Krimiautorin Alex Beer zu Gast bei Cat People Podcast: Im Mittelpunkt steht ihr 17-jähriger Kater Herr Karl, der im Sommer 2026 ein Auge verlor und als Erbstück einer verstorbenen Freundin zu Alex kam. Das Gespräch berührt Tierethik, historische Recherche, den Krimi als Genre, einen Willkommen Österreich-Auftritt und die Frage, ob nach Herr Karl jemals wieder ein Tier folgt.
In dieser Folge von Cat People spreche ich mit der preisgekrönten Krimiautorin Alex Beer über ihr Leben mit dem Kater Herr Karl – einem echten Wiener Piraten mit nur noch einem Auge. Alex erzählt, wie Herr Karl nach dem plötzlichen Tod ihrer besten Freundin zu ihr kam, von einer Augen-OP im Alter von siebzehn Jahren, und wie er ihren Schreiballtag prägt: Der Kater hasst es, allein zu sein, und bestimmt längst nicht nur den Feierabend.
Dabei geht es weit über Katzenliebe hinaus: Alex spricht über Tierhaltung in der Stadt, ihre Recherche zur Wiener Zwischenkriegszeit – inklusive der dramatischen Schicksale von Zootieren im Hungerwinter 1918 –, über Kritik und den Auftritt bei Willkommen Österreich, die Stellung des Krimis im deutschsprachigen Raum, und nicht zuletzt über den Widerspruch, Haustiere zu lieben und gleichzeitig Fleisch zu essen. Zum Abschluss gibt es den neuen Emmerich-Band zum Vorgreifen, eine Katzennamenbörse und einen Aufruf: Schickt Fotos eurer einäugigen Katzen!
✨Cat People ist ein Podcast von Sandra Herbsthofer und Teil des Podcast-Netzwerks Missing Link. Idee, Recherche & Moderation: Sandra Herbsthofer. Verpackung: Alexander Weller. Grafikdesign: Paul Jochum.
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Gast: Alex Beer: https://www.instagram.com/alexbeerwriter/?hl=de
Partner dieser Folge: Catit – mehr zu Catit findet ihr hier: https://www.catit.com/de/
Alex Beers neues Buch "Das dritte Grab": https://www.penguin.de/buecher/alex-beer-das-dritte-grab/buch/9783764510220
🎧Kapitelmarken:
[00:00] Intro
[00:50] Wer ist Alex Beer?
[01:57] Herr Karl: bösartiges Irismelanom
[05:54] Ein Erbstück – Wie Herr Karl zu Alex kam
[09:19] Katzenhaltung in der Stadt vs. auf dem Land
[12:54] Schreibprozess, Produktivität & Herr Karl als Schreibbegleiter
[16:34] Tiere in historischer Recherche
[18:32] Tiere in Krimis
[21:51] Anthologien, Promo-Tour & eigene Grenzen erkennen
[24:30] Auftritt bei Willkommen Österreich
[31:50] Krimi als Genre – Die Schmuddelecke im deutschsprachigen Raum
[35:53] Sneak Peek: Neuer Emmerich-Band
[38:30] Leben ohne Katze?
[44:56] Piratenkatze, Katzenkrimis & Warrior Cats
[47:04] Blitzfragen, Aristocats & Katzennamenbörse: Schnurrsula
[48:25] Abschluss & Aufruf: Fotos von einäugigen Katzen
Sandra: In dieser Folge zu Gast ist die [00:00:20] Krimiautorin Alex Beer. Wenn ihr Krimifans seid, dann kennt ihr vielleicht ihre August Emmerich- oder ihre Felix Blom-Reihe. Wir sprechen über die emotionale Geschichte, wie ihr Kater Herr Karl in ihr Leben kam, warum er kürzlich ein Auge verlor, über Tierschutz, historische Recherchen und den [00:00:40] Widerspruch, Haustiere zu lieben und trotzdem Fleisch zu essen.
Sandra: Jetzt geht's los. Ich wünsche euch viel
Alex Beer: Spaß beim Hören.
Sandra: Super schön, dass wir uns heute hören, dass wir sprechen können. Wir werden immer wieder, glaube ich, auf die Krimis zu sprechen kommen, äh, in diesem Gespräch, aber ich [00:01:00] würde gern direkt reinstarten, weil du vor wenigen Tagen, äh, auf Instagram ein Foto von deiner Katze, von deinem Kater Herr Karl, gepostet hast.
Sandra: Da hat man die Maus gesehen mit so einem Halstrichter und mit nur noch einem Auge. Ähm, was ist da passiert? Und viel wichtiger: Wie [00:01:20] geht's der Maus gerade?
Alex Beer: Ähm, also es geht ihm gut. Er hat natürlich keine Freude über den Trichter, aber wir hoffen, dass der jetzt die kommenden Tage runterkommt. Ja, und passiert, ähm, also er ist siebzehn Jahre, ist immer taufrisch und jetzt fangen halt leider irgendwie die [00:01:40] Wehwehchen an.
Alex Beer: Möchte auch jedem mitgeben, der sich überlegt, eine, ein Tier zu nehmen, ähm, weil man sieht's halt oft auf Instagram und so, äh, ja, die süßen Videos oder auch so die Berichte aus dem Tierschutzheim
Alex Beer: und man hat dann Mitleid und denkt sich: „Ja, die brauchen [00:02:00] unbedingt ein Zuhause", aber ich würde jedem ans Herz legen, auch daran zu denken, äh, dass es auch harte Zeiten geben kann.
Alex Beer: Und bei uns hat's begonnen, äh, vor zehn Tagen, dass er aus dem Nichts, äh, einen epileptischen Anfall bekommen hat. Also das hatte er vorher nie. Wir waren völlig überfordert, mein Mann und ich. [00:02:20] Keine Ahnung, was da passiert ist. War einfach nur schrecklich. Haben ihn dann sofort eingepackt, sind mit ihm in die Tierklinik gesaust, äh, wo man ihn stabilisiert hat und er hat schon länger Probleme mit dem Auge.
Alex Beer: Das hat begonnen, sich zu verfärben und da gab's halt immer das Problem, dass die Tierärzte gesagt haben, man kann ein Auge nicht [00:02:40] biopsieren bei der Katze. Also da muss entweder das ganze Auge raus und das komplette Auge dann eingeschickt werden, um herauszufinden, was los ist. Ähm, ja, und wir haben uns eigentlich dagegen entschieden, es zu tun, weil wir gesagt haben, der ist so alt, ist so ein altes Mausi und er hat, wie die meisten Katzen im Alter auch schon [00:03:00] chronische Niereninsuffizienz.
Alex Beer: Und dass wir ihm wahrscheinlich mit der Operation und der Narkose und er musste ja danach auch Schmerzmittel nehmen, wahrscheinlich mehr schaden als nutzen. Ja, und jetzt war's aber so, dass im Zug von diesem Anfall, äh, die Ärzte natürlich rausfinden wollten, was steckt dahinter. Und er musste [00:03:20] sowieso in Narkose, um gewisse Untersuchungen vorzunehmen und dann haben die vorgeschlagen: Kann man das Auge eigentlich gleich rausnehmen.
Alex Beer: Ja. Und da hat sich dann herausgestellt, das war ein bösartiges Irismelanom. Ja.
Sandra: Oh nein.
Alex Beer: Und jetzt schauen wir halt. Also es geht ihm, [00:03:40] wie gesagt, es geht ihm gut, er ist schmerzfrei, er hat sehr großen Appetit. Er ist wahnsinnig froh, dass er aus der Klinik raus ist und wieder zu Hause und jetzt machen wir das Beste draus.
Sandra: Ich meine, er sieht sehr verwegen jetzt aus auf diesem- Ja, ist ein kleiner, ein kleiner
Alex Beer: Pirat.
Sandra: Genau. Ähm, entspricht das seinem [00:04:00] Charakter? Ist der so eine verwegene, ein verwegener Kater?
Alex Beer: Nein, im ganzen Gegenteil. Also er ist sehr Ähm, ja, ist ein bisschen snobby. Ähm, ist so, glaub ich, sein erprägendster [00:04:20] Charakterzug.
Alex Beer: Ähm, er schaut gern auf Menschen herab. Also er ist so eine, eine Katze, ein Kater, der sehr gern irgendwie oben sitzt und runter sieht. Äh, er mag wenig Menschen nur, ähm, und ist niemand, äh, der sehr wild oder abenteuerlustig ist. Also er geht auch nicht gern raus. Er könnte rausgehen. Wir [00:04:40] haben eine paar Balkon, eine gesicherte, aber er bleibt lieber in der Wohnung und, ja, macht sich's gemütlich.
Sandra: Dann ist das, ähm, vielleicht jetzt eine neue Persona, die er entwickeln kann. Ein bisschen rougher oder schroff.
Alex Beer: Ja, also wir sind gespannt, weil bis [00:05:00] jetzt war es so, dass er sich nicht einmal mit 'ner Fliege anlegen wollte.
Sandra: Du sagst gerade, äh, ihr seid seit siebzehn Jahren zusammen oder vorausgesetzt, äh, in diesen siebzehn Jahren ist er überhaupt bei dir schon siebzehn Jahre.
Alex Beer: Nein, er, er ist bei mir seit sechseinhalb Jahren.
Sandra: Ah ja. Wie habt ihr zusammengefunden, ihr [00:05:20] zwei?
Alex Beer: Er hat einer meiner besten Freundinnen gehört und die, äh, ja, ist vor sechseinhalb Jahren, äh, plötzlich verstorben. Und, ja, das war natürlich dann alles tragisch und schrecklich und er war in der Wohnung ganz allein und ich hab 'n Schlüssel gehabt und weil ich diejenige war, wenn sie mal [00:05:40] nicht da war, die zu ihm geschaut hat.
Alex Beer: Und dann, ja, war halt irgendwie klar immer, dass ich ihn auch aus der Wohnung raushole, weil sich irgendwer um ihn kümmern muss. Und dann war's natürlich, ähm, eben für damals zehnjährige Katze
Alex Beer: auch nicht irgendwie so einfach. Und es war damals auch bekannt, dass er so [00:06:00] gewisse Eigenheiten hat. Äh, wenn ihm was nicht passt, wird er gern unsauber.
Alex Beer: Er mag keine Kinder, er mag keine anderen Katzen und ja, es war dann irgendwie klar, dass er bei mir bleibt.
Sandra: Aber wie ist das für dich emotional sozusagen, diesen Teil von deiner Freundin [00:06:20] noch so bei dir zu haben?
Alex Beer: Ähm, es war eigentlich, äh, sehr schön, weil er war sozusagen das Allerallerliebste, was sie hatte.
Alex Beer: Und es war danach auch so, dass ihre Mutter, äh, gefragt hat, äh, Freundinnen von ihr, ob wir irgendwas möchten aus der Wohnung, so als Erinnerung. Und ich hab dann gesagt: „Nein, weil ich, das Wichtigste [00:06:40] hab ich ja." Und, ähm, drum ist mir eigentlich immer sehr gut gegangen jetzt die letzten Tage, wo's dann plötzlich dieses, der Abschied so ein bisschen im Raum stand, war's halt dann plötzlich doppelt schwer.
Alex Beer: Aber Gott sei Dank ist ja noch mal alles gut gegangen und wir haben ihn noch und- Ja.
Sandra: Jetzt heißt dieser Kater Herr Karl. [00:07:00] Ich dachte ja, ähm, naiverweise, du hast ihn benannt, weil es würde irgendwie auch gut zu dir passen, find ich, weil du ja, ähm, in deinen historischen Romanen dir schon auch diese, ähm, Zwischenkriegszeit sehr genau anschaust, sag ich jetzt mal, nach dem Ersten Weltkrieg.
Sandra: Äh, und der Herr Karl erinnert sich ja auch ab 1930 gerne an die Zeit früher. [00:07:20] Aber das ist dann ein Zufall. Der hieß dann schon Herr Karl, als er zu dir kam.
Alex Beer: Also als die Maren, meine Freundin, die hat ihn ja auch adoptiert. Also seine Geschichte ist anscheinend die, dass er gerettet wurde von einem Bauernhof.
Alex Beer: So klassisch, wo's halt Katzen gab, die keiner wollte. Und dann gab's eine Mutter mit ihrer Tochter und [00:07:40] die haben's nicht übers Herz gebracht, ihn zurückzulassen, wussten aber, dass sie ihn nicht behalten können, weil die haben Orchideen gezüchtet. Und, äh, ja, haben's versucht, weil sie so verliebt in ihn waren, aber er hat halt irgendwann begonnen, die anzuknabbern und es ist giftig für Katzen und, ja, haben ihn dann schweren [00:08:00] Herzens inseriert und die hatten ihn Charlie oder Charles hieß er eigentlich.
Alex Beer: Und ja, wir fanden den Namen Charles so wie mittlerweile King Charles, damals noch Prinz Charles, fanden ihn, ja, bisschen doof, wollten ihn jetzt aber nicht komplett umbenennen und so wurde er halt von Charles zum Herrn [00:08:20] Karl.
Sandra: Also ich mein, du hast ja früher dann offensichtlich auch schon auf ihn geschaut und Urlaubsvertretung gemacht, äh, als deine Freundin noch am Leben war.
Sandra: Ähm, das heißt, du hattest ja dann schon auch irgendwie davor schon einen Bezug zu Katzen, oder?
Alex Beer: Ja, ähm, ich komme ja ursprünglich aus Vorarlberg und wir hatten halt als Kinder natürlich immer [00:08:40] Katzen, aber es war halt damals was anderes. Die waren Freigänger und ich hab schon Affinität zu Tieren, nur ich find's halt in der Stadt, mm, ja- Suboptimal in Wahrheit.
Alex Beer: Also mit Herrn Karl ist okay, weil der einfach diesen Drang offenbar nicht hat, rauszugehen und, und [00:09:00] wilde Abenteuer zu erleben. Drum hab ich ja da auch überhaupt kein schlechtes Gewissen. Aber ich würd mir jetzt niemals irgendwie Babykatze nehmen, weil ich einfach weiß, die muss bei mir in der Wohnung leben.
Sandra: Mhm.
Alex Beer: Und selbst wenn die Wohnung groß ist und selbst wenn's Balkone oder irgendwas gibt, ja, ich weiß net,
Alex Beer: ob man ihnen dann [00:09:20] net ein Stück, äh, wegnimmt von ihrer eigentlichen Natur.
Sandra: Mhm.
Alex Beer: Also für mich war's immer so, dass ich gesagt hab, eigentlich möchte ich, solang ich in der Stadt lebe, kein Tier.
Sandra: Ja, ich, ich kann das voll gut nachvollziehen, ja.
Sandra: Ich, das ist auch so 'ne Frage, die immer wieder, über die ich immer wieder nachdenk. Und wie du sa, du hast es vorhin angesprochen, man ist ja [00:09:40] auch dauernd konfrontiert mit, ähm, Biografien von Tieren, die ein Zuhause suchen, grad auf Socials, wird einem das dauernd reingespült. Ähm, und was das sozusagen heißt, kann man dann erst manchmal 'n bisschen zu spät einschätzen.
Sandra: Nämlich auch die Tatsache, dass man die dann rausnimmt, sozusagen vielleicht aus einer, [00:10:00] äh, Umgebung, die oder reingibt in eine Umgebung, die vielleicht nicht super artgerecht ist. Und dann gleichzeitig denk ich mir oft so, ach Gott, die leben dann da mit so dreißig anderen Katzen in einem Raum, dann können die auch bei mir in der Wohnung wohnen.
Alex Beer: Also ich find, äh, ausm Tierschutz Tiere schon mal viel besser, weil die ja da unter Beobachtung waren. [00:10:20] Und die A, die Mitarbeiter und die, die halt, ja, die Pfleger, Pflegerinnen können, glaube ich, relativ gut beurteilen, wie ist der Charakter von 'nem Tier? Hab ich's da mit 'ner sehr wilden Katze zu tun, die einfach wirklich auf Bäume klettern möchte?
Alex Beer: Oder es gibt ja auch Katzen, die bisschen ruhiger sind oder vor allem, wenn sie schon 'n bisschen älter sind. [00:10:40] Glaub ich, da kann man's dann besser verantworten Aber ja, prinzipiell, ja, würde ich Tiere lieber Menschen überlassen, die eben ihnen artgerecht ... Andererseits natürlich gibt's dann auch wieder die Statistiken, dass Tier, also [00:11:00] Katzen vor allem, die, äh, mit Freigang leben, eine viel kürzere Lebensdauer haben.
Alex Beer: Weil halt einfach die Gefahr da ist, dass sie vom Auto überfahren werden oder von irgendeinem Hund, äh, ja, erlegt und-
Sandra: Entspricht das deiner Erfahrung? Weil ich, ich bin auch am Land groß worden und bei mir sind tatsächlich alle meine Kindheitskatzen [00:11:20] sind überfahren worden. Also wirklich so ausnahmslos alle.
Alex Beer: Also bei uns, man weiß es nicht. Ähm, es war halt der Klassiker, dass die einfach irgendwann nicht mehr nach Hause gekommen sind. Dann gab's so die klassische Ausrede von den Eltern: „Ja, die haben sicher irgendwo ein anderes Zuhause gefunden“, ähm, wo man sie noch mehr verwöhnt hat als [00:11:40] bei uns, aber die Wahrheit war wahrscheinlich immer ein Auto oder ein Hund.
Alex Beer: Oder am Land gibt's ja dann auch noch, äh, Marder und alle anderen, ja, Bussard, keine Ahnung, große Vögel. Und man muss auch sagen, sie sind manchmal auch nicht die allerschlausten. Also.[00:12:00]
Sandra: Ja, das ist wahrscheinlich dann auch wieder sein Charakter, eine Charakterfrage. Alex, du bist ja recht umtriebig, ähm, am Schreiben. Ich hab so 'n bissl über den Daumen gerechnet, du veröffentlichst circa einmal im Jahr ein neues Buch. Was Produktives würde ich jetzt als Laien, [00:12:20] äh, sagen wollen.
Alex Beer: Jein. Also ich hab auch Kolleginnen, die machen zwei, drei im Jahr.
Sandra: Das ist, find ich, abgefahren.
Alex Beer: Ja, ich auch.
Sandra: Okay, wild. Das heißt aber, dass in den letzten Jahren, du recherchierst ja relativ viel, das heißt, du bist viel auch in der Bibliothek, wahrscheinlich nicht nur zu Hause am Schreiben. Zumindest in den letzten [00:12:40] Jahren war dann aber der Herr Karl sozusagen an deiner Seite im Schreibprozess.
Sandra: Ist der ein guter Schreibbegleiter?
Alex Beer: Ja, total. Weil er einfach entspannt ist und relaxt. Äh, wobei ich auch sagen muss, äh, ich glaube, ich bin manchmal
Alex Beer: zu weich und zu sehr auf ihn fixiert. Also er hat, weil du eben die Bibliothek oder so, äh, [00:13:00] nennst, schon auch große Einschränkungen mit sich gebracht. Ich war früher jeden Tag in der Bibliothek und seit ich ihn habe, hat sich das ganz stark reduziert, einfach weil er hasst es, allein zu sein.
Alex Beer: Also man merkt dann, er ist auch manchmal von seinem Charakter mehr wie ein kleiner Hund. Also eine [00:13:20] Katze erwartet dann und wenn die Tür aufgeht, kommt er schon angerannt und ja, er hat mir das ja einschränken lassen, muss ich ehrlich zugeben, dass ich einfach alles, was geht, von zu Hause mache und ja, drum relativ wenig in der, also in der Bibliothek, ja, bin.
Alex Beer: Wir sind auch, mein Mann und ich, wirklich seit [00:13:40] Jahren nicht mehr wirklich auf Urlaub gefahren. Weil wir, wir waren einmal zwei Wochen weg und da hat extra, ähm, unsere Tochter ist extra zu Hause bei uns wieder eingezogen, damit der Herr Karl halt nicht so viel allein sein muss und damit irgendwer da ist und dann, ja, regelmäßig und es war trotzdem Katastrophe.
Alex Beer: Also er hört dann [00:14:00] sofort auf zu fressen.
Sandra: Ja.
Alex Beer: Ja.
Sandra: Ich mein, wenn man's positiv sehen will, dann heißt es, der hängt sehr an euch.
Alex Beer: Ja, das schon. Ähm, aber jetzt hat sich's eben ergeben, dass er halt seit einiger Zeit, also er hat schon vor diesem epileptischen Anfall, äh, Blutdrucksenker nehmen müssen und das kommt dann halt auch dazu, w-wem will man das [00:14:20] zumuten?
Alex Beer: Ja. Also welchem Katzensitter diese Verantwortung. Und dann kommt dazu, dass sobald jemand kommt, den er halt nicht gut kennt, dass er sich versteckt und nicht gern rauskommt, auch bei Leuten, die er kennt. Also er mag zum Beispiel meine Schwester total gern und trotzdem, jedes Mal, wenn sie kommt, braucht er mindestens eine Stunde, bis er hinterm Bett hervorkommt.
Sandra: [00:14:40] Mhm.
Alex Beer: Ja, und- Es ist dann auch so, dass er dann eben so ein bisschen gehemmt ist sofort mit Fressen und bei mir ist kein Problem, ich stecke ihm die Tablette halt in irgend so ein Gutsie rein und er schluckt es dann. Ja, und jetzt muss er plötzlich noch diese Antiepileptika nehmen. Das heißt, er braucht viermal am Tag Tabletten.
Alex Beer: Ja, und die nimmt er [00:15:00] halt nur von mir oder von meinem Mann. Und das heißt, wir werden, bis er irgendwann über die Regenbogenbrücke geht, zu Hause gefesselt sein.
Sandra: Oh Mann. Ich würde gerne, ähm, noch mal den Schritt zurück, äh, gehen zu deiner, zu deiner Arbeit. Ähm, ich frage mich das immer bei Leuten, die so, [00:15:20] ähm, du hast ja, du hast ja, ähm, Archäologie studiert und, ähm, Frühgeschichte, glaube ich.
Sandra: Ähm, genau. Und, ähm, ich frage mich das immer bei Leuten, die so stark dann in eine Zeit eintauchen wie früher, ob die dann auch, ähm, automatisch, wenn man sich mit der Gesellschaft zum [00:15:40] Beispiel beschäftigt, über Tiere drüber stolpern, sage ich jetzt mal, in der Recherche. Weil ich kann mir vorstellen, gerade nach dem Ersten Weltkrieg, also der Erste Weltkrieg war ja noch ein mit Tieren geführter Krieg auch teilweise.
Sandra: Da gab es ja auch noch Pferde und so weiter. Ähm, ob dir Tiere sozusagen auch in deinen Recherchen begegnen?
Alex Beer: Leider, muss ich sagen, äh, weil [00:16:00] die meisten Tierbiografien von früher einfach ganz dramatisch sind. Also gerade nach dem Ersten Weltkrieg, äh, wo die große Hungersnot einfach war, der große Hungerwinter von 1918 und auch später, hat man Tiere einfach in erster Linie gegessen.
Alex Beer: Also es gibt, ähm, Berichte auch aus Schönbrunn, [00:16:20] dass man die Zootiere nicht mehr füttern konnte und dann irgendwie so abgewogen hat. Also was sind jetzt so die wichtigeren Tiere? Also zum Beispiel die Löwen waren sehr wichtig und man hat dann einfach die Kängurus an die Löwen verfüttert
Alex Beer: oder auch andere Tiere einfach selber gegessen.
Alex Beer: Ähm, vom Geschwür war man früher halt auch [00:16:40] nicht ganz so sentimental, was Tiere betrifft Also man muss auch sagen, also wenn ich mir so jetzt meine eigene, mein eigenes Verhältnis mit dem Herrn Karl anschau, ja, dass es natürlich auch irgendwie teilweise nicht normal ist, ja. Also wie sehr man sich von einer Katze so ein bisschen einschränken auch lässt und das Leben [00:17:00] diktieren.
Alex Beer: Und es war halt früher ganz, ganz selten, dass so was passiert ist. Man hat Tiere teilweise wirklich schlecht behandelt.
Sandra: Die Theresa Reichel, die Kabarettistin, die hier auch in diesem Podcast zu Gast war, ähm, die habe ich gefragt, ob sie eine Lieblingskatze hat, weil die auch sehr viel liest. Die hat ja, die haben ja auch mit ihrer Partnerin einen [00:17:20] Bücher-Podcast auch.
Sandra: Und dann hat sie, ähm, gesagt, dass sie immer froh ist, wenn ihr keine Tiere unterkommen, weil die ganz viel Thriller liest oder hauptsächlich Thriller. Und das immer ein schlechtes Omen ist, wenn, wenn Frau allein mit 'ner Katze oder 'nem Hund in
Alex Beer: irgendeiner Hütte lebt, dann kann man sich ausrechnen, dass da irgendwas passiert, was auch die Tiere tangiert.
Sandra: Ähm, und dass sie [00:17:40] sich oft auch davor durchliest, ob, ähm, bei, ähm, bei Büchern, ob das Bücher sind, in denen Tiere sozusagen verletzt werden oder so was, also so 'ne Art Triggerwarnung. Ähm, jetzt lese ich gerade deinen, äh, letzten Tod, ähm, dann aus der Emmerich-Reihe. Das wär dann ein [00:18:00] Buch, ähm, das vermutlich eher nix für Theresa Reichel wär, weil da gibt's zumindest eine ganz kurze Szene, äh, zwischen einem, einem Hund und einer Katze.
Sandra: Äh, ist das was, was du nach-, äh, vollziehen kannst?
Alex Beer: Ja, total. Ähm, ich find auch total spannend, dass es so, [00:18:20] äh, diese Regel gibt, dass die Leute noch besser darauf reagieren, wenn einem Kind was passiert, als wenn einem Tier was passiert. Ist ganz, ganz schräg. Also finde ich ganz, ganz sonderbar.
Sandra: Mhm.
Alex Beer: Aber es
Alex Beer: trifft einen halt, weil Tiere oft so absolut unschuldig sind.
Alex Beer: Äh, wenn man sich jetzt so die Welt anschaut und die schlimmen Dinge, die [00:18:40] passieren, da können die Tiere halt echt nix dafür. Ähm, ja. Andererseits, wenn man jemals gesehen hat, wie eine Katze mit einer Maus umgeht.
Sandra: Ja, interessiert dich das eigentlich so aus einer, ähm, einer, äh, Perspektive als Krimiautorin, dass du mit deinem Lustmörder theoretisch zusammenlebst?[00:19:00]
Alex Beer: Ja, also wie gesagt, der Herr Karl ist da super harmlos, weil, ja, wie gesagt, er tut keiner Fliege zu Leide etwas, ähm, und zwar wirklich im wahrsten Sinn des Wortes. Weil gerade jetzt, wo es warm ist, haben wir halt hier hinter die Fenster offen und dann kommen die halt rein, die dicken Brummer und wir sagen dann halt oft im Spaß: "Komm, Karli, äh, beteilige [00:19:20] dich auch mal irgendwie an diesem Haushalt und mach dich nützlich."
Alex Beer: Und die kann wirklich, äh, auf ihm draufsitzen, so Fliege und es passiert nichts. Das heißt, ähm, ja, wir haben einen pazifistischen, freundlichen Kater. Aber eben, ich, ich kenne es noch vom Land, ja, [00:19:40] wenn man dann sieht, ähm, dass-- obwohl die gut abgesüttert sind, ja. Also als Katze tötet die Maus nicht, weil sie Hunger hat, sondern teilweise wirklich zum Spaß.
Sandra: Ich finde das so interessant. Ich habe kürzlich, ich kann, komme leider, hab die Zahlen jetzt leider nicht mehr eben im Kopf, aber ich fand, finde diese Debatte mit den, mit den Windkraftanlagen zum Beispiel [00:20:00] immer so-- es amüsiert mich einfach, wenn dann Leute irgendwie sagen, das ist wegen den Vögeln, das kann man alles nicht machen, dass man da jetzt Windräder aufstellt.
Sandra: Und dann schaut man sich aber an, wie viele Vögel von Katzen, ähm, sozusagen erlegt werden jedes Jahr. Und das ist halt, ich glaube, das Tausendfache mehr als, als aufgrund von so einer [00:20:20] Windkraftanlage, ähm, äh, zu Schaden oder ums Leben kommen und dann ist es halt Natur. Also eben, ich finde das schon auch immer sehr lustig auf eine Art.
Alex Beer: Ja, auch der Umkehrschluss. Also wenn man sich halt anschaut, was passiert, wenn wir nicht endlich umsteigen auf erneuerbare Energien und der Klimawandel geht weiter. Allein wie viel Tiere sterben durch den Klimawandel.
Sandra: [00:20:40] Absolut, absolut. Du hast ja unter anderem, also unabhängig von deinem, äh, eigenen, äh, literarischen Schaffen, sage ich jetzt mal, äh, steuerst du zum Beispiel bei Anthologien auch manchmal, ähm, Texte bei, unter anderem bei den Meermorden.
Sandra: Ähm, die waren hier im Podcast schon mal Thema, weil Rotraut Schöberl schon mal hier zu Gast war. Ähm, warum bei den [00:21:00] Meermorden und nicht zum Beispiel auch bei den Katzenkrimi-Anthologien von ihr?
Alex Beer: Ähm, ganz einfach, weil Kurzgeschichte schreiben, äh, irrsinnig zeitaufwendig ist. Ähm, man denkt immer, es ist halt so kurz, aber man braucht ja trotzdem eine Idee für eine Geschichte.
Alex Beer: Die Geschichte braucht 'n Anfang, sie braucht 'n [00:21:20] Mittelteil, 'n Schluss. Es, wenn's 'n Krimi ist, braucht's irgendwie a überraschende Wendung. Äh, es braucht Figuren, die man auch entwickeln möchte. Und man ist ja mit so 'ner Anthologie auch präsent und hat einen Ruf zu verlieren. Das heißt, ich würde halt niemals etwas abgeben, das nicht irgendwie 100 % [00:21:40] gut, äh, und repräsentativ für mein Schaffen ist.
Alex Beer: Und ich bin einfach draufgekommen, es wird zu viel. Also ein Buch pro Jahr,
Alex Beer: ähm, dann, was man immer wieder vergisst, äh, die Promo. Also ich werd den ganzen September, Oktober bis in tief in November rein eigentlich auf Tour [00:22:00] sein, mehr oder weniger. Immer wieder nur kurz zu Hause, dazwischen Interviews, Podcasts.
Alex Beer: Ähm, also es frisst so zwei bis drei Monate im Jahr und, äh, irgendwo war ich kurz vorm Burnout und hab dann gesagt, ich muss, äh Schau noch mal, wo ich Notbremse zieh. Und [00:22:20] also das, was halt dem als Erstes dann zum Opfer gefallen ist, waren einfach Beiträge für Anthologien.
Sandra: Mhm.
Alex Beer: Leider, leider. Weil ja eigentlich, also grad die, äh, von der Rotraut Schöberl, die im Residenzverlag erscheinen, sind ja wirklich toll.
Alex Beer: Also die werden super schön illustriert und, ähm, wenn man das [00:22:40] Buch in der Hand hält, sind es wirklich so schöne kleine Schätzchen. Aber irgendwie, ja, man muss auch oder ich muss lernen, meine eigenen Limits anzuerkennen.
Sandra: Mhm. Ja, weil du diese Presse, ähm, diese Pressezeit gerade ansprichst. Ich dachte mir, weil ich hab gesehen, dass du im Mai in [00:23:00] Willkommen Österreich warst, ähm, und hab diesen Beitrag gesehen und dachte mir, jetzt kommt dein Buch im September raus.
Sandra: Ähm, das ist eine relativ lange Promophase, wenn das im Mai schon losgeht. Wie ist das für dich?
Alex Beer: Ja, das war jetzt nicht wirklich so, dass das die Promophase war. Es war einfach, Willkommen Österreich [00:23:20] ist so für, für österreichische Verhältnisse eigentlich eines, ja, der allerbesten Formate, äh, zu denen man eingeladen werden kann.
Alex Beer: Und wenn da halt die Anfrage kommt, sagt man halt nicht nein. Ja. Also natürlich hätt ich sagen können, nö, würde ich da eigentlich nicht kommen, sondern lieber im September. Ähm, [00:23:40] ist dann aber natürlich nicht klar, ob im September es einen, einen Platz gibt, weil es geht ja auch drum, dass die genau auswählen, wer passt grad.
Alex Beer: Ja, wir können nicht irgendwie jede Woche Schriftsteller reinnehmen. Also die probieren da schon auch irgendwie, ähm, auf a gute Gästemis-Mischung zu schauen. Und da gibt's halt [00:24:00] gewisse Anfragen, wo man nicht Nein sagt. Und Willkommen Österreich gehört da ganz klar dazu. Abgesehen davon ist bei mir so, dadurch, dass ich echt große, starke Backlist habe, ähm, dass ich nicht nur dann Promo machen muss oder sollte, wenn was Neues kommt, sondern Prinzipiell immer happy bin, wenn's n, äh, also Formate gibt, wo [00:24:20] Leute mich und mein Werk entdecken können und dann sollen die mal mit dem ersten Band beginnen und sich durchlesen und bis sie dann fertig sind, ist eh schon September.
Alex Beer: Ähm, ja.
Sandra: Ich fand dich übrigens extrem souverän in diesem, ähm, Interview mit Stermann und Grissemann. Ich kann mir aber vorstellen, dass das extrem schwierig [00:24:40] war, äh, dieses Format.
Alex Beer: Ja, vor allem, äh, ich find halt, als Schriftstellerin, ähm, ist man ja eigentlich jemand, der hinter den Kulissen arbeitet. Also ich war noch nie in meinem Leben irgendwie Rampensau.
Alex Beer: Mich hat's noch nie auf die Bühne gezogen. Ich hab auch überhaupt kein Bedürfnis, in der Öffentlichkeit zu stehen [00:25:00] eigentlich. Ähm, es hat sich nur, also ich mach den Job ja jetzt wirklich schon ewig. Es hat sich einfach sehr viel verändert in den letzten Jahren und man kommt nicht drum herum, es zu machen.
Alex Beer: Ja, und ich bin jedes Mal aufs Neue nervös. Aber das ist das Gute im Alter. Je älter dass man wird, desto wurschtiger wird's.
Sandra: [00:25:20] Das find ich gut. Das, ähm, nehm ich mir mit für, äh, die nächsten Jahre in meinem Leben. Ich hoff, dass das noch kommt. Ähm, ich fand auch übrigens so schwierig an diesem Gespräch oder ich hab mich drüber geärgert beim Zuschauen, dass ich so das Gefühl hatte, jetzt, ähm, hast du ja auch einen gewissen Schmäh und eine [00:25:40] Schlagfertigkeit auch, die du da zum bewiesen hast in diesem Gespräch.
Sandra: Und dann hat man da so einen Moderator gegenüber, ähm, so 'nen Grissemann, der, dessen Rolle offensichtlich ist, dass er sich null dafür interessiert, was die Leute irgendwie tun, die zu ihm in die Sendung kommen. Ähm, und da hab ich mich gefragt, wie sich das anfühlt, wenn man [00:26:00] dann, also wenn der dann das eigene Buch so in die Hand nimmt und sagt: „Ja, das Cover ist ja schön, aber eigentlich
Sandra: Ich
Alex Beer: glaub, ich bin da rele-- Also erstens muss ich sagen, er war, Backstage war's nicht nett und freundlich irgendwie vom Gefühl her. Und wenn man da auf der Bühne sitzt, ja, dann geht es so schnell, da kriegt man gar nicht viel mit. Und ich [00:26:20] bin jemand, der sich nachher nichts anschaut. Ähm, also in dem Moment, wo irgendwie ich von der Bühne gegangen bin, war das für mich auch erledigt.
Alex Beer: Dann kommt dazu, dass man bei Chrisseman Stermann auch weiß, worauf man sich einlässt. Also es gehört irgendwie dazu, dass da auch irgendwie gestichelt wird [00:26:40] und kritisiert wird und dass die Schmäs auf die Kosten der Gäste machen, ähm, wo man sagt: „Okay, wenn man das nicht aushält, dann darf man dort halt nicht hingehen.“
Alex Beer: Ja und ansonsten, ich bin mir's ja gewöhnt. Ich bin seit 100.000 Jahren gefühlt Kritik ausgesetzt. Ähm, [00:27:00] also mir ist lieber, mir schaut 'n Christenmann ins Gesicht und sagt irgendwas Depperts und steht dann dazu, dass er irgendwas Depperts gesagt hat, als ich krieg von irgendwelchen anonymen Accounts Ein-Stern-Bewertungen auf Amazon.
Alex Beer: Ja, ähm, also das ist so das Erste. Und dann ist ja wirklich so mit [00:27:20] jedem Buch, das rausgeht, da setzt man sich der Kritik aus. Und Von dem her gab's schon schlimmere. Äh, bei Chris Man Sterman kriegt man wenigstens mit dem ganzen Unangenehmen, das es eventuell bringt, äh, mega Reichweite.
Sandra: Da kann man ein bisschen zurückbeißen vielleicht auch, weil [00:27:40] man dabei und daneben sitzt.
Alex Beer: Na, wie gesagt, es war sonst durchaus positive Erfahrung. Es war, ähm, Dirk Stermann war supernett. Ähm, es war von der Regie bis zum kleinsten Assistenten, alle waren, waren sie nicht bemüht, waren sie nicht freundlich.
Sandra: Mhm.
Alex Beer: Ja. [00:28:00] Auch Alfons Haider war einfach ein Traum. Der war so, so lieb. Und es war eher so, dass, ähm, am nächsten Tag super viele Leute angerufen haben und einige eben gesagt haben: "Herr Chris, Sie waren so gemein", und ich dachte, ich habe es gar nicht so schlimm empfunden.
Sandra: Also ich finde, man merkte das auch an in dem Beitrag. Deswegen finde ich auch, also dass du total... Ich fand dich einfach nur sau [00:28:20] sympathisch in dem, ähm, Beitrag und halt extrem souverän. Also ich, ähm-
Alex Beer: Aber ich weiß nicht, also wenn man sich die ganze Sendung ansieht, ja, also man kann ja, wenn man Backstage dort sitzt, gibt's einen Monitor und man sieht halt alles, was passiert.
Alex Beer: Und die haben, äh, einen Beitrag ja eingespielt von so einer ganz jungen Influencerin, die [00:28:40] irgendwie so Gedichte macht. Und ich fand diesen Beitrag so unfassbar gemein. Ja, ähm, weil die konnte sich nicht wehren, die waren nicht im Studio, sondern es waren einfach diese... Natürlich kann man zu ihr sagen: „Gut, wenn ich so was auf Social Media hochlade, muss sie damit rechnen", aber gleichzeitig jemand, die [00:29:00] war so jung.
Alex Beer: Ja, es war so ein Mädel von Anfang zwanzig, ja. Und ich komme da hin und ich meine, ich bin nächstes Jahr fünfzig. Das macht einfach einen Unterschied, ja, ähm, ob man sich mit, mit, mit Mädels anlegt oder mit Frauen. Und ich war einfach nach diesem Beitrag irgendwie so geflasht und hab [00:29:20] gedacht: „Ihr seid so fies", und hab mir gedacht: „Okay, zu mir waren die dann eh voll okay."
Sandra: Es gibt ein Produkt, das mir und vielleicht auch euch schon viele Nerven gekostet hat: Katzenstreu. Es ist entweder zu klumpig oder klumpt zu wenig, verteilt sich überall in der Wohnung, staubt oder nimmt unangenehme Gerüche nicht gut genug auf. Und ich glaube, ich habe mittlerweile echt alles für meine Katzen [00:29:40] ausprobiert.
Sandra: Deswegen will ich euch hier das Go Natural Katzenstreu von meinem Partner dieser Folge Catit empfehlen. Das Besondere daran ist, es wird aus recycelten Erbsenhülsen und natürlichen Verklumpungsmitteln hergestellt und ist biologisch abbaubar. Das Streu ist extrem saugstark und bildet feste Klumpen und dadurch lässt es sich wirklich sehr, sehr sparsam [00:30:00] verwenden und unkompliziert reinigen.
Sandra: Was auch praktisch ist, die kleinen glatten Pellets haften nicht an den Pfoten meiner Katzen und werden so nicht aus der Katzentoilette herausgetragen. Und beim Geruch habt ihr außerdem die Wahl zwischen Vanille, Lavendel oder einer unbedufteten Variante. Die verwende ich bei meinen Fellnasen, weil sie mit Gerüchen genauso wie ich recht sensibel sind.[00:30:20]
Sandra: Mehr zum Catit GoNatural Katzenstreu findet ihr übrigens in den Show Notes und jetzt geht's weiter mit der Folge. Bevor wir wieder zu den Katzen zurückkommen, ähm, weil du dieses Thema Kritik grad schon angesprochen hast. Wie nimmst du das wahr? Ich hab das Gefühl, also früher, ähm, war [00:30:40] ja, hat man sich als Krimi-Leserin so ein bissl geoutet, würd ich sagen, im Freundeskreis.
Sandra: Ähm, ich hab das nie so empfunden. Ich glaub, ich bin auch zu jung dafür, weil ich, weil ich hab das Gefühl, das war immer cool, Krimis zu lesen, seitdem ich mich dran erinnern kann. Aber das, äh, hör ich zumindest immer wieder von, ähm, [00:31:00] älteren Freundinnen und, und Kollegen und so weiter. Hast du das Gefühl, das hat sich verändert?
Alex Beer: Also Krimi wird bei uns nach wie vor, ah, so bisschen in die Schmuddelecke gestellt, warum auch immer. Ähm, ich aber find, das ist ein deutschsprachiges Phänomen, weil wenn man sich das anschaut im angloamerikanischen Raum, äh, [00:31:20] da gilt der Krimi sehr viel. Wobei man auch der Krimi, den gibt's ja nicht, den Krimi allgemein, ja.
Alex Beer: Wir haben ich weiß nicht wie viele Subgenres und natürlich auch in diesen Subgenres irrsinnige Qualitätsunterschiede. Und es gibt, äh, irrsinnigen Schmuddelkram, schlecht geschrieben, schlecht geplottet, einfach unterirdisch. Und dann [00:31:40] gibt's Krimis, äh, die einfach hochanspruchsvoll sind. Die sind gesellschaftskritisch, die, die haben Ermittler, die irrsinnig stark
Alex Beer: gezeichnet sind und vielschichtig in der Charakterisierung.
Alex Beer: Also es passiert mir immer wieder, dass sie irgendwo hinkommen und dann werde ich vorgestellt und [00:32:00] dann heißt es: Ja, ähm, was machen Sie so? Ja, ich schreib Krimis. Nein, ich lese keine Krimis. Ich sag immer, wenn ich 'n Euro kriegen würd für jedes Mal, wenn irgendwer zu mir sagt: „Na, ich les ja leider keine Krimis“, äh, müsste ich keine Krimis mehr schreiben, weil ich einfach davon schon gut leben könnte.
Alex Beer: Man kann das selber doch auch über Liebesroman sagen. Ja, es gibt von der kitschigen [00:32:20] Schmonzette bis hin zur Weltliteratur, äh, Bücher, die sich um, also mit dem Thema Liebe auseinandersetzen. Ja, und wir haben eben, eben im angloamerikanischen Raum mit Don Winslow zum Beispiel, ähm, mit Raymond Chandler große Ikonen, die als wirklich, ähm, ja, prestiig, [00:32:40] preiswürdig und so weiter gelten.
Alex Beer: Und was mir hier und da auch auffällt, ähm, dass Verlage auch die Leser und Leserinnen austricksen, indem sie wirklich tolle Krimis rausbringen und einfach Roman draufschreiben.
Sandra: Mhm. Spannende Beobachtung.
Alex Beer: Also man gibt, ja, ähm, [00:33:00] weil es gibt ja auch so, das sind halt nicht klassische Ermittlerkrimis, ja, sondern da gibt's halt dann Mord, aber trotzdem ganz viele Krimielemente mit Bedrohung und mit natürlich immer der Frage, wer war's und warum.
Alex Beer: Und ja, das wird dann oft, äh, auch sehr gepriesen und hochgelobt. [00:33:20] Dann denkt man so: Ja, ne, der hat gerade einen Krimi gelesen.
Sandra: Also bei mir rennst du da ja offene Türen ein. Ich muss sagen, ich war als Jugendliche war ich, hab ich fast nur Krimis gelesen. Als ich, es hat bei uns in der Schule so eine Bibliothek gegeben und da gab's eine Ecke, die am feinsten zum Lesen war, [00:33:40] wo man sich zurückziehen konnte und das war die Krimiecke.
Sandra: Und deswegen hab ich, glaub ich, während meiner ganzen Schu-äh, Schulzeit nur Agatha Christie gelesen, glaub ich. Ähm, und dann später die ganzen mit meiner Oma, die ganzen Miss Marple-Filme und so geschaut. Schau ich immer noch gern, wenn ich krank bin. Diese tollen alten Schwarz-Weiß-Filme.
Alex Beer: Ja, ja. [00:34:00] Ich find prinzipiell, dass man einfach dieses Kritisieren sein lassen soll.
Alex Beer: Die Leute sollen lesen, was ihnen taugt, äh, weil ist doch toll, dass sie überhaupt lesen. Ja, und, ähm, ich find, wenn die Leute so halt irgendwo im öffentlichen Raum sind, sei das jetzt in der U-Bahn oder in irgendeinem Park und irgendwer rümpft [00:34:20] dann die Nase über die Wahl, dann, ja, vergällt man ihnen das im schlimmsten Fall.
Alex Beer: Und drum soll doch jeder und jede lesen, was ihm oder ihr gefällt.
Sandra: Bleiben wir gleich beim Lesen. Eine, äh, eine Buchempfehlung vielleicht an dieser Stelle wär, ähm, [00:34:40] dein neues Buch, das im Herbst rauskommt. Äh, kannst du einen kleinen Sneak Peak geben, uns ein bisschen verraten, was da auf die Leserinnen und Leser zukommt?
Alex Beer: Jetzt wird wieder ein Emmerich sein, also der siebte aus der Reihe. Da werd, werd ich oft gefragt: "Muss man am Anfang beginnen?" Nein, also man kann sie auch einzeln lesen. Ich sag immer, wenn [00:35:00] man sich's aussuchen kann, mit eins beginnen, weil der hat halt so bisschen Privatleben, aber prinzipiell abgeschlossener Fall.
Alex Beer: Und wir sind mittlerweile im Jahr 1923 angekommen. Also beginnen tun wir ja 1919. Und ja, ähm, es geht in die, in die Unterwelt, es geht in die Kanalisation, [00:35:20] hat so drum ein ganz kleines bisschen den Touch vom dritten Mann. Und ja, sonst wie gesagt, klassische Emmerich. Wir sind halt in Wien unterwegs. Ich hab wieder versucht, spannende Locations zu finden und, und spannende, ja, kleine Details aus der Zeit von damals, weil ich [00:35:40] einfach finde, das macht halt die Krimis dann besonders.
Alex Beer: Natürlich gibt's 'n Mord und es, ja, ähm, Emmerich gerät in ganz, ganz große Gefahr. Es gibt am Ende auch, ähm, ja, e-eine ganz, ganz schlimme Sache, die
Alex Beer: der Emmerich tun muss und also alles, was ein Krimi braucht, aber das Ganze halt in diesem wirklich spannenden [00:36:00] Setting.
Sandra: Ich find dein ...
Alex Beer: Es kommt 'n Hund vor. Ah,
Sandra: ich wollt dich grad fragen.
Sandra: Ich wollt dich grad fragen, ob, ähm, Tiere vorkommen. Ich find ja, also ich hätt dem auch eher 'nen Hund gegeben, glaub ich, dem Emmerich. Also überhaupt so einen kleinen, äh, vielleicht so 'nen kleinen Polizeihund, der da irgendwie dabei ist. Aber ich find, der ist auch sehr katzig, so von seiner [00:36:20] Personality her.
Alex Beer: Stimmt, so 'n bisschen kratzbürstig und-
Sandra: Macht so sein eigenes Ding, lässt sich nicht gern reinreden. Mhm. Ja, und ist aber auch, glaub ich, so, also auch, a-also dieses, ähm, was ich bei ihm irgendwie auch schön find, ist, der gibt das dann widerwillig zu, wenn er unrecht [00:36:40] hat. Also das kenn ich von meinen Katzen, wenn die, die kommen dann drauf, ah, das war doch gar nicht so blöd, was ich gemacht hab.
Sandra: Und dann kommen die so ganz, also, und, äh, schauen mich dann mit so großen Augen an. Sagen: "Okay, ich checke jetzt, was du vorher gemeint hast", oder so.
Alex Beer: Nicht, der, also der Herr Karl ist [00:37:00] so, wenn der was macht, was er nicht soll, dann weiß er, dass er's nicht soll und ist ihm egal.
Sandra: Die gibt's wohl auch. Die gibt's wohl auch.
Sandra: Ähm, glaubst du, dein, äh, Leben geht mit Katzen weiter? Das wollt ich dich noch fragen. Es ist immer schwierig einzuschätzen und auch 'n bissl gemein, wenn man das fragt, [00:37:20] wenn der Herr Karl noch am Leben ist. Aber du hast vorher beschrieben, wie eng ihr seid und dass du so in einer, ähm, ja, dass das eine besondere Beziehung ist, möcht ich
Alex Beer: Ja, das, das auf jeden Fall. Also, ähm, es hat uns vor allem die Zeit, als er jetzt in der Klinik [00:37:40] war, ähm, ja, aufgezeigt, weil wir den so vermisst haben. Also es war so schrecklich, weil wir haben gedacht, okay, wir fahren in die Klinik und jetzt kriegt man Diagnose und vielleicht irgendwie Medizin. Und wir haben nicht damit gerechnet, dass der stationär aufgenommen wird.
Alex Beer: Also er war drei Tage und drei Nächte in der Klinik und es war [00:38:00] einfach furchtbar. Also nicht nur, weil die Wohnung einfach ganz leer war, sondern weil wir halt nicht wussten, wo ist er untergebracht, wie sieht's dort aus, wie geht's ihm, was passiert. Und es hat uns in 'ne tiefere Krise gestürzt, als es wahrscheinlich hätte sollen.
Alex Beer: Ähm, aber ja, [00:38:20] keine Ahnung. Also sag niemals nie. Momentan bin ich, ähm, so, dass ich sag: Nein, keine Haustiere mehr. Also vor allem einfach,
Alex Beer: weil wir in der Stadt, wir wohnen mitten in der Stadt und es wird eben auch jetzt so mit diesen heißen Sommern, also es wird ja für Tiere immer noch schwieriger und [00:38:40] Was ich mir vorstellen könnte eventuell, wobei ich auch nicht ganz sicher bin, weil man's halt auch auf, äh, Social Media ganz oft sieht, so dieses Fostering System.
Alex Beer: Also, äh, weil es einfach Tiere gibt, die, wie du vorhin schon gesagt hast, im Tierheim dann so mit 30 anderen in 'nem kleinen Raum sein müssen, [00:39:00] ähm, und die da übersehen werden oder die einfach nicht ... A-also es gibt ja Tiere, die darunter mehr leiden als andere und wo halt immer wieder probiert wird, die da rauszukriegen und auf irgendeiner Pflegestelle Wo sie halt ordentlich mal entspannen können und ankommen können, ähm, um sich entwickeln können, [00:39:20] um dann weiter vermittelt zu werden.
Alex Beer: Wobei ich eben auch nicht sicher bin, wenn man dann das Tier hat und sich dran gewöhnt, ob man's dann wieder hergibt.
Sandra: Das frage ich mich auch immer. Ich find das auch immer total bemerkenswert, wenn, äh, Menschen das können. Ähm, ich hab in meinem Freundeskreis, das ist natürlich noch 'ne ganz andere Hausnummer, aber ich hab tatsächlich auch, äh, [00:39:40] Freundinnen, die sich im Bereich, also mit Menschen engagieren und zum Beispiel so, ähm- Ja.
Sandra: Äh, ich bin mir gar nicht sicher, wie man das nennt, aber so eine Mitverantwortung übernehmen für Kinder, die zum Beispiel aus prekären, ähm, aus einem prekären Alltag kommen oder wo die Eltern in [00:40:00] irgendeiner Überforderung sind und nicht hundert Prozent dem, äh, ihren Aufgaben, äh, gerecht werden können und so weiter.
Sandra: Ähm, in, in einer Lightwe-Variante stelle ich mir das bei Tieren auch vor, wenn man so eine Patenschaft übernimmt.
Alex Beer: Ja, und auch diese, diese Verantwortung, die man ja trägt und [00:40:20] auch, äh, die Verantwortung, dass man im Prinzip das Tier weitergibt an eine Stelle, wo's halt im besten Fall es, es dem Tier noch besser geht.
Alex Beer: Und wie man das halt macht, ohne dass man dann in die Privatsphäre von den Adoptiveltern oder halt der Adoptivbesitzern, [00:40:40] ähm, eingreift, ja. Also ich glaube, ich wär dann so, dass ich wahrscheinlich jeden Tag anrufen würde und sagen, ich brauch jetzt, ich will jetzt ein Foto und ich will, äh, den Beweis, dass da alles optimal ist.
Alex Beer: Ja, schwierig. Alles schwierig. Also ich find natürlich auch ethisch moralisch, wenn wir jetzt so sprechen, ja, was man sich da antut an Emotionen, an [00:41:00] Zeit, aber auch an Finanzen. Und dann geht man in den Supermarkt, ja, und da sind Regale voll mit toten Tieren, die einfach das schlimmste Leben hatten, ja. Also ich versuch ja, äh, so gut wie möglich auch vegan zu leben, aber was ich dann so krass finde, ist so, dass Mensch, dass es Menschen gibt, die ihr Haustier so über alles lieben [00:41:20] und alles für dieses Haustier tun würden und dann hauen sie sich 'n Schnitzel rein.
Alex Beer: Wo man denkt, was ist der Unterschied zwischen deiner Katze und dem Schwein?
Sandra: Ja, das find ich auch total interessant, dass dieses, ähm, diese Beobachtung teile ich mit dir. Das find ich auch total absurd.
Alex Beer: Weil das Schwein fühlt ja auch, [00:41:40] ja, und, und möcht auch leben und möcht auch irgendwie es schön haben. Und das Schwein ist wahrscheinlich auch total in der Lage, zum Beispiel einen Menschen gern zu haben und 'ne Verbindung aufzubauen.
Alex Beer: Nur das wird total kacke behandelt und dann umgebracht, während man so für Katzis und Hundzis und Meerschweinchen sich [00:42:00] aufopfert.
Sandra: Ja, es ist total verrückt. Ich war jetzt am übers Wochenende in Vorarlberg, ähm, und, äh, am Berg oben und da gibt's halt, also da waren halt ganz dolle so Biobauernhöfe, wo keine Ahnung, wo's Schafe gab und Kühe und, äh, Alpakas, verschiedene Tiere.
Sandra: Ich ess auch [00:42:20] kein Fleisch und jedes Mal, wenn ich wieder vor so einem Nutztier unter Anführungszeichen, ähm, steh in der Natur, denk ich mir, also hab ich immer wieder Fragezeichen, weil ich das einfach nicht nachvollziehen kann, ähm, wie man auch so 'ne Kuh, also das liebste Tier irgendwie, das da auf der Weide steht, wie man das, [00:42:40] ähm, ja, ja, wie, wie das passiert ist, dass wir diesen Tieren so begegnen, wie wir's halt oft tun.
Sandra: Hm.
Alex Beer: Ja, da ist einiges, ähm, so in, seit der Industrialisierung, ähm, einiges ziemlich schiefgelaufen und man kann halt nur fragen, wie man da 'n Weg wieder rausfindet. [00:43:00]
Sandra: Noch mal einen halben Schritt zurück zum Herrn Karl, der ja jetzt durch, ähm, du hast ihn vorher Pirat genannt. Ist das, ähm, für dich eine Art, also macht das was mit dir so geschichtentechnisch?
Sandra: Also macht das was bei dir auf? Wird die nächste, wird die nächste, der, der nächste Krimi aufm Wikingerschiff [00:43:20] spielen mit einer, mit einer Wikingerkatze dazu?
Alex Beer: Ja, Wikinger momentan leider. Also ich liebe Wikinger. Ich hab, äh, Vikings durchgebingt, alle Folgen und bin Riesenfan, aber ja, Wikinger leider grad am Markt ganz schwer unterzubringen.[00:43:40]
Alex Beer: Ja, ähm, da liegt er nämlich eh und pennt grad. Nein, aber, ähm, also Katzenkrimis gibt's ja schon. Ähm, ähm, es gibt ja auch diese ganzen Jugend, ich weiß nicht, sind es Krimis, diese Warrior Cats. Hab nie reingelesen. Ich
Sandra: auch nicht. [00:44:00]
Alex Beer: Ähm, sollen aber Riesen-Riesenerfolg sein. Dann, ich glaub, Fabian Navarro, Miets Marple.
Alex Beer: Spielt ja auch die Katze die Hauptrolle. War hier schon zu Gast, Fabian
Sandra: Navarro. Der erste Gast dieses Podcasts. Ähm, genau. Rita Mae Brown wird mir noch einfallen natürlich.
Alex Beer: Mhm. Genau. Ja, also keine Ahnung. Ähm, ich find dann immer, [00:44:20] wenn's halt irgendwas schon gibt, das einfach schon richtig gut gemacht wurde, ja.
Alex Beer: Warum, ja, irgendwie eine Kopie davon, ja, machen? Also ich hoff dann einfach, dass es bei, bei Fabian Navarro weitergeht mit seiner Miets Marple und dann [00:44:40] wäre wahrscheinlich den Tierkrimi auslassen.
Sandra: Möglicherweise, ähm, hört Fabian jetzt gerade zu und schnappt sich die Piratenkatze einfach für seinen neuen, äh, für sein neues Buch.
Alex Beer: Ja, darf er haben. Bitte Herr Karl nennen.
Sandra: Oh, das liebe ich. Ähm, Alex, ich hab noch ein [00:45:00] paar schnelle Fragen für dich zum Schluss. Ähm, kannst du mit diesem Satz, im nächsten Leben werde ich Kater oder Katze was anfangen? Ist das was, was du dir vorstellen kannst?
Alex Beer: Nein, bitte nicht. Ähm, weil, ähm, das heißt, ich würde wahrscheinlich irgendwie kastriert werden.
Alex Beer: Ah,
Sandra: guter Punkt.
Alex Beer: Und, [00:45:20] ähm, müsste halt auch jeden Tag dieses Futter essen. Weil zum Beispiel Herr Karl, dadurch, dass er die Niereninsuffizienz hat, sollte er weniger Eiweiß. Das heißt, der sollte halt jetzt auch kein Huhn oder irgendwas. Äh, also mein Mann isst zum Beispiel Fleisch und da hat der Herr Karl immer was abbekommen, weil ich finde [00:45:40] diese, äh, dieses Purina ONE und wie das alles heißt und Sheba, ja, ich weiß nicht, ob das so, so richtig geil ist zum Essen.
Alex Beer: Ähm, auch, ja die dürfen ja nix Süßes und so. Nö, find ich, glaube ich, Mensch sein besser.
Sandra: Das find ich sehr fair. Ähm, [00:46:00] hast du eine Lieblingskatze aus der Literatur? Irgendeine, die dir einfällt, die du besonders toll findest?
Alex Beer: Spontan jetzt nicht, aber ich erinner mich gern zurück an meine Kindheit mit Aristocats.
Sandra: Die würden auch gut zum Herrn Karl passen von ihrem Mindset, oder?
Alex Beer: Das, das [00:46:20] stimmt total. Die haben auch super, super gesungen.
Sandra: Ah ja. Ja, äh, Gesang und Katzen, Stichwort Cats ist ja eher ein anderes
Alex Beer: Thema. Cats, ja, stimmt.
Sandra: Ich hatte hier mal einen Gast, der gesagt hat, er hat, ähm, so in der Schublade eine österreichische [00:46:40] Bühnenvariante für zwei Katzen, die sozusagen aus dem Cats-Universum rauskommen und die erinnern sich tatsächlich so ein bisschen Herr Karl-mäßig, ähm, wo sich jetzt gerade ein Kreis schließt-
Alex Beer: Oh, das stimmt.
Sandra: An die Vergangenheit zurück an ihre, an ihren, ähm, Erfolg, ihren großen Erfolg, ähm, mit Cats und eine findet's ein [00:47:00] bisschen blöd und die andere ist sehr nostalgisch.
Alex Beer: Oh, das klingt herrlich. Echt, wenn ich mir das vorstelle,
Alex Beer: dass sie's im Wiener Dialekt machen, so bisschen Mundl-Style.
Sandra: Genau. Und Alex, die allerletzte Frage, ähm, ist immer dieselbe hier im Podcast.
Sandra: Es gibt, äh, am Schluss immer eine Katzennamenbörse. Katzennamen ist immer so ein eigenes Thema. Wenn jetzt Menschen zuhören [00:47:20] und die, ähm, haben grad, äh, vor, sich aus dem Tierschutz ein Kätzchen zu holen und brauchen noch einen Namen. Hast du einen zu verschenken?
Alex Beer: Ursula.
Sandra: Ursula?
Alex Beer: Na Schnursula.
Sandra: Sehr toll.
Alex Beer: Ja.
Alex Beer: Weil als, also bevor der Karl [00:47:40] Medikamente nehmen musste, gab's eine sehr, sehr nette Bekannte, die bei uns gleich um die Ecke wohnt und die hat, wenn wir mal eben es gewagt haben, übers Wochenende ganz kurz wegzufahren, hat sie oder wenn halt auch so Sachen sind mit, man möchte doch hier und da die Eltern sehen in Vorarlberg.
Alex Beer: Ähm, und die heißt [00:48:00] Ursula. Und hier und da, also wir kennen halt andere Ursulas auch noch und wir haben dann begonnen, unsere Ursula, die zum Karl geschaut hat, Schnursula zu nennen, um ef, eben Verwechslungen auszuschließen.
Sandra: Sehr toll. Also wenn ihr jetzt zuhört und ihr, ähm, eure Katze, äh, Schnursula nennt, dann [00:48:20] sagt doch Bescheid, schickt ein Foto und ich leite das an Alex Berwald.
Sandra: Ja, unbedingt.
Alex Beer: Und bitte, bitte, was sie auch macht, seit der Karl sein Auge verloren hat, da habe ich mich total, also ich hab das gepostet und, äh, es hat mir dann tatsächlich haben zwei Menschen mir, äh, Fotos geschickt von ihren einäugigen Katzen und die habe ich [00:48:40] dem Herrn Karl gezeigt, damit er sieht, dass er nicht alleine ist und dass das auch total cool aussieht.
Alex Beer: Also wenn ihr einäugige Katzen zu Hause habt, bitte gerne, gerne Fotos davon herzeigen.
Sandra: Find ich ganz süß. Unbedingt machen. Ähm, Alex, ich sage danke für das Gespräch. Es hat sehr [00:49:00] großen Spaß gemacht.
Alex Beer: Ja, danke auch.
Sandra: Und, ähm, ich drück die Daumen für den Buchrelease, der, ähm, stattfindet, äh, wenn dieser Podcast draußen ist und ich freue mich schon auf den neuen Teil.
Alex Beer: Vielen Dank. Danke schön.
Sandra: Das war Cat People, der Podcast mit Miau Faktor. Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann teilt sie direkt mit [00:49:20] euren katzenbegeisterten Freunden und bewertet sie in eurer Podcast-App. Alle Infos zu dieser Folge findet ihr in den Show Notes. Wenn ihr Cat People unterstützen wollt, dann könnt ihr das auf Patreon.
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