrliches Bild gerade. Vielleicht schaffe ich, das festzuhalten. Sie ist so eine Diebe. Sie fällt so sehr in die Aufmerksamkeit. Auch, ich glaube, das war eben wirklich, dass Tinte hat eben, das hat man im Podcast ja nicht gesehen, aber Tinte hat Pixel eben gehauen, weil beide saßen am Tisch.

Und jetzt ist Pixel weggegangen und Tinte will wirklich hier im Mittelpunkt sehen. Und man sieht links von der Seite, Wie während du Tinte kaulst, dass da richtig eifersüchtig gerade rüber geschaut wird. Ganz arm. Pixel du bist auch ganz toll. Und wenn du möchtest kannst du auch verkaufen, dann musst du aber herkommen.

Gibt es eine Anekdote oder anders gefragt, was ist so eine Anekdote zu den beiden, die du immer erzählst wenn jemand fragt wie die sind? In letzter Zeit das, was ich eben erzählte mit dem Streiten und dass sie das Dass Pixel jetzt Drogen nimmt. Das ist eine Sache, die ich gerne erzähle. Eine Sache ist mir noch eingefallen, als wir in alten Wohnung gewohnt hatten, hatten wir eine Dachterrasse.

Und das war, wir haben die natürlich halt gesichert und so [00:37:00] weiter. Und das zeigt noch mal so ein bisschen die kriminelle Energie auch von Tinto oder dem Freiheitsgeist eher. Ich habe nämlich eines Abends halt... Alle so reinrufen wollen, die draußen waren, alle Katzen. Und dann gehe ich so auf Terrasse und Pixel kommt sofort und ist sofort dabei, will auch noch gekuschelt werden und alles und Tinte kommt.

Ich dachte, ja gut, dann ist die irgendwo unten und habe sie aber nicht gefunden. Ich habe immer entgegen gecheckt so absolut paranoid. Und wir hatten noch eine Dachterrasse die über uns war, die also so in zwei Stufen und unser Nachbar hatte die andere. Und ich wende, gehe nochmal raus, schaue nach links und wie auf so einer Postkarte auf dem Dach Des Nachbarn Dann war so eine schwarze Silhouette vor der Stadt dann quasi halt und sie schaute so über die Stadt und hatte sich das einfach jetzt so als ihren Thron da halt genommen, eine richtige stressige Aktion dann sie wieder zurückzulocken und dann sie ist irgendwie über Umwege über so eine Absperrung geklettert und kam dann auch nicht mehr zurück, also so [00:38:00] und dann mussten wir sie über mehrere Umwege wach machen und nicht zu Hause und so weiter, das war, ja, das ist so eine Geschichte.

Die ich gerne noch erzähle, aber halt das mit den Drogen. Aber ihr habt sie ohne Feuerwehr wieder vom Dach runterbekommen Ja Das ist doch schon mal gut. Doch. Also, vor allem, wir haben so lange diesen Balkon gesichert und das hat man trotzdem, ja, also, ja. Sie finden Mittel und Wege. Ja. Du hast durch die Die Katzenkrimis die Qualität dich reinzufühlen natürlich in die Welt von Katzen und man kriegt das ja auch viel gespiegelt wenn man mit Katzen lebt wie sich die verhalten.

Ist dieser Satz im nächsten Leben, werde ich Kater, einer, den du fühlst oder bist du doch Kater ... ganz happy drüber Mensch zu sein. Boah, das kam darauf an wo ... ... das ist, glaub ich, wie wenn man als Mensch geboren wird. Es kommt darauf an, wo man geboren wird, immer. Also so, ja, wirklich Zufall so, ob ich jetzt

selbst wenn ich noch mal als Mensch geboren werden würde, ... Es gibt Menschen, die sehr tolles Leben haben, je nachdem, wo sie geboren werden. Es gibt Menschen die ein sehr schlechtes Leben haben und ich glaube, das Gleiche ist wie [00:39:00] bei Katzen halt auch. Also es gibt Katzen die ein sehr gutes Leben haben.

Es gibt sicher Katzen die bessere Leben haben als Hauskatzen in der Stadt. Ein deutlich schlechteres Leben haben, obwohl sie irgendwie frei sind und das Gleiche. Also das lässt sich sehr auf Menschen übertragen. Ich weiß gar nicht, ob das ein großer Unterschied wäre. Ich glaube, man kann sowohl als Katze ein sehr gutes Leben haben, auch als sehr furchtbares und das Gleiche ist als Mensch ja auch.

Und das Schlimmste ist, dass wir nie einen Einfluss darauf haben. Ich habe zum Schluss noch ein paar schnelle Fragen an dich, will ich aber nicht unter Druck gesetzt. Ja, überhaupt nicht. Nein gar nicht. Hast du eine Lieblingskatze aus der Popkultur die jetzt nicht Meets Marple ist? Hm, Lieblingskatzen aus der Popkultur?

Nee, eigentlich nicht, ehrlich gesagt. Richtige Lieblingskatzen aus der Popkultur. Es gibt natürlich viele, aber so, nee, also es gibt Leute, es gibt dieses, also dieses Abgekulte über Garfield habe ich nie hundertprozentig verstanden so zum Beispiel. Ich müsste länger über, also allein, dass ich jetzt so lange überlegen muss, zeigt mich glaube, nein.[00:40:00]

Dieser Podcast heißt Cat People, würdest du sagen, du bist eine Cat Person? Ich glaube, um dieses Label komme ich nicht drum herum. Kannst du dir nach diesen Jahren mit Katzen ein weiteres Leben ohne Katzen vorstellen? Sehr schwer. Also was ich mir vorstellen kann ist, dass vielleicht noch, also meine Vaterin ist eher Hundemensch auch unter anderem also sie mag auch sehr gerne Katzen aber wenn irgendwann die räumlichen Gegebenheiten so sind, dass man sich noch einen Hund anschaffen kann, Ich wäre wieder skeptisch so wie bei Katzen zu Anfang, aber wahrscheinlich wäre es auch eh okay.

Vielleicht noch eine kleine Challenge zum Schluss. Kannst du einen kurzen Text über deine Katzen improvisieren? Kurzen Text über meine Katzen improvisieren? Ach nee, ich glaube nicht. Ich glaube, ich schaue sie gerade zu sehr. Ich habe gerade versucht, drauf zu schauen, aber ich mache ja selten Impro-Texte deswegen, das würde mir schwer fallen.

Sie sind süß sie sind lieb piep. [00:41:00] Das was kriege ich zustande. Ich finde das toll. Ich finde das ein schönes Schlusswort für diesen Podcast. Fabian, danke dir für die Einladung beziehungsweise dass ich zu dir kommen durfte Ich habe mich ein bisschen selbst eingeladen Ja, danke für die Selbsteinladung Danke dir, dass du dabei warst Vielleicht noch zum Schluss die Aufforderung alle Personen, die das jetzt hören, wenn du zuhörst dann geh doch in die nächste Buchhandlung und hol dir einen oder mehrere Meets Marple Bücher.

Folg Fabian auf Instagram und geh vielleicht zu einer Lesung demnächst. Fabian danke, dass du da warst. Vielen Dank, danke schön.

Das war Cat People, der Podcast mit Miaufaktor. Alle Buchempfehlungen und die Infos zu Fabian findet ihr in den Shownotes. Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann teilt sie doch direkt mit euren katzenbegeisterten FreundInnen und bewertet sie in eurer Podcast-App. Diese Folge ist nicht werbefinanziert wenn ihr den Podcast also finanziell unterstützen wollt, dann macht das gerne über den Link zu Patreon in den [00:42:00] Shownotes.

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