Journalistin und "Inside Austria"-Podcasterin Antonia Rauth spricht über ihr Leben mit ihren beiden Britisch-Kurzhaar-Katzen Loki und Thor – benannt nach den nordischen Gottheiten. Ein Gespräch über Pandemie-Katzenbabys und einem Rondo-Fashion-Shooting über Futterdiven und Straßenkatzen in Griechenland bis hin zur Frage, wie ein Leben mit Katzen eine stressige Medienkarriere erdet.
In dieser Folge spreche ich mit der Journalistin und Podcasterin Antonia Rauth (“Inside Austria”) über ihre beiden Stubentiger Loki & Thor. Antonia erzählt, wie sie als Kind in Tirol ihr erstes traumatisches Katzenerlebnis hatte und warum sie trotzdem (oder genau deswegen) heute mit zwei flauschigen Göttern des nordischen Pantheons zusammenlebt: Loki, der Göttin des Schabernacks mit Kaiser-Wilhelm-Schnäuzer, und Thor, dem bulligen, gemütlichen Kater, der einmal in einer Bottega-Veneta-Tasche eingeschlafen ist.
Ein Gespräch über Katzenkarrieren, über Futtervorlieben, göttliche Tierwesen und die Frage, wie Katzen uns unterhalten, entschleunigen – und regelmäßig auch humblen.
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Podcast “Inside Austria” (Der Standard x Der Spiegel):
https://open.spotify.com/show/541L6BYlmoecUOID68qQ6K
Rondo-Artikel feat. Loki & Thor:
https://www.derstandard.at/story/3000000188908/catwalk-mit-stolpersteinen-ein-katzenshooting
Artikel von Kevin Recher im Standard:
https://www.derstandard.at/story/3000000188537/warum-ich-meine-schlimme-katze-therapierte
🎧Kapitelmarken:
[00:00] Intro
[00:54] Vorstellung & erste Begegnung mit den Katzen
[02:26] Antonia Rauth – Journalistin & Inside Austria Podcast
[02:32] Loki & Thor – Persönlichkeiten und Götternamen
[10:37] Wie Antonia zu zwei Katzen kam
[16:09] Das Fashion-Shooting im Rondo
[23:05] Katzen im Alltag – Entschleunigung & Struktur
[29:20] Katzen als emotionale Stütze
[32:12] Katzenfutter & verwöhnte Vierbeiner
[40:48] Reisen mit & ohne Katzen
[44:49] Katzenpsychologie & Therapiekatzen
[46:32] Katzennamen-Tauschbörse
[47:57] Outro
[00:00] Intro
Sandra: In dieser Folge zu Gast ist [00:00:20] Journalistin Antonia Rauth. Sie erklärt Österreich jeden Tag aufs Neue. Für den Spiegel, für den Standard und für alle, die sich fragen, was bei uns eigentlich los ist. Wir haben uns bei ihr zu Hause getroffen und über ihre nordischen Gottheiten auf vier Pfoten, Loki und Thor gesprochen.
Sandra: Über ein [00:00:40] unvergessliches Fashion-Shooting, verwöhnte Enkelkatzen und die Frage, ob und wie Katzen uns im stressigen Alltag
Antonia: helfen können, zu entspannen. Jetzt geht's los mit der Folge. Viel Spaß beim Hören.
[00:54] Vorstellung & erste Begegnung mit den Katzen
Sandra: Mein heutiger Gast, meine heutige Gästin sitzt mit mir am Boden ihrer Wohnung, [00:01:00] eine Hand auf einem Mikro, die andere Hand schon auf ihrer Katze.
Sandra: Hallo Antonia. Hallo Sandra. Es ist wahnsinnig schön, hier zu sein. Wir haben uns schon ein bisschen verplappert vor der Aufnahme, aber es gibt hier wahnsinnig viel zu sehen. Unter anderem deine beiden Katzen, mit denen du lebst, die [00:01:20] direkt das Willkommenskommando waren, wenn man hier bei der Tür reinspaziert und total freundlich und offen einen begrüßen.
Antonia: Mhm, das ist so ihr Ritual. Also es soll ja Katzen geben, die sich eher verstecken.
Sandra: Meine zum Beispiel.
Antonia: Deine, ja, wenn irgendwie Besuch kommt, aber die zwei würden eigentlich Gästen am liebsten schon im, im Stiegenhaus entgegenlaufen, [00:01:40] kommt mir manchmal vor.
Sandra: Das finde ich voll schön. Ich war mal in einem Haus gewohnt, wo es wirklich so Stiegenhauskatzen gab.
Sandra: Da war in einer Wohnung die Tür offen und die Katzen sind, äh, wirklich durch das ganze Stiegenhaus gelaufen und haben überall, überall mal reingeschaut oder manchmal vor so Türen geweint. Ich finde das sehr, sehr schön. Aber das macht ihr nicht, oder?
Antonia: Nein, die müssen sich leider [00:02:00] auf diese Wohnung beschränken.
Antonia: Und tatsächlich sind sie jetzt nicht so extreme, ähm, aktive Tiger. Das heißt, eigentlich reicht ihnen die Fläche auch die meiste Zeit.
Sandra: Sehr aufmerksame Podcast-Hörer spitzen jetzt vielleicht gerade die Ohren, weil du eine Person bist, deren Stimme glaube ich, viele Menschen begleitet in ihrem [00:02:20] Podcast-Alltag.
Sandra: Du bist Journalistin, du machst den sehr tollen Podcast Inside
[07:26] Antonia Rauth – Journalistin & Inside Austria Podcast
Sandra: Austria.
Antonia: Genau, also Inside Austria entsteht ja in Kooperation mit dem Spiegel. Also Standard und Spiegel,
[02:32] Loki & Thor – Persönlichkeiten und Götternamen
Antonia: ähm, haben da einen gemeinsamen Österreich-Podcast. Das heißt, wir versuchen eigentlich immer so [00:02:40] den alltäglichen Wahnsinn bei uns so zu erklären, dass es auch für deutsches Publikum spannend ist und hoffentlich trotzdem auch für österreichisches Publikum spannend, mm, wo wir auch immer sagen, ich glaube, viele Menschen in Österreich schätzen es irgendwie auch, dass wir da doch ein bisschen weniger Vorwissen [00:03:00] voraussetzen und durch meine Kollegin Lucia, die den Podcast ja mit mir macht, halt auch immer noch ein bissl a Blick von außen drauf kommt, der schon auch ganz gut tut, weil wir vieles schon als normal empfinden.
Sandra: Ja, ja, ja. Ich arbeite selber ja fer, viel für, ähm, deutsche Medien und ich [00:03:20] find's immer Wahnsinn, weil es crazy ist, was in Österreich alles passiert. Und, ähm, mir fällt das dann immer auf, wenn ich mit deutschen Kolleginnen und Kollegen sprech, diese geschockten Gesichter, wo es mir, wo ich mich dann auch immer so ein bisschen gespiegelt fühle und mir dann wieder zu Herzen nehme: Oh, okay, irgendwie, das ist schon noch mal anders wild, glaube ich oft bei [00:03:40] uns.
Antonia: Ja, ich habe gemerkt, ähm Besonders geschockte Gesichter bekommt man in Deutschland zum Beispiel, wenn man erklärt, was die Freundeskreise im ORF sind.
Antonia: Ansonsten muss man jetzt hier Österreich auch ein bissl verteidigen. Zumindest innenpolitisch ist jetzt in den letzten Monaten mal ein bissl ruhiger zugegangen. [00:04:00] Aber sonst war's oft schon sehr Schlag auf Schlag, was irgendwie unsere, unsere Krisen und kleineren und größeren Katastrophen angegangen ist.
Antonia: Ähm, ja. Das wird mir langweilig.
Sandra: Ich wollt grad sagen, für dich heißt das ja, dein Job ist ja erst mal gesichert. Ähm Ich glaub auf jeden. [00:04:20] Was die Geschichten zumindest angeht. Ähm, heute wollen wir aber nicht über die Persönlichkeiten sprechen, über die du sonst so recherchierst, sondern über vielleicht sehr wichtige Persönlichkeiten in deinem Haushalt, die mit dir wohnen, nämlich über deine Katzen Loki und Thor.
Antonia: Und ich find's total schön, dass du sie als [00:04:40] Persönlichkeiten vorstellst, weil ich glaub, das können sich Menschen, die keine Katzen haben, oft gar nicht vorstellen, wie viel Persönlichkeit einfach in so einem kleinen flauschigen Tier steckt.
Sandra: Ich find's, ähm, es war schon sehr bemerkenswert, wo ich hier reingekommen bin.
Sandra: Ich wollt [00:05:00] auch gar nicht so unhöflich sein, aber ich hab das Gefühl gehabt, wir haben uns gesehen und dann war mein Blick sofort bei den Katzen, weil die so eine, ähm, eine herzliche Ausstrahlung haben, beide und ganz neugierig und, ähm, lieb und das ist schon, find ich, auch sehr besonders, muss ich sagen.
Sandra: Ich hab das nicht immer, dass ich in so Haushalte reingehe und [00:05:20] direkt das Gefühl hab, man ist willkommen und die, äh, Tiere haben Bock auf einen.
Antonia: Sie lieben halt einfach Aufmerksamkeit. Also sie sind kleine Diven. Und mir kommt auch vor, wenn man reinkommt und sie nicht als Erstes begrüßt, das wär ein Affront.
Antonia: Also du warst zum Glück gleich da und hast sie gestreichelt und dich vorgestellt, wie das sich halt auch gehört für Gäste, [00:05:40] gell? Ähm, aber also wenn du da jetzt irgendwie noch gewagt hättest, da deine Tasche abzulegen und vielleicht adäquat Hallo zu sagen. Na, hast natürlich eh, aber dann, dann hätten sie sich-- Sie legen sich dann nämlich immer ganz dramatisch sofort auf den Rücken und Thor streckt dann so seinen, seinen Bauch entgegen und manchmal fangen sie noch an, so 'n bisschen [00:06:00] vorwurfsvoll zu miauen.
Antonia: Also es ist nicht nur freundliche Begrüßung, es ist schon auch irgendwie so eine Aufforderung.
Sandra: Also man will Applaus haben- Genau. -oder wenn, wenn die Menschen reinkommen. Das holen wir vielleicht später nach mit dem Applaus. Äh, Loki und Thor. Deine Katzen sind benannt nach Superhelden? [00:06:20]
Antonia: Äh, ja, eigentlich nach nordischen
Sandra: Göttern.
Sandra: Nach den Göttern. Okay. Ja, ja. Das wollte ich dich fragen, ob du Marvel-Fan bist oder ob das die Gottheiten sind, die da wieder rauskommen. Also
Antonia: inspiriert haben mich jetzt eher die Gottheiten. Ich hab natürlich auch den, den, ähm, Marvel-Zugang dazu abgegriffen, ähm, aber eigentlich hat die Namensfindung mit [00:06:40] Loki begonnen.
Antonia: Mhm. Der Gott des Schabernacks- -hat für mich irgendwie so extrem gut gepasst und in dem Moment streckt Loki auch ihren Kopf schon so bisschen her. Ja, du bist gemeint. Genau, der Gott des Schabernacks, das ist, also für mich sind Katzen halt irgendwie genau das, nämlich kleine Gottheiten, als die sie sich vor allem selber verstehen, die [00:07:00] halt auch einfach diese Schlawiner Attitüde der beiden so perfektioniert haben und halt auch kein schlechtes Gewissen kennen, kommt mir so vor.
Antonia: Also sie sind wirklich so, so wir tun, was wir wollen und wir stehen dazu.
Sandra: Wenn du dich jetzt so reinversetzt in die, die Göttersage, aber vielleicht auch in die [00:07:20] Superheroes, was haben die beiden für, äh, Qualitäten, die sie besonders mächtig oder göttlich machen?
Antonia: Also was ich jetzt bei den Superhelden lustig find, ist, dass da ja durchaus auch rauskommt, dass Thor vielleicht irgendwie so ein bissl aufgepumpter und ein bissel mehr Haut drauf und, aber vielleicht nicht unbedingt der Schlauere der beiden [00:07:40] ist.
Antonia: Mhm. Ähm, und da muss ich gestehen, das ist bei meinem Duo auch ein bissl so. Also Loki ist ja ein Weibchen und Thor ist der Kater und er ist ein bisschen bulliger als Loki. Wir sagen bullig und flauschig und, ähm, [00:08:00] stämmig. Andere Menschen sollen auch schon klopsig gesagt haben.
Sandra: Das sind Gerüchte,
Antonia: glaube ich.
Antonia: Gerüchte. Ähm, und er ist also jetzt, wenn's drum geht, irgendwelche Rätsel auszufuchsen, sei es, wo ich die Schleckis versteckt habe oder so, eher der, der folgt- Mhm. -als der, der die Mission anleitet. So was [00:08:20] kann man's vielleicht beschreiben. Und Loki dagegen, ähm, ist so eher ein bissl die Ruhigere, Zurückhaltende, hat auch so 'n latent, ähm, schüchtern-depressiven Blick drauf, hat's aber faustdick hinter den Ohren.
Antonia: Ja, und da kommt er schon angetapst. Stimmt, ich hab schon wieder über die Gläser. Thor, tut mir leid. [00:08:40]
Sandra: Nein, wir haben auch sehr viel Positives über dich gehört. Magst du uns die beiden mal optisch beschreiben? Sie haben beide so 'n schönes, äh, Fell. Das ist ja leider nur 'n Audio-Podcast.
Antonia: Genau, ich hab zwei Britisch Kurzhaar.
Antonia: Thor ist ganz dunkelgrau, mm, und Loki [00:09:00] ist cremefarben und weiß gefleckt. Beide sind eben sehr flauschig, sag ich.
Sandra: Sehr.
Antonia: Meine, ähm, Cousine nennt sie Klopsi und Klopsine. Was vielleicht ein bissl was über die Statur sagt. Also sie sind einfach auch von der Rasse her, ähm, ein bissi stämmiger [00:09:20] und haben diesen cute 'nen kleinen Pouch, der unten herumwackelt.
Antonia: Ähm, sie sind jetzt vier Jahre alt bald, also noch recht, also Babykatzen.
Sandra: Ja.
Antonia: Eindeutig Babykatzen. Und Loki hat so 'ne Art Schnurrbart. Es, es schaut irgendwie aus, als [00:09:40] hätt sie so 'n, so 'n Kaiser-Wilhelm-Schnauzbart.
Sandra: Jetzt schau ich mich dich mal ganz genau an.
Antonia: Den find ich persönlich sehr witzig.
Sandra: Das ist so, die finden auch so ganz, ähm, ganz exzentrische, äh, Augen, äh, Brauen, Schnurrhaare.
Sandra: Also so-
Antonia: Ja.
Sandra: Ähm, [00:10:00] toll. Mhm. Wir haben, habt ihr drei, äh, zusammengefunden. Ich gehe davon aus, dass die beiden Geschwister sind aus demselben Wurf, oder?
Antonia: Die beiden sind Geschwister und ich hab sie vor vier Jahren geholt. Sie sind also auch Pandemiekatzen, kann man sagen. Also [00:10:20] halt in der vielen Zeit, die man dann daheim verbringt.
Antonia: Ähm, also ich wollt tatsächlich immer schon Katzen haben und mein kindliches Katzentrauma ist, dass ich komme aus Tirol und wir haben dort an 'ner ganz stark befahrenen Hauptstraße gewohnt.
[10:37] Wie Antonia zu zwei Katzen kam
Antonia: Mmh, und das war halt [00:10:40] leider für Katzen so ein bissl a Himmelfahrtskommando, muss man sagen. Und ich hab dann mal ganz kurz eine Katze gehabt und die ist leider sehr, sehr schnell von einem Auto überfahren worden.
Antonia: Und meine Eltern haben dann vernünftigerweise entschieden, dass sie weder Katzen dieser Gefahr aussetzen wollen, noch mich als Sensibelchen [00:11:00] permanent da irgendwie an Haustierverluste heranführen zu müssen. Und ich hab mir aber immer total gewünscht, Katzen zu haben und hab das dann irgendwann doch auch in die Tat umgesetzt.
Antonia: Und eigentlich wollt ich dann nur Loki [00:11:20] holen. Das ist immer der Anfang von so einer
Sandra: Geschichte. Genau. Es ist immer nur die eine Katze. Und dann.
Antonia: Und dann hat's in diesem Wurf halt noch den kleinen, ähm, Thor geben. Damals hat er noch Falco geheißen. Die Züchterin, es war ein F-Wurf und die Züchterin hat die Katzen [00:11:40] schon alle, ähm, durchbenannt gehabt und es waren sieben Katzenbabys.
Antonia: Und- Leider war die Mama scheinbar irgendwie ein bissl überfordert und einer ist dabei immer ein bissl zu kurz gekommen mit dem Trinken und das war Thor. Und er war [00:12:00] wirklich, also wir waren die dann öfter besuchen und er war einfach so viel kleiner als der ganze restliche Wurf und war immer so ein bissl das Sorgenkind.
Antonia: Und, ähm, wenn wir dann hinkommen sind, um uns Loki halt wieder anzuschauen und wieder zu streicheln und irgendwie schon mal bekannt zu werden, bevor wir sie mitnehmen dürfen, ähm, war eigentlich immer so unsere größte Sorge: Oh Gott, hoffentlich [00:12:20] gibt's den kleinen Grauen noch. Mmm. Und wie's dann ans Abholen gegangen ist, hab ich halt noch mal mit der Züchterin so geredet, so: „Ja, wir sind halt doch nicht so viel daheim."
Antonia: Also wir, ich hab die Katze noch mit meinem Ex-Partner geholt. Ähm, wir sind halt doch nicht so viel daheim. Ähm, muss sie da irgendwie ein schlechtes Gewissen haben? Wie [00:12:40] ist denn das? Und dann war sie so: „Boah ja, mit einer einzelnen Katze, also irgendwie die jetzt fünf Tage die Woche alleine in der Wohnung zu lassen, ist schon nicht optimal.
Antonia: Überlegt's euch doch, ob ihr eine zweite dazu holen wollt." Und dann haben wir halt so gesagt: „Na ja, vielleicht kann sie uns ja Bescheid geben, wenn's irgendwie wieder 'n Wurf [00:13:00] gibt", oder so. Ähm, und dann war sie so: „Ja, na ja, also der kleine Graue, sie hat ihn sich halt nicht vergeben getraut, weil sie nicht sicher war, ob er durchkommt."
Antonia: Und war dann so quasi so: „Na ja, wenn ihr ihn haben wollt, dann Ist es eurer? Und das war dann sehr schnell entschieden- Ja. [00:13:20] -dass, dass er auch mitkommt und dass Loki ihren, ähm, ihren göttlichen Bruder bei sich behält.
Sandra: Toll. Oh, das liebe ich sehr. Es ist, ich fühle mich gerade auch total abgeholt, weil das war tatsächlich bei mir genau gleich.
Sandra: Und bei mir ist es auch so, dieser kleine mini orange Kater, der grad und grad, [00:13:40] ähm, am Leben war damals, ist jetzt mehr als am Leben.
Antonia: Das ist eine gute Beschreibung, mehr als am Leben.
Sandra: Auch im Vergleich zu seiner kleineren Schwester. Ja. Und so. Also vielleicht ist das auch dann so angelegt, dass die dann so extra leben.
Antonia: Aber wie verstehen sich denn deine Katzen? Weil [00:14:00] meine, muss ich ehrlich sagen, so die meiste Zeit koexistieren sie, aber sie können sich irgendwie schon auch ganz gut zaures geben dafür, dass sie Geschwister sind.
Sandra: Ja, es ist ein Spektrum bei uns, aber eh so wie du sagst. Also so, es gibt, ähm, Wochen, wo man sie quasi auseinanderschneiden muss. Mhm. Also da sind sie nur zusammen und wollen immer am selben Spot liegen und immer die beiden. [00:14:20] Und dann gibt's Wochen, wo der eine das Bett verlässt, wenn der andere aufs Bett springt, also wo sie auch Mitbewohner sind, würde ich sagen, aber nicht mehr.
Sandra: Ähm.
Antonia: Und fetzen sie sich ja ab und zu?
Sandra: Ja.
Antonia: Schon, oder?
Sandra: Voll. Gut. Und es ist aber immer so, ich weiß nicht, wie das bei dir ist, würde mich gleich interessieren: Die [00:14:40] kleinere Katze dominiert diesen großen Kater und der ist dann immer ganz arm und weint. Äh.
Antonia: Ah, echt?
Sandra: Ja.
Antonia: Na, ich muss ehrlich sagen, Thor ist schon ein bisschen ein Bully, aber ich kann's manchmal auch nicht ganz lesen.
Antonia: Manchmal kommt mir vor, er geht zu ihr und will vielleicht sogar irgendwie Nähe oder Zuneigung, aber sie pragt ihn dann [00:15:00] so ab mit ihrer, mit ihrer Pfote. Also ich kann nie ganz einschätzen, wer da jetzt anfängt. Ähm, es ist dann schon meistens er, der sie irgendwie durch die Wohnung jagt, aber sie weiß sich zu wehren und sie kann vor allem fauchen, dass es wirklich, also, das hört man, glaube ich, noch in zwei Wohnungen [00:15:20] weiter, dass da jemand gerade nicht zufrieden ist mit ihrem kleinen Bruder.
Sandra: Du hast grad gesagt, Loki ist vielleicht eher die gewitztere, die neugierigere, ähm, Thor vielleicht eher gemütlich, läuft so 'n bissl mit am, am Entdecken und so. Wenn wir jetzt im [00:15:40] Journalismus bleiben, wer ist die investigativere Katze? Wer, wer recherchiert lieber?
Antonia: Also ich würd sagen, Loki ist eindeutig, äh, Redakteurin und, und vielleicht auch investigativ unterwegs.
Antonia: Thor, ich glaub, Thor ist schon lange in die PR [00:16:00] gewechselt. Nix gegen PRs, also, aber er ist jetzt nicht unbedingt der, der sich irgendwie
[16:09] Das Fashion-Shooting im Rondo
Antonia: nächtelang beim Investigativ-Papers studieren, ähm, verausgaben wird. Eher der
Sandra: Nine-to-five-Job.
Antonia: Genau, er hat sich einen Nine-to-five-Job gesucht und [00:16:20] hat bestimmt mal bei Whiskas angefragt, ob sie noch wen brauchen vielleicht.
Sandra: Smart.
Antonia: Ja. Er, er weiß, wie man sich's richtet.
Sandra: Sie sind, wir haben jetzt vorher grad über ihr Aussehen gesprochen, sie sind wahnsinnig schöne Katzen. Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass diese beiden Tiere schon mal gemodelt [00:16:40] haben. Das Ergebnis kann man online finden. Ich hab's in den Show Notes auch verlinkt, und zwar, äh, im Rondo.
Antonia: Genau.
Sandra: Magst du mal kurz erzählen, wie ist es dazu gekommen?
Antonia: Also ich muss dazu sagen, ich hab, ähm, zum Standard gefunden über ein Praktikum in der Lifestyle-Redaktion. Ähm, das ist nach wie [00:17:00] vor auch so eins meiner absoluten Lieblingsteams. Nicht nur, weil's dort immer Snacks gibt, sondern, ähm, weil's einfach auch a extrem, ja, coole Runde ist.
Antonia: Und für ein Rondo Exklusiv haben sie mal in unsere interne Wer-weiß-was-Chatgruppe geschrieben: "Hat irgendwer [00:17:20] Katzen, die sich gern fotografieren lassen oder die halt irgendwie halbwegs cute sind und mit die man mal a Shooting machen könnt?" Und es haben sich massenhaft Menschen aus der Redaktion gemeldet, weil Journalistinnen und Journalisten scheinbar wirklich viele Katzen haben, kommt mir vor, und natürlich alle die schönsten haben.
Sandra: Klar.
Antonia: Versteh [00:17:40] ich total. Ist wie mit Kindern,
Sandra: glaub ich.
Antonia: Genau. Und was sich dann aber sehr schnell rausgestellt hat, die wenigsten Katzen lassen sich transportieren.
Sandra: Mhm.
Antonia: Und ich muss dazu sagen, meine Katzen hab ich eigentlich von Anfang an immer wieder mit nach Tirol genommen.
Sandra: Mhm.
Antonia: Ähm, einfach aus dem Grund, [00:18:00] dass w-wir in, in Wien, ähm, jetzt nit irgendwie Cat Sitter gehabt hätten, die wirklich jeden Tag easy peasy vorbeikommen und füttern können und ich persönlich's auch blöd find, sie jetzt wirklich über zwei Wochen oder so nur füttern zu [00:18:20] lassen.
Antonia: Also es gibt sicher Katzen, denen das total egal ist, aber die beiden sind einfach extrem auf Menschen fokussiert. Du siehst eh grad, also sobald Menschen da sind, sie wollen immer bei Menschen sein. Mmh, und da hab ich einfach so das Gefühl gehabt, die, die wären da wirklich kreuzunglücklich. Und deswegen haben wir das am Anfang mal ausprobiert, dass ich sie halt einfach zu zweit in [00:18:40] einer Transportbox im Zug mitnehm und dann bei meinen Eltern lass für eine Zeit.
Antonia: Und das hat super funktioniert. Also die haben eigentlich die ganze Zugfahrt über entspannt geschlafen.
Sandra: Ich wollt dich grad fragen, wie das abgelaufen ist.
Antonia: Extrem relaxed. Also natürlich jedes Mal, äh, Schreie der [00:19:00] Verzückung der Zugbegleiter:innen, aber ansonsten sehr unspektakulär. Und bei meinen Eltern haben sie sich dann eigentlich auch sehr schnell eingelebt.
Antonia: Ähm, werden natürlich auch verwöhnt, wie man das mit Enkelkatzen halt macht. Klar. [00:19:20] Mm, erleben dann dort immer ihre Abenteuer und dann geht's wieder heim. Wir sch-wir sagen immer, wir schicken sie wieder auf Sommerfrische.
Sandra: Das lieb ich.
Antonia: Dann kommen sie, äh, gut genährt wieder zurück und müssen sich wieder dran gewöhnen, dass sie nit vierundzwanzig sieben, ähm, verwöhnt werden, sondern-- Also sie werden natürlich auch [00:19:40] vierundzwanzig sieben verwöhnt, aber dadurch, dass ich noch Lohnarbeit nachgehe.
Sandra: Wir wissen alle, dass das was anderes ist, wenn da, äh, die Ka-Katzen sit d'Oma.
Antonia: Großeltern sind einfach immer noch mal ein anderes Level an Liebe. Genau. Und so hat sich's ergeben, dass ihr eigentlich die Einzige aus der Redaktion wart, die gesagt hat: "Na, für meine [00:20:00] Katzen ist es kein Problem, wenn ich sie a Dreiviertelstunde zu 'nem Shootingort bring."
Antonia: Und ich weiß halt a, dass meine Katzen wirklich kein Problem damit haben, irgendwie mit anderen Menschen zu interagieren, dass die durchaus ihren, ihren Abenteuersinn haben. Und außerdem haben wir befunden- Also auch einen [00:20:20] Tag im Leben gearbeitet zu haben, das schadet die beiden verwöhnten Mäuse bestimmt nicht.
Antonia: Und so hat sich dann ergeben, dass die, äh, dass, dass, ähm, sie den Call gehört haben und zu Models gemacht worden sind.
Sandra: Darf ich dich fragen, wie das abgelaufen ist? Musste man da, also gab's so eine Art [00:20:40] Casting? Musstest du so Bilder hinschicken oder war das dann- Ja.
Antonia: Also die Kollegen wollten schon ein Bild sehen.
Antonia: Es war dann so f-für süß befunden. Sehr gut.
Sandra: Haken dran. Genau. Süß genug. Ich find, die Fotos sind wirklich entzückend, die da entstanden sind, weil die Katzen wurden in und [00:21:00] Luxus-Fashion abgelichtet und es gibt tolle Fotos, wo ich glaub, Loki in einer Bottega Veneta Tasche hockt.
Antonia: Es war Thor.
Sandra: Ah ja,
Antonia: okay. Ich hab's mir deswegen so genau gemerkt, weil er ist drin eingeschlafen.
Antonia: Und das war, ähm, glaub ich, eine meiner Lieblingsszenen mit [00:21:20] ihm bisher. Ähm, weil erst haben wir ewig lang versucht, eben ihn halt reinzulocken, weil's natürlich cute ausgeschaut hätt. Und dann war er so recht zögerlich und so: "Was wollt ihr wirklich, dass ihr da drin sitzt?" Ist dann rein, hat sich's mal gemütlich gemacht, hat mir so angemerkt: "Ja, nicht, nicht übel, ähm, das Modell gefällt mir."
Antonia: Spacious. [00:21:40] Und ist dann einfach weggedöst, hat ein paar süße Aufnahmen geliefert und irgendwann ist dann meine Kollegin ein bisschen nervös geworden, weil sie gemeint hat, so Wenn er auf Klo muss, ist das, ist das, also geht der dann? Und ich war so: Bitte, der ist stumm rein so. Oder er hat sich wirklich zwanzig Minuten haben wir den nicht aufwecken lassen.
Antonia: Und [00:22:00] mein Kollege war dann so: Also wenn der da reinmacht, dann haben wir wirklich ein Problem, weil dieses Ding kostet aber tausend Euro. Ähm, er hat dann zum Glück, ähm, nicht sein Geschäft drin verrichtet. Und ja, nach zwanzig Minuten haben wir ihn auch aufgeweckt und wieder rausbekommen, weil wir halt einfach Angst gehabt haben, dass der da seine Krallen ausfährt und [00:22:20] dieses Futter aufreißt oder so.
Antonia: Ähm, und bei Fashion Shootings so High-End-Artikel müssen wir natürlich wieder zurückgeben danach. Ähm, ja, dementsprechend hat er da durchaus für ein bissi, ähm, ja, er hat Modelallüren entwickelt. Er hat Allüren entwickelt.
Sandra: Wie ist die Karriere dann weitergegangen? Ist das so, weil ich [00:22:40] stelle mir das so vor wie bei Kinderdarstellern, das ist dann ein Türöffner, so ein Gig für verschiedene Anfragen.
Antonia: Ich hätte auch damit gerechnet, dass, dass ich jetzt, ähm, überrannt werde mit Anfragen und grundsätzlich ausgesorgt hab eigentlich. Klar. Aber es sind keine weiteren Bookings reingekommen. Mhh. Und ich red's mir auch damit schön, [00:23:00] dass ich das sowieso auch nicht gemacht hätte. Ja, it's a once in a lifetime.
Antonia: Also nein, und
[23:05] Katzen im Alltag – Entschleunigung & Struktur
Antonia: es war dann doch ein bisschen Stress für sie auch. Aber falls jemand zuhört,
Sandra: ihr der Artikel ist auf jeden Fall verlinkt. Da kann man sich mal anschauen, wie entzückend die beiden ausgeschaut haben bei diesem, äh, Shooting. Darf ich dich [00:23:20] fragen: Du hast erzählt, seit vier Jahren bist du jetzt hier mit Katzen.
Sandra: Journalistin sein ist einigermaßen stressig. Wie hat sich dein Leben und dein Alltag verändert durch die Katzen? Merkst du, dass der stressiger, weniger stressig geworden ist oder anders stressig?
Antonia: Also ich hab [00:23:40] das Gefühl, sie geben meinem Leben eigentlich mehr, äh, Routine und Ruhe. Weil ich bin so vom Typ her eher bissi speedy unterwegs.
Antonia: Ähm, ich kann mir auch grad, wenn wir jetzt irgendwie große Recherchen haben oder grad viel auf einmal [00:24:00] passiert, dann komme ich oft in so richtige Hyperaktivitätsspiralen rein und wird dann von irgendwie sieben in der Früh zum Sport und dann den ganzen Tag über in der Arbeit und dann vielleicht am Abend noch irgendwie After-Work und Freunde treffen und wär irgendwie [00:24:20] grad zum Schlafen daheim und würde jedes Wochenende irgendwie da und dort und, also nicht permanent, aber ich komme durchaus in solche Phasen rein.
Antonia: Und die beiden geben da halt irgendwie auch ein bissl einen Rahmen vor von: Na ja, du musst halt auch wieder mal [00:24:40] daheim sein. Und wir wollen gefüttert werden und wir wollen, dass unser Kistl gemacht wird und wir wollen auch nicht nur versorgt sein, sondern auch mal wieder bissi Quality Zeit haben. Und ich spür dann halt immer so: Ja, das tut mir ja eigentlich auch gut.
Antonia: Also diese, dieses bissl [00:25:00] runterbringen und sie sind halt da extrem feinfühlig und ganz speziell, wenn ich irgendwie Stress habe oder auch Sachen, die mich belasten, sei es jetzt beruflich oder privat, dann ist Loki so meine kleine Therapiekatze, mh, und kommt da wirklich und legt sich auf mich oder legt sich quer [00:25:20] über meinen Laptop drüber, wenn sie findet, ich sollte Pause machen.
Antonia: Mh, also mir kommt vor, sie- Entschleunigen, auch wenn das irgendwie so a schrecklich, äh, ähm, irgendwie Selbstoptimierungswort ist mittlerweile. Aber sie sind schon sehr entschleunigend, ja. [00:25:40]
Sandra: Ich hab, ähm, kürzlich für eine Profilgeschichte bin ich befragt worden, äh, zum Thema Trauer und Haustiere. Und ich find da halt auch immer so, egal, wie man selber drauf ist, so wie du grad gesagt hast oder was grad im Leben passiert, du hast diese Tagespunkte, die fix sind und die
[29:20] Katzen als emotionale Stütze
Sandra: [00:26:00] automatisch, egal wie dein Leben grad sonst ist, deinen Tag so strukturieren und das find ich auf eine Art echt toll.
Sandra: Gar nicht so in den Phasen, wo's einem mega gut geht oder man so viel beschäftigt ist, aber für mich immer in diesen Phasen, wo's mir nicht so gut geht, gibt's mir halt ultraviel Routine. Ja.
Antonia: Total. [00:26:20] Also sie helfen irgendwie auch, grad wenn's einem mal wirklich nicht so gut geht, auch wieder den Fokus von sich selber wegzubringen.
Antonia: Also ich find das auch durchaus gesund, wenn man dabei ist, sich vielleicht doch sehr fest selber leid zu tun. Ähm, dann sagen sie halt einfach so: [00:26:40] „Aber ich würd gern bitte trotzdem gefüttert und gestreichelt werden", und geben dabei aber was zurück. Also sie stupsen einen dann ja trotzdem an und holen dann einfach ein bissl aus, aus seiner- Spiralen raus.
Sandra: Voll. Mein Kater, ähm, der redet sehr viel und, ähm, immer wenn, wenn's mir nicht so gut [00:27:00] geht oder so, oder keine Ahnung, manchmal. Ach ja, so einmal im Monat schaue ich mir das falsche TikTok-Video an und weine, weil's zufällig grad eine alte Frau ist, der geholfen wird. Oder-
Antonia: Oder ein Otterbaby,
Sandra: das jemand
Antonia: aus dem Bach holt und aufzieht.
Antonia: Schrecklich.
Sandra: Ja, das sind die, äh, [00:27:20] die Spitzen. Und dann gibt's aber so total lächerliche Dinge, bei denen ich auch wein. Und mein Kater schafft's dann wirklich, der setzt sich zu mir und weint mit. Also im Sinne von rawrawraw und fängt zum, zum Plaudern an, sodass ich dann am Ende immer sagen muss: „Stimmt, du bist noch ärmer.
Sandra: Du bist einfach, also egal wie arm ich bin, du bist auf jeden Fall ärmer." Und dann geht's wieder weiter. [00:27:40]
Antonia: Ich find auch, dass die einen extrem, extrem gut humblen, wenn man sich grad einfach zu gut oder zu geil findet für die Welt. Ich hab letztes Jahr einen Triathlon gemacht, olympische Distanz. Und also es ist prinzipiell jetzt nicht die Überleistung rein sportlich.
Sandra: Doch.
Antonia: Nein, [00:28:00] ist wirklich sehr schaffbar. Ich find's
Sandra: crazy. Gratulation.
Antonia: Danke. Aber ist grundsätzlich wirklich schaffbar. Aber ich war halt immer so sehr unsportliche Person eigentlich, grad auch so in der Schule und für mich war das dann einfach so peak sportliche Karriere. Wow, I did it. Ich bin mit dieser Medaille heimgekommen.
Antonia: Wir gehen da zur Tür rein und diese Katzen schauen mich halt wirklich so an mit diesem Blick so: „Ja, und was hast du [00:28:20] jetzt?" Für uns ist es ein Tag wie jeder andere. Und übrigens, das Abendessen ist seit zwei Stunden überfällig, ge, liebe Dame. Und das- Also sie sind irgendwie gut drin, aber in die nicht so tollen Zeiten, wo man halt sich echt irgendwie vielleicht, ähm, so klein wie Hut fühlt, ähm, sagen sie einfach so: "Na ja, wir haben die halt genau [00:28:40] gleich gern und sind bei dir und du bist immer noch irgendwie unsere Bezugsperson.
Antonia: Wir finden die toll." Und auch wenn man dann halt irgendwie mal die Tendenz hat, vielleicht, ähm, fast schon irgendwie so in die Hypomanie zu kommen, dann sind sie so: "Na, eigentlich, ähm, du bist genau die gleiche Dosenöffnerin für uns wie gestern." [00:29:00]
Sandra: Das stimmt, oh Mann. Ja. In dem Moment hat sich Loki auch in den letzten Momenten von uns weggedreht.
Antonia: Genau. So, bis jetzt, ähm, ist sie, glaube ich, nicht wahnsinnig begeistert von unserem Gespräch, aber sie sitzt immer noch da.
Sandra: Ja, wir haben auch verboten [00:29:20] wenig Schmeckis dabei. Also ich für, für sie. Ich bin, also ich komme immer mit Süßkram für meine Gäste, aber ich habe selten Katzensnacks, ähm, in der Tasche.
Sandra: Deswegen verstehe ich auch die Enttäuschung.
Antonia: Sie wären eh nicht so leicht käuflich, weil sie wirklich sehr heikel sind. Und zum Beispiel Thor verschmäht sogar Schleckis, wo er, glaube ich, der [00:29:40] einzige Kater der Welt ist.
Sandra: Ja, okay, crazy.
Antonia: Aber diese ganz normalen Whiskas-Trockendinger mit Käsefüllung oder so, die liebt er so sehr, dass wenn ich den Kasten da, der da steht, ähm, wenn ich den nicht absperre, dann hört man es in der Nacht rascheln und er holt sich die Packung raus und beißt dran herum, bis er irgendwas rauskriegt.[00:30:00]
Antonia: Ähm, ja.
Sandra: Ich kenne das. Ich habe es im Podcast schon mal erzählt, aber ich habe mal die, ähm, Tierrettung gerufen, weil mein Kater Gulasch nachts, also das war so ein Moment, ich habe die Katzen bekommen als Babys und dann ist ja das Futter am Anfang noch überhaupt kein Problem, weil das steht dann auf der Kücheninsel oder [00:30:20] so, no chance kommen die rauf.
Sandra: Aber eines Tages kommen die rauf und das passiert über Nacht, dass die es schaffen, da raufzuspringen und, ähm, ihr Futter sozusagen selbstständig irgendwie rauszufischen aus der Box. Und ich kam da eines Morgens mal ins Wohnzimmer und das Ganze, der ganze Wohnzimmerboden war [00:30:40] voll mit zerstückelten Schälchen, Futterschälchen, und zwar diese aus Aluminium, was halt- Oh.
Antonia: Ja. -
Sandra: wirklich eine Katastrophe ist. Und in diesem ganzen Chaos saß mein Kater Gulasch mit so großen Augen, den Kopf auf der Seite gelegt. I wars net. Ja, und hat mich angeschaut und der Subtext war so: „Vielleicht sterbe ich, vielleicht [00:31:00] nicht, weil- Aber es wird
Antonia: garantiert teuer.
Sandra: Und es war natürlich ein Sonntag und es war irgendwie natürlich zehn Uhr morgens oder so. Dann hab ich dann mal total dramhappert irgendwie die, ähm, Katzenrettung angerufen und, ähm, hab denen erklärt, was passiert ist. Mein Kater hat wahrscheinlich Metall gegessen. Ich weiß halt auch [00:31:20] nicht so. Also ich könnte jetzt puzzleartig alles zusammensetzen, aber vermutlich hat er Metall gegessen.
Sandra: Ähm, und dann haben mir die so sehr abgebrüht geraten, äh, ich soll ihn jetzt ein paar Stunden beobachten und wenn er nicht stirbt, soll ich beruhigt sein. Und wenn er irgendwann umkippt, soll ich noch mal anrufen. Oh. [00:31:40] Ist unser ganzes Katzenfutter in einen nicht aktiven Kamin eingeschlossen, weil da kommen sie nicht rein.
Sandra: Smart.
Antonia: Ja, bei mir gibt's jetzt eben den Dokumenten slash Katzensnacks, wo irgendwie meine Volksschulzeugnisse und noch und nöcher neben den Whiskas-Packungen stehen. Also [00:32:00] Prioritäten im Leben.
Sandra: Aber wie ist das bei deinen Katzen? Weil du gerade gesagt hast, Thor mag keine Schleckis, also diese Quetsch-Snacks wahrscheinlich, oder diese flüssigen.
Antonia: Ja, sie haben sich irgend-- Also sie waren
[32:12] Katzenfutter & verwöhnte Vierbeiner
Antonia: von Anfang an, ähm, relativ heikel und wir haben sie am Anfang noch irgendwie nach Anleitung der Züchterin mit so wirklich rohem Fleisch und [00:32:20] so gefüttert.
Sandra: Smart.
Antonia: Mhm. Ich hab dabei aber nicht so a gutes Gefühl gehabt, weil ich das dann halt doch teilweise ein bisschen unhygienisch gefunden hab, so dieses rohe Fleisch dann da in der Wohnung herumzuhaben und das dann, also sie fressen's dann halt doch nicht sofort.
Antonia: Ich war dann halt auch nicht ganz sicher, wie lang kann ich das stehen lassen? Wann vertragen sie das vielleicht nicht mehr? [00:32:40] Wahrscheinlich ist das totaler Blödsinn und die Magensäure von Katzen wird eh noch Aas nach drei Monaten oder was hinkriegen, aber war da halt ein bissl, hab, hab's irgendwie nicht so super gefunden und hab dann halt mal versucht, sie an das möglichst, äh, ja, preis-leistungs-, healthwise, nachhaltigkeitsmäßig okaye [00:33:00] Futter zu gewöhnen.
Antonia: Und sie haben dann relativ schnell a Standardmarke ausgewählt, wo sie gesagt haben, das fressen wir und sonst nix. Und auf das sind sie auch immer noch total festgefahren. Hm, und wenn sie zum Beispiel bei meinen Eltern sind und die halt, weil sie halt am Land wohnen und der- DM im [00:33:20] nächsten Ort halt nicht immer exakt dieses Futter auf Lager hat oder wenn man mal schnell nur zum Supermarkt im Ort geht, ist das vielleicht ausverkauft.
Antonia: Ähm, da gehen sie irgendwie schon durch a ziemliches, äh, Hungertal, bevor sie sich dazu herablassen, was anderes zu
Sandra: fressen. Ja, ich kenn das. Ich war heute direkt vor, äh, bevor ich hergekommen bin, [00:33:40] bin zu dir in drei Supermärkten, weil dieses eine Futter, ähm, von dieser einen Marke ausverkauft war. Was
Antonia: ist deine Marke?
Sandra: Meine Katzen fressen unterschiedliches Futter.
Antonia: Ah, die beiden
Sandra: zusammen. Ja.
Antonia: Oh wow.
Sandra: Genau, also meine, die, meine, mein Mädchen isst ausschließlich DM Eigenmarke.
Antonia: Mhm. [00:34:00]
Sandra: Ähm-
Antonia: Basic, aber-
Sandra: Ja, voll. Ist mir fair enough. Äh, und mein Kater frisst ausschließlich Gourmet. Aber da auch nur, es gibt Gourmet Gold und Perle und er frisst nur Gourmet, ähm, Gold.
Sandra: Lustig,
Antonia: das
Sandra: ist auch die einzige
Antonia: andere Marke, die Thor hin und [00:34:20] wieder toleriert, toleriert und dann am liebsten die feine Pastetenauswahl, wo ich mir oft wirklich absurd vorkomme, weil da stehen ja dann ja auch so Sachen drauf wie Ente, feine Entenpastete für meinen Kater. Also da krieg ich dann oft, also so ein schlechtes Gewissen.
Sandra: [00:34:40] Es ist so lustig. Ich, äh, verlier mich manchmal in so Reddit-Threads, wo's irgendwie um, wo Leute ja leidklagen, die irgendwie sagen, mein Kater frisst nur Felix Kaninchen. Und Felix Kaninchen kann man halt nur als Zwölferpackung mit elf anderen Sorten kaufen. Oh Gott. Und der kauft halt ja diese elf [00:35:00] anderen Sorten, damit sein Kater einmal Kaninchen bekommt.
Sandra: Ähm.
Antonia: Oh Gott. Nein, ich find das dann so schrecklich, weil ich war dann zum Beispiel im, im Herbst in Griechenland auf Urlaub und dort halt in so 'nem kleinen Ort, der im Sommer total [00:35:20] over tourism-mäßig überlaufen ist und im November ist da dann halt niemand mehr. Und das ist echt ein bissi brutal, weil im Sommer werden dann halt irgendwie viele Katzen von Touris gefüttert, mm, kommen dadurch halt a irgendwie recht weit in der Entwicklung, obwohl sie halt irgendwie Straßenkatzen sind.[00:35:40]
Antonia: Und mit Herbst ist dann halt irgendwie diese ganze Touri Care weg und das ist irgendwie auch logisch, dass in dem Ort, in dem fünfzehn Menschen fix wohnen, dann halt nicht dreihundert Katzen füttert. Und da verhungern dann halt wirklich viele Katzen. Das ist eigentlich total traurig und schlimm. Ähm, und ich hab's halt natürlich trotzdem nicht geschafft, die nicht ständig zu füttern, wenn ich dann halt wieder dort irgendwie unterwegs [00:36:00] war und laufen.
Antonia: Und dann war ich mal am Strand und hab halt nur noch 'n paar so Grissini dabei gehabt und die versehentlich ausgebröselt. Und dann war da so ein entzückender Kater, der diese Grissini-Brösel gefressen hat. Und ich, ich hab wirklich Und dann so gedacht so: "Mein, mein dicker Kater Thor daheim scharrt," machen das deine auch?
Antonia: Er [00:36:20] scharrt immer so vorwurfsvoll, wenn ich's wag, ihm mal wieder anderes Futter zu kredenzen und der frisst da die Grissini-Brösel. Also ich sag's dir, wenn ich da, also wenn ich nicht mit, mit Flieger und whatever dort gewesen wär, ich hätt den einfach eingepackt.
Sandra: Oh, ich versteh's. Es kommt so sehr hoch.
Sandra: Ich sag auch immer, wenn, wenn mein Kater irgendwie mühsam ist oder so oder, oder ihm [00:36:40] irgendwie wieder picky ist, was sein Futter angeht, sag ich ihm immer: "Du würdest draußen nicht überleben- Ja. -auf
Antonia: der
Sandra: Straße."
Antonia: Total. Ja, na, das sind sie wirklich. Also überlebensfähig wären sie nicht. Und sie haben auch keine Street Credibility.
Antonia: Ja,
Sandra: ja, voll.
Antonia: Ich sage ja immer zum Beispiel, wenn wir in, in Tirol bei meinen Eltern sind, ähm, sie dürfen dort auch nicht in den Garten, weil eben auf der einen Seite [00:37:00] diese stark befahrene Straße gleich da ist, aber die kämen auch nicht mit die anderen Katzen klar, gell. Also diese Bauernkatzen, die irgendwie dreimal im Leben eine Schüssel Trockenfutter gesehen haben und dann war so: „Figure it out on your own."
Antonia: Und meine Katzen, da würden sie sagen: „Also eigentlich mag schon nur die Knuspertaschen mit Käse." Da [00:37:20] könnten sie noch so irgendwie doppelt so schwer sein, die würden halt verlieren. Voll.
Sandra: Geht mir ganz genau gleich mit meinen Katzen. Aber Urlaub ist ein gutes Thema, über das ich mit dir sprechen wollte, weil wir, ähm, nehmen Ende Mai auf.
Sandra: Die Folge wird wahrscheinlich im Juni kommen, also passend zur Urlaubs-, Sommerurlaubssaison. Bist du [00:37:40] jemand, weil auf deinem Instagram findet man das eine oder andere Urlaubsfoto mit Katze am Strand, wie du gerade beschrieben hast. Bist du jemand, der im Urlaub mit so einer, mit so Schmeckis durch die Straßen geht, just in case?
Antonia: Also das tatsächlich nicht, hmm weil ich eben schon auch immer [00:38:00] sehr hatte, damit du dann diese armen Katzen so zu sehen, ähm, und da schon irgendwie versuche, also ein bisschen Distanz irgendwie zu halten für, for my own good. Und, ähm, ich muss auch dazu sagen, ich bin ein bisschen ein Germaphob. Also ich streichel schon quasi jede Katze im [00:38:20] Urlaub, aber, hmm-
Antonia: Ich war dann schon auch so ein bissl a Distanz noch, wenn's geht. Mmm, also mit Schmeckis bin ich nit unterwegs. Bist du das?
Sandra: Ähm, ich habe mir das angewöhnt tatsächlich. Aus mehreren Gründen. Ich [00:38:40] liebe Supermärkte im Urlaub.
Antonia: Ja, best of.
Sandra: Also erst mal reingehen in den Supermarkt und schauen, was dort so gibt.
Sandra: Und dann schaue ich natürlich auch immer in die Haustierabteilungen und schaue mal, ah, was gibt's denn da für so Snacks und Marken und so. Und meistens denke ich mir dann, dann nehme ich meinen Mäusen was mit aus dem Urlaub als Guzzi sozusagen, wenn wir wieder [00:39:00] heimkommen. Und dann ist aber die Packung spätestens offen, wenn die erste Straßenkatze neben mir miaut.
Sandra: Ähm, und dann kriegen die was ab. So ist es.
Antonia: Siehst du, ich habe jetzt irgendwie versucht, da Erklärungen zu liefern, warum ich das nit mach. Ich glaube, ich bin bis jetzt einfach auch noch nicht so wirklich auf die Idee gekommen und ich sehe jetzt [00:39:20] schon bei meiner nächsten Supermarkttour die italienische Katzenfutterecke auschecken.
Antonia: Ich glaube, ein paar Straßenkatzen in, äh, in der Toskana sind dir grad jetzt schon sehr dankbar.
Sandra: Vor allem ich bin tatsächlich, am Sonntag setz ich mich ins Flugzeug für, ähm, meinen Sommerurlaub und, [00:39:40] ähm, nach Griechenland und ich freue mich schon sehr tatsächlich auch auf, ähm, auf diese tollen Inseln, weil's da so viele Tiere gibt.
Antonia: Ja.
Sandra: Leider so 'n bissl, also eh wie du sagst, ist immer so 'n bissl unter den Bedingungen, wo die darauf sind, ist das nicht so geil. Ähm, aber ich find das schon immer so toll, wenn man da rausschaut [00:40:00] und man eine Terrasse hat und auf der man wacht auf und dann warten da so fünf Kätzchen und strecken sich und sagen: "Ah ja, du bist auch schon wach."
Antonia: Oh Gott, und jetzt sind sicher noch die ganzen kleinen süßen Babys da. So im Herbst sind's dann ja schon recht Teenager. Großartig.
Sandra: Du hast mal im Standard einen Kontrapunkt [00:40:20] für einen Kommentar geschrieben zum Thema Katzenhotels.
Antonia: Mhm.
Sandra: Wie verreist du
Antonia: persönlich? Ich hab diesen, äh, diesen Life Hack mit meinen Eltern, wo die Katzen dann meistens sind.
Antonia: Zum Glück gibt's auch ein Versorgungsnetz für die Katzen in Wien. Ähm, also einige Leute, die [00:40:40] irgendwie voll gern vorbeikommen und sich um sie kümmern. Ähm, und ansonsten eben dieser
[40:48] Reisen mit & ohne Katzen
Antonia: Kontrapunkt Katzenhotel. War vielleicht schon auch deswegen, weil ich find, ab und zu tut uns so ein kleines bisschen Trennung auch nicht schlecht.
Antonia: Also so [00:41:00] einfach für, für unsere Beziehungsdynamik, auch wenn sie's nit gern mögen, wenn ich wegfahr. Ich hab lachen müssen, wie ich deine Folge mit dem Nino gehört hab, dass seine Katzen sich auch immer im Koffer bereit machen- Ja. -wenn er wegfahren will und das machen meine zum Beispiel auch. Und sie checken zum Beispiel auch, wenn wir in Tirol sind, wenn's wieder heimgeht.
Sandra: Mhm. [00:41:20]
Antonia: Also dann sind sie drei Wochen bei meinen Eltern und dann komm ich wieder zurück aus dem Urlaub, bin aber vielleicht nur so drei, vier Tage dort und dann setzt sich Loki auf einmal von selber in die Transportbox und ist so, "Ja, ich weiß jetzt dann übrigens, wir können wieder heimfahren." Das ist [00:41:40] toll.
Sandra: Aber hast du, entschuldige, hast du jemals so den Moment, wo du irgendwie denkst, mal eigentlich wär so verreisen ohne Haustiere rein emotional wieder mal fein? Also dass man irgendwie nicht dauernd überlegt, wie geht's denen wohl grad?
Antonia: [00:42:00] Ja, also ich find halt, die Spontanität fällt ein bissi weg. Also dass man dann irgendwie sagt, "Ma, jetzt bleib ich noch drei Tage länger."
Antonia: Oder ich mein, das fällt aus viele andere Gründe oft a weg. Man idealisiert's dann ein bissl. Ähm, dieses Emotionale stimmt schon a. Also ich merk zum Beispiel, wenn ich jetzt a Wochenende [00:42:20] weg bin und a Freundin von mir sagt, ich, ich fahr am Freitag in der Früh und sie sagt, "Ma, sorry, ich schaff's dann irgendwie erst Samstag in der Früh."
Antonia: Und ich weiß auf einer rationalen Ebene, sie werden's einen Tag mit ausreichend Futter und Wasser und zu zweit schaffen, bis ich am nächsten Tag in der Früh wieder vor der Tür stehe [00:42:40] oder eben meine Freundin. Aber es, also ich denk dran, ich bin dann schon am Abend so, und ich sitz da jetzt, habs so fein und die beiden Armen sitzen dann allein auf der Couch und fragen sich: "Wann kommt sie denn?
Antonia: Wann kommt sie denn?" Was total absurd ist. Man vermenschlicht sie ja auch komplett. Voll. [00:43:00] Ja.
Sandra: Ich hab noch ein paar abschließende Fragen.
Antonia: Mhm.
Sandra: Du als Journalistin, denkst du dir manchmal, du würdest gerne über Katzen schreiben?
Antonia: Hmm. Ich glaub schon. Also ich bin schon ein bissl neidisch auf deinen Katzenpodcast.
Antonia: Falls du mal eine Urlaubsvertretung brauchst, gib mir einen [00:43:20] Call. Das wirst du bereuen, dass du mir das gerade
Sandra: angeboten hast, Antonia. Das wirst du bereuen.
Antonia: Wirklich.
Sandra: Wirst direkt eingesackt.
Antonia: Na, sofort. Das stell ich mir schon sehr toll vor. Einfach auch wenn man so viele Katzen dann kennenlernt. Und Ich würd extrem gern über Katzen schreiben.
Antonia: Ich muss [00:43:40] aber sagen, den besten Artikel über Katzen hat bei uns im Standard ein Kollege von mir geschrieben, Kevin Recher. Sein Kater hat nämlich leider ein bissi, ähm, Mental Health Issues entwickelt und hat angefangen, überall in der Wohnung zu markieren [00:44:00] und hat immer ganz viel geschrien und geweint.
Antonia: Und Kevin hat dann irgendwie, ähm, daraus einen Ansatz für a gute Geschichte gefunden und hat eine Katzenpsychologin kommen lassen. Und es ist meiner Meinung nach eine der besten Geschichten, die jemals geschrieben worden ist. Weil diese [00:44:20] Katzenpsychologin hat dann diagnostiziert, dass Kevins Kater eigentlich ein Hund ist.
Antonia: Ähm, er hat nämlich so sein, von seiner Verhaltensweise her nit wie a Kater irgendwie so sei, seine Eigenständigkeit, sondern er ist Hund und total auf seine Häarchen fixiert. Und dadurch, dass eben Kevin [00:44:40] zu wenig dann irgendwie da war oder halt zumindest ihm nit vierundzwanzig sieben zur Verfügung gestanden ist, hat er eben total angefangen,
[44:49] Katzenpsychologie & Therapiekatzen
Antonia: darunter zu leiden.
Antonia: Hat sich dann immer super viel Liebe geholt, wenn wer da war. Das war aber wieder nit gut, weil dadurch hat er dann seinen Eigengeruch verloren. Ich hab eh wirklich keine Ahnung, ob irgendwas [00:45:00] davon auf wissenschaftlicher Ebene Bestand hat, aber diese Katzen-Psychoanalyse basically war einfach, ja, Peak Journalismo.
Sandra: Das find ich so toll. Ich überlege mir das einmal in der Woche, ob ich das auch mal, ob ich mir mal so Input hol. Ja. Ich hab gar keine konkrete Frage, glaub ich, aber es würd mich einfach so interessieren. [00:45:20] Hier im Podcast hat der sehr tolle Fabian Navarro mal erzählt, dass er auch, ähm, bei einem Problem, das er mit seinen beiden Katzen hat, eine Tierpsychologin, äh, eine Katzenpsychologin kontaktiert hat und hat dann hinzugefügt: „Also eine Psychologin, die sich mit Katzen beschäftigt und keine Katze, die Psychologin ist.“
Sandra: Und das hat mir sehr gut
Antonia: [00:45:40] gefallen. Ja, aber honestly, ähm, ich mach ja das Propädeutikum, also werd vielleicht irgendwann mal Psychotherapeutin sein, hoffentlich. Und ich hab mir schon überlegt, ob man eigentlich Therapiekatzen haben kann.
Sandra: Kann man. Es gibt jetzt eben, äh, [00:46:00] Lichtblickhof. In Wien gibt's die ersten beiden Therapiekatzen auch.
Sandra: Die haben bis jetzt, hatten bis jetzt Pferde und jetzt gibt's auch zwei Katzen.
Antonia: Also danke dafür. Das werd ich mir auf jeden Fall anschauen. Und womöglich müssen Thor und Loki dann doch in ihrem Leben- In die
Sandra: Ausbildung. -noch mal
Antonia: arbeiten.
Sandra: Ja
Antonia: gut,
Sandra: ja, dann ist es so. Aber die sind so menschenfreundlich, das ist dann sowieso für die [00:46:20] wahrscheinlich gar kein Job, kein richtiger, sondern eher, äh, Leidenschaft und- Aus Liebe
Antonia: zum Menschen.
Antonia: Genau so. Da haben wir gleich den Rotkreuz-Slogan.
Sandra: Hast du zum Abschluss noch, Antonia,
[46:32] Katzennamen-Tauschbörse
Sandra: einen Katzennamen, den du gerne verschenken würdest? Äh, die letzte Frage dieses Podcasts ist immer die [00:46:40] Katzennamen-Tauschbörse.
Antonia: Oh.
Sandra: Wenn jetzt jemand zuhört, der grad eine Katze aufnimmt bei sich und einen Namen sucht, äh, könntest du jetzt einen verschenken in der Hoffnung, dass jemand die Katze danach benennt?
Antonia: Tatsächlich. Also es gibt in, äh, in Innsbruck das Lokal Kater Noster.
Sandra: Toll.
Antonia: Ähm, und ich hab mir schon öfter gedacht, wenn ich [00:47:00] noch mal einen Kater benenne, den als der Kater Noster wär schon eine wirklich, wirklich cooles Haustier.
Sandra: Das gefällt mir
Antonia: ur gut.
Sandra: Kater Noster.
Antonia: Und lass mich denken. Ähm, eine Freundin von mir hat eine Schnursula, was ich auch einen fantastischen [00:47:20] Katzennamen find.
Sandra: Ich find eben mehr Wortwitze.
Antonia: Unbedingt. Ich bin aber auch ein großer Freund davon, wenn Menschen Kinder haben, dass Menschen Kinder Katzen benennen lassen sollten. Da kommen einfach die coolsten Sachen raus.
Sandra: Also wenn du jetzt gerade zuhörst und eine Katze hast, für die du aktuell noch einen Namen [00:47:40] suchst, dann nenn sie doch Kater Noster oder Schnursula oder frag deine Nichte.
Sandra: Am besten unter fünf Jahre, hat Diana Volkmann, die hier zu Gast war mal im Podcast gesagt. Unter fünf, da kommen die besten Antworten.
Antonia: Glaub ich auch.
Sandra: Danke, Antonia, dass wir über deine Katzen,
[47:57] Outro
Sandra: dein Leben und Katzen im Allgemeinen reden durften. Das hat mir sehr viel [00:48:00] Spaß gemacht. Danke, dass du da warst.
Antonia: Danke, Sandra. Tschüss.
Sandra: Das war Cat People, der Podcast mit Miau-Faktor. Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann teilt sie direkt mit euren katzenbegeisterten Freunden und bewertet sie in eurer Podcast-App. Alle Infos zu dieser [00:48:20] Folge findet ihr in den Show Notes. Wenn ihr Cat People unterstützen wollt, dann könnt ihr das auf Patreon.
Sandra: Katzenfotos oder Gästevorschläge könnt ihr mir gerne zukommen lassen unter hallo@catpeople-podcast.com oder auf Instagram unter Cat People [00:48:40] Podcast.